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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-02-22 · 8 (22.2.1918) · page 3

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
8 (22.2.1918)
Date
1918-02-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Br 8 Lv «i^och s Wcheüfchech S»«e m l'i «f&ff iu#~ kch^er'7 Mtz-wird MtM Teil! durch -die Gelvatr üer)OMpätiSn /niedergehalLen. In Galizien waltet er öhn^DemntUrrg. - Bei der DemvnstraLion irr, L'enrberg, voch 187Mdrüar w egen Wolrn wirrden Flügblä-tter gegeri die! Jüden verteilt: .? ' ' ' "!/.;./\!r’’ Es Migt sich leider inchM nW^, daß die stolttischen Politiker den EhrgeiK hegen,' Vre gkorreiche zaristische StaaMunst forMsetzen. . Minister Dr. Mose^ SilberfarV. Mraina ist der erste Stadt, der den Juden nationalkulturelle Alltononrie und eine eigene Vertretung im Ministerium nstch den Grundsätzen der neuen Verfassung einger-äuNrL hat. . Zum Minister stär jüdische Angelegenheiten ist der ÖVmann der ,,Veremigtenjüdisch-sozia!istischen Arbrüer- Partei" Dr.. Mos es Sil be rf a r b ernannt. / Dr." S i l b e r f a r b ist eiii Sohn fromlner Eltern, hat den Eheder besucht, seine Studien -„als Externist" , betrieben, Möst sich der jüdisch-sozialistischen Partei an und redigierte das! Parteiorgan in W'i ln o. . - Dest sechzehnWrige> Kriegsflüchtting. (Die ar rsche.uitd die semitische Rasse.) . ^^.ÜntW<.heü^^SMLgtvorL?,>BWr vom Jugendgerichk" meldet-der" Abend" Mer .einen! Gerichtsstrozeß!' gegen einen sechzehnjährigen galizifchenJudensungen : .. Ais der Krke§ begann, war der kleine galizrsche Jude zwölf Jahre alt;! ein geliebtes- Mnd vermögender Eltern. Dann kamen die Russen in den Ort. Der Vater 'wurde krank. Unter den . vielen, die aus Angst und Sorge - starben,; war mich er. Die Russen zogen wieder ab. Es bkieb der Leichengeruch, der dijs Seuchen im die Häuser trug. Während wieder di« österreichischen Banner' wehten, sielen die Menschen an'der Cholera; darunter, war auch die Muttev des kleinen Juden. Nun stand , er allein, da, elternlos -^-7ohne'' die geringsten Mittel — mit zwei kleinen Geschwistern. Und wieder sollten die Russen kommen; man sah schon Schwärme, schwarzer Kosakenpserve in der Ferne; man legte sich auf den Boden und konnte die Hufe näher und näher, kommen hören Da packte jemand den kleinen Judenjungen ^und flüchtete mit ihm; man brachte ihn über die Grenze nach Ungarn. Im! LärNl.. und Gedränge verlor er sich. Mitleidige brachten ihn nach Wen. Es übernahm ihn die Fluchtüngsfürsorge und gab ihm das Notwendigste. Abxr er wollte nicht von fremden Leuten -Hilfe aNnehmey; er wollte sich selbst sein Brot verdienen. Er 'versuchte manches. Die- Plagen der Not und des Hungers suchten ihn heim; aber mir ganz kurze Zeit. Bei der Prag- Rudstiker Korbwarenfabrik ftellt er sich - vor und wurde' aufgenommen, erhielt meinen Wochenlohn von achtundzwanzig Kronen. Eine' Dame nahm -sich seiner -an und -gab rhin Essen und Kleider. Ein Ärbeitskämerad pet chm. zu einer armen .Frau zu ziehen, wo auch er. wohnte. Dort - sah es freilich traurig aus. Bett stand - an Beit, - oft - konnte der arme Judenjunge nicht einschlafeu — "cs wstr eine Unterhaltung in tschechischerSprache, ein wüstes uinb rohes Durcheinander VM Stimmen, -heiseren Schreien, Fluchen und drohendett Fäusteii. ,Dann wardes endäch still und finster und! nun' regierten hie kleinen, wachen Tierchen der Nacht, suchten sich! ihre- Nahrung vonden schlafenden Körpern.' Oft erwachte tzer -ktzrne Jpdekijunge. satz erschcocken und!gequält im Bette auf ünddachte: es7mußgetragen werden. Und am Morgen verließ.er riihig^das' Haus, ging mit ' doppeltem Fleiß und Eifer :diss- Arbeit, - lv-eil er dachte: cs must besser werden. In seiner braven Wtlichkeit, djean nichttzArges dachte, ahnte er nicht, baßer als der einzig^ Andersrassige Zorn ,und. Verachtung in bem^GenMeryü!Wner Schlafgenossen wöchrref. Sie haßten ihn. weist erdst'.wäd und^MtkenLust.ihst zu martern. ' MHA--Wr'chr'W --^yM«-!tzöflö^it -My, weil er