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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-06-14 · 23 (14.6.1918) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
23 (14.6.1918)
Date
1918-06-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Seite 365 Nr, 23! M. -BW's- WoHenWrift wie der von demselben unterstützten notleidenden jüdischen Bevölkerung der vÄupierten-Gebiete den Dank ausgedrückt hot. Außer den zahlreichen, durch die vier Hauptkomitees in Lublin, Radow, Kielce und Piotrkow subventionierten Gemeinden in Polen erhielten in Wolhynien die Gemeinden ÄVladimir-Wolynsk.- Kowel. Ustilug, Maciejyw u.. .a. monatliche Unterstützungen. Nach -Rumänienwurden durch das Zentralkomitee in Bukarest' insgesamt 178.000 Zronen, näch S e r bien 22.000 Kronen gesandt. Die Hilfsaktion in Palästina wurde, nachdem die Allianz Anfang 1917 aus eigenen Mitteln 23.000 Kronen für Jaffa, Jerusalem und - Saffed bewilligt Hatte, im Verein mit dem Verbände der israelitischen. Humaniiätsvereine „B'nai B'rith", dem Vorstände der Israelitischen Kultusgeinemde in Wien und dem Erekutioko'mitee der Zionisten Weitergeleitet. Die Gelder der gemeinsamen Aktion wurden beim Bankhause S. M. von Rothschild verwaltet. Es waren bis April d. -I. >85.771 Kronen eingegangen. 38.290 Franken wurden nach Damaskus zur Unterstützung der Evakuierten in Nordpalästina gesandt. . Nach-Konstantinopel wurden zur Unterstützung an notleidende Juden in tückischen Gemeinden 10.000 Kronen überwiesen. Aus einer eingehenden Darstellung der BeMuHungen für d i e b ü r g e r l ich e u n d p o l i t i s ch e G le ich ste l l u n g der -Iuden in Rumänien-geht hervor, datz der Vorstand der Allianz selbständig und im Verein Mit dem.-„Oesterreichischen Zentralkomitee" wiederholt anläßlich der Friedensverhandlungen sich mit Denkschriften an den Minister des Aeutzern wegen Sicherung der uneingeschränkten Emanzipation der Juden gewandt hat. Es wird feierlich Verwahrung eingelegt gegen die D ü r ft i gkeit der Konzessionen, welche den Aesiegten,rumänischen Machthabern durch die siegreichen Zentralmächte im Friedensvertra(tz mit Bezug auf d i e I u d e n . a b g e r u n g e n w u r d e n. insbesondere dagegen, daß. statt einer endgültigen Abschaffung derrumänischen Fiktion. Wonach die. Juden /.Fremde" im Lande seien,-der Vertrag nur einzelnen Kategorien aütz Grund besonderer, von rumänischen Instanzen zu prüfender Nachweise das Bürgerrecht in Aussicht stellt. Aus einer in Jassy im Dezember 1917 erschienenen, offenbar von der Regierung 'in Jassy inspirierten Broschüre wird mitgeteilt, wie die rumänische Regierung nach ihrer bekannten Methode -die Freunde der Juden in Westeuropa und in Amerika durch Drohungen einzuschüchtern und die .Juden selbst politisch zu 'diskreditieren sucht. In jener (zur Zeit der -Verbindung Rumäniens «mit der Entente veröffentlichten) Broschüre wird vor dem „Feldzug" gugunsteu '^r.Mden,Mer-.HHlwd^haxaüMewayrtzLmtzs.die rumänischen--Juden ' in--engen wirtschaftlichen Verbindungen mit den „Austro-Gerinanen" stehen. „Sie bilden vecht eigentlich das depjtschfreundliche Elenv-ent im Lande" und sollen „mit dem Eindringling in so auffallender Weise paktiert und ihre deutschfreundlichen .Gefühle fvweii; getrieben haben, daß ihre Haltung direkt den Gharakter der KoMplizität mit dem Feindegegen die rumänische Bevölkerung angenommen" hätte. Der Bericht schildert auch die jüngsten Erzesse gegen die Juden in. Galizien und teilt Mit, datz Präsident Dr. Alfred Stern namens der Allianz in dieser Angelegenheit beim Minister des iJnnern Grafen Toggenburg interveniert hat. An einer Sammlung zugunsten der Hinterbliebenen des durch die Mißhandlungen bei den.Erzessen in Krakau uMs Leben gekommenen Petachia Meller hat sich die Israelitische Allianz mit 1000 Kronen beteiligt. Aus den Mitteilungen über das > VerernSvermögen und die Verwaltung geht hervor, datz dem Stanmrfonds int verflossenen Jahre Legate nach Dr. Karl Elsaß in Ej'fekten 60.000 Kronen, nach Hermann von Back-Begavar 10.000 Kronen, nach Professor Dr. Josef Pollals 3000 Kronen, Nach Cdmund Kann 5000 Kronen, ferner ein Stisterbeiträg von.Herrn Bernhard Goldstern 4000 Kronen und Gründerbeiträge von den Herren Karl Rosenmänn und Eugen Quittner je 1000 Kronen zugegangen sind. 376 Mitglieder sind neu beigetreten und 225 frühere Mitglieder haben ihre Jahresbeiträge um 1917 Kronen erhöht. -In Przemysl sind deM.Verein -infolge einer von Herrn Dr. »I. Glanz entfalteten Propaganda 81 neue Mitglieder mit einem Gesämtbeitrag von 1172 Kronen beigetreten. Kaiserin MfaMth-Mim Wr KrieMbgifen, Lehrmädchen - und Wtzeiterinnen. Vor einigen Tagen fand Ne diesjährige GeneralversanrMlung des Kaiserin Elisabeth-Heims fstr Kriegs- Waisen, Lehrmädchen'und ..