Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 21 (31.5.1918)
- Date
- 1918-05-31
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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fct. 21 Dr. Bisch'4 Wochenschrift Seite 333 gegen Bübers Und Wynekens Einfluß in der jüdischen Jngeirdbewegüng. Beim Schlußwort wandte Dr. B e r nfeld sich gegen die Art der Polemik des Herrn M a rgnlies. Er bemühte sichnoch einmal kurz seinen grundsätzlichen Stand» unkt klarzule.gen und verständlich zu machen, wie irr ihm keinerlei Gefahr für Vre Entrvicklung der jüdischen ^.Jugendbewegung, ja kaum .ein wesentkrcher Unterschied.zrr den Meinungerr einer gro- |eit 'Anzahl sehr bemerkenswerter Jugendgruppen des Östetts bestehe. Montag darr 20. Mai vereinigte sich die Jugend bei klarstem Frühlingswetter auf der Gießhübler Heide irr der Nähe. Mödlings und bot in den mannigfaltigen Gruppen der Schomrim, die ihre-,Zelte ausgeschlagen Hütten und Geländespiele arrfführten, der Blau-Weißen, die jüdische Lieder sangen, und der riesigen Schar der anderen Gruppen, die in bunten Reihen cm den Hängen saßen, plauderten und spielten, ein wahrhaft festliches Bild. In der späten Nach mir tagsfitz ung tarnen die Delegierten von ihrer Konferenz.' Bernfeld könne der Menge die erfreuende Mitteilung machen, daß zu Mittag einstimmig alle Jugend gruvpen sich zu einem Verband der jüdischen Jugend Sesterreichs zusammengeschlossen hätten und daß als' vorläufige geschästssührende Leitung - einstimmig gewählt worden seren: Dr. B e r n fe td.M'O 5k r e n, Dr. K r ä nt c r, Dr. ..T i s ch, Artur. E ng l a n - d e r, Dr: Baron, S. H o r o rv i tz und K o r e tz. In kaunr enden wollenden Hebärufen bekundete die Jugend ihr Einverständnis mit den Beschlüssen ihrer Delegierter?. In einer ergreifenden Ansprache drückte Dr. B u be r seine Freude über das schöne Bild der Einheit der jüdischen Jugend, wie es sich lebhaft vor aller Augen darstellte, aus, die, verbunden im Willerr zum neuen jüdischen Menschen, zur neuen jüdischen Jugend, zur Er- Neuerungbes.. .Judentums,- alle Scheingegensätze, wie Oft llndWest und Intellekt und Körper, wahrhaft überwinden müsse. Der Geist, von dem er'spreche, der jüdische Geist, sei die untrennbare Einheit von Intellekt, Gefühl und Körper. Mit den: klaren Empfinden, daß trotz aller Unzulänglichkeiten, trotz aller Gegensätze icnd Schwierigkeiten in diesen drei Tagen etwas dauernd Fruchtbares und Verbindendes geschaffen wurde, verließen die Teilnehmer in großen Gruppen nach und nach die Heide. Der gefertigte Ausschuß der sl a. j. hat eine Saumtlung eingeleitet und bittet, alle Svenden, seien sie auch noch so unbedeutend, sowie auch Geld für Reparaturen und Neuanschafsungen an die Adresse Wien, 2. Bezirk, Malzgasse 12, Bureau de? Vereines „Einheit", Amrsstnnden 10 2 Uh", zu senden oder zwecks Abholung zu verständigen. Für den Ausschuß der V* a. j.: * JUC. David Zie r i n g, JUC. Artur S ol i rma n n. - Bereinigung Wiener Tempnrereme. Am 2. Mai d. I. traten je drei Delegierte von vierzehn Tempelver-einen, darunter die größten der Stadt, zu einer Beratung über ihre gemeinsamen Jnteres'e.r> und eine gemeinsame Organisation zusammen. Einmütig wurde erkanttt, daß die Ternoelvereine Wiens im Wiener jüdischen Gemeindetetea nicht die Stelle einnehmen, die ihnen gebührt ttnd für das Wiener Judentum selbst notwendig ist. Die Tempel vereine sollen in die Mute des jüdischen .Kultus in Wien g-stellt werden. Sie nehmen dein Wiener .Kultusvorstand eine große materielle Last jährlich ab, sie erhalten das religiöse Gewissen in den Bezirken, sie sind durch ihren vor a'lern berufen, den .Kultus und Gottesdienst in ethisch wirksamster Weise anszugestalten. Der Knliusvorstand soll diese Tätigkeit der Tempeloe reine würdigen. Diese aber werden durch ein bei dieser Tagung gewähltes Aktionskomitee dem Kulttlsvorstand Anträge zur Revision des bisherigen Gemeindestatuts unterbreiten, die im Gesetze vom 2l. März 1890 und in den tatsächlichen Verhältnissen und Nolwendigkei en begründet sind. A-le Forderungen und Wünsche müssen gleichsam wissenschaftlich fundiert sein, foiien aber mit Energie zur Verwirklichung gebracht werden. Die Tempel ver B e streb u ugeu Wiener relieine hoffen, daß -der Kultusoorstand cyre unterstützen wird-, die ein Erstarken des giösen Lebens bezwecken. Das Aktionskomitee,, welches zur Durchführung dieses Programmes gewählt wurde, besteht aus folgenden Vertretern der Temrelvereine: kais. Rat Direktor Dr. Sal. K r e n b e r g e r. 1. amtssiihrendes Mitglied: Dr. Leo Klerdersammlung für nokeidcnde Mische Hochschülcr und Hochfchülertnnen der Nen8L aeaUemiea ZuUaies. Aufruf! rt Das schon in normalen Zeiten allgemein bekannte f and au, Hof- und Gerichtsadvokat, 2. amtssührendes Mitglied: Franz Frankl, 1. Schriftführer: Dr. Josef Auerbach, Hof- und Gerichtsadvakat, 2. Schriftführer: Ignaz G l ü ck. Kassier: Moritz F e l s e n b u r g, Viktor Elend der Studenten, die sich, selbst erhalten müssen, hat durch die Begleiterscheinungen' des' Krieges eine solche (vrirrftrpn. hnfe hpr mit lieft fßfftft attae- Heim, Ludwig Medak, Moritz Müller, Jakob 2. Straßberg und Leooold Weiß als Mitglieder: Apotheker Dr. Ernst Frieds tt tt g, Hof- und Gerichisadvokat Dr. Jakob K o h u, S. S i m o n, Leorold S v i r a und Adolf Unger als Ersatzmänner. en, mehr daß der denn je auf sich selbst äuge der Hilfe edler Wohl- Verschärfttug wiesen e Student täter bedarf. - Die-älem.^a aeaäemiea s minien bietet einigen hundert jüdischen Hochschülern uird Hochschülerinnett zweimal täglich warme Mahlzeiten, so daß sie der dringendsten Nahrungssorgen enthoben sind. Auf mehr aber als die Bestreitung .seines ttotwendigsten Lebensüttterhaltes und eines, noch so bescheidenen Obdaches reicht jedoch der geringe Verdienst, den.der Student.in seinen wenigen freien Stunden unter Aufopferung der Gesundheit erwerben kann, nicht aus. Es ergeht daher an alle hochherzigen Männer ttnd Frauen, welche dieses Elend erfassen können, die in- Vergessene Spnassogen in Westtröhmen. Von vergessenen Sakralbauten in Westböhmen handelte ein Aussatz des Professors Dr. Ing. Alfred nrge. Bitte, den Studenten und Studentinnen, die doch immer nett und sauber gekleidet sein sollen und deren Kleidung durch die vollkommene Unmöglichkeit einer Neuanschaffung unbrauchbar geivorden ist, tzurch Ueberlassnng von entbehrlichen Kleidnngs- und Wäschestücken ztt Helsen. G rot he-Posen in den „Technischen Blättern", der jetz in einem Sonderabdruck vorliegt. Welchem Zufall oft die, Entdeckung historisch intereßanter alter Gotteshäuser zu verdanken ist, schildert der Verfasser anschaulich an dem Beispiel der Synagoge in Neuzedlisch: „Im Iah e 1912 zerstörte ein größerer Brand auch die Synagoge in Tachau. Die schwergeprüfte dortige Gemeinde bät mich um kostenlos? Lieferung der Baupläne für einen Neubau und Uebernahme der Bauoberleitung. Glüchze'tig sollten beim Bau die gnterhaltenen Bänke ans einer ausgelassenen benachbarten Torffynagoge Wiederoer.omdung finden. Dorffynagoge? Gab^s denn überhau Ü so etwas? Sie fei ein freistehender, gewölbte", ziemlich großer Bau, erfuhr ich. Das war mehr als Neuland. Und als. ich nach dem tvetiige .Kilometer abseits liegensä. m 3 m 7 er freue lüde zeichnet die 8