ge-' hykt!'tzhMi?stesGWtz W Juden, wurde eines Abends, als er Mjche^jpr'...'BE..MKmtzeü,-^pyd im rersteu .Schlaf lag, von den' ^Hlafwietern -igeweckt, aus dem -Bett gezerrt, beschimpft und geschlagen ^iha-Zoru und . ihr Hast, hatte sich ins FauatiU« ver«. stiegen. ,:Unv verlangte nach Entladung.d (ijcttt!.eolerk>' war kurz ^vorher, als er sichim. betrrmkMen Mistauds ine Nachtkafteehyus aufhirlt, '/sein Geld gestohleu -woMust uM verlangte ec es Won dem Jungem^ - .,^d^.!hrM.Mc''Me^ . gestohlen", schrie ec, - '! - '7 d-? st,-7^7r^st7 7st- Der Junge hatte wohl einiges . Gekd^zrspärt».. erL WÄlM'rn! dafürnach Galizien! reisen, seine Geschwister - Muchry. '.,»!.! ,,Jst! das Ihr' Geld?"r * sagte 'er,!7 zeigte , die ersparten Ein- und—ZwePrönenstücke' her. 7^ . . . " 7^! '^^'' ..Nein, jüdischer Hund, aber du kannst schön/ gewechselt - Sie riefen die Polizei.; - . - ' -! 7'X‘ ,,Wer hat hier was gestohlen?" schrie - dec Palizeiagegt! 7.!,s- „Der Jud'. der Jud'!" ' -.'• y: :‘ Ul „ Der Junge wollte sich verteidigen.- - - - - - -!-- „Sei ruhig, Jud'!" schrie chn der'Polizeiagent an 7 ihn ins Gesicht. ' s < . - -’C- ■■•y.; Er. wurde .trotz 'seiner - Beteuerungen,! ängstigt,-.«^'''8^«: ihn die. Anklage wegen Diebstahls.erhoben! ' '!, ' Er steht vor dem- Jugendgerichte und.sieht' den.' Jugendrichter-)/' aus hellen, blauen Augen furchtlos an: ekn Utzin!er tzlkrtz^-7HM2'!! oost-europäischem Auftreten, nett und ranj!!mkt!,MWM tuche und. Handschuhen an den Händen^ Der- Kopp!M^ bewußt'im Nacken, ais er den charäkterrstifchen. Griff nach7Mr'ver^77? hältnismäßig sehr großen Brieftaschemacht. Es ist jeMuiA ML- Zeugnis seiner Firma, der- Prag-Rüdnifer- ÄorbwarenftKttk.5.dgSf>?) er dem Richter zeigt! Aber dieses Zeugnitz ist sehr /MKn.;^ < spricht von deni Vertrauen, das man zu ihm hat,, von' tzipeM>! ' Fleiß, von seiner Tüchtigt^, daß7 man -'ihn^atzs^GefMWkyW»-^ schickt und daß man ihm auch viele - Tausende -Kranen-cmdertrüurik".. könne. Und doch ist er erst sechgehu Jahre alt und WW ganK-! - allein im Leben. 7!. -.v-!,;} Der Richter spricht ihnbedenkenlos frei-. Ts ,br-uchp ftnWR ‘, nicht bange sein mn diesen Jungen. 'Er wird seinen Weg inächen^-! und wahrscheinlich - selbst einmal eine Präg-Rudmker -7KöcdwarLch!^ < fabrik besitzen. Esse-7 Fak wnra c- Authentische AugaIen mtt StzösLgxhMrrn ’’ 'J$eÄiiiet! 7.;-"!! -'; Wir werden vonverschiedenen Seihen Mer dgs.An^ ,> matz der den Feldrabbinen zukimynmoen GehHcen. Wj-x ihre seelsorgerifty-en - -FunkLionen gefragt. UmdiLse:! mir. Aus dersechen-geht hervor, datz, jotastge der dauert, ein Mftilärjeetforger anft UgenvEchie streng verböten unD struPar. Diie Norch-E Tienstvorschrifr für die Ä-ci,rL.ärgeiKLichkeit vom ■ 1904, W.en,7190o, Parygratztz 13, ^PunkdO? - lau^eL^ j „Für die geiUrchen. .Tunk-ianen- .der Dränung Beerdigung haben die der.mili.ürgeisUichen Jurisiüition! - unterstehenden Personen den Mititärgelsttichen eine Stola?, gebühr 7 in! nachstehendem Ausmaße.- zu. entrichten!! » für eine Trauung von Peyonen von der 8. Rangs--, klaffe aufwärts 20 -K.,-7-''voN^--der..!-9..^RantzskLaM' 12 K., von der 10. und 11. VaüMlasse 8! K.-; / d) für die Beerdigung von Personen von der 8! Rangst! ki-asse aufwärts- 22 K., von der 9. Rangsklaffe 16 K.,'- von der 10. und 11.^ MngMasse^12 K/'; ch die in keine Rangsk.'afse eiNgereihien '-GagrslLN und die Mannschaft haben keine Stola-zu entrichten-; . e) nn Felde (Kriege) entfällt jede Stolageb-ühr/- Zur Kompetenzfrage zwischen Zivil? und MMürraNhpKH--Äi In der Nummer 45 der ,DestLi^e«jhffHen',-8W^NH schrift"! wurde die jetzt gelegeMich^der ' VormahM.pK^ Jch.mö.chie nutt^zur Ergänzung auf einige.'Bestim^nnaK^ Hinweisen, hie zur Klärung Mser- FrageweschtlLWW. tragen dürsten.^.-. . . . .1? ' - / 7"!!^! Was die VorÜtzhme von TranungLn!hei.MMtWPM ' s sonen durch ZivilrMiner betriff, so -chntde bereitMtz' dem erwähnten Aufsatz^ 'im: ^eßLrreMfchm WöDnschrift" darauf hingewie/eu, daß nach den bestehenden

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