Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 17 (3.5.1918)
- Date
- 1918-05-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 268 T!r. Bloch's Wochenschrift Nr. 17 hohe wissenschaftliche Bedeutung sowie die bisherige erfolgreiche seelsorgerische Tätigkeit des Oberrabbiners Dr. Chajes hervorhoben. / . Dr. Chajeswelcher einer schon im 14. Jahrhundert bekannten jüdischen Gelehrtenfamilie entstammt, hat die Mittelschule an den: Deutschen Staatsgymnasium in Brody absolviert, wurde 1894 an der Wiener Universität zum Doktor der Philosophie promoviert und erhielt im Jahre 1898 an der. theologischen Lehranstalt . irr Wien, zu deren eminentesten Schülern er gehörte, das Rabbinerdiplom. Schon als Hochschüler hat Dr. C Hajes durch seine wissenschaftliche Tätigkeit die Aufmerksamkeit gelehrter Kreise auf sich gelenkt. Jur Jahre 1901 wurde er zum Sekretär des Orientalischer: Institutes an der Wiener Universität ernannt, erhielt 1902 eine Berrrfurrg nach Florenz, wo er aG Professor an der Universität und am Rabbinerseminar Geschichte und Bibel dozierte. Seit 1912 ist Dr. Chajes Oberrabbiner von Triest. Hier hat Oberrabbiner Dr. Chajes nicht nur eine intensive wissenschaftliche Tätigkeit entfaltet, sondern auch auf sozialem Gebiete und ganz besonders.bei Ausbruch des Krieges in der 'Kriegsfürsorge Hervorragendes geleistet. Für das hohe Vertrauen, welches Oberrabbiner Dr. Chajes sich auch! bei unseren Regierungsstellen zu erwerben gewußt hat, spricht u. a. auch die Tatsache, daß chm die Leitung der isr. Militärseelsorge in Triest anvertraut wurde. Von den bisherigen größeren Publikationen' Dr. Chajes' seien hervorgehoben: Markus-Studien, Berlin 1899; Kommentar zu den Psalmen, 2 Bände, welche 1907 in zweiter Auflage erschienen; Proverbia-Studien, Berlin, Schwetschka 1899;. . Hebr.-Kommentar zu AMos, Kiew 1907; - *. Hebr. Ausgabe von Rabbi S. beu Jathöm, Mekize Nirdamin, Berlin 1909/10. Seme „Beiträge zur nordsemitischen Onomatologie" und „Jüdische und jüdisch-indische Inschriften aus Aden" sind als Sonderberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien 1900, bezw. 1903 erschienen. Dr. Chajes ist seit vielen Jahren Herausgeber, bezw. Mitarbeiter der bedeutendsten wissenschaftlichen Zeitschriften, in welchen zahlreiche Arbeiten von ihm erschienen sind. - - Dr. Chajes ist Mitglied einer ganzen Anzahl gelehrter Gesellschaften. Ter WiedemuDau des LeopoldsWter Tempels. Denr Komitee (2. Bezirk, Tempelgasse 3) sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: XX. Spendenliste. Herr Moritz Edler von Kuffner, Wien, 16. Bezirk K. 5000.— F. G. - ' „ 300.— Herren Heinrich und Michael Sonnenfeld, Wien, 15. Bezirk „ 300.— Herr Z. Wertheimer, Wien, 6. Bezirk „ ■ 400.— Herr kaiserlicher Rat Richard Kind, Wien, 3. Bezirk „ 1000.— Herr Salomon Schwarz, Wien, 2.. Bezirk 100.— Herr Johann Lampel, Wien, 10. Bezirk „ . 100.— Herr Wolf Steinberg, Wien, 2. Bezirk „ 50.— Herr Abraham Klein, Wien, 2. Bezirk „ 50.— Herr Architekt I. Gärtner, Wien, 8. Bezirk „ 500.—7 Herr Siegmund Fischer, Wien, 2. Bezirk „ '50.— Herr Josef Heller, Wien, 2. Bezirk „ 50.