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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-01-17 · 3 (17.1.1919) · p. Seite 42

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
3 (17.1.1919)
Date
1919-01-17
Page
Seite 42 (sequence 10)
Language
German
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J: ii' •i, »1 i; | ■l ,!>: Seit, LL Kr. Bioch's Juden Ln der Gegenwart, Einführung in die Mische Literatur, EinDhrung in die modernen Geisteswissenschaften. Fürs zweite Semester werden weitere Kurse, die eine berufliche Vorbereitung Ms Univerfitatsstudium bilden, geplant. Als Dozenten wirken bisher die Herren Oberrabbiner Dr. C Hajes, Privatdozent Dr. Torczqner, Dr. Heinrich Glanz, Rabbiner L. Kaminka,. Professor Dr. Rosenfeld, Frau Dr. F a r chr, die Herren M. N. Gelber, Zueis, Rath, Koffler, Kesteubaum, Dr. Robert Meltsch, Dr. Rudolf Glanz. Es ist zu erwarten, daß die Freunde der jüdischen Jugend sich des Jüdischen Jugendheimes annehmen und ihm alle nötige Unterstützung, insbesondere finanzielle, zuteil werden lasten. _ - Auf nach Zion! Golusmüde Juden! Die große Leidensgeschichte zeigt uns durch ein Meer von -Tranen den richtigen Weg zur Errichtung unserer altneuen Heimdt im Zionslande. Die erste Wiener ,,Ächusa"-Gesellschast zur Begründung neuer ländlicher sowie städtischer Kolonien hat sich bereits konstituiert. Auf denn, ohne Zagen und Bangen,' zum! spontanen Anschluß! Als Gesellschafter können nur solche ausgenommen werden, welche über ein Kapital von mindestens' 25.000 Kronen bis über 100.000 Kronen verfügen. Gründliche Informationen sowie Einzahlungen werden jeden Sonntag und Mittwoch, stets uni 3 Uhr nachmittags, im Cafe Eomnrerzmk, 1. Bezirk, Rudolfsplatz 7, erledigt. Mit frohem Zionsgrub.!. Das provisorische' Komitee: Moses- Thune, Leon Jnslicht, Josef Karniol, Zwi -Cohen- Jaffa. Mitteilungen des PalLstiuaamW^ Wie». 2. Bezirk, Zirkusgasse 33. Die letzte .Verlautbarung, daß ein Palästinaamt in Wien zwecks Organisierung der"" Immigration nach Erez Israel eingesetzt worden ist, hat den Zufluß schriftlicher und mündliche Anfragen von Palästina- Jnterchfenten noch, mächtig vermehrt. Aus diesen Anfragen erhellt, daß es! sich znm Großs teil um aWewährte Gesinnungsgeniossen handelt, die jetzt daran gehen, ihre oft durch hange Jahre gertährten UebgrsiedluuMMre jetzt, dem Zug her Zeit folgend, in Tat nmKusetzem Gerade der Amstand aber, daß wir vor uns Zionisten haben.snit ih!rem regen'Verantwortlich-- keitsgesM für das' Mische 'Volk, erleichtert nns dry Ausgabe, uns Abler die Dachhage mit ihnen frei auM Kufprechen und auf vertrauensvolles^ williges Gehör zu zählen. Dem wahren Zionisten ist es nicht so sch!rdarum» Kr tun, duvchi die Uvberfiedlung: jdie eigens Lia-A zu ver> bessern, als der Mischen 'Gesamtheit eine schönere Zu-/ knnft zu bahnen. * Beide Ziele jedoch würden durch eine überstürzte, planlose Immigration uach Er^ ^Israel cyrfs ärgste gMhrdet.. Unsere Organisation ist mit imrNer größerer Klarheit und EntschiÄrerGeit darauf arksgegangen, pkammSHr'g die GrurMagerr für Das Siedlungswerk zu schaffen. So war auch pon unseren Zentralbehörden, dem Aktionskomitee in Berlin und dem Nationalfond's- Hauptbureau in Haag, M die.Zeit nach FriMnsschluß die Fortsetzung der durch den Kriege unterhrochmen MocheuMift «r. 3 Kolonisation, in größerem Maßstäbe beschlossen' und vorbereitet worden, und Mar Aach Plasten, die von bewährten Fachleuten, wie Ruppin und Oettinger, her-- . stammen. Allerdings ist es fraglich geworden, ob diese