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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-08-16 · 32 (16.8.1918) · page 19

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
32 (16.8.1918)
Date
1918-08-16
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Seite 523 Nr. 32 Dir. Bloch B Wochenschrift F r e u d 6. Die Menge ging auseinander und war mißgestimmt und 'unzufrieden, wir gingen mit stolz erhobenen Häuptern. Gott Israels zeigte wieder seine Macht und unsere F e i'n d e waren beschämt. Die ganze Woche jubelte das jüdische Yolk. Ihr versteht'ja selbst, welches Glück es für den Juden ist, wenn man am Pessach ein Mädchen im Walde mit durchschnittenem Halse findet und der Name dieses Mädchens Sarah ist . . .“ Der alte Mann hlieb still. Ich fragte ihn: „Habt Ihr keine Kinder mein* gehabt?“ „Nein,“ sagte er. „Wie konnte ich denn noch, mehr Kinder haben, wenn meine Frau bald nach dem Tode unserer Sarah gestorben ist. Dumme Frau! Sie konnte nicht verstehen, daß durch unsere Sarah Gott den Flecken von Israel vernichtete. Zwei Tage hat sie nichts gegessen, noch getrunken, sie weinte, nur. Der Rabbiner sagte ihr, daß es eine Sünde sei, die allgemeine Freude zu v>s t ö r e n und sie . . . Abraham hat: seinen Sohn Isak opfern wollen, aber Gott hat das Opfer verhindert; von mir hat er das Opfer angenommen.“ Auch diese wehmütige Geschichte, die mit ihrer grauenhaften Fröhlichkeit in schauerliche Untiefen und Abgründe grell hineinleuchtet, ist eine kleine Szene aus der großen Tragödie, die noch immer keinen Abschluß gefunden, so daß jeder Menschenfreund sich fragt: Wann endlich entwindet sich die Menschheit der düstern Macht, die sie in Finsternis hält, wann endlich bricht er an, der neue Morgen? -- x „ WMWssiWMtzmg MiWM WaMel. .. In den Rauhten b.e§! R. Löwit'schen Verlages, Wien, I., Aleischch'arkt 1, ist eine Reihe neuer, sehr interessanter Arbeiten besl.jüdischen Malers' Wilhelm Wachtel ausgestellt. Die Ajusstellung' ist vormittags von 10 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr für Besucher geöffnete Der Preis d!er einzelnen Bilder, die verkäuflich sindsind in der VerlagUeirung zu erfragen. Je^chprun. Monatsschrift für Leh>ke und Loden inr Judentum. Herausgeber Dr. I. Wohlgemuth. Verlag: Berlin N. 24. 5. Jahrgang. Heft '7. Inhalt:.J. He in e mann: Der Gott der Rache. —> Di, Hnffinänn: ^Literarische Notizen. — A 'Friedländer: Die Juden in Rußland und Polen. — Bi- E ohen: Der Tunrv von Babel im Lichte der Kapitel des <R. Eliefer. — A. ©lau: Zionismus und Misrachismus. — I. W.: Vier Jahre Weltkrieg'. — Noti-s^. Ter bkAk-rote MethAsakeMl, von Karl May. Band 40 der gesammelten Werke. Karl. May, Verlag Radebeul-Dresden. Preis 6 M. > E - „Jung-Juda", Illustrierte Zeitßchrift für unsere Jugend. 19. Jahrgang. Nr. 15. Prag. 2. August 1913 1(24., Ab 5678). Redaktion und. Administration: Prag II., Stefansgasse 629. Inhalt: Ferien 1918. — Ben Iehuda: Jesajah II. — «Des Iwan Elynenko Wandlung. — Die Prinzessin Sabbat. — Die Königswahl der Bäume. — I. Fried: Das Schulklopferl. — sDer Jordan und das Tote Meer' (Illustration): — Einer der-größten Dampfer (Illustration). — Dr. Arthur Landsberger: Mordechai Meisel. —• Euck in die Welt. - 1 Peter Rosegger: „Heimgärtners Tagebuch" (neue Folge). Dieses Dvchtermerkbuch behandelt die Jahre 1912—1917. und ist der gewaltige Zeitspiegel eines Weltzveisen. «Aber auch zuM stolzen Denkmal unseres Riesenkampfes wird dieses. Merk und ist rem treuer Gefährte, der uns zü den wiederkehrenden Segnungen des Friedens führt. Verlag von L>Staaämann, Leipzig. Geheftet M. 5—, gebunden M. 6.50. .Ter Schild des Rerrares. Ein Detektivroman von F. Runkel. Verlag: D. E y s l e r L C o., Berlin. Preis M. 4.