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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-03-14 · 11 (14.3.1919) · p. Seite 150

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
11 (14.3.1919)
Date
1919-03-14
Page
Seite 150 (sequence 6)
Language
German
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Seite 166 Dr. Vkoch^s Wochensckirift Nr. 11 Vrraani, der mir dem Wmalnrord eine Btillion verdiEe, der Pfarrer De'ckert, welcher falsche Zeugen Mer den Gebrauch des Blutes warb und ästdere 'Edle, man wirklich in einem eigenen Album süjr die WienÄ erhalten sollte. Kaum hatte die Partei die Mehrheit int Gemeinderat erlangt, als sie. LDch schon den Verüchtigt^n Hauskn«hLparagraphen ein führte, der jede Opposition mundlos Macht und wiederholt zu peinlichen Raufszenen führte. Vom Stadhrat gaben sie lein einziges Mandat heraus, sondern blieben in dieser Körperschaft ganz ohnel Kontrolle und im tiefen Geh-emMiL Die Verwaltung der Stadt führten sie ebenfalls Mnz allein, ohne die Opposition auch nur anzuhören -und führten sie so, daß ihr eigener Parteigenosse die bekamen Urtilel über den „Gott NimM" veröffentlich^. . -'Jetzt geht endlich das alles W- Ende. Die christlichsozialen Rüben fliegen bereits um den RaLhausturiln und der Eiserne Mann-nimmt eine rötliche Färbung am Die Christlich sozialen fühlen xs sMst, daß die Bevölkerung aus der Hypnose erwacht, in welche sie durch gewissenlose Versprechungen und durch das eintönigL »Hepphepp versenkt wurde. Die Wähler.fifr die nächste Session des' Memeinderates werden iganz gewiß die richtige Antwort auf die christlichsoziale Schandwrrtschast geben, die Rathausgewaltigen werden das Ratsstübarl und den Stadtrat verlassen nMstn. Jetzt spüren sie es am> eigesten Leibe, was es heiK, eine verlierende Partei, zu sein und wie wohl es in solchen Fällen tut, mit Bllligikeit und Unparteilichkeit behandelt zu werden. In einer Vorahnung kommender Dinge schreit jetzt schon ihre Presse -über parlamentarische Unsitten, unter denen jetzt ihre Partei leidet, welche sie aber selbst emgesühlvt hat. M wäre eine Ungerechtigkeit, wenn man die Methoden der Christlichsozialen nicht eine Weile gtzglen sie selbst' anwendchH würde, Sie sollen nur fühlen, was & heißt, urt.pc d em HaüstMechitpLragrüPh zu 'stehen, - der Bürgermeister soll sie anschuauzen, die Referenten sie vexhöhn-en, ih!re Tä-: tiffieit zur Ohnmacht verdammt sein. Es ist'viel an diesen Leuten.zu Aachen, welche Wien und seine Politik so' lange.in ihrer Gewalt hatten, sie maßlos Mißbrauchten Mnd.brandschatzten und übermütige Feinde ihrer Gegner waren. ' ' ' » -i- Ta dem Wtangel an guten Witzblättern unbedingt abgeholfen werden muß, erscheint der Briefkasten des Deutschen Hauptorgans. In diesem war kürzlich zu lesen, daß die sehr geehrte Redaktion das Schich'al Wilhieftns von Hohenzollern Zwar bedauert, aber er sei gewarnt gewesen: „Halt dich von den Juden ferne, dann kannst, du den deutschen Aar führen durch des Himmels Sterne noch durch viele Siegesjahre." Als Jude ist nun Ballin genannt, der bekannte Generaldirektor der Hamburg- ÄMerikalinie, der Selbstmord beging, weil Man seine Bemühungen fürden' Frieden mit einer scharfen antisemitische Bemerkung absertigte. Wer nicht einmal dieser SeWsmvrd stützt ihm etwas. Man will einen Sünde nboch für die Verbrechen der Großagrarier der Großdeutschchi und des Generalstabs, die vom Frieden und von den Juden niemals etwas wissen wollten. Da soll nur bar Jude Ballin