Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 45 (15.11.1918)
- Date
- 1918-11-15
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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- Hebron 1× ep/1047559
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Seite 73a Nr. 45 T-r. Bloch's 3. Der Spruch:, gllt auch für die Käufer und Verkäufer und allerlei Vermittler. 4. Der Fluch bezieht sich auf die hiesigen Einwohner und auf die nicht hiesigen! und auf alle, welchen der Fluch bekannt ist. 5. Waren, welche durch die Eisenbahnstationen im Kreis iGrodno zur Verladung kommen, dürfen nicht weiter aus dem Kreis' Grodno exportiert werden. 6. Der Fluch« wird auch gegen diejenigen ausgesprochen, die in diesen Waren spekulieren, um die Preise in die Höhe zu schrauben. * 7. Dias Verbot' gilt von diesem? Dag! an bis zum 27. August 1919. Die Rabbiner sind berechtigt, es völlig oder teilweise außer Kraft zu setzen. Es werden die Frommen, Ne dieses Verbot nicht übertreten, gesegnet. Bemerkung: An die deutschen Militär-Personen ist es gestattet, bis sichf Psirnd'insgesamt zu verkaufen. Stimmungen in Tirol. Wir lesen in den „Neuen Tiroler Stimmen": Die Ernennung H 0 ck s, des> Apostels der sogenannten „Freien Schule", zum Unterstaatssekretär für-Unterricht, kann nicht lohne Widerspruch hleib en. In 'Wien Merspannt man nachgerade den Bogen? > Die „Reichspost" wendet sich in einem Leitartikel gegen die Ernennung des Abigeordneten Baron Hock zum Unterstaatssekretär für Unterricht und sagt,-daß dies eine Kampfansage an das ganze christlichsoziale Deutschlöst erreich' sei. Die. christlichsoziale Partei könne diese Ernennung unmöglich: ertragen. Man soll Baron Kock hinstellen, wohin man wolle, er gehöre jedoch: Nicht in die Unterrichtslverwaltung. Me dringen wir unsere jMschien Kriegsbeschädigten unter? Ueber dieses höchst wichtige Thema, dessen Lösung uns bald beschäftigen wird, schreibt Seckbach im „Frist. Jsr. Familienblatt": Ohne Zweifel ist dies eine der wichtigsten Fragen, die uns bei Beendigung des Krieges beschäftigen wird. Die Zahl der in Betracht kommenden Fülle ist groß, größer, als Man ahnt: beim noch sind die verwundeten oder erkrankten Krieger unseren Blicken entzogen unb befinden sich In den Lazaretten der. Etappe oder des Heimatgebietes. Unsere heiligste Pflicht muß es nun sein, den Heimkehrenden, die ihr Mut. und Gut dem Vaterland zun: 'Opfer brachten, helfend zur! Seite zu stehen. Um dies aber verwirklichen zu können, müssen ohne Verzögerung bereits jetzt die nötigen Schritte eingeleitet werden. Wer einigermaßen Bescheid weiß, dem ist bekannt, daß die jüdischen Krankenanstalten für die Unterbringung nicht ausreichen, ist doch kaum für Zwilkranke genügend Platz. Wohin sollen aber die noch längerer Pflege bedürftigen jüdischen Militärpersonen unterge-- bracht werden? Hier heißt es, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Mit Liebe und Verständnis kann gar oft das scheinbar Schwierigste überwunden werden. . Ueber die einzuschlagenden Wege möchte ich Vorschlägen, daß zunächst Organisationen aus allen Kreisen auf allen größeren Plätzen gebildet werden, die sich ausschließlich der jüdischen Kriegsbeschädigtenfürsorge widmen. Aufgabe dieser Fürsorge wird es dann sein, von Fall zu Fall nach Möglichkeit Hilfe darzubringen. Sollte sich eine alsbaldige Unterbringung in den jüdischen Krankenanstalten nicht immer erreichen lassen, dann wird eine Bitte — besonders an die jüdische Landbevölke- Wochenschnft rung^— nicht ungehort bleiben. Manche Familie auf dem Lande, die leider Angehörige dahingeben mußte, wird sichvielleicht bereit erklären, einen- Kriegsbeschädigten