Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 9 (28.2.1919)
- Date
- 1919-02-28
- Page
- Seite 126 (sequence 14)
- Language
- German
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2 Ms» m Är, 8 M Ne Wöchnerm^mch Mt m den meisten Fallen auch Dt GM aus. Es gN xin Helliges Werk, das reichliche Mittel - beansprucht. Darum bitten wir euch, Männer lKiüVFnmen, irrtet unserem Vereine als Mitglieder Hei! Dr. Berthold Rssenstsin - K. Eoldschmiedt Schriftführer Präsidentin XVIIL, Tarl Ludwigstr. 6/9 IX., Sechsschimmelgasse 26 Ws SOerchM—ein MM antisemitisches Kaffeehaus? W hätte Mittwoch nachmittags iM -Cafs „Splendide" ein Rendezvous mit einem bekannten Herrn, nahm W«r Kaffee und verweilte'dort zirka Me halbe Stunde. Äks ich 'im Begriffe war, in Begleitung eines Herrn, Ws Kaffeehaus zu verlassen, kam auf uns der Inhaber des Cafs „Splendide", Stieber (galWscher JuW aus Pä^mYÄ), und fragte meinen Begleiter, was er hiereigentlich , macht, worauf ihm derselbe antwortete, daß er auf einen ^Schwarzen" hier war. Der Besitzer bemerkte darauf, daß er auf die jüdischen Gäste veMchte, und als ich ihw Qufnrerkfam machte, daß er selbst ein Jude E,. geriet-er.in Zorn und überhäufte mich mit uni Wrgen Schimpsworten. . , ' .Nebstbei sei aber bemerkt, daß 99 Prozent sein.er .StäMMgäste galizische Juden aus Borhslaw und Droho- HW-feien, deren Besuch, ihm während der Kriegszeit As heMe emige Millionen eingebracht haben soll. Da xr fich) jetzt also seinen Säckel vollfüllte, wurdien ihm M -Juden lästig. Nachdem Herr Stieber selber erklärte, Mh er auf die jü di sch en Gäste ve r zich L e, mögen die. Ksisthen Besucher des Cafe „SplerDde" wohl er-, wägest) ob es richtig sei, rin' ein Kaffeehaus zu komnLLr, Wsstn .Besitzer ausdrücklich erklärt habe, daß ex dieselben nicht höben will. Benzion Sa fr er, Großindustrieller. Hinr LaNdwirtschgstsschrtle für MiMFr<yrenu«d Hiürr Leitung der Frau Erna Pa.t ak eröffnet das Halastina-Amt Ln Men im März l. J^ Tie Dauer des Wterrichtes bis zur völligen AusÄchustg ist ein Jahr/ Mr 'Me.gründliche .Vertrautheit der..Mischen' Wauen Mit der' Haus- und Landarbeit' vornehmlich zum Ge4 Äihendes jungen Siedlungswerkes beitragen kann, ist M Gründung dieser Schule von größtem Wert für Unsere Bewegung. OnM ..TchnM OwsonM" Mr WmtgeltLichm AlUsMi^! tzmg Wch UnLetsMung armer WMÄmZN.nHsim, 7 Men, 20) 'Bezirk, Engerthstraße P17 r Die diesjährige, Generalversammlung sindet Sonn- /Äl" l_ <v «üno-x_ 'min _o FrMWrMvecheschule des MäMMunrersWungsverrineI. 7)'/ Dia gewaltige Umwälzung auf wirtschaftlichem Ge- Mte stellt stiele Mädchen vor die NoLwdndigkeit,'eine neue 'Berufswahl zu treffen. In Würdigung der schwierigsn Merhalmisse ist der Madchenunterstützungsverein> trotz vorgeschrittenen Schulzeit, bereit, Bew erberinnen. in tek 1. Jahrgang der' Frauengewerbeschule für WeißiräWr und! Kleidermachen äufzunehnren^ Auch deMichtigt der Verein, SoHerkurse für fä? reiis im Berufe stehende Wauen und Mädchen elnzurichten. Diese Kurse sollen ihnen die MöglkchkekäbietM,. Heitzermachen und Schnittzeichnen für den ergenen' Bchgrf' zst -erlernen. -; ' .... V f' ' DerjüntÄricht (findet an rgllen MstaMn des Vereines Ä-Lkstän-^itz uuLuLge'ltlich statt. ' Wmeldungen Dienstag und Donnerstag, von 10 bis 11 Uhr wormittaM 9. Bezirk,' Secgässe 16 a.. Mitzzübringen sind:. Oeburts-, Wiederimpfungs- und Schick? entlassungszeugnis; für die Sonderkursegenügt Gäburts^ o'der.Heimatsschein. . . Line jüdische Sektion im pom ischen Arb eitsttümsLer i um. Der Sekretär des jüdischen Emigrantm-Änsormw tionsbüreaus, Herr Älter, wurde, wie die polnische Gesandtschaft in Wien mitleilt, zum 'Referenten j)er EnNgrantensektion tm Ministerijum für öffentliche Arbeiten ernannt. Die