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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-03-08 · 10 (8.3.1918) · page 2

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
10 (8.3.1918)
Date
1918-03-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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%ite 146. Dr. Blüch's * sich auf eine Schar, die au Zahl jenen Riesenmassen gMeyDer fauM. Ln"' Betracht komnll, uich geradediejeuigW, -welche das Volk zur wahren Gesittung anleiten . sollten, wären Anführer und Urheber derentsetzlichsten. Grenolraten, verübt gegen eine wehrlose Minorität. ,Die lÜheber aller dieser Verbrechen mußte nran, llmner in den höheren Regionen der russischen Gesellschaft ' suchen,, und je weiter man Hinaufstieg, je näher den Stufen des Thronesje feuriger die Juwelen der -Krone blinken, desto näher gelangte inan der wahrer? Seele dieses unseligen Juden-Blutdramas. Männer, deren einzige Beschäftigung war, dasvon den Vorfahren ererbte VerlNögen leichtsinnig in Sans; ündWrüus -#&■öergeubeu, die stets von dem Schweiße' j anLMr'gelM und sich geiftästet haben/ sie durften chie!\ ZAden-als Parasiten „brandmarken", lärmten, daß die Mrenchen das russische Volk aussaugen"., inspirierten <Md leiteten die Judenmetzieleiem" / . . sMr semV-HuKifätion „Judenelend im Lande der Romanow" zu Ende des vorigen Jahrhunderts war am ' Schlüffe zu lesen: ' ' " /Dem mächtigen Herrscher,"Rußlands aber rufen wir zu : O„dstz unsere Stimme-nicht uygchört verhallen möge! Kehre um, .. solange, es noch, nicht zu spät ist! Bereits ist der Boden, auf denk . - des Zaren Thron steht, unterwühlt durch die Minierarbeit der Nihilisten, gefährdet ist das' Leben des Monarchen und seiner " Würdenträger,- gefährdet -der--Bestand des . ganzen Staates! Treibe die- Juden nicht zu. weit; die Verzweiflung tonnte, jamutzte sie in die Arme der tlmsturzpartei jagen, und. deren Heer um neue Legionen verstärken! Wche aber dem> russischen Kolotz, wenn der nihilistische Sturm vom Jahre 1881 zum zmeitenmal ausbrechen . solltet" ., Der Zar blieb taub für. solche Mahnungen des . Gewissens.^.-Die blutige Grausamkeit stieg von Tag zu . TäA üÄ. focherte/Sichne. / Als in. PetÄsbürg Leon Ros.enthal, ein^großer. - jüdischer Philanthrop, starbdessen Herz keinen Unter-- . ..schied, kannte.Zwischen Juden und Christen,.und der allen Fürsorge/ichd Milde gleichmäßig zuwandte, da konnte , ,, man 'in der/antisemitischen Presse Petersburgs die charak- ./. ftriMche. NotiA lesen: „Heute krepierte der Judenrabbi. . .5.; 'Lew'.'WEMhÄ" ' .. . Sei!, dem 3 MäH liegt' dieses gewaltige Weltreich , / ach/Boden, getroffen von dem göttlichen : sStrÄKerichb Eine MchnunI und Warnung für alle ko m- . smeMen Zellen, / Nun steht auch das gedemütigte, gebrochene, Der auch! nicht Minder sündenbeladene Ru- - Manien vor dem Friedensschluß! Wird , es einlenken in Bahnen de5 Gerechtigkeit und . Freiheit, in jene Bahnen, in welchen der junge Staat r/ Mraäna ihm ruhmvoll voranschreitet, oder wird es ' w'ellerhin den Traditionen des fluchbeladenen Zarentums ü trßu bleiben?' Die Wahl ist frei/ Wir Juden wissen ü/MeD/äus der Geseichte f Das jüdische Volk hat noch /Müneralle feine Feinde undVerfolger begraben. ' 'bis Woche Wie gegen uns mredertpächMg - gelogen und schamlos -- . .......•-i,.:,:WHM/Mrv. x ' I; Au. der^ „RevDpös^ voÄ. 3. März und ebenso, in her ^§IHeutfchen Rundschgü"wird nachstehende Aufreizung publ^iert: ' ' ' ' , / ,,Aus dem Feldb.wird uns .geschrieben:.Man weitert jetzä /vi^t. im HrnteAande .Wer die Juden. 