Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 24 (21.6.1918)
- Date
- 1918-06-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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rriie 38" \i! : i=3i - 1 y - 3f s -? ¥ •i t- . rZi $ :! ¥ -; t % ‘üfl : 1 g i I; j? H:'* n Z f ■ Si . 5- - Dr. Bwch's Wochenschrift Nr. 24 so könnten dir Händler, die sehen, wie die Kunden große ^.Einkäufe für den Abend des Fastens und für den Sabbat §Mnchen, in der Befürchtung,- diese großen Einkäufe ge- ^Ahehen im Hinblick auf eine bevorstehende Hungersnot, ,'Ste Preise in die Höhe treiben. Daher mußte man. •R'pKit dem Fasten immer vor Donnerstag beginnen, ge- ' Ä^hnlich. wurd e!der Montag dafür gewählt. (Tanith 10 a.) Und schließlich wurde bestimmt, daß, wenn Hungersnot oder nur Mangel an Lebensmitteln herrscht, der rMann getrennt von -seiner Frau leben solle, 'damit keine ^Kinder erzeugt würden/die die Not des Volkes nur noch Ae.rgxößern würden (Tanith 11 a). Wenn man bedenkt^ ^daß der Bibel und dem Talmud eine zahlreiche Familie Dals ein großes jüdisches Ideal erscheint, wenn man ferner die unzähligen diesbezüglichen Ermahnungen und Beleh- ¥'rungen berücksichtigt, besonders den Ausspruch: Wer keine ^Kinder erzeugen. will,-, der vergießt Blut und vernichtet ^Hebest (2eb. 63 b),! so darf die erwähnte SestimMunß kmur so verstanden werden, daß zuM Nutzen der Allgemeinheit und zur Erhaltung.eines Volkes ein jeder einzelne fein persönliches Wohlergehen und seinaindividuellen v-Münsche und Interessen opfern Müsse. r Feidrabbrrrrr und dre k) eilige Schrift. ckMön Robb. Dr. Leo Bertisch. Deutschbrod, dz. k. u. k. Feldrabb. beim MWarkommando Leirmeritz. (Fortsetzung.) ' Die Amtstracht der Priester— hebräisch ’TD„ , das sind die Priesterkleider .hebräisch ij, .**} -^iunch! Tllp (die heiligen Kleider):—1 in ihrem Dienst Ä bestand beim gemeinen Priester aus folgenden Teilen: Tffyl.' dün^ LeibMck, 2. dem Sürteh, 3. der Kopfbedeckung ’A rtAVW *Ul *wöuib ,¥ dem -iF'd . 1. Der Leib rock — hebräisch "tl7M„ — reichte bis «S9 ^dan die Knöchel und sollte die Blöße möglichst vollständig il~ . zu de cke n, er wurde am- Halse durch Bänder zusammen-!. ^.-sö^Zogen. Der Rock war ans fester Leinwand, gezwirn- '-ipm. .Byssuch in künstlicher Anfertigung, würfelförmig, zu •ii;' ^winem Stuck gewoben. 2. Der Gürtel — hebräisch —, der nicht so Jpfeljr pm Zusammeyhalten des Leibrockes', der ohne- HHiu eng anschließen mußte, , als vielmehr als Abzeichen ^choher Würde getragen und nicht um die Lenden, son- A >^.dern um die Brust, zur Verhütung her Verunreinigung |L S durch- Schweiß, gewunden wurde. Derselbe war aus wei- Bysfus, 32 Ellen lang - und drei Finger breit, |i•*''-CÖ ~ mit Gebilden von purvurblauen, vurvorroten und kar- ^'znesürrvten Fäden durchwirkt, und wurde nur während f“ Dienstes getragen, wo man ihn über die Schulter I 3. Die Kopfbedeckung, hohe Mütze, deren "^Form im Geseh nichst angegeben ist. Nach der Stämm- A^,^Kcheutrmg des' hebräischen Namens vermutet man sie SPr^an. der Gestalt eines umgestürzten Blumenkelches und (sie unterscheidet sich von der des Hohenpriesters die „Bund" heißt. Nach- Josevhus bestand dieselbe j** Stücken, einer -dicken Binde nach dem Tal- ^^Mmud -16 Ellen lang — uckd einer haubenartigen Mütze. A»» 4. Das Hüftlleid aus gezwirntem Bysfus, von der Herzgeaend bis zu den. Knien reichend, das mit. , - Bändern zum Anzieh en versehen war. Nach Josevhus reich-te dasselbe nur bis zu den Hüften und über die Hinterbacken und Schamteile. Die Fuße , waren unbe- Sfeiict. . ' * ■ ' Zur Mntstiacht des HoheUpri esters gehörten, außer diesen Vier Stücken, noch' 1. das Oberkleid, 2. das Evhod, 3. das Brustschild urch 4. das Diadem. Diese . Gegen-, stäs'.de nannte man wegen des vielen Goldes an ihnen „goldene Kleider", hebräisch "2,1t dagegen rrannte man die. anderen vier Kleidungsstücke, die er mir den übrigen Priestern gemein hatte, „weiße Kleider", hebräisch "pb HÄ; . 