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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-12-13 · 49 (13.12.1918) · page 1

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
49 (13.12.1918)
Date
1918-12-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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- Vr. 4S Dr. Bloch’s ZahrganK XXX? Zentralorgan für Me gesamten Interessen des Judentums >> P□□□□□□□□□□□□QQDBODDQQQDDQDDODQQ O x O n fi. S. Poi'rsparkasjsnaml § | Clearing-Verkehr: 810.976 jj j2 Redaktion und Administration: g g Wien . g S V Il/t, Pralerstratze 9 g § Telephon: 45.359. g a n □ DaQDODaDDDo&oaaaoDaDDoaaaoBQQo □ .— -ooo---- Wieu, 13. Dezember 1918 ErWeinZ jg$§n Frsrkrg Brief-Ädreffe: Wien, 11/1, Prslerflreße 9 Telegramm-Adreffe: Bloch's Wochenschrift Wien. Qn o o oc o c □ □ a □ a □ o a a □ □ □ □ □ a o d o □ a a o □ Q n a g Bezugspreis: § ° Halbjährig 10 Kronen | g Ganzjährig 20 Kronen § g * Einzelexemplare SO Heller o g . Anzeigen: Die Lmal aespatrene " g H tu,v Ue ßo HrUrr. g O ' «i Q aacnnnonQacaaaDnoaoDcaoDaQQooo Q Inhalt: Leitartikel: Ein Mort der Abwehr. — Glaube oder Nation? — Nation und Kultur. — Zum Friedenskongresse. — A u s der . . Woche: Der Kampf um das Staatsbürgerrecht. — Die polnische' Blutschuld. — Die Resolutionen der ukrainischen Konstituante für den Schutz nationaler Minoritäten. — Für die Opfer.der drei Lemberger Blutnächte. — Dokumente der polnischen Freiheit. — \ Protestversammlung in Kopenhagen. — Schweizerische Sozialistenführer gegen die galizischen Judeuprogrome. — Chrzanow und ' Wilson. — Eiue-Deputation der oberungarischen Juden. — Das Leichenbegängnis Dr. Alfred Stern. — Rede des Oberrabbiners v - Dr. tz.P. Chajes. — Rede des Herrn Rabbiner Dr. Max Grunwald. — Rede des Herrn Vizepräsidenten Hofrat Dr. Rappaport an der Bahre des Ehrenpräsidenten. Dr. Alfred Stern, 4- Rede des ersten Sekretärs Dr. Emil Adler. — Rede des Herrn Dr. Arthur Kuranda, Vorstandsmitglied der Israelitischen Allianz in Wien. — Rede des Herrn Professor Dr. A. Schwarz. Rektor der israelit. theol. Lehranstalt. — Rede des Herrn Landesschulrat Dr. Markus Sp tzer, Präsident' der Chewra-Kadischa. -—Trauersitzung des Kultusvorstandes für den verewigten Ehrenpräsidenten Tr. Alfred Stern. — Korrespondenzen. — vermischtes. Feuilleton: Gorky und die Jndenfrage. — Briefkasten. — Inserate. - ' . Gm Most der Abroehr Von Prof. Dr. S. Ehrmann. ~ Kon einigen Mtfertigern der bekannter^ -am 3. d. M. erschienenen'Erklärung, .wurde ich aufgesordert, dem Äeitartikel der ),Ji'ldischen Zeitmrg", ins dem .wir alle in - Bausch und Bogen ist ChereM' gelegt werdfsn, eine Gegeuäußerung zu widmen. Einmerkwürdiger Baunspruch, von. d8n Diejenigen getroffen werden, die sich öffentlich zur. jüdischen Konfession bekannt Huben. Eine Gegen- .erMrung lehne ich ab, weil die Arg?pmen!de, die ich, Vorbringen könnte,, den Herren aus den vielen mündlichen -und schriftlichen Verhandlungen bekannt sind, die ich mir ihnen Mer ein' mögliches Zusammengehen in der jitfrk scheu Koygrehsrage abgehalten habe. Wie selbstverständlich meine Argumente w-areih, ergibt sich z. B. daraus/ daß sie -in den: Artikel von Richard BermattN 'in der letzten