Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 10 (8.3.1918)
- Date
- 1918-03-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr, 10. .. :Dr. WoH's ■. werden, Di^.fihnen. zuteil - wurde. Der Unterstaatssekretär ^'eMHerte,i'Läß-^eL'.Lnteri der Okkubafion den rümänischen '? JndenM ese n tli ch *Be sf er. gehe' Diese "AüZtzlnft*wnrde ■ von dem FörrMritArchem-G o th e i n .als. ü nb e fir'ä e - d i g en d bezeichnet.!". , k; .. .. .. , 1 Bu k a r e ff. Nach.5er rnnMnisch en' Zeitung „Lupta" f^abeu die Verfotgungen der' Juden, in. Rumäniens noch immer" nicht nachgelassen. Der. HölWdirekt.ör der möl- .dänischen Stadt Väslni Hßt'iDie" Wische ' Be'vö'lkerüng . .- dieser Ortschaft wochenlang ohne LebensmiLtelkarren, ver- 7? bietet'die Zuteilung von elektrischem Licht' — die einzige noch vorhandene Beleuchtnngsatt — an die Synagogen. und verweigert den Juden den vorgeschriebe- ' rren Personalausweis, damit sie nicht ins Ausland'reisen. Die amerikanische Hilfskommission, die dort Gelder an ' die jüdische Bevölkerung verteilen wollte, wurde verhindert, die Tätigkeit auszuüben. ' ' : Die Lage der Juden in Bessaratien. .l ' Kiew. Die Poaleziouistische Fraktion in der ukrainischen Zentralen Rada brachte eine Jutervellation über die - Lage der Juden in.deM von der rumänischen 'Armee be- - setzten Bessarabien ein. In Begründung der. Interpellation entrollte das.Mitglied der Rada, Revutzky, ein Bild von den furchtbaren Bedrückungen, die die jüdische Bevölkerung Bessarabiens von den rumänischen Machthabern ertragen muß. Die: scharfen. Ausfälle, gegen die rumänische Regierung brachten dem Redner einen Ord- . nungsruf-"wegen- „Beleidigung einer befreundeten Macht" - - ein. - * . . ' - . . JusliMmistet Jzchok SteinÄerg. Der derzeitige .russische JustHminister I. 'S Lein - berg hielt sich, "wie-der „Israelit" meldet," bis 'kurz .vor Kriegsausbruch in Heidelberg auf, wo 'er an Der Uniü ersität mit einer Doktorarbeit über „Das Straf- ' recht im Talmud" promov i erte. Stein b e r g HWlt - kaum ' dreißig Jahre, er ist aus' Cheder und Jeschiwah hervorgegangen und gehörre in Heidelberg zu dem Kreise" der damals um Dr. S'iMon und Herrn Rabittkow sich scharenden gesetzestreuen Studenten. In Gemeinschaft mit letzteren betrieb er fleißig das Talmndstildium und fer- ' ' trgte auch seine Doktor-Dissertation aus. Ein jüngerer v Brüder d es Ministers,, eb enfalls zu "den talmudbeflissenen - Und gesetzestreuen'.Studenten zählend, 'befindet sich' zur- ' '-'zeit noch iu Heidelberg. ' ' ErlMnng von Grundsteuern, und Besitzwcchselalrgaben durch! die israelitischen Neligionsgemeinden. "J ' " Dresd em. 'Nach einem Referat des Abgeordneten Dr. Kaiser (nai.-lib.) wurde oön der Zweiten Kämmer - einstimmig beschlossen, die Regierung um eine Vorlage - noch. während.,d es gegenwärtigen Landtages zu ersuchen, * wonach dasMirchensteuergesetz dahin festgelegt wird, daß durch dieses Gesetz das Recht'jeder einzelnen, einer Kirche ober Religionsgemeinschaft zugehörigen Gemeinde zur Einführung von Besitzwechselabaaben und Grundsteuern n für Knltnstzwecke nicht berührt wird, sowie die politischen - . Gemeinden angewiesen werden, diese'Angaben ge^en die - gesetzlichen Gebühren einznheben. Mit diesem Beschluß äst ein -wichtiger- Schritt..zur finanziellen Sicherung auch .unserer -jüdischen Religionsgemeinden im. Königreich - Sachsemgelan. - " - ' KMW als! Hanhelsfpwche. Im Rahmen der Vorträge, die das „Deutsche- Auslandsmuseum Stuttgart" und die >,Deutsche Weltwirtschaftliche Gesellschaft" aus Anlaß der. gegenwärtigin '. B erl i n. stattfindenden- K u-r l a nd - Au sst ei l u.n g im v- ....'Mbgeordu e'enHaüfe. veranstalteten, sprach Geh. Oberregie- >...run^ät Profi.