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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-04-26 · 16 (26.4.1918) · page 13

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
16 (26.4.1918)
Date
1918-04-26
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Sk; 16 Dr. Blsch's Wochenschrift Seit« 2L7 Dien. 3&U 5. Mai findet eine Konferenz zur Fördexung des hebräischelr Sprachstudiums starr. Beginn Harb 10 Uhr vormittags im Holet „Continelual", II., Täborstraße 2. Unter anderen werden sprechen: Herr Dr, Baron über die hebräische Sprachbewegurrg: Herr Rosenbaum und Herr Brück: Berichte über die bisherige Arbeit in Oesterreich: Herr Kestenbaum über Methode und Kritik unserer Arbeit: Herr Dr. Abraham S o n ne: Die jüdische Jugend und die hebräische Sprache: Herr Dr.. Heinrich Gla.nz: Wege zur hebräischen Sprache in Jugendbewegung und . Schule. Karten zu. 2 Kronen, für Mitglieder der angeschlossenen Jugendgnwpen K. 1.50, im Jugendheim, II., Obere Donaustraße 91, Zion. Zenrralbüreau, II., Zirkusg. 35, und bei R. Löwir, I., RotentUrinstraße 22. Austritte aus dem Judentum. Bom 14. bis 20. April 1918. _ Dock Her'naun, Schlossergeyilfe, geb. 28. August 1888. Wien. 16. Bezirk, Thaiiästraße 115. ' - Brauner Josefi.re, geb. 13. Juli 1896, Wien. 18. Bezirk. Gentzgasse 66. Czucker Hermann^ Prioatangestellter, geb. 21. Februar <1895 Wien, 2. Bezirk, Scholz gasse 4. Tr. Durst Fetir, Zahnarzt, geb. 25. Februar 1875. Prag, 1. Bezirk, Seitzergasse 6. Eiseufädtcr Richard, Realschüler, geb. 26. März 1903. Wien. 2. Bezirk, Pratcrstratze 60. Vkge.nia.m Martin, geb. 7. September 1887, Steinau (Bezirk Breslau), 21. Bezirk, (Gebäude der Franz Zosefs-Brückeu- Sicherung. Frater Otlo, Kunftatademiker, geb. 26. Mai 1894, Wien, 20. Bezirk, Wmtergusse 5. Groß Gisela, geb. 6. November 1886, Wien. 13. Bezirk. Hieb zinger-Kcri 5. Kerl Elsa, geb. 30. Dezember 1884,. Wien, 7. Bezirk. Nindeu- . gasse 46. . Klein (Eifa; Gesellschafterin, geb. 12. Dezember 1877, Wien, 9. Bezirk, .Müllnergasse 16. Muelker Rosa, geb. 23.. März 1898, Wien. 19. Bezirk, Bi!Irokhsträße 19. Mühlberger Paula, geb. 17. November 1903, Wien. 20. Bezirk,' Ilnterbergergasse 4. Schlesinger Siegfried, Kaufmann, geb. 6. Juni '1869. Wien, 1. Bezirk, Kohmressergasse 8. Dr. Schaust Gertrude, Beamtin, geb. 7. Febrrlar 1886. Wien. 13. Bezirk, Neue Weltgasse 19. - Schmidt Katharina, geb. Kavisch, geb. 13. Dezember 1857. Wien, 13. Bezirk, Neue Wettgasse 19. Wäret Hermann, Kunstgießer, geb. 6. März 1698. Berlin. 13. Bezirk, Sgeisingerstratze 107. Budapest. Landesgerichtsrat Sogar Rosenseld aus Suczawa ist hier, wo er als k. u. k. Oberleutnantauditor tätig war, gestorben. Seine Ernennung zum Oberlandesgerichtsrat stand bevor. Rat Rosenfeld, der einer angesehenen jüdischen Familie entstammt, lvar Obmann des jüdischen Nationaloereines, langjähriger Gemeinderat und Sparkassadirektor und seinerzeit ein Anwärter auf den Bürgermeisterposten in Suczawa. Odcrberg-Bhf. Am 8. April l. I. hielt der Kultusausschklß anläßlich des Hinscheidens des Ehrenpräsidenten und langjährigen Knltusvorstchers Herrn Viktor Lustig, Privatiers in Wien, eine Trauersitzung ab. Der Vorsitzende, Herr Kültnsstellvertreter Josef Zenker, gedachte - mit warmen Worten der Verdienstvollen Tätigkeit des Verblichenen, sowohl als Mitarbeiter des ehemaligen Bet- Hausvereines, als Förderer des Tempelbanes wie auch als Gründer und Leiter der nunmehrigen Kultusgemeinde. Iw dem Dahingefchiedenen, der auch .jahrelang