jüdische Abteilung sammelt 'Materialien über jüdische EmigranLemnstitutionen, diie in Polen und Rußland existieren, über die Tätigkeit der „Jca" sowff: über ähnliche jüdische Organisationen in 'Berlin und Wien, endlich über die zionistische-Emigration nach^ Palästina. ___ - Die Organifation der jüdlMen KultusgLMLindLn. Das Prchbureau der polnischen - Gesandtschaft., in Wien meldet: Der polnische Ministerral.jn .Warschau, bestätigte die neue ^Wahlrechtsordnung für die jüdischen Kultusgemeinden in Polen, der gemäß die Frauen das Wahlrecht nicht besitzen werden. An die Spitze aller Gemeinden wird der „Kultusrat der jüdischen .Gemeinden" mit dem Sitz in Warschau treten. Laut der in Warschau erscheinenden Zeitung.„Das jüdische Bolk" entschied das Ministerium für Kultus und Unterricht die Bitte der Polen mosaischer Konfession um Gründung einer von den Orthodoxen gesonderten jüdisch-polnischen Kultusgemeinde abschlägig.: Jüdische ToynbeehaLle-Josefirre Meudl " . Lvohlfahrtöhans. XX., Demsgasse 33. ' " n»,^^ Sainsüig, deit157 Februar'WWälteE'KWMMüM abend brachte das interessante und ' wirkungsvolle Maoiertrio von Tschulkovski, von Herrn Au der jmi, r.CeUo), Flau Möller (Klavier) und Fräulein I e i t e l e s [Ärolive) präzis und schwungvoll, im Schlußsätze mit hinreißendem Feuer durchgeführt. Die Gesangsnummern vertrat Frau von Lt a l l a y,- die Lieder von S ch ü m a n n und Brahms und die große Traviatä-Ätie mit vollendet' geschulter und höchst-klangvoller Stimme vortrug. Das Konzert am 22. Februar eröffnet« Frl. Weifer mit einer der herrlichsten Klaviersonaten von Beethoven, welche di» Pianisten in klass^a>er BoUendmig spleüe. Herr Meuu reziticr e lyriichL Poesien.und Balladen'von Mar Vallas mit inniger Empfindung und Mächtigem Aufschwung. Die Konzertsängerin Frau Dr. Hitschmann sang, von Herrn Dr. Donby feinsinnig begleitet, eine Reihe Brahmsscher Lieder und überraschte durch ihren schönen, in allen Lagen gleichmäßig ausgebildeten, klang-» vollen wlezzo - Sopran sowie . durcy ihre, ,V.ortia;»sweise, die allen Enrpfindungen den wirkungsvollsten Ausdruck verlieh. Den Schluß des Abends bildeten heitere Vorträge von (Herrn Mar Val las verfaßt und vorgetragen, die echte und freudige Heiterkeit heroorriefen. Alle Künstler wurden mit außerordentlich reichem Beifall ausgezeichnet. Samstag, den 1. März, präzife, 6 Ühr abends, findet ein Kammermusikabend statt unter Führung des Geigers Herrn S a! a u d e r, Mitglied der Oper und des philharmonischen /Orchesters, ^__ Eine moderne jüdische Bühne. Der jüdisch-akademische Kulturverband „Jabne", der'sichfble Vermittlung jüdischen Wissens, Denkens und Fuhlens an die Oesfent-- lichkeik zur'Aufgabe machte, geht auch daran, ein m Mangel abzuheifen, den das jüdische Volk tzisnun besonders schmerzlich empfand,, an die Schaffung^ einer modernen, jüdischen Bühne. Die Wichtigkeit einer -kuburellen 'Institution, wie es ein jüdisches Theater ist, haben b rerts alle Schichten' unseres Volkes anerkannt und nur wegen gewisstr Geschäftsleute, die fonderbare „B ü h n em" einrichteten, war es unmöglich, -ein aus modernem Kulturniveau.stehendes jüdisches.Theater zu gründen. Auch der Umstand, daß nur die. Masse" die btsherigen jüdischen Vorstellungen besuchte,, vereitelte alle Bestrebungen zur Schaffung eines modernen jüdischen'Theaters. Erst der Ausschwung der jüdischnationalen Idee hat-die Aufmerksamkeit der intelligenten Kreise unseres Volkes auf. die.^ hervorragenden Mhnenwerke der jüdischen Literatur und auf die charakteristischen Merkmale der jüdischen Dramatik gelenkt. Die Notwendigkeit der Aufführung jüdischer Dramen in der ureigensten Muttersprache ostjüdischer Dichter, in welchen sich das Leben unseres