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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-11-29 · 47 (29.11.1918) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
47 (29.11.1918)
Date
1918-11-29
Page
– (sequence 10)
Language
German
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GHe 762 Dr. Blürh's Wochenfthrift Nr. lich ßUMlWtep urtd freit MW«; Wahlakts dein PMiWMn WMMiMldm) vot^ulegrm Ha-t. Tie KerteilMg i^er VorfWersitzr unter die ParLejiefl. Z'll9. Ist feftgeftellt, wieviele Stimmzettel für die einzelnen WMvvrschLagslisten abgegeben worden sind, so werden frie zu vergebendeir' Sitzjss auf die einzelnen Wählvorschlagslisteu im Verhältnis der ichinen zugefal- Lenen Stimmen noch Maßgabe der ' unten folgendjw Vorschriften verteilt: Die rGesamtzcchb der gilti-g abgegebenen Stimm qr wjrd durch die um Ans permehrte Zahl der zu nÄhLenden Vorstcher geteilt, Die nächsthöherje ganze Zahl, welche auf den so erhaltenen Quotienten folgt, 'heißt Teiler, . Jede Wchlvorschlagsliste erhält so vielmat eine» Setz zugeteilt, als der Teiler Ar der ZM der für sie abgegebenen Stimmen enthalten ist. Werden bei Anwendung dieses Dellers "sämtliche zu verübenden Sitze verteilt, so ist dieser ^Teiler der mdgAtige Teiler -die Wahlzahl, Werden bei Anwendung dieser Verteilungsrechnung nicht alle Sätze gn die Wählvorschlagslisten ausgeteilt, so muß der richtige Aeinere 'Teiler auf folgende Weife gesucht werden: 1^<Me ZM der für jede WahlvorMlggsliste abgegebenen StunMzettel "wird durch 'die um eins vermehrte Zahl der^Hr schon Angewiesenen /Sitze --- wemr Zihr noch kein -Sitz zugewiesen Kvar, Lurch eins — geteilte'Den ersten noch zu vergchenden Sitz erhält dann diejenige Lsiste, die den größten Quotienten aufweD. 2et §M noch! ein werterer Sitz zü vergeben, so wird, die Stimmenzahl der Vorschlagsliste, welche zuletzt einen Sitz erhalten hat, abermals durch hie um Rns vermchrte Zahl der Hr 'insgesamt zugewiesene Sitze ge- ZteM( Die so/erhaltene Zahl wird mit den bei den Arigen Vorschlagslisten.ermittelten iQ^otientey verglichen und derjenigen Liste der weitere Sitz. zugetMt, die bei dieser Vergleichung den größten Quotienten austveist, 3.:. Das gleiche Btzrscchreu werd wMerholt, so lange noch freigMiäbme Sitze zu öergchen sind. Der Quotient, dem der letzte Sitz zugeteilt wurde, ist her endgiltige Teiler, die ^Wahlzah'L Haben mchrere Wahlvorschlagslisten aus den letzten zu vergebenden Sitz gleiches Anrecht, so entscheidet das ^os, das sofort von der MahKommission zu ziehen ist.. WM des Präsidenten, dkrs VizeprasidenLen, des Vertrrterkollegiums Md der Kommissionen. Der Wahl des Präsidenten, der Vizepräsidenten und der Mitglieder des VertreterMlegiuMs haben sämtliche Vorstarrdsmitglieder beizuwyhnchr.... Sie send hiezst' mll 'dem Beisätze einzuladen, fraß jene Mitglieder, die entweder gar sticht erscheinen öder "vor WeeÄchigung dev' WaMandlung sich entfernen, ohne ihr Ausbleiben oder ihre QEntfernung durch hinreichende Gründe zu entschuldigen, als ihres Amtes verlustig anzufehen seien und ür dem Zeiträume von zwpr IMren nicht wieder gewählt werden könnem - Zuerst erfolgt die WM des! Mräsidenten, dann die des ersten, dann die des zwMen Vizchräsidenterx, enolich frie der Mitglieder des Vertretexkollegiums. Diese Wahlen können nur vorgeyomMen werderr, wenn mindestens 24 VorstandsMiLgliäer anwesend sind. . Derjenige