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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-01-03 · 1 (3.1.1919) · p. Seite 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
1 (3.1.1919)
Date
1919-01-03
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. r ~ De. «M'S «MmWeift mmu ■ Wie Me Mferen AlniernähimnUgein, soll sich' Mütz - diese ParieiVlstrisVe fernh'ätten. .Sie darf daher,die Unterstützung aller JuZren ohne Uiuerjchied in Anspruch nehim'en. ( t Der Hinweis' lauf das! tatkräftige Eingreifen in die Paläsiinaard'eitz idäs von! Amerika und England zu!er-t warten iistz M Kr uns! nur ein Mnspiorn zu hrngebuUgD-i voller ^Mitarbeit an dein Wesenw erk der Heilung alletzt der Wunden, die dem armen Lande jahrhundertelang durch iKriegDunheik und Vernachlässigung aller kultu? rellen Korderunjgjen lgeWagen worden sind'. Unsere Ausgabe, armen, sverlasfenen Kindern, die in chen letzten JaMeu das Furchtbarste-erlitten ihabertz. das Mternhaus tzu ersetzen^ Ln ihnen dem! -Judentum unüi der.menschlichen Hejellschaft jtüchHge Mitglieder zu retten/ wirb, ^so erwarten wtir, hei jedÄN w^rmsühlend en Menschen wegen lBjeisall Md Förderung finden-. Jede jüdische -G'chn'einde, ^fowie Heftet seinMne jJufte beteilige sich innö einer j'StiftuNg io.oer SipMfte an!dieseM Liebeswerke^ das leine 'gemMsame (AhrgelMuheit der gesamiten Judenheit werden soU. \ * Einen genauen KosteNuberschlag werden wir voraus^ sichtlich schon in Meirnächster Zeitz sobald wir die Nonunseren Vertrauensmännern in Palästina eingesorderten Ausstellungen lerhalten HWenj, tzu veröffentlichen in der Lage «sein, s > Wlorläufig chah'en wir Stiftungen für unsere Gjrün--- düng mit l 0.000 K. für eine Zimmer-, 2600 K. für eine Bettstiftung, gerechnet. Einige Menschenfreunde haben Mt '.EinAhlungsefll 'in dieser WM bereits den >Ansang> igetznacht. Me Tabellje Isür Jahrzeitsstiftunigen Mthälv Unser lauf Wunsch jchem! zur Verfügung stehendes ^,Zijuulenefesch lchajjoh". i / ' i jAfte Beiträge -erbitten wir an das' Blankhaus 'D.'< W. «von Mothschild auf Konto ^Mlsskommistion 1915 für Palästina" für „WaiseNh aus". - .Wien, iim' November 1918. j i ' Dias Präsidium der r i „Mlfskomvffssion 1915 für Palästina".; Vorstehenden Musruf unterbreiten wir sämtlichen. Herren, Rabbinern, Gemeind evorsteheru und anderen Per-; sönlichkeiten, jdie bisher unser .Unternehmen gefördert häbien. Much allen- Wrigen Menschenfreund en, die-ttun* Mlchr (an unserer fefeit mitzuwixken sich bereit er-: klaren jsolltertz Mt der MlAe, uns zur Unterfertigung! mit /ihrem Namen zu' ermächtigen. Sobald die Ber-- kehrsverhältnisse.es gestatten -wc!wen> soll eine 'Generalvjejrslchnmlung unserer Wfskommission stattfinden, für die wir einenl jausführlichen -Berscht Mer unsere Tätigkeit-während her vfer Kriegsjcchre, sowie die Vorlegung 'eines (Atbeitspliarcks für jdie nächste Zukunft und Ergänzung ,unseres Arbeitsausschusses! vorgesehen haben. ,Me ' „MsskoMmffsion 1915 für "Palästina". GeschäffssteAe: Wien, II., 5U. Echiffg. 3. Tel. 44.871. .. Wien. Der Verein „Nachlaß Jeschurun" beging am Sonntag den 29. Dezember die Feier seines 50 jährigen Bestandes mit einem Festgottesftienst im Tempel der Schmalzhofgasse, bei dem Kantor Lew in die Festgesänge exekutierte, Rabbiner Dr. Dobriusky die, Festrede hielt, in der er alle Wiener Juden zur Einigkeit aufforderte. Hieraus folgte die Generalversammlung, in der der hochverdiente.Präsident Dr. Karl Löwy nnd Kasseverwalter Hermann König auf Vorschlag des Herrn Hirsch zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden, welche Auszeichnung bisher nur Dr. I. Bloch genoß. Kaiserlicher Rat Jakob Winkler entwarf einen Bericht Mer die Tätigkeit des Vereines, Kultusvorsteher Dr. Jakob Engel sprach namens der Kultusgemeinde, die dem Kriegswaisenheim des Vereines 500 K. spendet. Herr Adolf Toffler namens des Tempelvereines, Frau Vtzepräsident Hermine Kadisch namens der „Weiblichen Fürsorge", Dr. Mortz Löwy von der Zentralstelle für