Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 12 (22.3.1918)
- Date
- 1918-03-22
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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K-tt- 186; , Dr. Btoch'S WaisenDersorgnng im Wege unseres' Auswärtigen Amtes durchführenkönnen. Das' Präsid tum. - ' „Hilfskommission 1915 für Palästina", Wien, 4. Bez., Frankenbergg. 14. W. Reich, Baden bei Wien, Oberrabbiner. Dr. Max Grün w a l b, Rabbiner. ' Dr. Adolf Kap ra lik. Für die „Kriegsspitalshilfe für Palästina": k. k. Hofrat Dr- Julius Schlag, 2. Bez., Obere- Donaustraße Nr. 109. ' [[ Zahlstelle für Oesterreich: Bankhaus L. M. V. Rothschild, Wien, I. Renngasfe 3. Neue Freie Presse, Wien, I., Fichtegasse 11; für Ungarn:, Magyar-Altalanos HitÄbank, -Budapest; für. Deutschland: Deutsche Bank, Berlin. Postscheck-Konto Nr. 1000, auf das Konto.„Kriegsspitalshilfe für Palästina".. Am:Jrrtümer zu vermeiden, bitten wir die geehrten Speirder, bei der Thora ausdrücklich zu bemerken für „H ilfs ko mm i s s io n 1915" oder „Kriegss P italshilfe fü r P a l L st in a", nicht nur für „Palästina" oder „Lanije Erez Jisroel". Die geehrten Herren Tempelvorsteher bitten wir, eingegangene Spenden nur mittels unseres Erlagscheine s direkt an das Ban k h ans S. M. vor: Rothschild zu leiten. Sämtliche Spenden, auch die Tempelspenden, werden in der „Oesterreichischen Wochenschrift", bez-w. ich „Frankfurter Jsr. Familienblatt" veröffentlicht. - Wien. Hochgeehrter Herr Redakteur! Auf die in der letzten NumMer der' „Oesterreichischen Wochenschrist" gegen mich veröffentlichte ErMrung des verehrlichen Komitees seien nrir folgende kurze Worte einer Entgegnung gestattet: * : . Die Logik der Herren vom Komitee leuchtet mir nicht , ein. SeWst bekennen sie, daß sie die Abfuhr der SärnMelgelder von Bedingungen hinsichtlich! des Baues abhängig machen, und gleichwohl verwahren sie sich, da- ‘ gegen, daß sie sich als die Herren des Baues aufspielen. Das klappt nicht. Auch den Spendern ist das Komitee diese Wwehr nicht schuldig; schuldig ist es ihnen bloß, die Spenden Vorbehaltlos ihrem Zwe^ zuznfichren. Ware aber der Bericht der „Wochenschrist" — was er indessen begreiflicherweise nicht sein kann — vollständig, so würden die Herren erfahren haben, daß es Mir nicht im entferntesten beigefallen ist, dem Komitee sein Verhalten übelzunehmen. Gerade das Gegenteil habe ich betont. Mein Vorwurf und meine Kritik, die ich mir allerdings nicht nehmen lasse, galt ausdrücklich und ausschließlich dem Kultusborstande, weil er nicht selbst und unter eigenen Auspizien die Aktion in die Hand genommen und geleitet hat. Eine heilige Aufgabe und Pflicht des Kultusborstandes ist es, vor allem dafür zu sorgen, daß der durch Feuer zerstörte Tempel aus der Äsche wieder erstehe, herrlicher und strahlender, als er es gewesen. Dies aber sollte ausrecht, ziel- und Zweckbewußt geschehen und.nicht in den Flicken eines bemitleidenswerten Abbrändlers. -Und deswegen der Ruf nach der Sitzungspolizei? . . . Hochachtungsvoll Jbr ergebener Dr. Heinrich SHre ib e r. Wien, 16. Marz 191.8. ' . „Jeschuw Erch Jißroel." Unter vorstehendem Namen hat sich ein Verein gebildet, dem der ehrwürdige Rabbiner Chajim S cha pira ' WMknMist " «r, 12 dessen Zweck sein soll, der Palästinaarbeit zu dienen, d. h. das Kolonisationswerk zufördern. Die Vereinsleitung