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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-04-12 · 14 (12.4.1918) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
14 (12.4.1918)
Date
1918-04-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
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G«t, 216 Dr. vloch'S Wochenschrift Rti U ■'iffrJ: tn;• Herr Jakob Perlberg, Wiclizka Herr Josef Stern, Wien, 2. Herr Moriz Herzog, Wien, 2. Bezirk Herr Dr. Julius Bachrich, Wien, 9 03 Be 9' n rf;£- :Yr - He^rr Bernhard. Töch, Wien, 9. Bezirk- Herr Apotheker Gustav Münz, Wien, 1. Bezirk Herr Dr. Wilhelm Knöpfelmacher, Wien, 1. Bezirk Herr Heinrich Lemberger, Wien, 1. Bezirk . Herr Heinrich Kohn, Wien, 1. Bezirk; Herr Ük. Regierungsrat Dr. Heinrich ' - Kisch, Wien, 1. Bezirk Herr Prof. Dr. Markus Hajek, Wlen, 9. Bezirk -Herr Jgiratz Kantor, Wien, 3. Bezirk, Herr Friedrich Allina, Wien. 2. Bezirk - Herr Sicgmund und Frau Rosa Katz, - Wien, 2. Bezirk Herr Otto Pick, Wien, 1. Bezirk .Herr Dr. Richard Schulz, Wien, 1: Bezirk Herr Max Kerner, Wien, 9. Bezirk' ‘ Herr Bela Reschovsky, Wien, 1. Bezirk Herr A. Spitz, Wien, 1. Bezirk Herr Rudolf Löwi, Wien,-2. Bezirk Herr Edmund Weülberger, Wien, 2. Bezirk Herr Samuel Berger, Wien. 1. Bezirk . Herr N. Schein, Wien. 1. Bezirk -Herr Adolf Neuwelt, Wien, 1. Bezirk ' Herr,Jakob S. Straßberg, Wien. 4. Bezirk Herr Alfred Menziles, Wien. 2. Bezirk Herr Artur WassertrMng, Wien. 7. Bezirk -.-'KiMEax'-WeiK/'Men, 'D Bezirk ' ' Herr D. Dohan, Wien. 4. Bezirk ' Frau Pauline Geiringer, Wien, 2. Bezirk Herr Josef Mandl, Wien. 1. Bezirk Herr Adolf Biß, Wien. 3. Bezirk. Herr Samuel Buchbinder, Wien. 2. Bezirk Herr Adolf Stransch, Wien. 3. Bezirk Herr Ignatz. Schlosser, Wien. 2.' Bezirk - Herr Siegmund Pilpel, Wien, 2.. Bezirk -Herr Hermann Kramer, Wien, 2. Bezirk -Herr Jacques Schwarz, Wien, 2. Bezirk Herr Ignatz- Orlik, Wien, 2. Bezirk . . -Herr Moriz Poltak, Wien, 2. Bezirk Firma Gatter L Herz, Wien, 1. Bezirk Herren Julius Kolisch und Eduard Weist, Wien, 1. Btzirk - bisher _ ausgewiesen Gesanrtsumme 50.— 50— 100— 50 — 2000.— 50— 100— 200— 30— 50— 200— 100— 50.— 100— 1000 — 200,— 1000.— 100— 200— 300.— . 100— 50— 50— 500— 100— 50— 200 — 100 — 50— 50— V, 300— „ 100— „ : 200— „ 100— „ öO-— „ 50— „ * 50.— „ 50— „ 200— 100— 200- 50— „ 100— „ 50.— K. 13.800 — „ 786.218.30 K. 800.018.30 es uns an solchen - Männern fehlt und wie Zahl von Jahr zu Jahr abnimint. Und . wie hatAbraham Ep st e in .die jüdische Wissenschaft . bearbeitet! Wie hat er sie gehegt, und gepflegt, wie hat er für sie Opfer gebracht, durch Ankauf voll seltenen. Büchern und Hand-; schriften sie -mächtig gefördert! Irr all denr gehört er für alle Zeiten zu den Größten unseres. Volkes. Daß. er es tat, hat seine-guten Gründe, denn seine Wiege stand nicht bei unch nicht auf diesent lvestenropäischen Boden, der sich leider so wenig, erschließt für all das,, was echte Frucht, des Judentums und seine Sicherung für die Zukunft, feilt soll. Daß es' M Epstein tat, daß er hierin so vereinzelt' d'astand, baß er es in gottbegnadeter Weise und mit vielem Erfolge tat, das hat uns stplz auf ihn gentacht, das macht uns'., seinen Heimgang überaus schmerzlich. A. Epstein ist in Staro-Konstantrnow (Wolhynien) am 19-. Dezember 1841 geborell, erreichte also bei seinem am 1. April 1918 erfolgten Tode das ansehnliche Alter von 77 Jahren. In seiner östlichen Heimat' sog er von den nährenden Säften des. JudenftlMs