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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-04-12 · 14 (12.4.1918) · page 7

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
14 (12.4.1918)
Date
1918-04-12
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Rr, 14 - " Dr. Btoch's Wochenschrift Se«» 31L Zugsführer Arnold Seidler bei der schweren Feldartillerie, Feldpost 368, Sohn des' Herrn Pinkastz Seidler uns Nagy Wombat, -wurde mit der großen silbernen Tapfebkeitsmedaille dekoriert. Moritz Löbl, Rechnungsünteroffizier 1. Kl. bei einer Res.-Tel.-BauabLeilung, Feldpost 381, erhielt das' silberne Verdienstkreuz mit der Krone; es ist bereits seine dritte Dekoration. Gefreiter Sigmund Kellner, dzt. Bruck a. L.. erhielt für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde bei der 12. Jsontzo-Offensive die silberne Tapftrkeiis'medaille 2.. Klasse.' , '■ Der Frau Stefanie ForchheiMer in Frankfurt am Main, einer Tochter des Wiener Hof- und Gerichtsadvokaten 'Dr. Herutann Fiat a, wurde das preußische Verdienstkreuz für Kriegshilfe verliehen. Acht Söhne im Ielde. , Der Kaiser hat dem' Osias R o t t e n st r e i ch aus Peczenizyn bei Koloniea als Vater von acht zur Kriegsdienstleiftung eingerückien Söhnen aus ACechöchsten Privatmitteln eine Geldspende von 300 K. itub als Erinnerungszeichen eine Mit den Allerhöchsten Initialen gezierte silberne Uhr gespendet. Der Ausgezeichnete ist bereits 80 Jahre alt und war zuletzt als Flüchtling in Ruppersdorf. ansässig.. Vor drei Wochen kehrte er in seine Heimat zurück, wo er all sein Hab und Gut vernichtet vorfand. . Kotze Auszeichnung eines Wischen Kportsmannes. .Oblt. Richard Sarlo, Mitglied des jüdischen Sportklubs „Hakoah", Wien, bekam als sechste Kriegsdekoration den Eisernen Krönen-Orden 3. Kl. mit den Schwertern. Außerdem besitzt er um!)! das MilitäbverdienstkreilZ 3. Kl. mit den Schwertern, beide SignuM laudis' mit den Schwertern, die Silberne 2. Kl. und düs Karl Trupven-Kreuz. OM. Sarlo war bei unserer Offensive in Italien Kommandant eines' VersolgungsdetacheMents. Seine Kompagnie war es, dm als erste österreichische Truppe das Fsomoufer bei Görz erreichte. Durch rasches und. energisches Eingreifen gelang es ihM, die Jnbrandsteckung der HoMrücke bei der Fabrik Stranzig in letzter Minute zu verhindern und ermöglichte unseren Truppen dadurch das , weitere, unaufhaltsame Vordringen. Diese Brücke wurde dann von-.allen nachrückenden Truppen benützt. Für das initiative und heldenmütige Verhalten erhielt OM. Sarlo diese hohe Auszeichnung. Aach dem Jode ausgezeichnet. Der Kaiser hat vdrlieMn das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration und Schwertern sür tapferes Verhalten dem vor deM Feinde gefallenen Oberleutnant d. R. Friedrich Ep stein, J.-R, Leutnant d.'R. Josef ' Be r n st e i n, J.-M; das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapserkeitsm«edaille in Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung vor dem Feinde dem den Krieqsstrapatzen erlegenen Sanitätsleutnant d. R. Samuel O st e r e r, J.