^Dr.Z o e p^fil :- vom : Reichskolonialamt Wochenschrift ' , Sette 147 über „Mittel-Osteuropa als Weltwirtschastsgebier". Als. besonders'wichtig'für die zukünftigen Handelsbeziehungen " mit ' Mittel-Osteuropa bezeichnte 'der7- Vdrtragen.de-. Die '-O st j u d e n,' deren iD dwfich" eine aus g e's p'r och e n e "Haüdelsspra-che-sei'. '-' Herein;nr KrtlunA Verlassener jndischer Kinder Galifiens nnd der Knkomina. Die ^zweite. Generalversammlung des Vereines' zur Rettung verlassener jichischer Kinder Galiziens und der Bukowina , fand am 21. Februar 1918 im Saale der rsrael. Humanitätsvereine „B'nai B'rith", 9. Bezirks Universitätsstraße, 4, unter sehr reger Beteiligung der Vereinsmitglieder statt. . Der Präsident Herr' D.r. Edmund Ko hn eröffnete dieselbe und begrüßte die. Erschienenen und besonders Se. Durchlaucht Herrn Hosrat Dr- Eduard Prinzen von und zu.L i.e ch t enstei n, Leiter des Kriegs- 'hilssbureaus des MinisteriunO Kr soziale Fürsorge, Kerrn Hosrur N e u m a n nin Vertretung des Ministers für Galizien, Dr. R. v. Twardowsky, sowie diö Äbgeordneren Herren. Dr. Heinrich. Ko l i s ch e r, Dr. Nätan vou.Löwen stein, Dr. Ritter von G o mp er z, .ferner Herrn Dr. Emil Par.nas, Präsidenten der ^Sektion Lemberg des Zentralkomitees für jüdische Daisensürsorge. und Frarr Anitta Müller,' endlich die Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Körperschaften und Institutionen, u. a. der israel. Kultusgemeinde Wien, der Israelitischen Allianz zu Wien, des Verbandes dev. israel. Hunranitätsvereine „Wien" und „Eintracht" B^nai B'irith, . deren t atkrästige Förderung außerordentlich zur schnellen Entwicklung dieser Aktion bergetragen hat. In seiner '. einlefienden Ansprache wies, der Präsident auf die großen Schwierigkeiten mannigfacher Art hin, die der Tätigkeit in Galizien im Wege stehen, und bemerkre. Daß der . staatliche Unterhaltsbeitrag von K. 1.50 für die Verpflegung der Anstaltstzöglmge nicht ausreicht; es.müßten mindestens 2 K. zur Verfügung gestellt werden. Hsenso . notwendig. ist eine' Erhöhung der Unterstütznngsbeiträge für Kriegswaisen in Fami ienpfiege. Der Präsident, bittet alle Gönner und Menschenfreunde, dein Vereine auch fernerhin ihre werktätige' Unterstützung zuteil werden zu lassen. Alsdann. erfolgte die Verlesung' des Tätigkeitsberichtes, dem wir folgendes entnehmenw °- Zn den bereits früher errichteten Kriegswaisenheimerr in Galizien 'sind im Berichtsjahre weitere Heimo hinzugekommen und die bestehenden nach Möglichkeit.. vergrößert worden; die Unterstützung von Kriegswäisett in Familienpslege wurde auf eine größere Zahl ausgedehnt, und speziell die Bekleidnngsaktion wurde in großem Umfange in Anspruch genommen. Zurzeit bestehen im dm / größeren Städten Galiziens unter der Obsorge der'Sektivfnen Krakau und Lencherg des Zmtralkümite^' -fürjLdischp Waisenfürsorge 22 Kriegswaisenheime verschiedener Art, in denen mehr als 1000 Kriegswaisen versorgt werden. Die meisten dieser Heime.verdMiken dem Vereine zur' Rettung verlassener jüdischer KindEGr.^ Mtßtehung. Für die Waisen in allen diesen Heimen stellt der Verein die benötigten Bekleidungsstücke bei: Zur Erhöhung der staatlichen, Unterhaltsbeiträge für Kriegswaisen in Familienpslege zahlt der- Verein' jährlich ungeW'r. 60.060 Kan die 'Sektionen, bezw. in Der Bukowina an die-: Kultus gemeinde Czernowitz, da in Der Bukowina'noch-keine Sektion besteht. Für die Bekleidungsäktipn des'Vereines - wurden mehr als 300.000 K-; ausgegebew' uE entsprechend dieser ..Ausgabe eine' sehr..große.Anzghl .pott^ Kleibern,- Wäsche.und Schuhen angeschafst -und.den Opmi- . «es zur Verfügung gestellt: -.Mrder - sind im- BerichtGahre mit /BeMdnnBMcken LMxsehen