soviel eür, daß sie seinen ganzen. dlufbau bestimmten und. fortwirkend ihn zu ausschließlich indischem Schaffen drängten. Die jüdische Gelehrsamkeit lagy ihm gleichsam - im Blute,., denn er stammte ans; einer Familie, die von altersher in unserem Stamme -die "herrlichsten Blüten getrieben hatte. Gelehrte von Ruf, - auf die unser A. Ep st e i lt mit Stolz, emporblicken und deren Tradition wrtzusetzen er als seine schönste Ausgabe erachten konnte. Wäre er aber in den von jenen allein begangenen Bahnen gewandelt, hätte er, wie in seiner Jugend-in seiner Heimat noch allein üblich- .nur in herkömmlicher Weise Talmud. wtb Rabbinisches studiert, wäre er wohl aus der Failrilien- und Lokälbedentml^ -niemals, äyerausge- ''Mten.'-'MMnrr.' des' Kausniännsständes,-' dre-ftb "ihrer Art in ihrem Kreise segensreich wirken und zugleich schriftstellerisch hervortreten, gibt es im Osten, - Gott sei Dank, noch genug. Aber unserem'' A. Ev ste i n war ein günstigeres^ weit tvichtigeres Los beschieden- Sein wißbegieriger Geist entwand sich der heimatlichen Enge und früh schon wachte er sichmit den Schriften eines L e v i n s o h n, Kro chmal und S.- D. L.nzzatLo bekannt, und als er 1861 das erstemal nach „Europa" reiste, suchte er die Bekanntschaft voll solch erlesenen Männern, wie es S. I. R a p a p o r t in - Z.. F r a n k e l in Breslau 'und rwch viele andere Betrage, die wegen Platzmangels in tzrr nächsten Nummer ausgewiesen werden können. -i-v: Adrahaw Gpstrm. Bon Professor Dr. S. Krauß. [ Mit Abraham E p st e in schwindet eine hochgeachtete Perftchlichkeit, eine markarrte Erscheinung, eirr an Tugenden und Verdiensten reicher Mann aus! denk Wiener jüdischen Leben. Nanrentlich aber hat der Genius der jüdischen Wissenschaft seinen Heimgang tief zu beklagen, denn.er gehörte zu den wenigen, die, ohne gerade zur Zunft zu gehören, will sagen: ohne beruflich, sei es als Rabbiner, sei es als Professor, dazu gedrängt zu sein, ■in freier Wahl und aus herzlicher Neigung die jüdische Wissenschaft bearbeiteten, und wir wissenwie sehr und M. Sachs in Berlin -waren. Vondieser Zeit an nahm sein dem Wissen, zustrebender Geist eine andere Richtung und er bewegte sich.fortan ganz in ivesteu.ro-. pä-ischen Bahnen. Als sein Vater Israel Jakob ben Abrahanr Epstein (Biographie siehe in Ha-schachar VI, 699—708) im Jahre 1874 gestorben war, übernähnr Abraham dessen - ausgebreitete Geschäfte, die'er so glänzend versah, daß er seit 1884 sich fast völlig. der Wissenschaft und Forschung widmen konnte. Vorher Hatte er sich jedoch,' und zwar inr"Jahre 1876, nach-Wi e n begeben, .und' von der Zeit an war er unser. Sein in.Wien begründetes Bailk-' geschäft ging gut und setzte ihn — eine Seltenheit bei einemjüdischen Gelehrten — in - die angenehme Lage,, sorglos zu" leben und feine großeil geistigen Kräfte dein- Ausball und der Förderung der jüdlschell Wissenschaft zu widmen. Beides tat er in großzügiger Weise. Von seinenl Reichnul machte er also deii ällerschvnsten Gebrauch. Und dabei haben wir den Ausban cher jüdischell Wissenschaft mit Bedacht vorangestellt, denn er begnügte sich keineswegs, -mtdere arbeiten zu lassen, die er etwa nnterflützte und fördertesondern arbeitete selbst wacker mit,' hielnit' ein - erhebendes^ Beispiel gebend, das speziell in Wien unvergessen bleiben'- wird. Mnbmlr -fag-Len! scholl, ' daß seine- Arbeiten sehr hoch einzuschätzen siild.'-Aber auch

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