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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-01-31 · 5 (31.1.1919) · p. Seite 51

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
5 (31.1.1919)
Date
1919-01-31
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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Kr. Seit* ü7 Br. BtvH'S Wschrnschrttt imx tziehMk-DxsMchsbL denn fte «MMten.Tatsachen. D«M LuiWWHrKWk allen HUketn verkündigt w^rd vM Myh! dewi MischM VoNe, würdigen jvit Wft Frechheit damit, d a ß wir sr.etz bekennen, was üsts unsere Religion lehrt, und das -ist: VHc sind eine Nation, aber ein» solche, -die sich niüsi im blinden.Hasse den anderen. Nationen Verschließt. Brüderlich wollen wih: Men Nationen dche Bruderhand reichen, wip Joses einst, unser-si Bruder «snchlen, uM das LoaZ wir unseren Kindern lehren wollen, ihren Geist wollen wir bilden, aber die! Herzen stets im Auge behalten. Der Umfluvz, den wir setzt erleben, ruft dtzi B,öker wach-. Wir hoffest, daß es jedem! Volke gejgölnnL sein wird,. auch unserem, -sich au^ulebeN, hoffen abeir auch, daß hie Völker Deir Weg %ux Verständigung! sirpden werden, nicht durch die Mittel der Gewalt', sondern! durch Me der Webe und des- Geists. Dazir trage auch sein Scherflein, bei unser Religionsunterricht. Dr. M. Grnnselb. Vom ZabrrN^rkt der Lebens. Klassen rnr IaKesZesHichLe. Der AntifemitikMnS der ZHahLzeit. Bon christlichsozmler Seite wird eine Broschüre angekündigt: „Die Juden iw! Kriege." Wir brauchen sie wirklich nicht zu' lesen, uw. ganz genau zu wissen, was drinnen steht.. Der Geist der Christlichsozialen ist immer die gleiche alle Leier und spielt immer dir gleiche Me--; lodie. Ohne also N1 Krone 50. Heller, für. den geistigen Schmarren hinauszuschmeißen, können wir darauf wetten, daß wir trt der Broschüre, folgende Erbaulichkeiten finden werden: ' Die Judrm sind nie an der Front gewesen, sondern sind in den Kanzleien des Hinterlandes gesesseni ' und haben verdient, während des christliche Volk geblutet hat.. Die Juden wären die . alleinigen KrieMyewinner und haben dem! armen christlichen Volk die magere Haut über die - Ohren gezogen. Die Juden Wachen jetzt den Umsturz und predigen die 'Revolution, um die Wut der Oesfentlichkeit 'von sich abzulenken.. Wir kennen die Weise, wir kennen den Text, wir kennen auch den Bersasser, er trinkt zu Hause, heimlich Wein und predigt öffentlich Wasser. An der Angelegenheit wundert uns also nichts, außer der schamlosen Frechheit der Christlich-sozialen- Diese Leute wagen es. noch, -überhaupt auf der politischen'Welt zu sein, geschweige denn jemanden anzugreifen? Kein Abgrund Ware tief. genug, um diese schmutzige Harter unter der.Mst ihrer Schande versinken zu lassen.. Sie HÄen den Krieg gewacht, sie haberr ihn zur Bereicherung bestützt, sie haben sich in weiter Entfernung von der Front - gehalten, sie haben das Volk bestohlen und begaunert und wagen es noch, ihre riesige Schuld den Juden grAhalsen zu wollen? Man braucht nur einen Griff ins Volle zu machen, um das historische Verbbechen der Christlichsozialen an der Entstehung des Weltkrieges! an zahlreichen Beweis«: sestzustellen. . Während der Amtstätigkeit des Grafen - Aerenthal als Minister des Aeu^rn warf ein Bssucher?bei' diesem die Tür so zornig hinter sich zu? daß es im ganzen Hause dröhnte. Dieser Besucher war der hohe Ilpostel der'christlichsozialen Partes der Erzherzog' Franz FerdinänD. M war wütend, darüber aewesen, daß Aebenthal nicht Wer seinen Wunsch to Krieg' mit den Balkanstaalen schon, zwei Jahre früher gemacht hatte. Daß nach einer späteren Enthüllung des Pariser ^Matin" damals auch noch Bulgarien gegen uns marschiert, wäre^ blW der christlichsozialen Partei ganz gleiche - HültHß Franz Ferdinand der Mtholifche hatte btzföHlen und die EhrMichsozialen marschierten