bei sich cmfzunehmen. Das Gute und Edle, das in einer solchen Tat liegt, wird vorbildlich für die Allgemeinheit wirken und zum Segen werden. Talsperren aus dem jüdischen Altertum. Die englischen Truppen haben Jerusalem mit einer Wasserleitung versehen. Sie entnehmen die erforderlichen Wajsermengen dm Salonwteichen, der uralten Talsperre aus dm Zeiten der jüdifchm Könige. Diese gewaltigen Wasserbauten sind heute noch vorhanden und in brauch-" barem Zustande. In der Nähe von Hebron, vierzig Kilometer südlich von Jerusalem, liegen die großen, von Mauern umschlossenen Wasserbecken, die wahrscheinlich aus der Zeit Davids .stammen. Bei Bethlehenr, zwölf Kilometer von Jerusalem, sind die Geländegehänge zum Zurückhalten des herabfließenden Wassers in Stufen geteilt und bepflanzt: in der Nähe befinden sich auch drei vom König Salomo angelegte Teiche, die teils aus dem Felde herausgemeißelt, teils mit Mauern umschlossen sind. Es sind große Wasserbehälter, aus denen in. biblischen Zeiten Jerusalem mit Wasser versorgt wurde. König Salomo legte an dm Hügeln des Landes. Juda große Teiche an, dis als eine große technische Leistung gelten können. Der königliche Bauherr sagt von diesen, Teichen (Prediger II, 6): „Ich machte mir Teichs daraus zu wässern den Wald der grünenden Bäume." Gewaltige Aquädukte führten das Wasser nach Bethlehem und Jerusalem. Eine dieser Wasserleitungen ist jetzt zerfallen, aber von einer zweiten, höher gelegenen, ging immer noch eine Leitung nach Jerusalem. Die Teiche Salomos liegen in dem Tale llrfas, dem früheren Etam, und sind teils in Felsen ausgehöhlt, teils in das enge Tal gebaut, ein.er unter dem anderen stufenförmig. Sie haben eine Länge von 130 bis 200 Meter und eine Breite von 70 bis 75 Meter bei 8 bis 15 Meter Tiefe. Zur Füllung der Teiche dienen Quekten, die man durch verborgene Kanäle m den obersten Teich leitete. Wenn L jetzt die Technik des Abendlandes den träumenden Orient ^erweckt, werden die jüdischen Techniker, die aM jüdischen Technikum in Haifai ausgebildet werden sollen, bei der Schaffung einer geregelten Wasserwirtschaft nur dm Spuren ihrer Ahnen zu folgen brauchen. Vermischtes. „HilfskomMisston 1915" und „Oesterr. Landeskomsiee für Palästina", Wien, 4. SBej., Frankenberggasse 14< Geschäftsstelle i. Bez, Kleine Schiffgasse 3/6. Telephon 44871. Wilhelm und Charlotte Teltscher, Nikolsburg, Legat für das Waisenhaus in Paläst-na 10.000 K., Oberrabiner Dr. Mor. Niedermaun, Nagybecskerek 540, Verein „Adaß Jeschurun", Wien 370, Rabbiner Dr. M. Spiegel, Altona, Spenden von: L. Pinezower, Berlin, M. Arnstein, Hamburg je ‘25 Mg Frau Zeiger 24.10, Vigd. Brüh 20, Frau Friedmann 12.05, Frau R-iß. Frau Dr. Spiegel je 10. Frau Friedmann 6.60, Frau Rechtschaffen, Frau M. Frisch-Wismar je 5, Frau I. Scharfer, Rostock 4 M., insgesamt 249 Kg S. Seelensreund, Rymanow, Thoraspenden von: S. Seelensreund, Jakob Rosen je 20 K., Mattyes Jakob Fischel, Israel Hersch Braun je 10. Mendel Hersch Faß, Abrahani Wolf jun., Josef Halpern, Pinküs Keller, Maier Lecker, Mechel Bodenstein. Salomon Bodensteiu. Menasche Neger, Jakob Meilech Beil, Szyje Bücher, Schale Bücher, Jakob Jzak Engelhard je 5, Gerscheu Brand, Hermann Fische! je 4, Male Elias, Jzak Braun, Feiwel Schachne, Binem Markel, Leib Fürst, Osias Gold. Blendet Szyje'Bodenstein. Jzak Bier je 2. Osias Dorf, Samuel Friedrich je 1, insgesamt 146 Kg Rabbiner Joeel Günsöerg, Bnrsztin, Sammlung von: Isak Gutstein 20 K., Ruchel Haber 6, Dora Rübenseld 5, Maier Bien, Isidor Pfeffer, Ephraim Feldbau, Leib Feldbau, Ephraim Schmeider, Emilie Hochberg, Hersch- Schlesinger, Israel Klisfeld, Abraham Or-