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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-04-19 · 15 (19.4.1918) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
15 (19.4.1918)
Date
1918-04-19
Page
– (sequence 8)
Language
German
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G«tt« *236 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 15 ÄuhlMs^rr^ichzwäT^'-.WApupe^Äes- Äberrds brach:e das? §aMfßm .$iit /ErilwickluiW^ das.im1; Osten' nicht chatre.Luf-" gehen., wällen. Hoch der-..Tag dazu war Hoch nicht gekonnneu..: .- /-?.^ .. /.:■;" : Die/7nächste Dekade in Epsteins. .Letzen war auch weiter - noH. vifhiger Tätigkeit als JanKvirt gewidmer,^ überdies - war -.Epstein an -die -Errichtung edler ZuckerfsbrE'geschritten) deren-chchpische Leitung, durch .SelbststudiuM hiezu. MMigt/.ex in die.Hand nahm? Bor allem ruavew es-die: cheimschen.^ Borgäiige, die ihn. beschäftigteu. diesei-Mt fallen zahlreiche Auslandsreisen, und. auffMuev derselben! tratser, mit'. der deutschen Ntnsik .in Berührung, lernte, er B-e e t h o ve n kennen. Der Eindruck war ein überwältigeudev Epstein erzählte, daß er in deL.- Nacht Mach g'enem>^ersten Konzert in den Straßen muherge.irrh chi, und-nur mühsam sein seelisches Gleichgemicht iviedeWefnnden habe. . Seit seneni Tage war er ein Musikverehrer, wurde, ohne. selbst ein Instrument. Amsplälen-,:eiir. seiner, Musikkenner. In seiner. Tochter Rosa T aüs.shg hat Tie. hervorragende musikalische Begabung, diLrMhvt-,MLifeUos.-M -eigen--war, ihre glanzvolle AufchLtzhung 'gefunden.:-- Es äst. bezeichnend, daß er rvenige Tage aÄchdeur^ . Toda.eiges cheliebteir Bruders eine Fidesio-Aufsühi'ung aufsuchte — dies, meinte er, wäre die. schönste Totenfeier. '-z Das Wleben des Vaters brachte ihm 'ein reiches Mbdö daser äks Landwirt und Industrieller zu anehren wußte-'.'-Das Gebiet, des' Handels, das heißt des Tauschens Don'Gütern, lag ihm! zeitlebens ferne. Nur aus dem, wäs aus seinem Boden .gewachseu war, >vas. er selbst probü'ziexte, . wollte er Nutzenziehen. . . ' -Die politischen Verhältnisse in Rußland, Pogrome auf der einen Seite, . revolutionäre Umtriebe andrer- Mts/ von-denen er sürchtetes-daß sie seine Kinder in-ihren . Bmttr -ziehen könnten, veranlaßterr- ^stem, nach-Wierrzu 'übersiedeln, seine. - Besitzungen' allmählich zu veräußern und ganz der Wissenschaft zu leben. Aber in den Hänsernnauern wurde dem in freier Luft ausgewachsenen Mann tzW Brust-- enge. So zog. , es ihn alljährlich im Frühjahr anssüdliche Meer -und nach Italien/ im Sommer in 'die Tiroler Berge.- - Er war ein begeisterter Naturfreund uäd Hochtourist. Aus der - Heimkehr von einer" Besteigungdes- Groß-Venedigers erfuhr er von der Geburt Mner'WfiLn-t'Enkelin.: -t •* ^Epstein war eineheilere, gesellige, nrirteilssrohe 9iäinr. In seinem gastfreundlichen Hause versmumelte sich ein Kreis ausgezeichneter Männer, von denen wir die Musiker Professor Doo r und.Hansb acher,nennen wollen, denGiroinbaudirektor.HosratTans.si gi der unvergessene /Hänrat S t ia ß n y/ Professor David Heinrich M ü l l e r DärÄi seine Gäste.' Des Heineforscher Gustav K a r p e - LW (Berlin), Professor G vldziher (Budapest), Pro- .b'ssyr. R e ub a n e r (Oxford) berührten nie unsere Stadt, sphnedeu Verkehr Mit Epstein zu'suchen. . Mer auch''Männer aus 'anderen Lebenskreisen lvußte. ..er/.an sich'zu (ziehend.'Im.Kapuzilwrklosterzu Pavia, in r eWi-BMiö'Gek''e.Ä'.M.ischr Handschriften: exzerpierte, - lud .FchMljß. AeierÄhend'soen^' Bruder-Bibliothekar zu einem /Uläse/Wein. Am s.nÄchsten Abend schloß sich ein zweiter .Hähep'.Ä.ch. -hsx 'Kreis^.wuDe immer größer und den '.Abschied sei eine er, (umgehen voll allen Brüdern -des ...Konpents. d./F. ' " -slMWlrg'G" Freuden,' einem!