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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-02-14 · 7 (14.2.1919) · p. Seite 84

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
7 (14.2.1919)
Date
1919-02-14
Page
Seite 84 (sequence 4)
Language
German
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Mnkl'che Haltnna einnaW. Das alte Lied: Den Feudalen und Klerikalen sind Gesetz und Rechte, Vo k^wilien und Staat'MUK gleichgültig, wenn sie nur ihre ichaste velreiven tonnen! - * . rtzk , Sin teurscharischeZ Organ bringt in einer Zu^ammen- Mlung die Namen al'er Ju'.-en^ oder"Judie.:stSmmunge, w.lche bei uns öder in einem anderen La.rd zu AM u!lch -Würden gekommen sind und beseitigt werden sollen. Man könnte jedoch dieser L ste leicht eine zweite gingen < B^rsülen, welche viel, größer und witziger wäre. Ties wäre eine Zu'ammensdl-ung al er leutschari chen Würdenträger und hohen Beamten, welche bisher in Amt nn^ Würden waren oder noch sind Und nach Kräften gehcN n Hatzen, Unseren.Niederbruch.herbeiW^übren. Man konnte Jttii ihrerr Siegsriedensreden ganze Bücher füllen, und an ihrer Lol-dreisten Haltung zeigen, warum dje n'chtdeutschen Völkerschaften Feinde des Saa.es wurden. Man Munde ihre l-cherlichen Verfügungen für unsere Vertat lang anführen und Nachweisen, was sie als Miliars geleistet haben. Im Bewußtsein ihrer Ohnmacht und. Unkenntnis ist denn jetzt auch ein Teil dieser ,A-ührer1 von der Wahl ewertzung zurüchgüretln. Aler„noch immer Kiberr genüg Lmtc, deren. Politik aus hepphepp und Heils besteht und wiche' glauben, daß ihre Rückständigkeit für den bevorstehenden Kämpf der V.l l-ier genügt. Wenn de Meutschnationalm bessere Late haben als die jM chen Würdenträger, so sollen sie sie nennen und die Juden sollen zurücktrelen. Abeö tüchtige Leute zu verlieren und zugestehen. Wenn der Herr Wichtl Wer den Kerrn.'WiDl schreiben würde, so wäre wohl das Wort „jMjchc Hand? lungsweise" nicht zu vermeiden. Dieser Teutschnationale Mas sie für die Prüfung brauchen und weiter-nichts. Man sagt Herrrr Wich l nach, daß' er ein sehr guM Geschäftsmann sei. Seine Unerlehrer leiden schwerlich an ftelarernährung und er wacht mit Argusaugen darüber, daß nicht ewa ein Hörer seiner Schule die dort feiner germanischenW»l an'chauung Mer die en losziehcn. Da dies aber nicht gut angeht, so wirft er sich7 eben au? Ne anderen Judeir und suchet,- wen er berschl.ngL. ZülM Hatzen es ihm die Freimaurer ange an. Sic' sind für ihn die Urheber < l es Bösen. Und warum? Weil sie unter jüdischer Führung skchn. Sie waren es. auch, die den Mord in Sarajewo bestellt haLnr. Da llÜbt einem der'Beistand stehen. Wenn mächstms die Luschmän wr in Australien' die Wiedereinführung der .'-.Menschenfresserei beschlichen werten, so ,. Wird Dr. Wichtl Ln Wien beweisen, daA cs .geschieht, weil sie unter Mischer Führung stehen. Es legt uns vollständig fern, uns damit zuchLf'assen, was in de» katholischen Kirchen geschieht. Wir haben wiederholt die Ansicht Vertreten,- daß wir Inden un. kerne Anaeleaenbelt. eines anderen. Tii'us hinein:eden foXIeit; weder in die Eheresorm noch in die -Tätigkerc auf dep Kanzel. Was aber in neuester Zeit geschieht, richtet sich gegen uns und ruft -unfern ganzen Widerstand lÄnd den der Gesetze hervor. Man verteil und verkauft in den Kirchen nämlich ganz ungescheut jv ne blutrinstrgen und'- lügnerischen Broschüren gegen die Juden, von. d>nen wir bereits gesprochen, haben.' Un er dem Man^l der christlichen. Nächstenliebe hat also auch die Anstiflnng M Pogromen lhlatz und niemand künmert . sich darum, Hb-» wohl wir unseres Wissens noch eche Zen?ur und einü Sicherheitsbehörde haben. Es -ist',.nur, ein Glück, daß die Bevölkerung nicht, mehr so gutgläubig ist und. sich, statt der unzähligen christlichsozialen Kriegsverbrechers gerade die' jüdilchen aussncht. ' Bemerkenswert aber ist . i bischöfliche Seminar heimgesucht wurde. Sie predigt fortwährend Gewcl ta'en und rerzt zu Plünderungen aus. Wenn diese aber ihr zugefügt werden -und nicht den Juden, schreit diese veMgcne Presse aufgeregt nach den Bebörden. / ' ■ * ..; ■■ . Prinz Heinrich' von Preußen, der. Bruder . Wil^ h.lm II., veröffentlicht, angeblich in den „Hanchurger Nachrichten" eine! ErllLrung, in der er . die W eher-l ausrichtung der Monarchie in. Deutschland - und die. Be» seitigun'g des semitischen Ein.lusses in Industrie, Handel und Politik fordert. Auch die - Hohenzollerngreffest zu itzm letzten Anker der - Hoffnungslosen, stürzten. Prftlz Heinrich tut , nämlich so, als wären dieHohenAol ern - nicht vam-,-ihr^m BoM gesküM ^worden» sondern von ^den Judsch sdse^sich^.yHs breikmachem X Nun beträgt die - AiM l ber -Juden^in Deutschland iüberhaupt nur den hundertsten- Teil der, dölLrung und dieser soll W W anderen Teile chiM gerissen haben und sie jetzt regierend Es. ist: einfach M c.l>ern, darMer zu.reden.. Die Lug^n des,TixpG, li-Boot. Krieg, der Amerika herausgefordcrt hat, das'wahU ' sÜrniKe Zurückweisen jeder Nrjcdensmöäl chstit, waren also nicht die ^LeraulaXsung Mr Mvo.mion. .'^Xern.nur die Juden. Man hat bisher ans MKicht auf.-as deut-cheBstlk über die. JftcLe wenig gesprochen, welche die offenbar größenwahnsinnigen Hohenzol.e.n im Kriege Und., vor dem Kriege gespült haben. Der Prütz.Heinrich.'Mt seinen osteloMen Falstaffs will aber offcnbrr den Kampf iuffeiüer ganzen Schärfe. Aber die HoherMNern werd-LN sehen, daß sie dabei nicht an der Schwachder wehr» lo.en und verleumdeten Juden.scheisern werden, scndr.u am 'Abscheu chres ganzen Mßhand.lten 'Vockes.. Gcgen den Sieger'lauf der BolkZhcrrschaft kann man mit mitischen Mätzchen nicht ankämp.en! Wdffche AMcmitm. Äns Berlin wi d berichted: Im Briefkasten der ,,Mitici üngen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus" lesen wir : „Me Sie richtig vermutem ist..Herr Karl v- Weim berg auf'Haus Waldfffed, der den Wahlaufruf für die Listenfiihrer:

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