-R. Kedenktatek. Herr Hauptniann-Rerbnungsführer Hermann 8 a n g (Löwy) starb an den Folgen der schweren Erkrankung, welche er sich aM russischen Kriegsschauplätze im Jahre 1^14 zugezogen hatte. Die Beerdigung fand Sonntag den 7. April in Brünn statt. Auf dem Militärftiedhofe. Bar (Antivari) sind begraben: Benzion Brettl, geboren 1874» gestorben am 11. März 1917; Josef Nyiri, geboren am 1. September 1874, gestorben am 6. September 1917.' Oberleutnant d. R. Karl Kohn des bosn.-herz.. Jnf.-Regts. ist seinen am 5. Dezember vdrigen Jahres beim Sturm am Monte Zomo bei Asiago erlittenen schweren Verletzungen am 18. Dezember in Innsbruck erlegen. Diesem ausgezeichneten. Offizier wurde, laut „Stresfleurs Militärblatt" vom« 2. März d..J., wegen hervorragenden tapferen Verhaltens vor dem. Feinde von Seiner Majestät die goldene Tapserkeitsmedaille für Offiziere verliehen. Oberleutnant Kall Kohn war zum fünft enmale an die Front geeilt, um seiner glühenden Vaterlandsliebe zu genügen. Er kämpfte bereits seit Beginn des'Kriegs auf dem russischen und serbischen Kriegsschauplatz, dann an der _ Jfonzofront, an der Dolomitenfront und zuletzt bei Asiago und war wiederholt wegen tapferen Verhaltens vor demFeinde - ausgezeichnet worden. Oberleutnant Kohn war bei den Soldaten und Vorgesetzten besonders beliebt und sprach immer die Meinung aus, daß wir Juden die Pflicht hätten, die Ehre des indischen Namens auf dem Schlachtfetde zu bewahren. Mit seinem« Tode .fand ein 22 jährig es, zu den allerschönsten Hoffnungen berechtigt^ Leben seinen Abschluß. -__ Jüdischer Iekdgottesdienü an der Wave. Hauptmann B. . . . berichtetem einem Feldpostbriefe über einen jüngst an der Südwestfront stattgefundenen Feldgottesdienst nachstehende Einzelheiten: „Ich war bereits um 8 Uhr früh dort, doch begann der Gottesdienst erst eine halbe Stunde später. Er fand in der Ubikation der Saniütskolonne statt, die zu diesem Zwecke erst ausgeräumt werden mußte. Leider^ kamen nicht viele Teilnehmer zusammen, es waren unser bloß fünfzehn, trotzdem von der Division viel mehr Juden gemeldet worden waren. Diese religiöse Gleichgültigkeit der zumeist westösterreichifchen Glaubensbrüder wurde von den Anwesenden schmerzlich empfunden. Der Gottesdienst verlief sehr würdig. Ein Russe, der während des russischjapanischen Krieges zu uns übergelaufen war und .sich später naturalisieren ließ (jetzt dient er als österreichischer Soldat), betete sehr schön vor, worauf der Feldrabbiner Dr. Artur Grünseld aus Eger eine erhebende Predigt hielt, in der er — es war gerade Reschpdesch Nissan — unter Zugrundelegung der Hagada über das kommende Fest sprach. Zum Schlüsse der Andacht verteilte er unter die Soldaten Gebetbücher. Als ältester Offizier sprach'ich dem Seelsorger unseren Dank sür die schöne Feier aus.- Eine rituelle-Küche kann hier infolge der weiten Entfernung nicht errichtet werden, jeder Mann erhält ein Kilogramm Mazzoth. Vielleicht gelingt es, die jüdische Mannschaft an den zwei Hauptseiertagen dienstfrei zu belassen^ so daß sie dann an der gemeinsamen Küche in O . . . (Standort des Feldrabbiners) teilnehmen kann. Letzterer betätigt sich recht eifrig und hält fast täglich Gottesdienste ab." Der Miederarrfda« des SeopoldstLdter Tempels, Dem Komitee (2. Bezirk, Tempelgaffe 3) find in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden, zugekommen: XIX. Spendenliste. Von den Kindern des Herrn Adolf Neu-, Mann von Vegvar, Wien. 2. Bezirk Kd 5000.—-

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