Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 37 (10.9.1918)
- Date
- 1918-09-10
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 604 T-r. Blocht y Adresse fflr Zuschriften: 5t. k. Hofrat Dr. Kuliur 'Schlag, Wien, 2. Bezirk, Obere Donaustraße 109. ' Zahlstelle für Oesterreich': Bankhaus S. M. v. Rothschild!, Wien, 1. Bezirk, Renngaffe 3, Neue Freie Presse, (Wjirn, 1. Bszirk, Fichtegasse 11; für Ungarn: Magyar-Altalanos Hitelbank, Budapest; für Deutschland: Deutsche Bank, Berlin, Postscheck* Konto Nr. 1000, auf das Konto ,,Kriegs fpitalshilfe für «Palä- Ma". _ f ' Kmnitve tte; OchWreWfchen Jüdischen Opfertages, Wien, ll., Glockengasse 30. Wie«.' Heinrich Bard Kr. 1500; Moni Semo 800; M. Schenker- Gotiesmann 260; Hermann Engel, Dr. Moritz Pachtmanu, Bernhard Rosenstrauch, N. N. je 360; Karl Bank 130; Jakob Tanne, Julius Stux. Dr. Hmnumn Pachtmann, Simche^Jakob, Dir. Anselm Lazarus, Eh. Bergstein; I. G., Simon Rubel, D. M. Andermann je 100; Stabsarzt Dr. Mayer 60; MoseS Rath, Emanuel Wildmann, „Agrumarie" Juch. Aktiengesellschaft, Simon Tisser, Berthold Mayer, L. Schächter LA. Reich, Adolf Stern, Gustav Lederer, Alfred Neumann, M. Müller, Dawid Horowitz, Regine Haymsen, Siudolf von. Kahler, Jda Sekler,. Adele Kornitzer, - Georg Helwing. Adolf. Böhm je 50; Philipp von Gomperz 40; Dr. Dawid RoHblum, Dr. H. S. Loebl, Edmund Blaskopf, Ludwig Haller je 30; Julie und Josef Weiß, D. Aldnann. Mexander Marmorstein, Julius Geiringer, Otto Wagenberg, Dr. Rudolf Sinnreich, Paul L. Grünwald, Richard Schwarz. Ensel Reich, Ing. Abel Suchestow, „Union" Gxtränke-Unternehmung, Berl Walther, Michael Zipper, Aron Tennenblum,, Herr und Frau Goldstein, Dr. Albert Kann, Dr Wilhelm Stein, Moritz Dietrichstein, Josef Hornstein, M. Lilienfelds Adolf Böhm, Nathan Werth, kais. Rat fforfwCf Löwy, Dr. S. Goldäpper, Gustav Jacob, Theodor Werfel, „Del-ka", Alb. Kohn, Dozent Dr. Edmund Hermann, Leopold Kanitz, Ludwig Lawner, H. Mocsari, Dr. S. Bohil, Hch. Weiß, Großrabbiner Friedmann (aus Jtzkany), Rabbiner Jakob Friedmann (aus Husiatyn) je 20. Zusammen Kr. 5860. _ '(Fortsetzung folgt.) Spenden. Bei der „Oesterr. ^Wochenschrift" emgelaufen : Ch. Schieber, Wie» XIX., je 80 K. für „H. K. IS 15" und „Kriegsspitalshilfe s, P." Robert Guttmmm,- Prag-Kgl. Weinberge, je K. 1.20, „H.-K. 4615 f. P.", Kriegsspitalshilfe f.. P., Kriegswaftenhaus,Saffed, „Schare Zedek", Jerusalem, zus. 5t. 4.80; Armine Eingedenk, Pirnitz 10 «K. für ..H.-K. 1015 f. P."; M. H., 5t. 20 (5t. für -.Eine Familie in Not". Beim SlüchtliugsmMjsn, IX., Bindergafse 4: Bon Ehaim Schatlner K. 20, diverse A. 38.59, zufamnren K. 58.80 für Palästina; von Geza . Frischer, Wien, K. ß.—. für einen wohltätigen Zweck. Bitze lyn BZjchLjrfMMr. Di« Leitung der Jüdisch-pädagogischen Kurse in Wien bittet «Ae Freunde und Förderer des jüdischen Erziehungsmerkes, für .die Bibliothek der Kurses Bücher/zu spenden. Besonders .erwünscht sind Bibel- und Talmuderemplare. Bücher jüdisch-wissenschaftlichen Inhaltes, hebräische Literatur, aber auch. Bücher allgemeinen Inhaltes, insbesondere Nachschlagewerke, ferner Lehrbücher für die Mittelschulen. . , 1 Die Bücher