Ärbortermnen unter dem! Borsitze'- seines Präsidenten kais. Rates iDr. S. Krüger statt. Zu derselben hatte , sich Nne - stattliche Zahl von Vereinsmitgliedern und Ehrengästen eingesunden, unter letzleren in Vertretung des ft k. Ministeriums für soziale Fürsorge Herr k. k.. Minifterialsekretär Dr. Emannel Schamiel, des Kriegsfürsorgeamtes Herr k. u. k. Oberst Iudex, der Kriegssürsorgestelle Herr Doktor Plant, der israelitischen Kultusgemeinde Herr Kultusvorsteher S. Brvd, ferner für die n.-ö. Handeksun-d Grwerb'ekamMer Herr kais. Rat Artur Lemberge rA für das Gremium! der wiener; Kaufmannschaft Herr fcttf. Rat Karl Be r e c z, für die Zentralfürsorgestelle für Kriegsflüchtlinge Herr Armenrat Lemberster, für den.Elternverein „Pestalozzi" Frau Laura Schapira, für den Kaiser Franz! Josef-Jubiläumsverein Frau Marie Steiner, für den Brigittenaner Frauenverein Frau Präsidentin Dr. Weist, für den Mädchen-Un terstütznngsv er ein Frau Feinberg u. V. a, Mach Eröfftmng der Versammlung und Begrüßung der Erschienenen durch den Präsidenten erstattete die - Schriftführerin des'Vereines Frau Lina W en st unter .; Hinweis auf den 20 jährigen Bestand des Kaiserin Elisabeth-Hermes für Kriegswaisen, Lehrmädchen und Ar- ' Veiterinnen einen .ausführlichen chronologischen Bericht . über die Vereinstätigkeit Mährend der abgelaufenen 'Man-» / zig Jahre, hiebei insbesondere die allmähliche Entwicklung Ns Vereines und der während der abgelaufenen' . Jahre erhielten bedeutenden Erfolge auf dem Gebiete der I mg e n dfü r's o r st e besprechend. Aus diesen mit lautem, anhaltendem Beifall aufgenomMenen Ausfüh- . rungen wollen wir nur hervorheben, düst der Verein seit seinem Bestände für Zwecke der Jugendfürsorge den Betrag von K. 899.818.45 verausgabt hat, eine Summe, welche wohl am deutlichsterr für die austerordentlich soziakcharitative Tätigkeit des Vereines spricht. Anschließend an die Ausführungen der Schriftführerin, erstattete der Kassaverwalter Herr Emil Bardach einen mit lebhaftem Beifall entaegengenommenen Bericht über die Kassagebarung des Vereines während der .abgelaufenen zwei Vereinsiah re, wobei er mit be- . sonderer-Befriedigung auf das stete Anwachsen der Zahl der Vereinsmitglieder und der dem Vereine reichlich Zufließenden Spenden Hinweisen konnte. Anschließend an den Bericht des Kassaverwalters beantragte der Revisor' Herr Gustav Planer, dem - Vorstände für seine Tätigkeit dos Absolntorium zu er-? teilen, welchem Anträge einhellig ZugeUmMt wurde. ' Bei den hierauf voraenoMmenen Neuwahlen würde auf Antrag Ns Herrn ArMenrates L e Mberge r der gesamte bisherige Vorstand in Anerkennung.seiner Tätig-- . keit durch Zuruf wiedergewählt. Herr kais. Rat Dr. Krüger dankte namens des Vorstandes der Versammlung für das demselben entstegengebrachte Vertrauen und sprach auch den Vereinsfnnktionären für ihre rastlose Tätigkeit seinen Dank ans. . Herr Kultusvorsteher S. Br od versicherte den Verein der lebhaftesten Sympathie .des KüttuIvorstandes und der werktätigsten Förderung der Vereinsbestrebüngen durch denselben und dankte dem Präsidenten und deM Vorstände für deren unermüdliche Arbeit auf dem! Ge-; biete der Jugendfürsorge. Der Präsident kais. Rat Dr. Krüger dankte dem Kultusvorsteher und allen Freunden und Förderern des Vereines für ihr dem Vereine bisher entgegengebrachtes Interesse, bat, dasselbe dem Vereine auch weiterhin zu bewahren, und schloß mit einem begeistert aufgenomMenen Hoch auf Seine Majestät den Kaiser die .Generalversammlung. Zu ihrem' großen Bedauern müßte die Versammlung ans den angekündigiten Vortrag Sr. Ehrw. Herrn Dr. Grnnwald Wer „Erziehungsfragen" verzichten, da Se. Ehrwürden unerwarteterweise an diesem Tage beruflich von Wien abwesend war. - Mach der Generalsersammlung fand im Turnsaale des Hermes ein von den Vereinsschützlingen exakt ausgeführtes Sch an turnen statt. - .ß Mräig unserer Mer unä Lrüäer!m Felde zeichnen wir die 8. Kriegsanleihe

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