1. Das Oberlleid "b'VÜ„ wurde über den gewöhnlichen Priesterlleidern getragen, und zwar ans zwölffach gewobenem, purpürblauem Byffus, gleich! in einem Stücke angefertigt, mit einem Kragen oben am Halse, ohne Aermel, so daß.die weißen Aermel des Unterkleidjes gesehen wurden. Am unteren. Saume war ein Gehänge, an dem Granatapfel, aus Baumwolle zu sehen waren. 2. Ueber dies es Oberkleid kam das Evhod, Schulrerkleid,. hebräische nisrr,,. . / 3. An dem Evhod War vorne durch Kettchen und Bänder das „Brustschlld", hebräisch "ILOVVN sVlN«, das Schild des? Rechtes!, mit dem „Urim" und „Thumim" befestigt. Seiner Gestalt und' Beschaffenheit nach bestand es aus zwei Blätter dse durch einen Gürtel, hebräisch "2VN„, zusammen" ehalten wurden und so ein Ganzes bildeten. Dieselben -waren Mus gezwirntem Byffus! verfertigt, mit Goldfäden und reichen Verzierungen in Hiazynth-, Kokus- und Purpurfarben durchs- .wirkt. Auf den Achseln zu beiden Seiten befanden sich zwei Onyxsteine, von decken jeder die Namen der sechs Stämme -Israels auf sich! eingegraben, trug. Die- Steine, waren, durch Spangen gefügt, verbunden. Der Gürtel hielt unterhalb der Brust beide Teile des Evhod ßusammen. Gleich ihm an Stoff und Bearbeitung 'war vorne auf der Brust das viereckige Brustschild, ßas nach oben an den' Achselspangen..des Evhod durch zwei aus Ringen bestehende . Kettchen s von reinem Goldverbunden war: ebenso wurde dasselbe nach unten 'von der aus zwei Ringen laufenden Hiazynthenschnur zusammen- .gefügt. ,Die Vorderseite des Brustschiildes trug, szwölf verschiedene Steine in vier Reihen zu drei Steinen mit Len Namen der zwölf Stämme Israels. In der oben offenen Seite desseDen befanden sich die j,Urim" und, „Thumim", die dem Hohenpriester auf die ihm vorgelegten Fragen durch Zeichen die Antwort andeuteten, indem ein wunderbares Aufleuchten der . zwölf Steine die Bejahung einer Frage bedeutet haben soll.6); v 4. Die KoWedeckung, die hier zum Unterschiedewon der des gemeineniPriesteps „MiWeMth" heißt, war aus Bysfus, 16 Ellen lang, worüber nach Josephus ein haubenartiger Hut mit einer dreifachen Krone kam, woraus ~ abldene Knöpfe gleich Pflanzenknosven strahlten, eine Angabe, die sich auch im Talmud findet. Voran war das Diadem, das. goldene Stirnblech, "hebräisch zwei Finger breit, mit der Anffchrist"N^ „Heilig dem Ewigen", das mittelst Schnüren befestigt und oben mit.dem Hut verbunden wurde. - ■ ■ . Nachdem Talmud sollten die Priesterkleider, gleich den Opfern, das Werk der Sühne bewirken: der Leibrock dieses! Mordesp das Hüftkteid die der Unzucht, die Kopfbedeckung die des Hochmutes!, der Gurt die der sündbaften Herzensrenunaen "ibn das Schild' die des .Rechtes!, das 'Brustschild die der Rechtsverletzungen, der Erhob die des Götzeudieustes, das Oberkleid die der Verleumdung und endlich das Stirnblech die der Frechheit. (Siehe Hamburger und Benzinger.) . Nun gelangen wir -zu - der oben erwälmren "tfn^öV ' ialmudifchen Meinungsversch-ebmhnt zurück, nämlich bezüglich des! alten "Nvnbv MVv„, d. i. welche Stellung h „Urim^ imd ,-Thurn'm", hebr. „Erleuchtunci und Entscheidung, griechisch 8HX(üg^ TCoä 'vXrfieia, Offenbarung und Wahrhelt oder: / qmio\ioi'ßod TelscwcretS, Beleuchtung und Vollendung; lateinisch: lloctrine at. voritas. Lebre und Wahrheit. Heilige Kleinodien d^s Priesterschmncke-?, die iY der T-glie des Brn'stschildes lagen.