finb. zu senden an das Zionistische Bure.au. Wien, 2. Bezirk, Zirkusgasse 33. ___ ' - Mie«. rserl. Rat Ignatz Grünwald.) Der Kaiser hat dem Prokuristen der Konfektionssirma M. & I. Mandl in Wien, Ignatz Grünwald, den Titel eines kaiserlichen Rates verliehen. --. { . KMe, Wien 1918/19. Am 15. Oktober 1916 wird eröffnet die Abteilung <i (für 5tindecgäriKLrmnen) und die Abteilung 2 (für hebräische Sprachlehrer) des Allgemeinen jüdischen Pädagogiums in Wien. Lehrplan: A; Allgemeine Abteilung : Obligat für die Hörer der Wi. 1 und 2.< 1. Hebräische -Sprache und Literatur; 2. Die Bibel a) für -Anfänger, b) für Vorgeschrittene'; 3. Der Talmud; 4. Jüdische Geschichte; 5. Jüdische Frage und Bewegung (nationalökonomische Darstellung); 6. Jüdische Gegenwartskunde (Kulturgeschichtliche .Darstellung); 7. Palästinakunde; 8. Die - jüdische Religion; 9. Psychologie, insbesondere der Kindheit und der Jugend; IO. Erziehungslehre und Geschichte der Pädagogik. Der Kursus ist zweijährig. Er kann auch non solchen besucht werden die an der Abteilung 1 und 2 nicht tellnehmen. Der Unterricht findet an allen Vorimttagen mit Ausnahme des San/stag tstatt. Die Unterrichtssprache ist deutsch. B) Abteilung 1 (für Kindergärtnerinnen). 1. Hygiene der frühen Kindheit; 2. Psychologie der frühen Kindheit; 3. Methodik des Kindergartens; 4. Methodik und Beschäftigungslehre des jüdischen Kindergartens; 5. Praktische Uebungen im itmfcergarieir ber Kurse. Der Kursus ist 'zweijährig. Der Unterricht fmdet an Nachmittagen statt. Er kann nur von solchen besucht werden, die zugleich an der allgemeinen 'Abteilung teiblehmen. Die Absolventinnen sind befähigt, an den öffentlichen Anstalten die Staatsprüfung abzulegen. Für solche Hörerinnen, die Wochenschrift Nr. 87 . ihre Praxis ausschließlich, in Galizien auszuüben gedenken, wird bei genügender Anmeldungszahl ein einjähriger Kursus eingerichtet, b) Abteilung 2 (für hebräische Sprachlehre). I brS 13. Anstatt der Kurse der allgemeinen Abteilung, parallele mit entsprechend hökheren Anforderungen; 4. Methodik des hebräischen Sprachunterrichtes; 5, Praktische Uebungen an der hebräischen Sprachschule. Der Kursus ist zweijährig. Cr kann nur von «solchen besticht dier- . den, die. zugleich an der allgemeinen Abteilung teilnehmen. >D icr Unterrichtsspracheist im allgemeinen hebräisch. - Der Unterricht findet an allen Vormittagen mit Ausnahme des Samstag statt. Aufnahmsbedingungen: 1. Das Mindestalter zur Aufnahme ist für alle Abteilungen das vollendete 16. Lebensjahr. -2. In die Abteilung 1 werden Absolventinnen einer Mittelschule. (Gymnasium, Realschule, Realgymnasium, Lyzeum, Handelsakademie) aufgenomnren: Aspirantinnen, die ein solches Zeugnis nicht vorzuweisen vermögen, haben -sich einer Prüfung zu - unterziehen, von deren Ergebnis die Ausnahme abhängig ist; nach ihr «werden eventuell auch Ergänzungskurse vorgeschrieben. 3. In der Abteilung 2 , kann eine Aufnahme nur nach einer Prüfung der .hebräischen Kenntnisse und der allgemeinen Fähigkeiten erfolgen. 4. Hörer, die s nur an der allgemeinen Abteilung teilnehmen wollen, können ausgenommen werden wenn sie . mindestens eine dreiklafsige Bürgerschule absolviert haben. Andernfalls' ist die Ablegung einer .Prü- . fung Voraussetzung für die Aufnahme. 