in der anbef»HV»n*tt Richtung. Weiskirchner hielt die berühmte Aufmrmterungsrede an den verstorbenen Kaiser, in welcher «r diesen .aufforderte, dem schrecklichen Zustand ein Tube zu machen- Die Meichspost", deren finanzielle Beziehungen zum ' kriegsgeneigten Nachfolger AereuthaEtz dem Grafen Berchtold, ebenso werden untersucht werden müssen, wie die Frage, ob sie nicht vom Kriegsministerium .Blutgeld bezogen har, stimmte in den Chor der Kriegshetzer wie der führende Jagdhund ein- Da . kam das iüberraschende Verbrechen von .Sarajewo, und die von der christlichsozialen Partei so heiß und innig gewünschte Weltkrieg war da Ganz offen sprach man damals davon, daß der Krieg eine Strasexpedition des katholischen Oesterreich gegen die griechisch-orthodoxen Balkanstaaten und ihrer Protektors das Mnsalls griechisch-orthodoxe Rußland, sei. Trotzdem ließen uns die Katholiken der ganzen WeL bis aus einige problematische Gebärden vollständig im Stich, als die Sache dann schief ging. Warum sollten sie sich auch rühren? Das ihnen feindliche Rußland war besiegt«! und' wenn das ihnen e^nsalls verhaßte protestantische Deutschland ebenfalls Ergründe ging, so war es für sie ein besserer Gewinn als die Zertrümmerung der Balkanstaalen. Zur Deckung ihrer seinen Politik befahlen nun die internationalen Katholiken — diese sind international und nicht die Juden — ihrer österreichischen! Presse, von der -Kriegshetze jüdischer Freimaurerlogen zu faseln. In Wahrheit öfter ooar der Weltkrieg auf. ihr Geheiß von ihren eigenen Führern angezettelt worde«. Ebenso klar liegt der zweite Beweis für die schreckliche Schuld der Christlichsozialen am Kriege. JedieIl Kind weiß, daß wir einmal an den 'Serben die besten und wertvollsten Freunde besaßen. Durch wessen schämlosen/Egoismus haben wir sie in haßerfüllte Feinde verwandelt? Durch die Agrarier. Wer sind die Agrarier politisch? Durchwegs Christlichsoziale. Das soll nur kurz über die Entstehung, des Krieges als Denkstein dienen. Jetzt wollen wir über die Teilnahme reden. Wo bleibt die Trauerfeier für die gefallenen Genreindeväte, für deren jVerwandten, für die christlichsoziaken Redakteure? Haufenweise sind ihre Enthebungsgesuche mit Bettelworten an den amtlichen Stellen gelegen, alle Beziehungen wurden ausgenützt, Me Körperschaften haben sich eingesetzt. Eine christlichsr^iale Protektion war der Schlüssel zum Himmelreich und hat Hundertausende Landwirte befreit. Antisemitische Gemeinderäte liefen betten, damit ihre eigenen Söhne bei der schweren Artilkeri» im sicheren Winkel Unterkommen, antisemitische Heilobrüder und Abgeordnete liefen sich die teueren Kriegssohlen ab, um den Mitgliedern ihrer Partei die Söhn« zu retten. Nur heraus mit den Akten, wir brauchen keine Geheimnistuerei! .Alles soll heraus von diesem ekligen christlichsozialen Gewürm ans strömende Tageslicht- Wir wollen genau und im einzelnen , wissen, wer befreit und geschont wurde. Man wird bei diesen EnthMungc» seine Wunder erleben und die christlich-sozialen Parteihäupter werden vor den Enthüllungen zittern- Denn neben den christlich sozialen Befreiungsschwindlern ging eine systematische Judenhetze. Von den jüdischen Rabbina tskandidaten wurde ^gesprochen, aber von den katholisch«: Seminartheologen kein Wort- Unausgesetzt kamen Aufforderuirvgenx die Juden aus den Kanzleien zu entfernen, und wer nicht von schweren Krankheiten geeicht war, mußte fort und die Christen blieben da. Die Vettel ^Reichspost" spricht von einem Judengrab auf 68 Christengräb^' Geb«r wir diese haarsträubende Höge zu. Aber es steh: für jeden erfahrenen KrieMellnehmer fest^ daß sich in den 68 Christengväbern vielleicht arm? Ruthenen^ Teutschböhmenx Kroaten, Tiroler, Ru-mänerk. Liegen von der fÜHewer christliWo-ial^n Partei nelrn av»r im J&ntg gy

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