publiziert einen Aufruf an die thoratreuen Juden, sich dem Vereine anznschließen und das Palästinawerk vbm Standpunkt der Orthodoxie in die Hand zu nehmen. In einem Schreiben an die Redaktion wird ersucht. Mitzuteilen, daß die neue, Organisation „sich? in allgemein politischen Fragen beM Aktionskomitee der zionistischen Weltorganisation unterstellt, dagegen ist sie jeder Landesorganisation gegenüber vollständig?, unabhängig". __ WgiM von Mazzoth. Die Statthälterei hat mit eineram 14. März kundgemachten Verordnung die Abgabe von nngesäueriem Brot (Mazzoth) während' der diesjährigen israelitischen Osterseiertage (27. März bis 4. April) geregelt. Demnach darf für diese Zeit nur ein Kilogramm Mazzoth pro Kops abgegeben werden. Personen, die Mazzoth beziehen, sind für die Dauer von neun Tagen vom anderweitigen Bezüge von Brot und' Mahlprodukten ausgeschlossen und - muffen daher die auf diesen Zeitraum entfallende Anzahl von - dreißig Abschnitten der Ausweiskärte über den.Verbrauch von Brot und Mehl für die festgesetzte' KopfMenge von einem Kilogramm MaAoth abgeben. Der Kleinhandelspreis für ein Kilogramm Mazzoth wird mit Rücksicht auf den Mehlpreis, die Herstellungskosten und den Gewinn des Kleinhändlers mit 4 K. bestimmt. Hofrat. Ignaz Konto. Ein Festgruß anläßlich seines 80. Geburtstages von Theodor Schlag!. Hofrat Ko nta feierte am 17. März? in voller, geistiger und körperlicher Frische seinen achtzigsten G eburtstag. In "seiner beruflichen und schriftstellerischen Tätigkeit hat sich Hofrat K o nt a hervorragende Verdienste um die österreichischmngarische EisenVahngeschichte erworben, so daß wir es als unsere Pflicht erachten, dieses Tages zu gedenken. Nach Ablegung der . Gymnasialstudien und nachdem er sich rechtsnndfftaatswissenschäftlichen Studien gewidMet hätte,-trat er int Jahre 1859 in den Dienst der Südbahngesellschast. Von 1872 bis 1884 wirkte er dann bei der Erzherzog Atbrechtbahn und bei der Mährischen- Grenzbähn, um im Jahre 1884 einer Berufung in die Generaldirektion der österreichischen Staatsbahnen Folge zu -leisten. Hier war er bis zu seiner im Jahre 1896 erfolgten Pensionierung tätig. Nach 37 jähriger Dienstleistung übernahm er .'-die. Leitung des Historischen MusenMs der österreichischen Eisenbahnen, durch dessen.Ausgestaltung er sich einen in der Eisenbähngeschichte klangvollen Namen zu schaffen wußte. Durch diese Dielseitige' Verwendung war es lhM möglich!, die fortschreitende Entwicklung und- Organisation des -Eisenbahnwesens uns eigener Wahrnehmung genauestens kennen zu lernen und den Grund 'zu seiner erfolgreichen Tätigkeit als Fachschriftsteller zu legen. Hofrat K o n t a stand in der ersten Reihe ' .derer, die erkannten, 'daß die Kenntnis .des'Eisenbahnwesens auch für weitere Kreise Mm Bedürfnisse Leworden sei.- Die damalige Eisenbähnliteratur hatte in diesem Belange unstreitbär eine Lucke. Beseelt von deM Streben, diesem Mängel abzuhelfen, begann er im' Jahre 1868 mit der 'Herausgabe der ,/Oesterreichischen Eisenbahä-JährWcher", die vermöge des tieferen Einblickes, den sie in die -gesamte Eisenbahnvolitik gewährten, durch Jahrzehnte eine -Fundgrube exakter DnfarMätionen bildeten. . aus Drohobyez als ObMann und meistere andere orthodoxe Rabbinen als BorstgndsMitglieder angehören, und Anläßlich des 60 jährigen verstorbenen Kaisers erschien seine des Arbeit