- guten Tropfen, war Ep- Mm,zeirleüens zügetM.s Böse Züngeri in der Familie .M^äuMÄ^s daß/ dass rege -Interessedas -er den alten» 'sMWfLMuWp/DörnD^-ünd: Hieyer zugewendet' hatte, .nichts nur^ der Raschi-Letzende, (nichts allein der Wachs IlEr.'dorischen Dom?, die er-undbewunderte.' ion- Diesem. rcichen, sinnenfrohen - Leben roT:g ein -früher Lebensabend b/scheden" sein. Vorzri ig begannen sichGebräste^des"'Äribes'eiigzusteÜen, sein Auge fing an zu versagen, der Körper wusdeigelähiMtand die einst hochragende Gestalt, sank zusammen. Das Sprechenwnrde ihm. schwer, er Zog sich von den '-Menschen . zurück - nurd zso wurde er ein. stiller Mairir. Epstein har deir Heimgang/ vieler seinew Zeitgenossen gesehen, die geliebte. Tochter, deren .ganzes Leben Hingabe an den Vater tvar, den hochbegabten Sohn überlebt. In Enkeln und Urenkeln erblühten, ihm neue Freuden, mit denen konnte er .noch Zcherzen und lachen. . . Der Abschied vont Leben wirrde Epstein, nicht leicht gemacht: als ihn endlich der Tod' erlöst hatte rurd ich zunt letztenmal' den rnächtigen Schädel, die geistvolle Stirn, die scharfgeschnittenen Züge von weißenr /Bart unrrahmt sehen durfte, da glaubte ich M-i che l n ii g e l-os Totemnäske zu schauen. Felis. Zur Lage der Fudeu in Palästina. Zur gegemvärtigen Lage, unserer - Glaubensgenossen in Nördpalästina sei der Ausschinitt eirres Briefes des Vorstehers der österreichisch-ungarischen Gemeinde in Säfed zur allgemeinen Kenntnis gebracht: „Was den-hiesigen altgeMeineir Zustand anbetrifft, so ist er seit' den letzten Wochen bedeutend ärger gelvorden. Jeden Tag wird die Läge ernster, die Seelenzahl -vermindert sich von Tag zu Tag, die Teuerung steigt und fast alle Unterstützun gen sind unterbrochen. Die einzige äst. chie Hifsskommission> --welche poch-Znr nns)Fprgt, aber wir erreichen ihre Unterstützungen erst nach großer Mühe. Was "aus uns werden wird, .weiß nur.der. Allmächtige allein." - Die in den letzten Tagen hier eingetroffenen Flüchtlinge. aus dem Heiligen Lände schildern gleichfalls die dortige Lage in traurigsteM Lichte. Die Sterblichkeit ist furchtbar. Von den zählreichen Erkrailkungen abgesehen, stirbt der größte Teil der Bevölkerung in.folge Hungers und Erschöpfung. In einer Woche ist ein Vater sanck sei-, neu brei Kindern nach und nach Hungers gestorben. Nahrüngsmiitel' gibt eswohl -in Hülle und Fülle, die Märkle sind überfüllt, aber.an Bclrgeld inängelt es. Wohl hat sich der Kurs der Krone auf das, Doppelte erhöht, auch das türkische Geldpapier ist um 25 Prozent gestiegen, aber die-Zuflüsse ans der Heimat fehlen. . - Gütige Spenden für diese Unglücklßhen erbittet.die „H il f s k o M m i s s i o n 1915 f ü r P a l äst i n a" an das Bankhaus S. M. v. R o i.h schil d, damit, sie ihre Tätigkeit aufrechterhalten und.neue größere Unterstützungen und Medikam-ente hin übersenden könne?-7- .-; , v .. Ivni?, die cvliebäe. mid bewundertes son- -s^n auch den Reben' .üms Rhein gegolten ' .Härte, wäs er mir Bonhvmmie äusnachm? Zur .Preisausschreibung: „Welche Mittel, und Wege sind geeignet, die Menschen einander näher zu bringen? " 1'- ’ Gegenfrage: „Was hält die Menschen auseinander-?" Als Antwort.hierauf: „Prestige und Neid." ' Mit' wenigen Worten - nur sei darüber gesprochen. Die älter.Menschlichkeit Hohn sprecherrde:Hairdlungsweise der Wilsons, Poincarös, .CleMenceaus, Lloyd Georges, der von'diesen rmter dem heuchlerischen Vorrvande, einen - Kämpf gegen Unkultur, Barbarei und Rechtsverketzrtng zu.führen, hartnäcki-gst betriebene Bölkernrord -^- was Ände'resFiegt dieser: Tyrannei -zugrunde als - Prestigesucht . und .Neid? .- - - - - . - - * . 7 -" 7'^ Von den - gleichen Asotiöen wie die- Menscherrfemde außer Landes wird seitens gewisser- Parteigrößen ' die

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