Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 29 (26.7.1918)
- Date
- 1918-07-26
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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Dr. Swttz ü Wochen-jArrfl S«N» 471 Kt. 29 Wanderer unte'r Waffen stehen, sämtlkche Führer darunter, so haben die Führerinnen und jungen Wanderer weiter geschaffen. Waq mich aber in Ihrem' Artikel freut,?st der Schritt, zur Jugend zu kommen und ihr Vertrauen zu finden. Herr Doktor, Sie müssen es mir glauben, vor 10 Jahren haben w i r als Gymnasiasten den Kamps für „unsere Feste" in der Schule führen müssen, um wenigstens daheim bleiben zu dürfen. Ich weiß, das Gesetz war auch damals für uns, aber (ein TeU der Lehrer war und ist auch heute leider noch zju (.enis-rgielys ,(mmj den guten Willen wenigstens anzunehmen). Dies macht es begreiflich. daß -hier und dort die Jugend gerade denen gegenüber mißtrauisch wird, die offiziellsich für sie interessierensollten. Ich -bin aufrichtig und kann freudig kochstatioren, daß di: Verhältnisse 'ich bessern; ist es doch mdhr als genug, w^nn heute die Lebre r wie. Dc. K., Prof. K. >i. a. uns ihre Söhne anvertraut haben noch dazu im Krieg, wo wir sicherlich nicht all dvs zu leisten und zu bieten imstande waren,- tvßr wir es in fried rcheren Zeiten, gewesen wären, wenn wir daheim milgearbeitet hätten. Ich habe nicht das Recht, im Namen meiner Bundesbrüder zu sprechen, aber ich glaube, wir werden Ihre geschätzte Kraft für uns bitten, nicht bloß zur „Festesfreude", sondern auch zur werktätigen ,,Alltagsarbeit" für unseren Volksstamm. Der Zusammenschluß aller ehrlich Gesinnten ist Heute um vieles notwendiger denn je, dessen sind wir uns"draußen nicht weniger bewußt als etwa i.n Hinterland. Vor wenigen Tagen erst begruben wir einen armen Judenjungen, den dritten Sohn einer Familie, der den Heldentod fand pnd er ist nicht der erste und letztewohl, dev in treuer Pflichterfsüllung starb, und doch wnp man immer wieder,' gegen dis Juden > zu hetzen. ' ' Aus Anlaß ' eines jüdischen Festtages wurde einem Feldrabbiner der Bescheid bei einem Jnfst-Re'-t. „Es geht nicht, alle, Juden freizugeben; sie seien unentbehrlich." Wir sehnen uns nach unseren Festen und ich glaube. Sie werden mit unseren künftigen Feiern-, so Gott will, zufrieden sein. Glühende Sonnenhitze und Stimmung nach vier Jahren des Weltkrieges sind wohl die beste- Einleitung 'für den 9. Ab. Was eistst zerstört, warum sollte >e§ nicht wieder werden? Wenn erst die Jugend wieder Vertrauen gefunden haben wird zu denen, die es ehrlich Meinen, werden wir mit doppelter Kraft weiterwirken. Verzeihen Sie nochmals meine Freiheit, Ihnen aus der Stimmung des 9. Ab heraus meine FkeuIdÄ über Ihre Bereitschaftserklärung geäußert zu haben. In treuer Ergebenheit mit Schalom Ihr M. U. C. Juda K l a b e r, Führer in Blau-Weiß, Wien. Soeben erschienen: - j „Moriah." Monatsschrift der jüdischen Jugend. 13. Jahrgang. Wien-Lemberg, Juni 1918. Heft 9; Verlag Wien, 20. Bezirk. Klosterneuburgerstraße 64/29. Inhalt: Martin Bub er: Zion und die Jugend. — Mar Rosenbusch: -Heber den zionistischen Romantismüs. — Ernest Theodor Breiter: Bar-Kocheba (Gedicht). — Julian Rätters Mann: Wohin der Weg? —-- Eliezer Rieger: Die Wiedergeburt der Kraft. — Jsachar Reiß: Heber die Schomrim-Bewegung. — Wilhelm B er k e lh a m in er: fteber das Programm der jüdischen Jugendbewegung. — Rundschau. Z, E.: Der erste Jugendtag 'der jüdischen Jugend in Oesterreich. — Wadyas: Auf der Brandstätte. — -L e i b e l: Nathan Birnbaums neues Credo. — Dr. I. >F.: Kneseth. Bibliographie. — Neue Bücher. — Als Beilage: ...Haschomer", Heft 8, in polnischer und hebräischer Sprache, i „Neue Jüdische Monatshefte." Zeitschrift für Politik, Wirtschaft und Literatur in Ost und West, s Erscheint zweimal im Monat unter Mitwirkung von Alexander Eliasberg. Dr. Adolf Friedemann, ^h- Justizrat Dr. Eugen Fuchs, Prof. Dr.! Franz Oppenheimer. Mitbegründet von Hermann Cohen. 2. Jahrgang. - Heft 18. 25- Juni 1918. Verlag der Neuen jüdischen ^Monatshefte, Berlin- München. Inhalt: L. R.: „Gleichberechtigung" in Rumänien f— Dr. Abraham Schlesinger: Der Zionismus und >die mefsianische Sendung des -Judentums. — Albrecht Hellmann: Montaigne, ein jüdischer Denker. — Dr'. Hugo 'Bergmann: Das gelobte Land. — Umschau. — Literaturblatt.!— Bücherschau (Es ist ein Licht ... Skizzen von Reinhold Braun. (Heft 2 der „Charakterbilder aus dem dem deutschen Volke".) Bad Nassau (Lahn) 1918. Zentralstelle zur Verbreitung guter deutscher Literatur. Preis IM. - Ktreflraste« Loinger im Haag.