Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 46 (22.11.1918)
- Date
- 1918-11-22
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Nr. 46 Dr. Bksch's Wochenschrift Sette 749 Wünsche und Förderung^ LE WhrischÄr Iudenschäft vor, deren gründliche Prüfung und Wohlwollende Berücksichtigung Herr Dr.» Dolansky namens des Naroöni. vybor zusägte. v Jüdischer Vslksrat VWnn. Zur Vertretung der vom Kopenhagener Bureau aufgestellten Forderungen und zur Wahrung aller politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen der Juden in Brünn. und Mähren hat sich der Jüdische Volksrat in Brünn konstituiert, der sein Bureau Krapfengasse 19, Telephon 863, hat. Der Volksrat steht in Fühlung mit dem mährischen Narodni vybor. Zur Bekämpfung antisemitischer HetzarLikel werden alle mährisch-jüdischen Organisationen aufgefordert, allfallige Notizen in den Lokalblättern dem Volksrats einzusenden. Vvml JÄ-Wen NattonaffondL Die im Oktober vom Jüdischen Natiönälfonds vereinnahmten Spenden ergeben 298.467 Frs. Diese Summe setzt sich aus folgenden Beitragen zusammen: Polen und Litauen 65.187 M. und. 9425 K., Oesterreich 123.462 K., Nordamerika 9966 Dollar, Argentinien 11.958 Pesos, England 895.700 Pfund, Deütschland 22.711 M., Frankreich 5216 Frs., südslawische Länder 10.564 K.. Holland 1876 Gülden, Weiß-Rußländ 44.547 M., Norwegen 1944 Kr., Australien 110.180 Pfund, Schweiz 2574 Frs., Belgien 1078 Gülden, Finnland 460Q Fmk., Bulgarien 3500 Leväs, Neuseeland 69.150 Pfund, Dänemark 775 Kr., Schweden 376 Kr., Aegypten 1990 Pfund. Sir WM MÄiM ZrkÄeMM M W, Jüdischen Das Äründprinzip des. Jüdischen NätionaWrds — Erwerb vo.p Land in Päläsiina als GMMschäftseigentuM des jüdischen Volkes — hat dieser Institution bereits die besondere Liebe und Anhänglichkeit der breiten Massen gewonnen. Im Zusammenhang mit den umwälzenden Ereignissen, die dem Jüdischen Nationalfonds ungeahnte Perspektiven eröffnen, ist et auch den vermögenderen und einflußreichen jüdischen Kreisen nähergebrächt worden. Die Folge ist, daß nun. Zuwendungen und Stiftungen seitens , jüdischer Korporationen und einzelner Juden häufiger werden. Nach einer dem Haupt-' bureau des Jüdischen Nätionalfönds im Haag zuge-v gangsneü Meldung hat jüngst der Minister Kr. öffentliche Arbsiten, Baron Alfred Mond, bekanntlich auch Herausgeber der „Westnnnster Gazette", sich verpflichtet, durch fünf Jahre je 5000 Pfund Sterling dem Jüdischen Nativnalfonds zuzüwenden. .Diese Spende von insgesamt 25.000 Pfund ist die ^größte seit Bestehen x des Jüdischen Nationalfonds: seine Eingänge, die 1917 bereits den Iähresbetrag von zwei Millionen Franken erreicht haben, setzten sich'vornehmlich aus kleinen und kleinsten Spenden zusammen. Folgende größere Zuwendungen ragten m den letzten Jahren hervor: 200.000 Frs!. von Lürd Mayor Jacob Moser (Bradford) für das Gebäude des hebräischen Gymnasiums in Jaffa: 130.000 Franken von Baruch'Cahane aus Rumänien: 54.000 Mark von einem anonymen Stifter. Gretes Eüwsmehmen Machen Inden und Tschechen. .Dem jüdischen Pretzbureäu in Stockholm wird aus Berlin telegraphiert: Der jüdische Nätionalrat für den Lschecho-slowakischen Staat in Präg berichtet über die Bildung jüdischer Soldatenräte in Prag, Theresienstadt, Olmütz und Brünn. Ferner meldet der erwähnte jüdische Nationalrat: Die Staatsumwälzung in Präg und der Provinz hat sich Mit.bewundernswürdiger Ruhe und