Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 22 (7.6.1918)
- Date
- 1918-06-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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&m m Dr. BtoW'S WochrnsArM •-*»< 22 hLÜes.schuf, Leider aber nicht, vollendete, bxfmdet sich im Besitze -d^-'-Höf<uÄ>-' .GerichG'adMrten Dr^ ViÄor Mo sen-f-ekD, em^?>MgeMreündes. GottlieM. Weitere Ideen-des Malers' hat der Tod zunichte gemacht. Zu Lebzeiten war 'Gottli ev wohl recht geschätzt aber nur der Kreis'seiner nächsten Bekannten und Freunde wußte sein Talent voll zu werten. Ja es gelang ihm nicht einmal, die materielle Anerkennung seiner MnWerischen Leistungen zu erreichen; und als der geschäftliche Zusammenbruch seines Vaters eintrat. sah er sich gezwungen, nach einem unbeträchtlichen Darlehen zusuchen, er, dessen Bild man heute zu Hunderttausenden twv Kronen angekauft hat.. MlMvorstand Eumnuel GrmüvaD (gest. 2. Juni 1918). - „An dieser Stelle schreiben Sie mir einmal meinen Rachruf," sagte mir vor wenigen Monaten im stillen Früden seines aaMchen Heimes der scheinbar kerngesunde teure Entschlafene. In Ehrung. dieses Wunsches trete ich an die Stelle berufene rer Flödern. G r üm - watd hinterläßt^ eine unersetzliche Lucke im Kultus- Vorstand, dem er seit der- Vereinigung der Floridsdorfer mit der Großgemeinde angehörte, in dem er im FriedbvfÄmrte, im Arnrenamte und als treuer Freund der Beamtenschaft wirkte. Die Mazzothversorgnna oblag ihm als Fachmann, und hier hat er, trotz Angriffen innerhalb' und außerhalb der Gemeinde,'im .Kriege das Unglaublichste glaubhaft gemacht, freilich haben die Aufregungen des letzten Frühiahres seine Gesundheit volt- Ärmmen untergraben. Diesem konservativen, guten Juden öffnete seine Jovialität bei den Behörden ebenso Tür und Tor, wie. seinerzeit als ftmgeir Lchrling der Ireßburger Firvra Pavvenheim an die er sich stets mit dankbarer Verehrung zu- MckevÄMÄe'' — Wr" 'Mvä^iMeh. "MAs- Wlöffer? Auf Anraten di eser Klientel gründete er in jungen fahren in jenem Floridsdorf, in dein er als ältester Sohn eines braven Kaüsnrannes oeboreu war, seftr Getreideoeschäft: an seiner Sei^e wirkten, betreu den Traditionen ihrer Mutter, gleich unermüdlich im Geschäfte wie als Engel der Armen, seine Gattin Henr&ttc/ geborene Tanstky. die ae ^erwärtige Präs identin des von Frau Dr. Bloch gegründeten FloridMorser Fräueüvereines, und die ante Haussee. Fräulein Thevese Schnabel. Dringendes Erfassen einer Situation, iürerM'Wlicher Fleiß und woblgelunaene Strategie in W DurchMvrntz waren Gr unwald im eigenen Geschähe ebenso zu eigen, wie als Kultusvorstand von Floridsdorf; die Errichtung eines. Gemeindehauses, eines BeÄ-Hcnmdrasch, die V er einimm g dieser kleinen Gemeinden ist haiwtiachlich sein Werk; rührend war seine SoE um die v'olnvchen Flüchtlinge, die er nach Floridsdorf zog, mH seine Tätigkeit in der Heimstätte Wr verlassene Kinder, die er in seine Nähe, nach Floridsdorf, übersiedeln wollte: fteiwillig - trat er' als Förderer in die „Weibliche - Fürsorge, um die Kartoffelaktion der Frau Dr. Grunwald.zu unterstützen. Das Wort „Gesälligkeit" Wüte für Grünwald erkunden werden solle ', denn unermüdlich War er in Aufmerksamkeiten, w-e e' seme kostbare Eaüivage ganz Är den Dienst der Wabl- Wigkeit, so - B? "für ÄMlenkrknkenbesuche? memes -Vo- Lers/gestellt Als Juden zeigte ihn sein-B'ldungstri^ .und die Art, wie der Kinderlose in aufotzserndste" Werke sich der Familie seiner Frau und seiner eiaeinen annabw. — Ein endloser Zua folgte dem Entschlafene" züm Floridsdorfer Friedhofe: Kantor M a r g u l i e s ve'^ richtete die Traneraesänae. Rabb'"er Br. R o fte n m a n hiÄt die Gedenkrede, Vräsident Dr. Alfred S t e r n nahm in formvollendeter Rede für die Kultusgeme'mde, MedizinalraL Dr. Sam u-e ly M. den Verein „Eintracht" mtb _ fürdie Heimstätte Abschied, deren 'Zöglinge bw deutsches Wschiedslied sangen. Unter den Anwesenden bemerkte .man Vizevväsident? Hoftat R a p pap o r t> Landesschulrat Dr. Markus Spitze r, Dr. Wilhelm Papden he im, Karl F r e u n d, S. Br vH .Erster Sekretär Dr. Adler, Amtsleiter Krauß und!Frei st a d tl, Präsident Karl Le m b e r g e r, Dr. Lö w y (Zentralstelke), Reg ine Ulm an n und. Frau. D-r. Gr unwald (^Weibliche Fürsorge"),Helene Stein („Kurfürsorge"), Berta Don reich und Regine Muh (F