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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-11-15 · 45 (15.11.1918) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
45 (15.11.1918)
Date
1918-11-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Nr. 45 Seite 730 Dr. Bloch's beit, wchhe Ziffer #xtgeit| auch die FirMÄ' Frauenfeld & BerMös aJC§ wahrscheinlich angenommen { Herr M. Rat.Mittler führte aus: Jetzt handle es sich darum!, W0%u geschchien habe, mlb stellt d en Antrag, es sei eine öffentliche Konkurrenz austzuschreibm, an verÄTchiterren joyne Unterschied der Konfession teilnehnien sollen, und wenn Offerte einlanfen, nkögen hervorragende Architekten zur Ueberprüsung herangezogen werden. Der Vorsitzende bemerkt hiezu, daß, christliche Baumeister bereits zur Offerierung herangezogen wurden, im übrigen das Mtionskomitee nicht, berechtigt sei, dem Kultüsvorstande Vorschriften zu Machen, uitb es reich,e der Antrag des Herrn kgl. Rates Mittler Mer die 'KompetelGsphäre des Mtionskovkitees hinaus. Her^Dr. Thja-lar schließt sich den Ausführungen des Mrrm kgl. Rates Mittler an und gibt der Meinung Raum, daß uns das Recht zustehe, gegen den Kultusvorstand . wegen Vernachlässigung seiner im Statute ß 3, Li 1, festgelegten Verpflichtungen bei der Behörde eine Anffichtsbefchwerde einzübringen, es' müsse gegen den Vorstmrd mit unerbittlicher Stre^rge vorgegangen werden, und stellt den Antrag, dem' Kültusvorstarrde die Mitteilung zugchien zu lassen, daß im! Falle, als nicht in att'g^ messener Frist<mt den Teinpelbau geschritteir werde, eine Auffichtsbeschwerde bei b\zx kompetenten Behörde überreicht werden wird. Herr Glück beantragt, der neuen Leitung des Kultusvorstmides die Mitteilung zu nmchen, daß die Ungedüld der Gememdemitglieder bereits einen hohen Gmd erreicht habe, und diese nicht mehr in vkuhei die Verschleppung der" Tevchelbaufrage dulden werde. Der Vorsitzende bemerkt, er müsse sich gegen den Antrag des Herrn Dr. Thaler aussprechen, weil derartige Schritte einen Chillul hascheM beinhalten, und abgesehen davon, sei ein solcher Schritt ein nutzloser, denn wir können der Auffichtsbehörde nicht mit Grund sagen, der'Kultusvorstand wolle den Tempel überhaupt nicht bauen; dieser Vorstand braucht nur die vorliegendeu Offerte und die Pl.an.ausarbeitung vorzulegen als Beweis, daß Mau sich! mit dieser Frage.intensiv beschäftige, und damit wäre diese Beschwerde als unbegründet erlä>igt. , Die Antragsteller Herr Dr. Thaler und Herr Glück einigen sich, aus uachstchendeA Antrag: '.ixii. Aktionskomitee habe sich, mit bet neuen Leitung des Kultusvorstandes ins' Einvernehmen zu setzen und denselben zu. bestimmen, mit dein Bau des Tempels' unter Berücksich!- tigung der bereits bekamrigiegebenen Wünsche zu beginnen, im Wlehnungssalle dem Kultusvorstairde anzudrohen, die Aussichtsbeschwerde an die staatliche Behörde zu rich^ ten.!Der Antrag des ArbeWausschusses wurde sohsir ein- - heilig ilyrgenoMmen. Ueber den kombinierten Antrag der Herren Dr. Thal er und Glück wird in einer weiteren Komiteesitzung beraten werden. ' Vom Zobrmarkt des Lebens. Kotdene TapferLettswedaiTen für Offiziere und Mannschaften. Ein geschätzter Freund unseres Blattes teilt uns mit: Herr Karl Ritter von Eytz, Sohn des Herrn Generals Ey ß, derzeit Oberleutnant iM 3. Kaiserjägerregiment, tragt zwei goldene Tapserkeitsmedailleu. Eine erwarb er sich als Fähnrich, die zweite als Leutnant. Ich bemerk, daß dies irr der österreichischen Armee ein Unikum ist, daß aber General