'Wir an der '/' / nFwiü-'.Wben' [bi^'jßav. keine Ursache, denn hier 'scheint. . ,.. per ' Traums des' MieM insErMlüNg gegangen' zu sein: : Ws'^aüf/die: sehr' spaÄlch'Gesäten aus dem Stämme? den erneuten DeweU eröringen, 'daß' die' 'Ausnahme' dle'RegetöesMigt, ist bei'uns alles.jutzenrein. . Doch wie groß ist'die' Enttäuschung, wenn man als ^^E£££&EB2EE3&3XSBBBBIK£. Wochenschrift tö glücklicher- Urlauber seinen Schritt gegen die Heimat lenküß KaunHhat^man das Trupp enkomMandw hinter sich, tauchftWoischsb überall aus. '-Bei tzeU'i^rschiedenen näher befindlichen An'stälken, wohin sich' ein feindliches Geschoß noch verirren frrnn, hie und da, bei den „höheren" Kom'mandos schon -ausfallender,/ aber. auf den ' Bahnstationen bereits als typische Erscheinung. Bei den MaPpenkomMandos wiMmelt es von Hebräern, bei beit Armee-ErsatzkomMandos nicht minder. .Ist die: Grenze des Kriegsgebietes überschritten, so kommt .man vom Regen in die Traufe. Vom Enthobenen angesängen bis zum Kriegsministerium zieht sich/der gewisse wehmütige Zug um die Beine aller-.jener, die für-uns Frontbestien „arbeiten". Drum, ihr dort draußen in der Welt, die Nasen, eingespannt! Wenn wir um' alles gebracht werden, wenn unsere Kameraden vergeblich ihr Todesopfer, ge- . bracht haben, dann lehren wir . Zwar ohne. Bolschewiken heim, aber wir werden dann an die Rechnungslegung denken und jenen unsere größte Teilnahme amdmen,. die unser Volk beNiuchert, die in vorbildlicher Vaterlandsliebe, in Wort und Schrift für den siegreichem Frieden unserer Feinde gewirkt und mit der Revolution llw Innern geliebäugelt.haben. Mit der gleichen Treue nnd derselben Eintracht, nrit der Össiziere und Mannschaft einer. Welt von Feinden die . Stirne boten, werden lvir das besagte Interesse"' teilen. Laßt euch, die es an geht, .in letz, er Stunde ge war nt fein! Ihr versteht uns gar wohl in eurem' Rasseirinstinkt. ,Wfr/ sind dann eure- Geister, die ihr gerufen.' Einer für..viele, viele." Dieses aufreizende Pamphlet Veda-rf keines -Kommentars. In Nr. 104 voM 5. März kann inan Tn der „Reichsvost" lesen: „WäruM Leder itnd S chuhe s0 teucr. find? Weil die Lederjuden die KriegsZeit zu i h r e r B er e i che r u n g be n üd e n wollen." Und' zum Schlüsse heißt es: „Im Mittelalter folgte auf die Raubritterperiode die Radikalkur eines Rud0lf von Habsburg, der mit den Wegelagerern und Buschkleppern aufräumte." . ' Soweit die „Reichspost". Die Juden aber feierten gerade das Purimfest zur Erinnerung daran, daß der Perserkönig nach einer schlaflosen Nacht für den Judenhässer H ä m a N einen Galgen, „50. Ellen hoch", zurüsten ließ. Das biblische .Buch versichert, daß dieser Galgen seinen Beruch nicht verfehlt hatte, sondern seiner Bestimmung aem-äß Verwendung gefunden. — Die.Kirche aber hat bas-'Buch, '.kanonisiert, als heiliges Symbol untrüglicher Ankündigung' und ewiger Mahnung — für Hamans sel. Erben. -Wien. 'Eine jüdische Studentin der Medizin im .7, Semester (Olga Wiener) berichtet am 26. Februar, sie habe bei dem Primarius-des-Lainzer Spitales vorgesprochen, um eine Anstellung - zu erwirken. Es .wurde ihr von diesem Herrn mit aller Offenheit die-Frage, vorgelegt, - --ob sie Katholikin sei. Auf die verneinende Antwort hin erklärte-der Primarius: „Dann kann., ich Sie nicht auf- ' nehmen;-, denn ich habe vom . Herrn Bürgermeister die, strikte- Weisung, Andersgläubige nur. dann auszunehmen, wenn katholische-Bewerber nicht vorhanden sind." Tatsächflich sind--Jüdinnen, in jenem Spital angestellt, also offenbar , nach dieser'Anordnung.. Die Unparteilichkeit bes Primarius steht außer Frage, seine Offenheit verdient Anerkennung. Me; Lüge - der rumänischen Juden. B i x l i n; Im Hnüptausfchüsse, des Reichstages haben Fortschrlltliche, NaLiönalliberale ' und 'Sozialdemokraten cherlangft daß bei, den .Friepensverhandlungen mit Ru- ' Manien, auch/ bies rninjän is'che n/Jub en 'entsprechend dem Berliner Verträge von 1878'für die Zukunft^-gegen eine Wiederkehr der schändlichen Behandlung, gesichert

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