5. Die Aufnahme.in den Hebräisch-Knrs "d) der allgemeinen Abteilung ist von einer Prüfung aus Hebräisch abhängig. Aufnahmsprüfungen: Diese finden am'.10. und 11. Oktober statt. Die gestellten iÄnfordrrungen sind vvm 1. September an durch das Jugendamt zu 'erfahren. Dozenten: Als Dozenten an den Kursen werden wirken u. a.: Prof. Dr. V. Aptovitzer, Dr. Siegfried Bernfeld, Wolf Böhm, >Henoch Listenfeld, .Dr. Joel Obermann. Moses' Rath, Dr. «AbrahaM Sonne, Dr. Wilhelm Stein, Privatdozent Dr/ Harry Tortzyner. Verpflegung in Wien: Für dieHörvr(innen) von auswärts.wehren" entsprechende unter Aufsicht der Kursleitung stehende Pensionen vorbereitet, die KM und Verpflegung in verschiedenen möglichst niedrig gehaltenen Preislagen bieten werden. Anstellungen: Bei dem außerordentlichen Bedarf nach ausgebildeten Kindergärtnerinnen, insbesondere mit hebräischen Sprach^nntnissen und. nach gründlich und modern gebildeten Lehrern für die hebräische «Sprache; bei der Unmöglichkeit, diesem Bedarf Zu genügen,, und Ibet der Gewißheit, daß er sich im Laufe der nächsten 'Jahre sehr bedeutend steigern wird, kann den Absolventen der Abteilmtg 1' und 2 mit ziemlicher Sicherheit schon bald nach der Beendigung der Kurse ■ eine entsprechende Anstellung mit, auskömmlichen:' Gehalt zugesichert werden. Vormerkungen: Da wir nur eine kleine/Anzahl von Hörern für jede Abteilung aufzunehmen in der Lage «sind.-ist eine sofortige Vormerkung empfehlenswert. Vormerkungen, Anfragen, Mitteilungen sind zu richten an:'Jüdisches'Jugendamt, Wien, .-2. Bezirk/ Zirkusgasse 33.! , ,! . JMendfeicr des Sukkothfestes. Ern Aufruf. - Die jüdische Jugend will die Feste des Glaubens ihrer Väter feiern. Sie will Zusammenkommen, um in gläubiger Stimmung das Bewußtsein zu empfangen, daß das. Judentum nicht Totes, Abgestorbenes ist, sondern ein Stück Leben. Konnten iM Drange der Erwerbs- Verhältnisse die Mehrzahl der jüdischen Eltern ihren Kindern kein jüdisches Baus und keine jüdische.Erziehung bieten, so sucht die jüdische Jugend nunmehr sich selbst den Weg zunt Judentum. „• In keiner Einrichtung unseres Glaubens kommt das Jüdische mehr zum Ausdruck, als in unseren Festen. Der jüdischem,Jugend, die nach Rückkehr züm Judentum strebt, muß daher Gelegenheit geboten werden, die alten Feste Unserer Väter, der Begriffs- und Empfindungs- - Welt der Jugend nahe zu bringen. '° Die Zentralstelle der jüdischen Jugendgruppen in Wien beabsichtigt daher, wenn es die einlaufenden Geld- . mittel gestatten werden, einen weihevollen Jugendg. o t t e s d i e n st für die gesamte jüdische Jugend Wiens., t So wie unsere Väter einst das Erntefest unter freiem HrmMel in ihren Sukkoth (Laubhütten) gefeiert haben, so will-auch die jüdische Jugend Wiens das diesjährige Laub Hut teufest in ändächtiger Stimmung in ihren Sukkoth feiern können. Es wird' insbesondere ian einen Ab'endgo.tt.eSd i e n st unter steieM.Simmel gedächt, Wenn dieser Plan - zur Ausführung gelangt, so wird der Wischen Jugend ein unvergleichliches' und Wisches Erlebnis beschert sein. *