—. Ein Kriminalroman echt deutscher Fechsung. Eine Professorengsschichte, wenn auch nicht eine „verlorene Handschrift", so «doch ein längst vergrabener Schild bildet den. Gegenstand. Der de» Westgotenkönigs Rekkared, der in der Ahnengaleris unserer Judenfresser einen Ehrenplatz einnimmt. Zeit: höchst aktuell, der-Weltkrieg. Ein jüdischer Hausierer taucht überall als Deus se lmachina aus. Cr entpuppt sch als — Professorsgattin. Das Ganze ein anhaltender Nervenkitzel. Ein «Achter Z^tekiioroman. Kaiser Karls neue WöM, von E. S t u r t h e i in. 120 Seiten auf Japan Bütten. Broschiert 5 K., gebunden 8 K. Das Buch vom Friedenskaiser ^(Anzengruber-Verlag. Wien.) Tre Arbeit als Grundlage für die innerftaatkich-soziake Wirtschaftsordnung, von M. Brandt. (Anzengruber-Verlag, Brüder Cuchitzky, Wien.) _ Deutsche Volksbücher, herausgegeben von Heinrich Mohr. 12° Freiburg 1918, Herd. Verlagshandlung. 1. Bändchen: Historie, von der unschuldigen, bedrängten, heiligen Psalzgräsin Genovefa. (74 S.) 2. Bändchen: Geschichte des ewigen Juden und Geschichte des Doktor Faustus. (74 S.) 3. Bändchen: Der arme Heinrich und Historie von der wunderlichen Geduld der Gräfin Griseldis. (76 S.) Jedes Bändchen steif broschiert M. 1.20. Geschichten aus dem alten Oesterreich von W. v. Molo. Verlag der Kriegszeitung der k. u. k. 10. Armee in Villach. Preis 20 H „Ter Jude." Heft 4. Inhalt: Fritz S t s r n b e r g: Die Bedeutung der Araöerfrage für den Zionismus. — «amuel R appaport: Aus dem religiösen Leben der Ostjuden. — Norbert Einstein: Tageöuchb lütter aus Whitechapel. — Michael Welcher!: Jakob Gordin und das jüdische Theater. — Bemerkungen. Ehrentafel für Gefallene. Der diesjährige jüdische Kriegs- und Friedenskalender enthält eine Rubrik „Ehrentafel für Gefalm". Cs wiroum f.oaaoiifuf An-gt-vs 'voa Name, Berufs Alter. Charge und Wohnort gefallener Soldaten gebeten. Zuschriften an Redakteur Mar Hickl, Wien, 3. Bezirk 'Lerchen, gasse 6 a. . .1 i M. Frühling. Jüdisches Kriegsgedenkblatt. Im Selbstverläge des Verfassers. 6. Heft. 1. Bezirk, Maysedergaffe >5, K. 2.50. 21 Heldentode, wie leicht schreibt sich >daS, und doch wie viel Janrmer für jüdische Eltern, wie viel Ruhm Ifür unser Volk. Das Heft gibt Bilder und Biographien des Berufsoffiziers 'Hauptmann Ritter v. Girs, Sohn eines Obersten, eine jüdische Familie die seit vier Generationen der Armee angehürt, des 'feinsinnigen Stabsarztes Dr. Alfred Selinger, der Offiziere und Fähnriche.aus der Reserve, Buegi, Dr. Bloch, Eduard Friedl. Emil 'Garfein. Stanislaus Goldhauser. Dr. Otto Goldstern, Franz Heller Dr.. Michael Hulles, Fritz- Kohn, Josef Komhuber Arktmr Krauß, Sigmund Leistina, Alexander Neubauer, Kurt Neunrann Witold Reiner, Rudolf Reisner, Walter Sabath, Dr. Schächter. Wladislaw " Steinhaus (Sohn des Abgeordneten). Diese Tapferen aus Ungarn. Böhmen, Wien Slawonien, Galizien und Bosnien, die auf dem Schlachtfelde,- im Etappenfpital oder im Elternhaus den -im Kampfe erhaltenen Wunden oder Krankheiten erlegen sind, verdienen ebenso unsere Bewunderung, wie die drei Lebenden, ,Hochmiann, Dr. Heinrich und Bernhard Glaser, deren Heldentaten geschildert werden. ' - Interessante Jahrzeiten. Eine Jahrzeit-Stiftung für einen preußischen König verwaltet die große B rliner jüdische Gemeinde. Alljährlich am Todestage des verewigten Königs Friedrich Wilhelm III. erhalten zwei würdige und bedürftige Talmudisten für die Verrichtung des für Hingeschiedene üblichen Kaddischgebetes die Zinsen des Kapitals^ welches im Betrage von 500 Talern dem Vorstände der hiesigen Gemeiiüre ans dem Vermächtnis des verstorbenen Königs zu Teil geworden ist. Die Verwendung der Zinsen dieses Vermächtnisses für eine Jahrzeitfeier wurde durch Gemeindebeschluß berei-s im Jahre 1840 b-schloffen. Die Stiftung ist noch heute in Kraft, und alljährlich sagen in der Alten Synagoge in der Heidereutergaffe, dem ältesten jüdischen Bethause Berlins, zwei arme Talmudisten Kaddisch für König Friedrich Wilhelm III* . Deutsche Klassiker in Jiddisch. Von den Werken Goethes sind sehr viele übersetzt worden. Den „Faust" gibt es im Jiddischen in einer ganzen Reche von Uebersetzungen, so znm Beispiel von^ Baschowe r. Bleicher und H ermalin. Hermalin übersetzte ferner „Werthers Leiden", Götz von Berlichingen", „Clavigo", „Egmont".

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