Disziplin vollzogen. Ausschreitungen gegeä die jüdische Bevölkerung haosn - sich-nicht ereignet, geringfügige Uebergriffe untergeordneter Organe wurden vom jüdischen Nationalrat im Einvernehmen Mit den führenden tschechischen Persönlichkeiten selbständig abgestellt. Ein solcher Eingriff war namentlich notwendig hinsichtlich der galizischen Fbichtlinge, deren Unterbringung Schwierigkeiten bereitet. Die tschechischen Führer bekunden den besten LVillen, auch fernerhin antisemitische Regungen unter gewissen Schichten des Volkes niederzuhalten: sie bringen.größtenteils der nationalen Mischen Bewegung großes Verständnis entgegen. Diese Bewegung gewinnt unter der jüdischen Bevölkerung immer mehr an Einfluß. Sämtliche jüdischen Kuliüsgemeinden Mährens haben das jüdische nationale Programm angenommen. , Vermischtes» ..HilfskomMission 1915" und ,',Oirsterr. Sandeskomllse Kr Palästina", Wbm. 4. Big., FrankimLerggasse 14. Geschäftsstelle 2. Bez, Kleine Schiffgasse 3 6. Telephon 44871. Durch das Ministerium des Aeußeren eingegangene Spenden 16.122 78 K., Sandor Gottlieb. Bicske 200 K., Bekhaus-Verein „Ohel Abraham, Wien, IX., durch Vorsteher S. Kohn, 159.47 K.; Emil Adler, Pilsen, 50 K.; Rabbiner Dr. Grnnwald: Spenden von D. K. 80 ft.; Frau Weiner 7, Julius Freischberger 5, zusammen 42 K.; Bethaus- Verein, Wien, III., Erdbergstraße, 30 K.; Jakob Chaim Dreßler, eigene Spende und Spende Moses Zwirn 20 K., znsanunen 84 ft; Dr. Ludwig Rieß. Wien, Sammlung b-imBerith Milo Dr. Eisenstein. Heinrich Fleischner Aussig a. d. E. (für die Evakuierten) je 20 K.; Bürsten- und Pinselfabrik I. Mutter, Kollautschen 15 K.; A. Klampka, Brück a. d. L., Salomon Feiber. Hanczowa. M. Spiegel, Wien (für Waisenhaus Safed), je 10 K.; Chaini Spiegelglas, Klasno 5 K. Die in der letzten Mnmner dieses Blattes ausgewiesene Spende. der Israelitischen Kultusgemeinde Jägerndorf wurde gewidmet von: Karl Groß 80 K.. Moritz Lamberg 25 K., Wilhelm Nsner, Karl Müller- Ott» Spitzer, Leo Westreich, Max Rosenbaum, je 10 K., Fritz Donnath, Adolf Groß jun., Gustav Feldmann, Siegmund Löwy, Sie. Singer, je 5 K., insgesamt 180 K. Aus Deutschland sind eingegangen: Synagogengemeinde Freystadt 70 M, Synagogengemeinde Chaftrop 20 M. Richtigstellung. In dem Bericht über unsere Tätigkeit in der vorhergegangenen Nnmmer dieses Blattes sollte es richtig heißen: Rechnungsabschluß für das Jahr 1916 241.689 54 K. Eingänge, 143.363 06 K. A^isg'äben. ,l. Richtigstellung: In der Notiz der „Wochenschrift" vom 16. November 1918 rst irrtümlicherweise als Mitglied der Permanenz-Kommission der israelitischen Kultusgemeiiide Herr Leopold Simon genannt. Es soll richtig heißen Dr. Heinrich S chreiber. Große Kmder-Chamlkkafeier m Men. Der Verein „Jüdische Kinderfrennde" veranstaltet am Sonntag den 1. Dezember in den Reichs- Hallen eine .Chanukkafeier für Kinder mit folgendem Programm : 1. Entzündek der Lichter durch Hsrrn Oberkantor Morgenstern: 2. Chorlieder: Der Chor des SynagogensÄngerverbandes: 3. Chanukkaerzählung: Dr. H. Glanz: 4. Schauturnen des Ersten Wiener Jüdischen Turnvereines: 5. „Aus bewegter Zeit", Chanukkaschauspiek in zwei Akten von Frieda M e h l e r. Karten zu haben in R. Löwits Buchhandlung, 1. Bezirk, Rotenturmstrahe 22. Wien. Anläßlich des Chanukkafestes halt Herr Oberrabbiner Dr. CHajes am Donnerstag den 28.November beim Aös'ndgvttösdisnst im StadttSM-ys! eine Predigt. »