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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-08-16 · 32 (16.8.1918) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
32 (16.8.1918)
Date
1918-08-16
Page
– (sequence 10)
Language
German
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«rite 514 Dir.' Bloch's Wochenschrift Nr, 32 So, wird such die mächtig emporragende Gestalt des- Diahmgeschiedenen leuchtend uns den Weg weisen, -auf welchem wir für alle Zukunft Pas Werk, das er Achhaffen, führen wollen. Sjein Andenken wird in unserer Gemeinde, in der . gesamten Judenschast ein unvergeWches 'bleiben, es sei gesegnet! NachMf des jur. et -pW. Dir. Markus!. Spitzjer. Präsident der Wewra-Kadischa, Herr Ljandesschulrat Dir. Markus Spitzer, führte, nachdem er der tiefen Trauer Mer den Verlust des Ehrenmitgliedes der Chewra-Kahischa .Ausdruck gegeben hatte, welcher sich bex Bethausvorstand mit Innigkeit und Wärme an-- t, folgendes aus: Wenn der. Prophet einen namenlosen Schmerz und ein unsagbares Weh anläßlich des Hinscheidens einer zärtlich geliebtein Person schildern willso geschieht dies mit den «Worten: Uind sie werden trauern um ihn, wie um den Verlust «eines Einzigen. Und fürwahr, auch wir stehen heute tief erschüttert um-diesen Sarg, welcher einen ^Einzigen birgt. ^Denn einzig war der ^Verewigte irf seinem Wirken und Schassen, m seinem Wesen und -Charakter, in seiner Gelehrsamkeit und Kraft seiner Rede, in seiner abgeklärten Weisheit und weltmännischen Klugheit, in seiner beglückenden, die Eintracht und Einheit unserer Gemeinde fordernden Friedensliebe. Er war ein Gelehrter, dessen Ruhm weit über die Grenzen des Judentums hinausging und welche nicht nur das große -Gebiet der jüdisch-theologischen Wissenschaft, sondern auch die alte klassische Literatur umfaßte und ihm den Sinn für Formvollendung,-H^rmonie und Ebenmatz die sich in seiner Persönlichkeit^ sso MänzenM bewährte, erschlossen hat. Er wanderte forschea.d)Mnd;smnendlf>durch9 die.. blühenden Geftldk" der Phllosophie undEwar-^in leuchtendes - Beispiel dafür, wie Glauben und Wissen 'sich zu -einem innigen Bunde verknüpfen. Seine hervorragenden Schriften sichern ihm einen Ehrenplatz, in der Ruhmeshalle unserer, wissenschaftliches Großen. Ihm war die Rednergabe in hohem Maße Zuteil und, seine Worte waren von klassischer Einfachheit, vollreichen Inhaltes, die Geister-erleuchtend und die Herzen erwärmend. Er (war, wir alle wochrhast Großen und IZornehmen, vvneiner seltenen -Be- : fcheidenheit und von ihm gilt,- was «inalter Weisersagtzdaß -die. fruchttragenden BäuMe kein Geräusch.machen, da diese das Räuschen der Blätter nicht nötig Haben, um die Aufmerksamkeit -auf sich zu lenken, da ihre Früchte, für sie zeugen. - So ist ein Leben vollendet, gottbegnadet, menjchen- und wohlgefällig. Sein Name wird noch den spätsten Geschlechtern gepriesen und in Ehren .genannt werden und derselbe wird Mit ehernem Griffet eingegraben sein in der Geschichte unserer Gemeinde, mit welcher er -aufs Innigste verknüpft, deren Stotz und Zierde er war. Und fo, wie er durchs LMmchTvWpendenL gewandelt, so wird auch sein Andenken.für uädMh,votzMchstM dVfshjhegleitet sein. Secher sZadik liwrocho < -jus Beileidskundgebungen. . . . Mas MWtd M- Kaiiers. ' -67ME HMuMUmMi AllLrhöchstey Aufti. tWMAMWgetzlpx W-WefMcvj surr uspnufchrrmÄ MsöjMn - \\n l . .+3 nrjo^f öl? 16 jt i pxt’ir fJii IitiM Seine I. u. I. MMisWMMMAMn w[i« israelitischen Kultusgemeinde in Wien MleWchstHre aufrichtige Teilnahme an dem Ableben Ihres verdienten religiösen Oberhauptes Oberrabbiners Dr. Güdema n ir bekanntgeben Zu lassen. Im Allerhöchsten Aufträge: - Kabinettskanzlei." Ministerpräsident Exzellenz von Hussarek schreibt: . „Anläßlich des Ablebens des um die Wiener isr. Kultnsgemeinde überaus verdienten Herrn Oberrabbi? ners Dr. Moritz! Gü bemann bitte ich das geehrte Präsidium, den Ausdruck meiner aufrichtigen und herzlichen Anteilnahme entgegenzunehlmen. Dem nach einem segensreichen Wirken nunmehr abberufenen religiösen Oberhaupte wird nicht nur feine Gemeinde, sondern auch alle am ethischen Volksleben Interessierten. ein treues Gedenken bewahren." Der Stadtkommandant in Wien, Feldmarschalleutnant Ritter von Mostig, schreibt u. a.: - „Meine Absicht war es. dem! Dahingeschiedenen als Zeichen meiner .Wettschätzung das letzte Geleite zu geben und bei diesem Anlasse Ihrem verehrlichen Präsidium mündlich meine Anteilnahme, zum Ausdrucke zu bringen. Leider wurde ich unvermutet durch eine dringende, unaufschiebbare dienstliche Inanspruchnahme am persönlichen Erscheinen verhindert."' l Der Bürgermeister der Stadt Wien, Dr. We-iskirchner, sandte ein Kondolenzschreiben, in dem er u. a. sagt: „Durch das Äbleben des hochangesehenen und hochverdienten Oberrabbiners Moritz Güdemann hat die Wiener israelitische Kultusgemeinde einen schweren Verlust erlitten. Aus diesem Anlasse beehre ich mich, namens der -Stadt Wien Euer Hochwvhlgeboren als Präsidenten der israelitischen Kuliusgemeinde das wärmste Beileid zu übermitteln." » Weiters trafen Kondolenzen ein: Vom Minister für Kultus und Unterricht Freiherr Proray -von Madejsky, dem Minister des Innern Ritter von Gayer, idem k.!. Minister für Landesverteidigung Feldmarschalleutnant Ritter von Ezapp, vom k. k. Statthalter Dr. Oktavian Ritter.von Bley leben, vom Poltzeipräsidenten Hofrat Schober, vom Magistrats-Direktor Dr. August Nüchtern, namens des Fürsterzbischöflichen Ordinariates Kardinal Piffl, vom Präsidenten des evangelischen Oberkirchenrates Dr. Wolfgang Haase, vom Presbyterium -der evangelischen Psarrgemeinde A. B,, vom Pfarramt der evangelischen Gemeinde >H. B. Das Lehrerkollegium des' .KMrsH-Z.tH.Lp sch e u.. S.em i n a.r s,.-Ba:-e-L l antts tfam msäno? grüst^evMsererMDNnfMt.lMne uss^Msexe Möß^Wssksr, unb Graetz mit'Stotz.und Genugtuung^ als einen .ihrer trefflichsten-' Schüler anerkannt haben, der ein Fürst und Großer in Israel und Zierde Ihrer Gemeinde gewesen ist, der durch seine -glänzenden Leistungen für die Wissenschaft des Judentums sich unvergänglichen' Nachruhm gesichert hat, sprechen wir Ihnen unser «innigstes Beileid aus. Unsere Teilnahme an der Beisetzung ist üeider durch die Zeitlage unmöglich gemacht." - Von nachbenannten K u lt ns g emeind/en träfen Kondolenzen ein: - . Budapest- Prag, Brünn Lemberg, Krakau, Czernowitz- Triest, Graz,. Innsbruck, Salzburg. Troppau, Linz.- Agram, Baden, Budweis, Bielitz, Eibenschih Franzensbad, Friedek-Mistek, Gr.-Enzersdorf, Horn, Zglau. Kölln. -Kostetz Krems, Leipnik, M.-A,ussee, M:-Ostrau, M.-Weißkirchen, Mödling, Mistelbach, Nikolsburg, Neunkirchen. Olmütz, Oberhollabrunn- Pohrlitz, Prerau, Preßburg, Proßnitz, Przemysl, St.-Pölten Steyr, Tarnow, Trebitsch, Triesch Ung.-Brod, Waidhofen, Wr.-Neustadt. Synagogengemeinde Hildesheim und Magdeburg. Es kondolierten: Israelitische Theologische Lehranstalt, Wien, Rabbinerverband Mähren und 'Schlesien. t. z.'-yAeruer.,. kondolierten die Herren Rabbiner: r-1: iFeMäbbintzr"Dr. Adolf Altmann, Oberrabbiner Dr. Brody, Pttlgl^DrlbDiäMant, Marienbad. Dr. Flesch, Stadt Kanitz, -Moritz Flesch, Wien, S. Fürst, Wien, Moriz Friedmgnn, Linz, -Dr. Goldschmred, Proßnitz, L^andesrabbiner Prof. Dr. Herzog, Graz, Bezirksrabbiner Dr. Hoff. Bisenz, kaiserl. Rat Dr. Lewin. Rikolsburg, Oberrabbiner Dr. Leimdörfer, Hamburg, Dr. Mehrer, Krems, Dr. Oppenheim, Olmütz, Oberrgbbiner Dr. Rosenfeld, Czernowitz. Dr. Rosenm,ann, Floridsdorf, dzt. Franzensbad Dr. Spira, Mähr.- Ostrau, Prof. Dr. Steiner, Bielitz. \ Weiters der Zentralverein zur Pflege jüdischer Angelegenheiten in Prag, der Verband der türkischen Israeliten (Sephardim) >in Wien. ' . \ Vereine und Institutionen: Tempelverein „Sschomer Israel",. Israelitischer Synagogenverein „Beth Israel", Bethausverein, 3. Bezirk, Erdbergstraße 15, die Israelitischen TeMpelvereine für die Bezirke: Wieden und Margareten. Mariahils und Neubau, Favoriten und des 13. Bezirkes der Stadt Wien; Beihausvereine „Agudas Achim" und „Tefilbth Ieschurum"; die Vereine und Institutionen: Aguda Jisroek, Baronin Hirsch Kaiser-Jubiläums-Wohltätigkeitsstistung, Jüdischer Verein „Einheit", ,,Frauenhort"j,. Verein Israelitischer Kinderbewahranstalt, ' Kaiserin Elisabeth-Kriegstoaisenheim, Kurfürsorge Verein zur Errichtung' von Volksküchen, Verein zur Unterstützung armer ■ kranker Israeliten, Humanitärer Unterstützungsverein der Kolomeaer und Umgebung, Wien. Weib siche Fürsorge, Verband von Wohlfahrtsvereinen, Unterstühungsverein „Eines Wefchulaum", Mädchen- Unterstützungsverein, 9. Bezirk. Seegässe 16. Verein „Kurfürsorge".

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