euchtwang-Aonds); Henriette Schwarz (Leopoldstädter Frauenverein) und fast sämtliche Beamten und Beamtinnen der Kultusgemeinde. - Clotilde Benedikt. Die „Norddeutsche Allgem. Zeitung" zum rumämscheu Friedensvertrag. Die „Norddeutsche Allgem eine Zeitung" briugt-einen Artikel >,VölkerLesreier", aus dem folgender Passus h-'er wiederaegeben zu werdenverdient: / And als Befreier haben die Heere - und die Diplomatieder Mittelmächte auch in Rumänien -gewMt. Der Artikel 44 .des Berliner Vertrages vom Jahre 1878. der die .Unterschrift, des Fürsten Bismarck trägt, wird nunmehr eine - Wahrheit werden. Der bezeichnete Artikel brachte der Gesamtheit der Bevölkerung Rumäniens ohne Unterschied der Konfession die politische' und rechtliche Gleichstellung in jeder .Beziehung. Diese Gleichheit Ist leider niemals zur .Durchführung gelangt, und insbesondere die Juden in Rumänien haben-niemals die politischen Bürgerrechte erlangt? Sie wurden wirtschaftlich überdies schwer benachteiligt sind auch ihr Schulwesen. wurde bedauerlicherweise in enge Fesselst geschlagen. Jetzt, wo es »Deutschland und den Mittelmächten möglich ist. auf die Durchführung des Artikels 44 des Berliner -Vertrages zu dringen, ist >dies nicht versäumt worden.' Deutschland wird daraus hätten, dah die? Bestimmungen des Artikels in vollem Umfange zur Durchführung. gelangen. Ein Vertrag, der Deutschlands Unterschrift trägt, soll nicht ein toter Buchstabe sein, und jene Entwicklung, der wir damit die Wege ebnen, wird, nicht allem ein Segenfür die '■> rumänifchen-^Juden fern, sondern' zugleich ^-sür den 'ruwLiüMn Staat,' der - Ältere aufreizende 'Kampfe -somit-' jb endigt und Bevö.kkerhngss'chichten für die Mitarbeit am Wiederaufbau des .Staates gewinnt, die sich als Soldaten im Dienste des runlänischrn Staates bewahrt haben, obgleich dieser Staat ihnen ein gütiges Vaterland( das sie mit ihrem Blute verteidigten, - nicht gewesen ist. Wenn jetzt Numänien in neue Bahnen, einlenkt so wird das dem Staate und der Gesamtheit seiner Bewohner zweifellos nutzbringend sein. ' Die Taten deutscher Heere und deutscher Politik die sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meere dokumentieren, bedeuten die Befreiung von Millionen von.Menschen aus drückeUdcn Fesseln. Sir bedeuten die Renaissance im eigentlichsten Sinne des Wortes, die Wiederauferstehung von Nationen,. die vielfach alle nationalen Wünsche für berechenbare Jeit glaubten begraben zu nulssen. Dieses Programm, das in Taten verwirklicht ist,'stellen wir jen?iu Programm der Entente für eine Völkerbeglückung entgegen. das bisher-in nichts als in Warten bestanden.hat und das. wenn man auf- Aegypten und Indien blickt, zweifellos hestimnv ist eine Lüge zu bleiben: die Irländer selbst sind wenigstens der Ansicht oatz sie von den englischen Versprechungen gleichsalis nichts zu-erwarten haben. _L_ : Ungarischer Jsr. HaMverN- und AcherbchrErem.'' Der unter dem Präsidium' hes .Barons Dr. Adolf Kohner stehende Verein gibt jetzt feinen Jahresbericht für 1917 heraus, der .einen guten Uäherblick über «hie ' segensrcichr Tätigkeit des ' Vereines gestaltet.' Dieser hat im verftossenrn Jahre-seiner Bestimmung aus bedürftigew^israelilischen sKindern tüchtige, gutgeschulte, ^beitsanie Handwerker und.'Landwirte, -zu erziehen, ia erhöhtem Matze entsprochrn: insbesondere erstreckte sich,-seine Fürsorge auch auf die Kriegswaisen. Ti: -Schützlinge wurden teils als Lehrlinge bei Haildwercern oder -ingewerblichen Fachschulen., teils als -Land-- wirtschaftszöglinge in der cigensn .Gärtnerschule des Vereines und in staatlichen Ackerbauschülen untergebrächt. Es haben sich im Laufe des. vergangenen Jahres? manche gewesene " Schützlinge, trotz der enormen Schwierig>?eiten. selbständig gemacht. Die rege Tätigkeit des ^Vereines 'beleuchten folgende DatenIm Jahre .1917 betrug die .Zahl der unter dem Schutz: des Vereines, stehenden Gewerbelehrlinge- 192 tgegen 176 '.im Jahre 1916). der Stipen.- disten in den .gewerblichen Fachschlulen 31- (26). darunter drei weiblichen Geschlechtes^ .der Zöglinge - der - GSrtnerausbildungsanlage 33 '(30), deä. .Ackerbauschüler -17 (14). Es wäre erwünscht gewesen^ alle GÄoerbelehrlmge äw eigenen Heim des Derernes Unterbringen M .Uinäen^ ihnen ausreichende und nahrhafte Verköstigung zuteil werden zu lassen.' Leider mutzte wegen Raum-