ist als zum Präsidenten gewählt zu betrachten, welcher die absolute Mchrhett, mindestens Ar 16 Stimmen aus sich vereinigt hM^üLtiigLnsalls ist M Mahl- Handlung so lange fortzusGen, bis eine Mahl zustande komint. Die beiden Vizepräsidenten gn-d die.DWglicher des Verterterkollegiftms werden nach dein oben anaefMrten und entsprechend' vereinfachten Grundsätzen der KstenstiM durchgesührt. Aus jeder Liste gilt:frer erste Name den ersten Vizepräsidenten, der zw.efte für Wir zweiten Vizepräsidenten. Jene Liste, rvÄchet die mÄfljen Sitze zugeteilt werden, erhält die erste VizepräsidenMstell.ei jene Liste, wäche die nächstgrößte jZM von" Sitzen M- / ringt, erhält die.zweite^VizepräsWntenstelle, Sollte eine Liste dreiviertel aller L-itze erringen, so fallen ihr beide Vizepräsidentenstellen zu^< Bei Stimnlergleichheit entscheidet das Dos. Bei den WMien in die Kommisftjoneri wird wie beß Den Wahlen in das Vertreterkollegium vorgegangen. Nimmt ein Mitglied des Vorstandes eine aus ihn gefallene Wahl nicht pn, so kann die Neuwahl sofort, muß aber längstens Linnen 14 Tagen vorgenom- . men werden. " Sofort nach der WM des Präsidiums Und des Vevtreterkollegiums ist der Kultusvorstand> als konstituiert anzusehen, und ist das Resultat.mit Anschlag inallen GM'eindebeHäusern, Anstalten und' Anltshäusern kundzumachen. __ . . Aus -er Mochte. Ar. Mtter Aafhenau und hie -eytM H Aegierung. Dr. Malter Wrthenau, der Präsident Ver MgeyreiMN Elektrizitätsgesellschaft chr Berlinstellte sein gesamtes Privatvermägen utrd seine Arbeitskraft der Regierung zur Verfügung. - __ Aas IuhenLnw aller Aonfesstonen. Die hier erscheinende antisemitische „Deutsche Wacht" klagt über die Zwangswirtschaft und die Rationierung der Lebensmittel. Das.Blatt tritt -- Man höre! — für den freien Handel, den „eigentlichen Lebensnerv eines Volles" ein, um! dann mit einem kühnen Salto mortale den — Juden die Schuld' für die Teuerung zuzuschieben, denselben Juden, die sonst von den Antisemiten als Vertreter des freien Handels verhöhnt wurden. Ganz geheuer war aber der „Deutschen Wacht" diese Beweisführung wohl selber nicht. Smerfmbet Jie sich einen neuen, höchst verblüffenden Popanz, nämlich das „Judentum aller Konfessionen", das sich auf die Nahrungsmittel und Verbrauchsartikel gestürzt und das deutsche Voll bewuchert .'habe. Selbstverständlich ist der'Aussatz so geschrieben, daß die . Leser des Blattes nur an die wirklichen Juden denken. Die Erfindung des „Judentums aller Konfessionen" ist jedoch so eigenartig, daß wir dem AntisemitLnblaLL raten, sie sich patentamtlich schützen zu lassen. _ Antisemitische Agitation unter Schulkindern. In letzter Zeit erhalten deutsche Blätter von verschiedenes Stellen aus dem Reiche, und zwar aus Westfalen, aus Bayern, und aus Westpreußen, also von drei - verschiedenen Ecken Deutschlands, die" Nachricht, daß die » Verlagsbuchhandlung Hey er in Leipzig, bei her Lieferung von Schulbüchern an Schüler antisemitische.Flug-, hlatter aus dem „HamMer"-Verlag den in ihrem.Verlage erscheinenden Küchern .beffügt. A Auffällig ist vor allem, dgß die Lehrer die Schüler dazu anhalten, die Bücher hei der Verlagsbuchhandlung direkt zu bestellen, anstatt, wie es doch, sonst Üblich ist, bej dem Sortimenter ihres Wohnortes. Wir machen die Lehrer auf das Treiben der Beyerschen Verlagshand- /

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