— Herr Leopold Sachs' Edler von Sachsenhall, Wien, 1. Bezirk , „ 500.— Herr Josef Frankl, Wien, 1. Bezirk „ 50.— Herr Karl Schnabel, Wien, 2. Bezirk' - „ 200.— Herr Isidor' Kaufmann, Wien, 2. Bezirk „ - -50.— Herr Prof. Dr. Ä. Königstein, Wien, 1. Bez. ,,. . 100.— Herr Ignatz Fried, Wien, 2. Bezirk „ 50.— Herr Josef Skrainka, Wien, 2. Bezirk „ 100.— 0 . oOö__ Firma S. Brod & Co7, Wien, 1. Bezirk „ 200.— Herr Richard Schlesinger, P'östyen „ 100.— Herr S. Grünhut, Wien, 2. Bezirk „ 50.— Herr Fritz Herrmann, Wien, 2. Bezirk „ 100.— Herr I. Polnauer, Wien, 31. Bezirk „ 300.— Herr David Mandl, Wien, 11. Bezirk „ . 100.— Herr Edmund Justh, Wien, 2. Bezirk „ 50.— Herr Ignatz Belgrader, Wien, 3.- Bezirk „ . 50.— Herr Leopold Hirschmaun, Wien, 1. Bezirk „ 200.— Herr Ferdinand Kohn, Wien, 9. Bezirk „ 100.— Herr Josef Kowanitz, Wien, 1. Bezirk „ 300.— Herr M. A. Pollak, Wien, 1. Bezirk „ 200 — Herr Mar Spitzer, Wien, 2. Bezirk „ 500.— Herr Michael Gottlieb, Wien, 2. Bezirk „ 50.— Frau Emma Deutsch, Wien, 1. Bezirk „ 50.— Herr Leopold Franckel, Wien, 2. Bezirk „ 500.— Herr Josef Dreßler, Wien, 3. Bezirk „ . 500.— Herr Adolf Brett, Wien, 2. Bezirk „ 300.— Herr Sigmund Plaschkes, Wien, 2. Bezirk „ 300.— Herr Ludwig Weinwurm, Wien, 2. Bezirk „ 300.— Herr Julius Lustig, Wien, 2. Bezirk. ,,' 200.— Frau N. Flußmann, Wien, 2. Bezirk „ 100.— Herr Michael Taub-er, Wien, 2. Bezirk „ 200.— Herr Jakob Franckel,. Wien, 9. Bezirk „ 100.— Herr Jakob Klein, Wien, 9. Bezirk „ 100.— ~ . Herr Hermann Winkler, Wien, 2.. Bezirk „ 100.— Herr Nathan Lustig, Wien, 2. Bezirk „ 100.— Herr Felix Perker, Wien, 1. Bezirk ' „ .50.—' Frau Sofie Egger, Wien, 9. Bezirk .. „ 50.— Herr kaiserlicher Rat Koloman Prager, Wien,!. Bezirk „ 500.— Herr Ludwig Fraenkel, Wien, 4. Bezirk ,, 50.— Herr Karl Pick, Wien, 2. Bezirk „ 200.— . Herr Edmund Hacker, Wien, 7. Bezirk „ 200.— . zusammen K. 15.650.— bisher ausgewiesen „ 800.018.30 Gesamtsumwe K. 815.668.30 - Das! Echo der Krakauer Juden erzefft. Die aufregenden Vorfälle in Krakau.haben auch unter der Lemberger. jüdischen Bevölkerung Gefühle schmerzlicher Teilnahme und berechtigter Erbitterung hervorgerufen. Die Stimmung kaM gelegentlich einer am 24. April im Gebäude der Kultusgemeinde stattgefundenen Bürgerversammlung so recht zum Ausdruck. Es ist erfreulich, daß sich auf Einladung des vorbereitenden Komitees Vertreter der verschiedensten politischen Richtungen zu dieser Beratung eingefunden hatten, deren Verlaus kein Mißton störte. Unter anderen waren der stellvertretende Regierungskominissär der Stadt Dr. Schleicher und Gemeinderabbiner Dr. G u t t m a n n, die Kultusbeiräte Oberfinanzrat Dr. Gr ab scheid. und Direktor O r a n sch, ferner die Mitglieder des jüdischen Hilfskomitees anwesend. Den-Vorsitz führte Advokat Dr. Rubin S o ka l, als Schriftführer fungierte der Generalsekretär. des jüdischen Hilfskomitees R üben za hl und der Redakteur des „Lemberger Jüdischen Tageblattes"- Tennenblatzt. Letzterer erstattete auf Grund eines ausführlichen Aktenmateriales', bestehend aus Originalbriefen und Telegrammen, deren Veröffentlichung. in per Presse von der Zensur untersagt worden war, das Hauptreferat. .