Nummer .des /„Friede" fast wörtlich enthalten sind,- obgleich ich den Verfasser persönlich nicht kenne und mit ihm auch schriftlich nie verkehrt habe. . Wer gegen Parteilogik müssen eben - alle Argumente versagen. Ueber meine Stellung pm Palästinaproblem behalte ich mir vor, mich näher zu äußern. . Nicht zngeben kann ich jaber, daß offenbar unrich-: tige Behauptungen in einem anderen Artikel ^derselben Nummer der „JüdischenZeitung" von „akademischer" Seite (gezeichnet Dr. M. B.i) ohne' Berichtigung gelassenwerden. Wenn darin behauptet wird/ daß sich die Professoren 'jüdischer Konfession itjtt die Schich'ale ihrex Glaubensgenossen an den Hochschulen nicht gekammert haben, so ist dies objektiv eine Unwahrheit. Die Dekane der letzten Jahre werden mir speziell nicht das Zeugnis versagen,, daß in den letzten zwei Jahren kaum eine - Woche vergangen ist, wo ich nicht mehrere Male im Interesse jüdischer Studierender in konsequenter Weise bei ihnehr interveniert hätte.; ß§: gibt, auch genug Führer dev national-Wischen Partei, die selbst. Studierende zu diesem Zwecke'an mich gewiesen haben. In 'sehr zahlreichen Wällen ist es. mir anch gelungen,. die Inskription gali- / . ■ . ■ ' "■ . . ' ' ‘ i zischer ltnb. Bukowina er Hörer und Hörerinnen an der medizinischen Fakultät' dnrchzusetzen, wenn nur irgestd eine gesetzliche Handhabe dafür zu finden war: die Baron Hirsch-Stiftung, der Hilfsversin für die Notleidende jüdische -Bevölkerung Galiziens wissen davon. . Nicht bloß ich, sondern .auch andere Kollegen, ich nenne nur, Prof. H aj et, der nachträglich iauch der Erklärung vom 3. d. M. beigetreten ist, sowie viele andere Mitnnterzeichner, die). : nicht Professoren find, Haben ffichWr die Amwa ner'ckemiea finwlea ganz energisch ins .Zeug gelegt, diese überhaupt ermöglicht und «auf die tätigste Weise unterstützt. Prof. König st e i n, Notar ,Dr. (B e r m a n n grb ei len in der aufopferndsten Weise im Unterstützungsverein für israelitische Studierende, in der Baron.Hirsch-Stiftung usw. ::sw. . j&ajj die Professoren etwa aus Angst für ihre Stellen die- Erklärung. abgegeben haben, ist schon deshalb widersinnig, weil nach den geltenden Universitätsgesetzen Universitätsprofessoren nur nach, rechtmäßig durchgesührter DiszivliuMbehandlung vor Dem akademischen Senat gemaßregelt werden könnten. Unter den Fertigern dieser Erklärung befinden sich weltbekannte Männer der Wissenschaft, die sich seit Jahren Tnt Ruhestand befinden oder im Begriffe^stehen, ihre Dienstzeit zu beenden und schon deshalb vor solchem Vorwurfe gefeit sein sollten. Uebri--» gens bringt es nur bedenkenloser Parteigeist zustande, dem politisch Andersdenkenden unedle Motive zu unterschieben. . Die Verdächtigung reicht an keinen der Unterzeichner auch nur im. entferntesten heran und diese kann .auch wohl nur unter der schützenden Decke dev Anonymität erhoben werden. Mrmbs öbft Kation? N So ist [Denn das zur Tat geworden, wovor jedem, dem das Wohl des Judentums am Herzen liegt, seit langem bangte, daß der Widerstreit im Judentums auch vor der nichtjüdGchen Welt offenbar wurde. Den Unrerzbichnßrn der ^Erklärung vom 2. d. M. hat es gewiß

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