und Oberleutnant noch Juden sind, dies fuge ich zum' Schlüsse noch bei. ' Die Redaktion bemerkt dazu, daß das hohe Ansehen, das sich Herr General Eytz in jüdischen Kreisen erwarb, noch vermehrt wird durch die Mische Erziehung, die er seinen tapferen Söhnen g«b. Wochenschrift' Aer Mager Adel und seine Aezüge aus den Magazinen des Koten Kreuzes. Wie die tschechischen sozialdemokratischen Blätter melden, hat ein Teil des Prager Adels ans den Magazinen des Roten Kreuzes Schokolade, Marmelade, sackweise Kaffee, Feigen, viele Tausende von Zigaretten und andere Waren bezogen. Der ehemalige Statthalter Gras Co udenhove und seine-Frau wurden wegen dieser -Vorfälle verhaftet. Gras C o u d enho v e wurde später entlassen, seine Frau in Haft behalten. Are MerHastung des Regierungsrates Ar. Ramöousek. D,er Chef der Präsidialkanzlei, der Salzburger Landesregierung Regierungsrat -Dr. ''Eduard Ra mb on sek, der in- Wien unter der Beschuldigung verhaftet wurde, .eine enorme Summe Amtsgeld-'er, etwa 6 Millioncjn Kronen, unterschlagen und Mit sich! genommen zu haben, war in Salzburg ein hochangesehener Beamter mit so weitgehendem .Einfluß und so -großen-Befugnissen, daß. man dort von seiner,/Allmacht" sprach. Er besaß schjon seinerzeit, als er bei einer Mener Zentralstelle diente, die Protektion eines einflußreichen leitenden Hofbeamten und wußte, Vach SaMnrg! persetzh, sich bald eine besondere, Position zu schaffen- Seit vielen Jahren war er Präsidialchef und Kanzleiter der Landesregierung, und sein Ansehen wuchs gewchkigals er für Erzherzog. Franz Ferdinand die Gutskänse im Blühnbachtal und die Straß,emmlagen nebst allen jenen Transaktionen durch führte, die seinerzeit in der Oeffentlichkeit so vijel Staub aufwirbelten." Dir. RaMVou sek galt, auch als reich.;Als seine Flucht und die Gründe seiner Festnahme bekannt wurden, glaubte zunächst niemand an eine Malv ersation.... Man suchte Motive. und. erzählte, einerseits, er habe aus nationalem Ehauvinismus einm' Cönp. ausgesührt, andererseits .er sei Bertranensimaun und Mandatar einer beg Merten Fcynilie und habe den Auftrag!, Kapitalien ins Ausland' zu schaffen. Aber das amtliche VerfolgungstelegrcnnM sprach! in klarer Weise von e!nem Manko in der LebensMittelzentrale und Bedarfsbefchaffungs stelle. Mit Dr. Rambousek wurden auch seine Gattin, der Diener .und der Chauffeur festgenommLN, 'der das Ehepaar in die Schweiz bringen sollte. Die Verhaff teten, die sich, heute noch rM PolizeigefangeNenhause befanden, werden dem LMe^erichjhe''Äb!ergeben.- werdm. Wie gemeldet, wurde die gaMe Summe zustande gebracht.. Dr. RaMbousek hatte das GM Lells noch bei sich, teils als Bankdepot eingelegt. Kirr Vorsichtiger Minz. Ans Genf schreibt Man der „Arbeiter-Zeitung": In französischen Blättern ist nachstehende^ Depesche zu lesen, die Don IaiMe von Bourbon durch drahtlose Telegraphie an den König, von Spanien gerichtet hat : „Wien, 25. Oktober. ' Seiner Majestät dem König in Madrid! Willst Du Mir den großen Dienst erweisen und Deinem Wiener Botschafter Ordre geben, mir ein Lokal zu überlassen, wo ich FaMiliengegenstände aufbewahren kann? Ich werde Dir dafür ewig dunkbar sein. - :; -; . ■:•[■'; - IaiMe." Are Haltung der rumänischen MeHörden in der jüdischen Schulftage. Aus zuverlässigen Quellen erfahren wir folgendes: Die rumänischen - Staats schulen sind für bie Juden gänzlich gesperrt. Keim-einziger jüdischer Schäler; ist. in letzten Zeit in densMen auMnömMeU worden. Bttter-

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