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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-09-10 · 37 (10.9.1918) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
37 (10.9.1918)
Date
1918-09-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 37 Ar. BloH's Wochenschrift «eite 60b DieJugendselbstkann die materiellen Mittel, die zur Ausführung dieser Veranstaltung notwendig sind, aus. eigenem nicht aufbringen und wendet sich daher an die jüdische Gesamtheit mit der dringlichen Bitte: Ermöglicht uns, daß wir die Feste des Glaubens unserer Väter in würdiger und erhebender Form' feiern können. Musik^ und Gesangkundige werden eingeladen, im Jüdischen Jugendheim, 2: Bez., Obere Donaustr. 91 (3 bis,6 Uhr), sich zur Bildung'eines Orchesters und Gesangchores zu melden. - Spenden übernimmt die Administration dieses Blattes, Wien, 2. Bez.? Praterstraße 9. * * * . Dienstag den 24. .September findet auf dem Matz des Sportklubs „Hakoah" (31er Linie der Straßenbahn, Haltestelle nach der Donaubrücke) eine.S u k k o t h f e i er für die-Wiener jüdische Äugend statt. Beginn pünktlich 4 Uhr: Schauturnen der Wiener jüdischen Turnerschaft. Spiele und Uebungen des „Blau-Weiß" und .xHafchomer", hebräische Ehorgesänge. Bei Einbruch der Dämmerung A b en d go 11 es d ien st unt er fre.i em H imm e l unter Mitwirkung des Herrn Oberkantors Don Fuchs. Die .Predigt.hält Herr Rabbiner Dr. Mar Grunwald. Für Jugendliche freier Zutritt, für .Erwachsene Karten am Festplatz. Bei schlechtem. Wetter wird die Feier für Mittwoch den 25., bezw. Donnerstag den 26. September -verschoben. Zur. Deckung der Mäterialersordernisse wollen Spenden an das Jüdische Jugendheim, 2. Bezirk, Obere Donaustratze 91, gesendet werden. ' Jüdischer Nationalverern in Oesterreich. Die diesjährige Generalversammlung findet am Mittwoch den 2. Oktober d. I. um präzise 7 Uhr abends im Souterrainlskale des Cafe Müller, Wien, 2. Bez.> Obere Donaustraße (Ecke Lilienbrunngasse) statt. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht, 2. Kassabericht, 3. ,$Die politische Lage der Juden" (Referent Staatsbahnrat Ingenieur Robert Stricker), 4. Neuwahlen, 5. Eventuelles. - Austritte ans dem Judentum. Vom 7. bis L3. September. 1918., BqedLchi Lrepe Leopold, Handelsagent, geb-. 1. Dezember 1881, Lemberg, 7. Bezirk, Kircheirgasfe 5. ' Grbogen Edgar Hochschüler, geb. 6. März 1399, Wien, 13. Bezirk, Neulrnggasse '28. ' v Gokldstew Akerandrr, dzt. Leutnant, geb. 6. August 1887, ^Wien, 7. Bezirk, Kaiserstraße 51. , Lvwentha) Ludwig, Student, geb. 17. Juni 1900, Wien, 4 Bezirk, Schlüsselgasse. 8. Margulirs Mina, geb. 6. Dezember 1822, Wien, 14. Bezirk Sechshauserstraße 60. ' > Morgenstern Henriette Näherin, geb. 4. Januar 190,1. Wien,, 16. Bezirk, Ottakringerstraße - 29. Olbert Wilhelmine, Phärmazeutin, geb. 3. Februar 1900, Wien, 17. Bezirk, Deronikagasse 16. -Patzan Felir, Einj.-Freiw. tit. Wachtmeister, geb. 4. Oktober 1899, Wien, 3. Bezirk. Naumannstraße 6. Scktzer Marimilian geb. 11. Oktober 188-5, Wien, laut Zuschrift der k. k. Bezirkshauptmännschast Novereto. GMeMl Cmik, geb. 10. Dezember 1377, Ratibor, (Preuß -Schlesch 2. Bezirk, Ferdinandstraße 31. > Spiegel Goa Hildegard, geh. 2. Juli 1914, Wien, «2. Bezirk, ' Ferdinandstraße 31. I Spiegel Lily geb. Wernmth, geb. 11. Mai 1838, «Brünn, 2. Bezirk, Ferdinandsträße 31.' . Spiegel Mar Herbert gxb., 5. Juli 1907, Wien, <2. Bezirk, Fer-« dinandstraße 31. > llllmann Lola, geb. 18. April 1894, Wien, 2. ^Bezirk, Ausstel-, lungsstraße 