Bürgermeister der hierortigen politischen Gemeinde war, verliert die hiesige Knltusgemeinde einen tatkräftigen und opferfreudigen Gönner, der noch bei Lebzeiten anläßlich seines Wganges nach Wien mit einer Stiftung von 10.000 K. siir das Wohl kranker jüdischer Ortsarmer Fürsorge getragen hat. Wsetin. Am 24. März verschied in Wien im Gar nisonsspirale Herr Moritz Reiß im noch jugendlichen Alter von 38 .Jahren. Der Verblichene war ein hochachtbares Mitglied unseres Kultusvereines und erfreutesich der Sympathien aller Mitbürger wegen seines biederen und makellosen Charakters. Er bekleidete auch durch inehrere Jahre das Amt eines CHewra-Kadischa-Obiyannes uu'L verwaltete dieses Amt bis zu seiner Einrückung zum Militär. in selbstloser Weise. Wir betrauern in dem uns so früh entrissenen braven Mann einen aufri.hrigen, edlen Menschen und hingebungsvollen Freund. Am Grabe sprach Herr Religionslehrer Leooold Bl am in Abwesenheii Sr. Ehrw. Dr. Rabbinowitz Worte innigsten Mitgefüh-i les und Trauer. Friede seiner Asche! , . Wsetin. Wieder erlitt unsere kleine Gemeinde einen schweren, unersetzlichen Vertust. Unser allgemein ' verehrter Obmann, Herr Jakob Sax, erlag am 29.'März eitlem Schlaganfalle. Groß , ist unsere Trauer um diesen edlen Mann, denn er lvar sa die Seele unseres-Kulrusvereines. Durch, fast zwei Dezennien lvar er unermüdlich ' tätig für das Gedeihen imb die Erhaltung unserer Gemeinde. Rastlos tätig arbeitete er um deren Wohl in der uneigennützigsten Wei,e. Aber auch bei allen Schichten der Bevölkerung erfreute sich der Verblichene großer Beliebtheit, was sich bei dem imposanren Leichenbegängnisse zeigte. Die Spitzen der k. k. Behörden mit dem Herrn Bezirkshauptmann lvaren anwesend und eine unabsehbare Menge nahm an dem Leichenbegängnisse teil. Herr Dr. Mandl aus Nenritschein hielt dem Verewigten einen tiefgefühlten Nachruf in deutscher Sprache, worauf Herr Religionslehrer Leopold Blau in tschechischer Sprache in beredten Worten unserer aller Schmerz um den uns so jäh Enrrissenen "Ausdruck gab. Das Andenken dieses edlen Mannes bleibt uns in steter Erinnerung. Beuchen. Unter großer Beteiligung lvnrde anr 18. d. M. einer der ältesten Bürger urrserer Sradt, Herr Louis Gräupner, zu Grabe getragen. Ter Verblichene, der der Schwiegeroater des Herrn' Oberkancors Singer in Kattowitz war, erfreute sich einer ungewöhnlichen Beliebtheit; seine Familie ist eine der ältesten ttnserer Stadt und weift eine "Reihe großer Gekehrter ans. Ter Vater des Verstorbenen errichtete vor mehr als sechzig Jahren ans seinem Grundstück die erste Synagoge Beuthens. Feuilleton. Eine Esches Ehajil. Das Lebensbild einer edlen Frau. Bou Dr. Adolf Heinrich Landau, Wiener-Neustadt. (Fortsetzung.); Im Hause Chajes hatte man gegen den tüchtigen > und strebsamen Kaufmann, der sozusagen schon auf eige- ' neu Füßen stand, nichts einzuwenden, am wenigsten Mal- \ chen. Auch Salmenleb, der sich innerlich darüber wunderte, wie der alte Chaim seine Gedanken erraten konnte, : schickte ihn mit den Worten zu seiner Mutter: „Ich sage nicht nein." . Chaim Schadchen wußte mit einer Mutter zu reden, wenn das Kind nicht „klein" sagte. Jütte Benies-hatte--', noch nicht den Schmerz über den Vertust ihres Gatten verwirkt, aber sie wußte, um welchen Preis er von. dieser Welt gegangen war, und nun fühlte sie, daß ein fremdes Wesen ihr das geliebte Kind rauben wollte. Aber sie hätte schwerlich absagen können, denn' das

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