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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-03-22 · 12 (22.3.1918) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
12 (22.3.1918)
Date
1918-03-22
Page
– (sequence 9)
Language
German
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»lr, 12 Dr vwch'S Wochenschrift - Sttte 185 Wilfftlch attsgi'zelchnet in den Aekdenlod. 'Leopold Volk-mann, Oberleurnant. Besitzer bei» der Signum laudis, des ZNilitürverdienstkrenzes 6. Kl., des Friedrich. August-Kreuzes und des Karl Trupven- Krenzes, ist, wie „Egyenloseg" berichtet, nach dreißigmonarigem /Frontdienst, von einer Granate getroffen, an.- der italienischen Front den Heldentod gestorben. Er wurde in Predäzzo ° begraben.' - In den Jod gehetzt. In Arad'hat vorige Woche einer der melstbeschästigten Frauenärzte, Dr. Isidor Lakatos, Assistenzarzt eines Araber Kriegsspitales, getvaltsam seinem Leben ein Ende bereitet. Der gegen ihn erhobene Vorwurf, daß einem Kunstsehler oder gar einer Fahrlässigkei: seinerseits eine seiner Patientinnen zürn Opfer gefallen sei, har den gewissenhaften Arzt in den frühzeitigen' Tod getrieben. Die gerichtliche Obduktion de>r Leiche der Frau hat wohl Dr. Lakatos völlig rehabilitiert, aber 'für ihn schon zu. spät. Großes Ausseherl erregten nun die mannhaften Worte, mit denen der Oberstabsarzt Dr. Zoltan Majos — ein einwandfreier Vollblutarier in feinem Nachrufe die Wühlarbeit gewissenloser Hetzer geißelte, die auch diesen Menschen-in den ^od trieben. Die Leiche des-Unglücklichen wurde .von'Arad in seine Heimatstadt Szarvas 'überführt. Unmittelbar vorher erschien der Araber Zweigverein des Verbandes der Aerzre int Trauerhause, - woselbst Komitatsphysikus Dr. Bela Borsos die Faurilie in herrlicher Rede tröstete und ihr das Protokoll über die abgehaltcne Trauersitzuug überreichte. Ein unübersehbarer'Zug gab dem mit militärischen Ehren, .bestatteten Offizier das Geleite. Beinr Koinitatshaus hielt der Zug. Am Bahnhofe null hielt Oberstabsarzt Dr. Majos seinen aussehenerregenden .Nachruf, in welchem er sich in scharfen Worten gegen jene wandte, deren Profession es/ sei. die Dornen der Kriegsleiden durch ihre böswilligen Verleumdungen, gewissenlosen Anschuldigungen tiefer in den Körper ihrer Mitmenschen zu stoßen. Ihre ganze christliche Hiebe erschöpft sich in. dkm Brüllen des aasreiAenden Rufes: „Kreuzige ihn!" So haben sie auch diesen unseren Kollegen angebissen, der-seit Kriegsbeginn im Dienste der Armee stand und uuausgesetz/ das Musterbild der Gewiffenhaftigkeir und des Pflichtbewnßtseins war. .. . Es war schade, es war eine Sünde, dieses wertvolle, ehrwürdige, edle Leben von sich zu werfen und seiner die Familie und Tauseiide Leidender zu berauben. Es lvar. schade, es lvar eine Sünde, .nicht auf beit Urteilsspruch seinesei genen Gelvissens zu hören und vor den Hetzern erschreckend kleinmütig zu werden. -Es war eine Sünde, nicht erhobenen Hauptes die Front der Böswilligen abzugehen, die mir deshalb verleumden und beißen, um die Anfmerksamkeit von sich auf andere abzutenken. - Liebevoll sprach der Oberstabsarzt noch von den Verdiensten des VeMichmen und betonte ganz besonders/daß er int Namen des Offiziers ko rvs dem Heimgegangenen den letzten Abschiedsgruß widme. Jüdische Kelden auf dem Wudupester Iriedtzof. ii. Daniel Fi s ch e r, 24 Jahre alt, ledig, Inf.