herhalten. Wer wird niemandem gelingen, die Weltgeschichte so Nndisch unkzulüMN) nicht einmal intl Brieffasten b$r Redaktion. Wie bk MWe Avi?oMM m MMrma Misficht. Genf..Der .Mopulaire" bringt einen Zensurierten . Ärlffel darüber, wie die englischen' und französischen Behörden in PaNtina unter Hintansetzung aller nationalen Ansprüche der Inden.das Lastd unter Begüm st i g u.n g M er Ar a b er zu eigenen- Nutzen ausbeuien. "LaüschüdK palästinLndiMar - ÄlÄchtl i n ge warten in "Aegypten auf. die Lin re i s e b e w il - I i gu n g. Nur einige Dutzend AuLerwDlter konnten bisher in ihr Heini zurückkehren. Im Innern. M.Äe".Weoch- . gungsfreiheit LUtzerst emgeschaäM/.^ ligUng darf niemand reifen und' die Gisenbchhnen darf die Zivilbevölkenuig üb e rh a u pt nicht be nutzen. Die Behörden behandeln die Bevölkerung von oben herab. Bei der militärischest Verwaltung vor, Iaffa und Jer usalrm werdenam s schließtich Araber verwendet, welche meistens Söhne reicher Effendis sind, den Gehalt verschmähen und nur des .Titels wegen das Amt übernehmen. Usberhaupt werden Korrzessionrn und Arbeiten nur an Araber vergeben. Die während des Krieges erschienenen hebräischen Leitu ng en wurden noch von den T üx l en kurz vov ihrer Niederlage eingestellt, und diese Verfügung wird von den englischen Behörden aufrechterhalten. Nur die offizielle,- unter der Kontrolle des. Generalgouvernementc' in Kairo gedruckte Zeitung „Palestinian News" erschekt in hebräischer, englischer und arabischer Sprache: während aber dev hebräische Teil sich nur auf literarische Erzeugnisse beschränkt, sucht der arabische in politischen Artikeln die Bedeutung der Erklärung 'Balfours Über Pie Schaffung einer jüdischen Heimstätte in Palästina auf ein Minimum zu reduzieren. Die „AuLonömijr" der Juden in Palästina besteht m Wirllichtriß nur in einigen Schiedsgerichten, derell Entscheidungen kme Rechtskraft haben. Jüdische Kaufleute dürfen keine Handelsniederlassung errichten. . EmDWet tut# Jlümr in MlLstina. Das „Jüdische KorrespondenzLureau" tm' Haag Meldet, datz demnächst Aenderungen in der Werwaltungs^ Methode in Palästina vorgenommen werden, -wodurch die Beziehungen zwischen Juhm pnd GnglMdern Ledeutend besser Werden sollen.-"Der Ghef des. englischen Generälstabes, General W i l s o tt, hat ^Dr. W e rg man n versprochen, das Nlilitärifche System, das noch inPalästsiia .herrscht, allmählich abzubauen/. Unsere KriWsgefangerM m JLatkn. , " Folgende Kriegsgesangenen befinden Ich laut Mitteilung vom 11. Januar d. I. in Sala Lonsilina Eck Neapel in guter Behandlung und erbitten.von ihren Angehörigen Nachricht durch den „Roten Mögen David" (Rabbiner Dr. Grunaoabd), Wien. 2. B^irk. Ferdinandsstratze 23: Alf. Dr. Heinrich Brechev (F. .R u b i n stein. Wien, 1. B^irk, Salzgries '21): -r- Alf. Michael Glatz (Ina. H. 'Gl aß, Lemberg, Krol Leszczyuskiego äl a): Alf. Isidor Glück (David Glü ck. Krakau. XXII.. Zamojffiego 4); Alf. Abraham I o r t n e r (Osias Iortner. Tarnv w. Katedralna 7); Asp. SiegMund K n o s ße w (Dr. Julie -Knv j s em. Wien, 6. Bezirk, Schönborngaffe 12/11, Rosa Lbn o sse.w, Lernberg, Krakowska 6): Alf. Rudolf Kurzer (Sali Kmrzer. Lwow, Strzelecka 8): Asp. Oskar K-wsler (Salomvn Kos! er, Buczacz. Villa Dr. Kroo): Alf. Ehaim Nazrp e (Ernesttna Nap-p 'e»^Hzerno- ' witz, 'Dreifaktigkeitsgasst 14); : Als. Wilhelm Lustig (Sirndn Lustig. Äbswy- Alf. .Hermann Ochshorrr (Gustav Ochschorn. JoÄielnica, CtzoMM>>: - -

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