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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-02-08 · 6 (8.2.1918) · page 4

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
6 (8.2.1918)
Date
1918-02-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seit« 84 Mr. MoM's Wochenschrift SK. 6 Me Uertri-rgurrg -es A«-en1ums. „Wisse, was du zu erwidern hast." Pirks AbotH. Seit Dtanetho bis Dühring und Chambertain sind Jahrrau,eiwe oa^ürgeoan,cyL, me Welt har vrersary seitdem chr Aarll.tz emeue^t, nur eines' i,r starr urch unsbe^älwert im ^ause oec Zelten gemieden, yac sin), nicht ve^ätlnert, ,ei es, oaß wir von Allerrnm, wtrtlerarcec ooer Neugett sprechen, ö,a£ ist öec Jnoeirhast, Die Scymach des wren/n-enge, chlecyres, die daran zweifeln Läßr, oa^ ein wrlltM/er Frnt,chtllc in der Kucrur und Ziolll,anon der dürrer zu verzeichnen ist. Es wäre sehr verehrend, die, er merkwürdigen ^r,cy,elnung irr der ^-esnsicyre oer Zeuen uno ^rörrer nach^u^eyen, zä>' ist dies ötdifctu) schon gescheyen von nichtzuor,n,er und jüoischer Serce, wenn aun) meist mit kjetuiiuug des Jemeniten Partei,randpnnk- Les uno näht mir wr,,e.csn)afniryer Ermrorin/reir. AVer auch, was dre Berrervrger oes JuoerttumS, seit Phllo uno Josephus bis auf vre neueste Zeir, an.scywerwregenden GtütU-en gegeir un,ere Gegner vmgrbrachi haoen, wurde in wls,ensn)afrlicyen Werken zu,alnmengerragen, uno wir besetzen oer Quellen gerrug, aus denen wir schöpfen törrr.en, um, Qw,ge,ra^ter mrr dem blanken Rüftzeu^e ,cha.fer Wa,,en, nn.ecen Feülden enigegerräut^ecen. Vom er-j.en Jahrhunoerr der vorcy,rrstlicyen gea oiS in die ÜJCLte oes gmeaett nach,n)^i,rtin)en Jahrhunderts sehen wir dre „APonr^e-eu des JuoeNtUms" gegen 'die Angriffe der Gr.e^en ihre Veriewigungswasftu richtend Ihr grauzendper Verrrerer ist )ener Pyttv, auf dessen Vedeumng fürs .Juoencum zuerst Asar/a di Rosft rm sechfzeymen Jahrhundert in semer „rrugenteuryte'" aufmerksam Machte. -lLUle wahre Schutzfür das von Apron angegrissene Jnoenrnm.ist die oes Io, ephus: „Gegen Apron ooer üoec das hohe Atter des jürn,chen Volles". Es Mm die Zeit des EhristeittnmS, es kam das MiLtenrller. Gegen die Angrrf,e von Ey-ristenweniger ge^en die der wcohammeoaner, hatte sich,' oas Judenrum zu wehren, und es tat dies mit allem chm zu Gebote sreherwen. Eifer, mit wissenschaftlichem und religiösem Ernsre, seit Saddia den Jo,epy uno Jehuoa Hareoi vis aufGracymanideS und Propymr Duran uno Joseph/Mio. Furchtbar schwollen die Wogen der sudenfeindlichen Literatur mir der Erfindung res Buchdruckes an. Im zweiten Leu semer hebräi,chen Biollothec (erschienen 1/2r) zählt Johairn Ehr'isrlan Wmf aus süafzig a-luarr,eiten die Lllel mrer vis' zu dre,er Zeit erschienenen von Ehristen versa tzten juoenseinotichen Schriften auf. ' Aber auch wir können die,er angreifenden Heeresmasse die geschtossene .Phauulx nn,erec Verteidiger eillgegensMen, vom „Nczzachon" des Ochmann wcuhrhau, en vis auf Mana,fe oen Israel, Menvers,ohn uno Loym, dessen 47Ü1 erschienene Schrift „ueoer dre bürgerliche Verve,serung. der Juoen" eio.e Menge voll Gegen,chlrefren, voll der gehäftigften Vertenmoungen des Jnoenruins, hervorrief, ftno was sotten wir von dem vreigeprre,eilen Jahrhundert der Krllll, der vorurtellsw.en Lvi.senjchaft, des Foct,chritts, dem neunzehluen Jahrhunoerr, sagen, das den alten Kohl des via/, enanttfem ttlsnrus, wie ihn einst in atten Zellen Apion, „die ^äcmtrvmmel seines Ruhmes", verkünd me, wiener aufwärmte'? Seit Gobmeau wird diese feindselige Hypothese vom Arier- und Ni-chiariertum in der sogenannten wissenschaftlichen und schöngeistigen Llleratur dem großen Publikum in allen möglichen Aoarien vorge,etzc, von unseren Feinden mit Gier aufgegrillen, aber auch von den Kindern unseres Volles mit Vorliebe studiert und sogar werteidigt. La gilt es nun, solchen Anschauungen mll Macht enrgegenzutreren. 