- Unser Chefredakteur reist Ende nächster Woche nach Stockholni. Adresse: „Dr. Bloch, post restante". Hrntmanu in Sch. Manuskripte Neumann in Konstantinopel nicht verwendet. Sie erliegen in unserer Redaktion zu Ihrer Verfügung. H. K. Äad Nauheim. Unser Mitarbeiter Herr Jakob Krausz wird Anfang nächster Woche von seinem Urlaub eintreffen und Ihre Anfrage beantworten. L. S. Der neue Generalintendant 'Freiherr v. Andrian ist der Sohn des bekannten österreichischen 'Montanisten und Anthropologen Ferdinand Freiherrn v. AndriamWerburg aus dessen Ehe mit Cäcilie, geb. Meyerbeer, der jüngeren Tochter des berühmten Komponisten. Das ist wiederum ein Schmerz für die Rassen-- schnüffler. Statistik. In den Vereinigten Staaten: von Nordamerika befinden sich nach dem jüdischen Jahrbuch von 1917 über 3 Millionen Juden somit 3 Prozent der allgemeinen Bevölkerung. Die, jüdische Gemeinde in Newyork zählt 1,135.000 Seelen, in Chicago' wohnen 250.000 und in Philadelphia 14,5.000 Seelen. L. B. Die Mitteilung stimmt, denn auch „Nowy Dzienniü" meldet, daß vor mehreren Tagen'der Chef des Generalstabes beim Oberkommando Ost General Hoffmann, welcher beim Brest- Litowsker Friedensvertrag eine hervorragende Rolle -gespielt hat, die Feier seiner silbernen Hochzeit beging. Seine Frau ist eine-geborene Stern, eine Jüdin. General Hofsmann wurde seinerzeit von der „Ostdeutschen Rundschau" hoch gefeiert. ' Von der schmerzlichen Tatsache hatten die „Ostdeutschen" offenbar keine Kenntnis. Kjstrl Rijtter von MorawMfchpWohttätigkeM; Stiftung. Zur Ausschreibung gelangender Betrag: >40.000 Kronen. Zweck der Stiftung: Gewährung von unverzinslichen innerhalb eines Jahres rückzahlbaren Darlehen in der Regel bis zu einem Höchstbetrage von 1000 Kronen. Bewerbu ngs bergchtigt sind: Bedürftige, , unterstützungswürdige Personen jüdischen Glaubens, insbesondere aus dem Kaufmanns-, Gewerbe- oder Handwerkerstande, welche zumindest drei Jahre vom Zeitpunkte des Einschreitens an zurückgerechnet» i n Wien ihren ordentlichen Wohnsitz h a b e n- und - deren ' Ansuchen von zwei nach dem Ermessen des Stiftungsamtes für gut. befundene Bürgen unterstützt wird. Letzter Tag der CMre-chungsfrist: 31. Julr 1913. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasfe 4, 2. Stock (Eiivreichungsproiokoll). Wien, 1. Juli 1918. Das Komitee der Karl Ritter v. Morawitzschen Wohltätigkeitsstistung. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden» welche in der Einreichstelle, 1. Bezirk. Seitenstettengasse 4. 2. Stock, unentgeltlich zu haben sind. i , Auskünfte werden im Stistungsamte der israelitischen Kultus- - gemeinde. 1. Bezirk. Seitenstettengasfe- 2, 2. Stock, in den Parteienverkehrsstunden zwischen 9 und 12 Uhr vormittags erteilt. Sifmlon und Fjgnny Bmg'Me Stiftung. Anzahl der Plätze: Einer iM Betrage von 625 Kronen. Tewerbungsbercchtigt sind: Arme, würdige Waisenmädchen israelitischer Konfession, welche nachguweisen in der Lage sind, daß ihnen hiedurch die Gründung einer Tristep ermöglicht wird. Verlrihungstag: 21. September 1918. GeftöchsbeÄagen: Geburtsschein, Armutszeugnis, _ Verwaisungsnachweis. Nachweis darüber, daß die Bewerberin die Begründung einer Existenz anstrebt, bezw. daß sie für den angestrebten Beruf die erforderlichen Fähigkeiten besitzt. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Juli 1918. Einreichstelle: 1. Bezirk. Seitenstettengasse 4. 2. Stock (Einreichungsprotokoll). W i e n, 1. Juli 1918. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Zur Bewerbung sind EesUchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle, 1. Bezirk. Seitenstettengasse 4, 2. Stock, unentgeltlich zu haben sind. s Dr. Alexander und Rosa BsngJchje WHfen- Sftftung. Anzahl der Plätze: Einer iM Betrage von 570 Kronen. Bewerbungsberechltigt sind: Arme verwaiste Mädchen jüdischer Konfession, welche sich iM Brautstande befinden. Verleihungstag: 21. September 1918 als dem Sterbegedachtnistage der Frau Rosa Bing.; Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Armhtiszeugnis, Verwaisungsnachweis, Sittenzeugnis, Verlobungsnachweis. Letzter Tag der (MrehhftnWsrift: 31. Juli 1918. Bewerberinnen, welche sich vor dem Derleihungstage verehelichen, verlieren jeden Anspruch auf diese Stiftung. Einreichstelle: 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4» 2. Stock (Einreichungsprotokoll). Wien, 1. Juli 1918. - - Der Vorstand der israelitischen Kultus gemeinde Wien. Zur Bewerbung sind Gesuchsbögen zu verwenden, welche in der Einreichstelle. 1. Bezirk, Seitenstettengasse 4, 2. Stock, unent- * Zeitlich zu haben sind. * (