-Reg. 39, 3. Zug, geboren iu Zabrez. gestorben 22. März im Kriegsspiral am 'Maria Theresiaplatz, beerdigt am 24. März 1915. Jakob Brecher, 24 Jahre alt; Infanterist, Ldst.- Jns.-Reg. '22, 4. Zug. geboren in Pisten-Asalina, gestorben am 25. März, beerdigt am 28. März 1915. Ehaim Schapira, 35 Jahre alt, 235. Ldst.-Jns.- -Baon.,- geboren in Trohobyez. gestorben am 18. April, beerdigt am 22. April 1915. Karl S o r a n y i, lchig, Einjährig-Freitvitliger, ge storben am 30. März in Horodenka, beerdig! am 21. Avril 1915. ' ' Auszeichnung für Witaröeil an der ungarischen Watzkreformvorkage. Ans' Budapest loird uns geschrieben: Der bem kgl. : nngar. Justizministerinln zligereilte Ujvester Bezirksrichlee Dr. Elemer Balog ivnrde von Sr. Majestät mit dem Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet. Tr. Balog lvar bei den Vorarbeiten des ungarischen Wahl reformgesetzentwurfes Mitarbeiter des Schövsers der Gesetzesvorlage, Ministers Dr. Vazsonyi. indem er für denselben die auf die Wahl der Mitglieder der Volksvertretungen bezug habendenden Bestimmungen und Rechlsauellen sannnelte und verarbeitete. Diese ivertvolle Arbeit ist jetzt in Sonderansgabe erschienen. Dr. Balog ist als ausgezeichneter juristischer Fach'schrisrsteller anerkannt. Besonders hervorgehoben zu werden verdient, daß Tr. Ba l o g sich stets als selbstbewußten Juden bekennt, der trotz mehrfacher unverdienter, kränkender Prärerierungen und Zurücksetzungen seinem Volke treu blieb. Ehrung eines jungen Ketetzrlen. In der letzten Vollversammlung der Ungarischen Naturwiffenschastlichen Gesellschaft wurde, wie Bndavester Blätter melden, dem jungen Gelehrten Eugen Men de. Professor an einem Bndavester Staatsobergymnasium, eine besondere Ehrung zuteil. Im Sinne des einhelligen Spruches der Junioren wurde ii*nt für seine Preisarbeit: „Der Ursprung der drahtlosen Telegraphie und ihre Entwicklmig bis zum heutigen Tage", der Bugatpreis von 6000 K. zugesprochen. Der Präsident der Gesellschaft, . Baron Lorant E ö l v ö s, gedachte iit seiner Ansprache des bedeuteltden Erfolges des jungen Gelehrten und beglückwünschte ihn zu demselben. Professor M e n d e ist ein Sohn des oensionierten Direktors der jüdischen öffentlichen Schule in Parkany. Au fr ns. Die feindliche Okkupation von Jerusalem und Süd- Palästina hat Nordvalästina mit einem Strom mittel loser Flüchtlinge überschwemmt. Hiedurch wurde das Elend unserer ohnehin schwer leidenden Glaubensbrüder in Sa fed, Tiberias und Umgebung noch erhöht. Not und Krankheit mehren sich in unbeschreiblicher Weise, ein Massensterben ist an der Tagesordnung. Hunderte von h ilflosen Hunger nde n W a i se n irren in den Straßen umher. Aus diesem Grunde wenden wir uns von neuem an alle Menschenfreunde, in erster Reihe an alle ehr würdigen Rabbinate, diversen Gemeinden und Tempel vor stände mit der inständigen Bitte, auch in diesem Jahre wahrend des nD£H JTI durch Thorasvenden und Sammlungen unsere so dringenden Aktionen „vilMommission 1915 für Palästina", „Kriegsspitalshilfe für Palästina" und „Gründung eines KriegÄv-tNsenhauses in Palästina" nach Kräfren fördern zu wollen, darnir wir. wie in den letztvergangenen Jahren, auch fernerhin unsere Me hl Verteilung, Med ikamenlenübe rtue is it n g tmb

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