jüdisches Armenwesen, Herr Präsident Lemberg e r von „Pestalozzi" sowie Dr. Karl Löwy feierten das Wirken der Frau Helene Kanitz, Dr. Landau und Elise Fröhlich, denen, namentlich der ersteren, der glänzende Verlauf der Freitifchaktion zu danken ist: Frl. Keil sprach namens des Frauenhilfskomitees im 6. Bezirk, Herr Felsenburg namens der „Einheit", Sekretär Bondy namens des Mariahilfer Schwesternvereines. Frau Ekotilde Benedikt feierte die .Verdienste der Gründerin des Frauenkomitees des Vereines, Frau Dr. Sidonie .Kahn. Der Verein hat. 36.000K. ausgegeben, seine schönste Leistung ist der "Kinder- und Lehrlingsfreitisch, der jetzt in der Kriegszeit unter der Aegide der Frau Kanitz nahezu 300 Personen täglich ausspeist. Ueber 60 Kinder werden jährlich bekleidet. Das Md'enken der verstorbenen -Präsidenten iMoriz Feßler und namentlich Mich. Winkler wurde von allen Rednern wegen Ihrer großen Verdienste gefeiert. Die schönste Ausgestaltung der Tätigkeit des Vereines wird in der Errichtung des Kriegswaisenheimes liegen, tzu dem eine Sammlung von Bausteinen & 100 K. eingeleitet ist. Die Armenpffege in den westlichen Bezirken kann ohne diesen Verein gär nicht gedacht werden, und so verließen alle Anwesenden, unter denen wir die Vereinspräsidentinnen Frida Strauß und Frau Dr. Grunwakd bemerkten. mit den besten Wünschen für ferneres Gedeihen dieser humanitären Einrichtung die überaus zahlreich besuchte Versammlung. Gewidmete Bausteine für Kriegswaisenkinder. Brust Hermann K. 350. Fröhlich Karl und Frau Elise 200. Gollersteper Leopold, K. R. 200. Herschel Paul 100. Hirsch Adolf 1.000. Kanitz Leopold 350. Kneppler Richard 200. König Hermann 1.000. Dr. Karl Löwy 200. Schön Leopold 100. Weiß Samuel 100. Durch Herrn Hermann Brust: Dr. Josef Brust (Mödling) 100, Fantl & Quittner bO, Klein Armin 50. Pächt David 50, Piesen Hermann200, Rosenfeld D. 100, Wodak Karl 100, Zerkowitz Max und Salo 50. Durch Herrn, Adolf Hirsch: Banhegy Samuel 50, Bankverein Mariahilf 50, Barth Josef 100, Dukatenzähler Max 50, Deutsch Ed. 100, Engel Siegfried 50. Fiehl Egon 100, Grünblatt Julius 50, Hirsch Samuel 100, Adolf & B- Höfbauer 100, Liebermann Moritz 60, Milchspeiser Arnold 50, Neuspiel Siegfr. 60. Sternberg Karl 500, Zirner D-, Komm.-R. 50. Zollschan Heinrich 100. Durch Herrn Emil Hirschkron: Wilh. Abeles & Co. 50, Lemberger Arthur 50, Glücksthal Julius, Budapest 100. Durch Herrn Leopold Kanitz: Butschowitz Alois 50, Kadisch Hugo 100.' Frau Klarmann Charlotte 50. Durch Herrn Hermann König: König Max 100. Durch Herrn Dr. Karl Löwy: Bankverein Mariahilf 100. Durch Herrn Simon Manheit: Eisenstatter P. B. 100. Goldstein Bernhard 200. Guttmann Wilh. 100. Mangold Ferd. 50. Stern Adolf 50. Budapest. Hochverehrte Redaktion! Ihre jüngste Nummer behandelt die prekäre Lage der Juden Angarns, aber Ihr Gewährsmann scheint nicht vollständig orientiert zu sein, oder er instruiert Sie vom einseitigen Parteigesichtskreise. Es ist bei Uns — traurig-, aber wahr — dasselbe geschehen, was in Holleschau, in Galizien, in Jugoslawien geschehen Ist: der Pöbel, der Mob hat sich an die besitzende Klasse vergriffen. Was in Jugoslawien der grüne Kader, in Oesterreich die rote Horde begangen, das haben bei uns zumeist aus dem! Schlachtfelds zurückgekehrte, mit bolschewistischen Ideen saturierte Soldaten und Flüchtlinge verbrochen.' Sie haben nicht die Türpfosten untersucht, wer dort wohnt, sie haben ihrer zügellosen Raublust und Habgier ohne Unterschied der Konfession, gegen Jud und Christ, freien Lauf gelassen. Es ist selbstredend, nachdem sich Juden zumeist mit dem Kleinhandel auf dem Aachen Lande beschäftigen und die Lebensmittel ihnen dort am ehesten zugänglich und zu konsumieren sind, daß der Mob in erster Reihe dtzrt raubte und plünderte, aber er beließ eS nicht dabei, und' wenn er sein Mütchen gekühlt hätte, ging er auf die 'Kastelle der Gutsbesitzer kos. Heute ist bereits Ordnung geschafft

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