Pläne, welche vorsichtigerweise mit einer allmählichen Entfaltung unser er kolonisatorischen Fähigkeiten und Kräfte und demnach mit einer -klein beginnenden und zuerst nur mäßig anschmellenden Immigration rechnen, heute der dringenden Not unserer Voitsgenossen in den Pogromgeoie'.en noch genügen. Deshalb wird unser Palästinamnt auch nichts unterlassen,,um diese Not den Zentral-» behörden klarzulegen und dort eine weWer^ige und vor allem rasche Ausgestaltung. der Kotonisationsplänle imit allem Nachdruck zu betreiben. Hat ja der Krieg uns allen die Llichre gÄracht, Haß die Vjölker in dfer Rstti. weit Größeres zu leisten imstande sind, als sie sich tzu' ruhigen Zeiten jemals zugemutet Mitten. Jeder Palästinafreund, vor allem istber der oxgcnirsierte Zionist, hat die unabweisliche Pflicht, das Signal der verantwortlichen Zentralbehörde zum Aufbruch.abzuwarten und nicht etwa hie ^wohlerwogene Kolonisation splüue durch urrgoduldi-ge Eigenmacht zu 'stören.; Was soll man etwa dazu sagein, daß sich schon jetzt, hier und dort, Gruppen begeisterter Mischer Jünalistge auf den Weg gemacht h aben, um Wer Triest oder Odessa ans Ziel ihrer Sehnsucht tzu gelangest! Nach vor'diesen Häsen stellt sich, ihneir eiste Welt von Hindernissen uM Gefahren entgegen. Noch, 'herrschen^ dort Kamps, Umsturz und Geschlosigkeit. D.M sReiserrde, und gar der Mische, ist jeder Willkür spreisgegeben. ^it Tagen ist überdies die Bahnverbindung! Nach« Triest durch! einen- Streik völlig unterbrochen. Ustd sistd diese Hasen von den kühnen Palästistawanderern glücklich! erreicht, wer weiß, ob und M.ein WhrUffie weiterträgt. Diie-HchjW" des vormals Oesterreichischen Lloyd verkehren jedenfalls, derzeit noch nicht. - * ... - Selbst wenn aber ein .Unerschrockener sich! bis Jaffa oder nach einem «artdereu Hafen Palästinas durchgeschlagen hat, muß. er nicht KürchitM, noch kstäpp vor hem Ziel! zuhückgewiesen!zu werden? Nach, 'ist ja der Friede nicht .abgeschlossen, -noch die Regierungssornr Piir däsl Ljand nicht festgelegt mtd noch! haben hie Okkupatronsbehörden alle - Hände voll damit zu ikun) die Verwüstungen' des Krieges gutzumachen und insbesondere die aus den Mischen '-Lied^ lungen .Palästinas Vertriebenen in ähr Heim zurück« zusühren. Oder sind auch, nur genügend Lebensmittel im Lande, um stebeu Her alten Bevö^rung und dm« Besatzüugsheer sogleich, noch neue Einwanderer zu ernährend Die verNßsiche und beruhigende Beantwortung all dieser Fragen muß mit Selbstbeherrschung abgewartet werden, ehe auch, nur die erwünschten Einwanderungs-. elemente M den Ausbruch, nach Erez Israel 'schr>eitchtz Dürfen. Es ist freilich! (eine harte Zumutungsin den Pogromgebieten, wenn auch nur kurze Zen, auszuharren, aber wir könnest! hrnh dürfen von diesem Melangen zum Hell unserer Palästinafache nicht abstehen. Die Zeit des Harrestsj yuf das Zeichen zum Aufbruch braucht und soll darum -niemand 'mjüßig verbringen. Wie er sie am besten sjür sich ustd stnsere grdM. Sachül nützt, sei ein anderesmäl besprochen. Ein MiMer Weltkongreß. Das Schweizer Komitee.„Pro Causa Judaica" (Präsident!J. Dreyfus-Brodsky, Basel) wendet sich in einem wohlbegründeten Ausruf an alle jüdischen Organisationen der Welt zwecks Einberufung eines jüdischen Weltkongresses, der an dem Orte der Tagung ldes Friedenskongresses zusämmentreten und sich mit - folgenden Hauptproblemen ^beschäftigen soll: 1. Die Mitarbeit der jüdischen Gesamtheit an der Errichtung der -nationalen HeimMte in Palästina. \

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