'Es genügt nicht, das, was unsere Feinde triuulphlerend vertünoigen, zu widerlegen, sondern der Wahrheit, wie wir sie. erkannt haben, zum Siege zu verhelfen. Wie dies' geschehen soll'?- Es sst dies eines der größten.Probleme der „JudenfrLge" . in der Gegenwart. Daß der Unterricht in . dieser 'Beziehüng und Namentlich der Religionsunterricht vor eine große, schier unüberwiMiche Aufgabe gestellt wird, wer wird dies leug-. neu? Ich, sage schter unüverwindliche Aufgabe uno denke dabei sowohl an den kurzen Zeitraum, der diesem! Unter- ' richte zugereilt wird/ als auch an die Unmöglichkeit, alte jene Schriften zu lesen, welche auf dem Geviete des Judenhass es die Hochflut unseres Schrifttums an die Ob erstäche schwemmt. Und doch soll sich der Lehrer mit dem wichtigsten. Teile dieser Literatur bekannt machen. „Wis,e, was du zu erwidern hast," diesen Grundsatz hatte er sich stets' vor Augen.. Wlll ich mit Aussicht auf lErfolg den Gegner angreifen, dann muß ich ferne Stellüngen kennen, über sie aufgektärt sein.. Was' unserem Judentum sehr'schadet, das sind vor altem jene Theorien, .die sich, den Schein wisselltschaftlicher Kritik geben und chm gleichsam ganz den Boven entziehen möchten. Wir wissen, es, kein elllsichfriger Mensch, wird heute an unsere Bchel, an » unser Schrifttum mit jener kritiklosen Scheu herantreten, wie die allen Erklärer es! in chrer Naivität, in ihrer unerschüttertichen Glaubensstärke taten. Was sollen wir aber dazu sagen, wenn man heule hört und liest, wie sogar un,ere Zehrer vom „Jahwe"-Glauben sprechen, wie die alle, unüvertroffene Gotteslehre sich ihnen in die Lehre eines Beouinengottes, eines Gewictergocles' auflöst, daß 'man förmlich vermeint, sie hätten ihre. Lehren... aus^ dem haw oder ganz verrückten Buche des.Dir. Wlllibald Henschel, genannt „Varnna", geholt? Wenn anseinandergesetzt wird, wie sich ftm Judentum chetitischeamorili, che, philistäische, phönizische^ babylonische und noch ältere Elemente vermengen, ^'uns^ Sabbat, unsere Feste Ueberreste. altsemitischer Anschau^ nngen darstellen, was bleibt da noch vom .JuventünE übrig? ... Ich meine, in der Frage Moses oder Well-' han,en darf unsere Antwort nicht zweifelhaft sein- Wenn wir aber -^selbst alle Erzählungen und Personen unserer ältesten Geschichte als mythisch hinstellen, dann würde ich mich nicht wundern, wenn die Frageentstünde: Wozu sind wir demnach noch Inden? Hier muß die Verteidigung unseres Judentums Einsetzen. . She.iten, Amorllec, PhlliMer, Vabyu)nieft meinetwegen auch Sumerier und Akhadier in Ehren, wo.aber sind sie hingekommen, alle diese Ahnen des Judentums? Warum haben sich, die Juden erhalten und jene Vorfahren unseres' Stammes, wie man sie nennt, nicht? Ichdenke, wie haben hier Anlaß genug, auf. dcck! hinzuweisen, was schpn im Wertum Philo und Josephus zur Verteidigung des Judentums gegen dessen giftige Bekämpfer vorbrachten. Von edler Wärme für das Judentum sind die Verteidigungsschriften dieser Männer erfüllt. Moses und seine bürgerliche und religiöse- Gesetzgebung hält jedem Vergleich mit der der Griechen und Mmer stand. Hamürabi, dieser neuentdeckte "altbabylonische Ge,etzgeber, mag ein Zeitgenosse Abrahams gewe,en sein, aber auf welchen kleinen Kreis von Ken?- nern ist sein Gesetz beschränkt? Ferne sei es von uns, mit Geringschätzung auf die. Leistungen der groPn Völker des Altertums herniederzübltcken. Das haben unsere großen Denker gewiß nie gewollt und nie getäü, ihnen galten Plato und Aristoteles als Offenbarer höchjster Wahrheiten. Aber deshalb dürfen wir unseren Moses, unsere Propheten, nicht zu mythischen' Personen stempeln lassen, ihr Werk zerpflücken und zerstückeln! und von einem „Jcchwe" Hspr^ch/.PM, ,dW MMr Mld Bedüinengötte. Der Glaube an diesen' Gdtk' hällDvschlechter urck üns«r Volk erWM, M WW jM MMie

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