27. - ADringarten David, Kaufmann, geb. 10. Dezember 139ß, Stanislau, 1. Bezirk, Kurrentgasf« 10. - : Olmlütz. Am 29. August d. I. verschied der Offizial der ijr. Kultusgenieinde nach langem, schwerem Leiden im 74. Lebensjahre und wurde am 1. September in Anwesenheit der gesamten Kultusgemeindevertretung und unter großer Beteiligung aus allen Gesellschaftsklassen zu Grabe getragen. Se. Ehrw. Rabbiner Dr. Oppenheim widmete ihm einen seine Verdienste und seine Tätigkeit würdigenden, liefempfundenen Nachruf. Durch 43 Jahre hat der Verstorbene der Gemeinde unermüdlich und treu gedient und - sein Amt mit der stotigeu Klugheit und mit fetten verständnisvollem Takt ausgeübt, wodurch er sich wie auch durch sein verbindliches, Frieden förderndes Benehmen die Achtung der Gemeindemitglieder erworben hat. Neir-Raußnrtz. (Vierzigjähriges D ienstjubilöum.) :Mit dein 6. September d. I. hat der Poltzeidiener unserer Geimeinde, Herr Isidor Frank, ein im Jahre 1650 »gebürtiger Neu- Raußintzer, das 40. Jahr seiner Amtstätigkeit in unserer »Gemeinde vollendet. Der pflichtgelreue Beamte blickt sohin auf eine lange Reihe arbeitsreicher Jahre zurück, während welcher derselbe feine Kraft dem Staat und der Genreindie hingebungsvoll widmete -rnifr seinen mitunter schwierigen Obliegenheiten zu aller Zufriedenheit ge-' »recht wurde. Von seinen Dienstleistungen zu sprechen, hieße ein Bild unseres Gemeindewesens seit vier Dezennien entwerfen, was wohl den enif zugewiesenen Rahmen überschreiten müßte, aber hervorgehoben zu werden verdient, daß Frank das in -ihn gesetzte Vertrauen zumal beim Inkasso von Steuer- und seit chem Kriege bei jenen von staatlichen rlnterstützungsgeldern in anerkennenswertes Weise gerechtfertigt und seine sonstigen dienstlichen, während der Kriegszeit besonders gesteigerten Agenden aufs Gewissenhafteste erfüllt hat. Reben seinem Amte als Polizeimann versah Frank ebenso lange auch den verantwortungsvollen administrativen Dienst in unserer Kultusgemeinde, wobei er vermöge seiner Ikmsicht, Erfahrung und Verläßlichkeit die Beliebtheit und Anerkennung' von Vorstand und Gemeindemitgliedern gleichermaßen zu, erwerben vermochte. Anläßlich seines vollendeten 40. Dienstjahres wurde dom .Jubilar, die a. h. kaiserliche Ehrenmedaikle verliehen, deren feierliche Ueberreichung demnächst stattfinden wird. Bukarest. Ein erschreckendes Schlaglicht auf die Volksstimmung in Rumänien wirft ein Zwischenfall, der. wie nachträglich aus Jassy berichtet wird, bei der Tagung der rumänischen Kammer vorkam. Anläßlich der Debatte über, das Judengesetz yielt der antisemitische Deputierte Zelea Cödreanu eine Rede, in der er ungefähr folgendes sagte: „Die Juden haben stets in Blut und vom Blut gelebt. Wir werden in sehr kurzer Zeit Gelegenheit haben, wieder im Blute zu leben." Während der Rede Lodreanus brach dieGalerie in Beifallsrufen aus, und der Präsident gab Befehl, die Galerie zu räumen. Der Skandal wurde auf der Straße fortgesetzt. wo die Gendarmen das Publikum aussinandertrieben, das den beiden antisemitischen Deputierten Cu za und Zelea Cödreanu lärmende Sympathiekundgebun-' gen bereitete. Aomarn Woltand im Iran Christof übt? fstbsa «nd An-rntnM. Von Dr. I. Ziegler, Rabbiner in Karlsbad. (Fortsetzung.) IV. Lucien Levy-Coeur. In eineln dieser Salons wurde Christof dem unsympathischesten dieser literarischen Juden vorgestellt, Lucien L ev y -Eo tur. „Er hatte weit auseinanderliegende

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