Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 4 (25.1.1918)
- Date
- 1918-01-25
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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tit. 4 Ar. Kr<ch!s Mschenschrift Mächte sich jedoch nicht viel? daraus, tauchte mehrmals im eMalten Wasser unter und versuchte, an den Wänden Hinauszuktettern. Wer die Leute : schleuderten Steine in den Brunnen und verwundeten den Gvlem an der Nase und),am rechten Auge,- worauf sie' eiligst, davonliefen. Der"Golem. dev -an den glatten Wänden nichts hinauf-- zuklettern vermochte, schwamm , hin und her und hielt sich über Wasserfläche, - - Indessen wartete man im Hause Rabbi Löws aus die Rückkehr des. Golem. Da er nach einigen Stunden nicht zurück war, schickte Rabbi Löw den alten Scharnes ,Abraham EhaiM, um sich nach dem Verbleib des Golem zu erkundigen. Abraham Chaim begab sich mit einer Laterne in Begleitung zweier Männer zu dem Brunnen und als der Golem das Laternenlicht erblickte, begann er mit den Händen zu klatschen. T-ie Leute über?- zeugten sich^ daß der Golem im Brunnen sich befand. ' Man ließ die lange Holzstange mit der Schöpskanne hinunter, in welche der'Gotem yineinstieg und'so herausgezogen wurde. Blutend und erschöpft führte man ihn vor Rabbi Löw. Dieser befahl, den Golem.zu entkleiden uNd beim warmen' Ofen zu legen. Erst; am Dienstag erschien der Golem neuerlich vor Rabbi Löw, der ihn durch Winke über sein Erlebnis befragte. Ter Golem schrieb die Antwort auf Papier und bat gleichzeitig um » die Erlaubnis, an den Attentätern Rache zu nehmen.? Doch Rabbi Löw erlaubte es nicht undsagte: „Die s Bösewichte werden vom Himmel ihre Strafe erhalten." Und so kam es-. Tenn plötzlich bildete sich bei dem Lastträger eine schwarze Narbe am Arm. Es wurde eine Operation vorgenommen, die aber keinen Erfolg hatte. Nun sagte der Lastträger, daß er dies als eine Strafe Gottes empfände, weil er den Bannfluch deß Rabbi Löw nicht achtete. Er schickte Frau und Kinder zu Rabbi Löw, um ihn um? Verzeihung zu bitten, doch dieser ließ sie nicht vor sich kommen. Er sprach: „Möge sein Tod seine Sühne sein!" Der Mann starb mach einigen: Tagen. Nach' dem Tode ihres Rädelsführers kamen seine Genossen zu Rabbi Löw und gestanden ihre böse Tat, verteidigten sich jedoch damit, daß sie der Verstorbene beredet hätte. Rabbi Löw bestrafte sie mit einer Geldbuße zugunsten der Talmudlehrschüle, außerdem ordnete er an, daß sie .Jahr für Jahr vierzig'Aasttage ab,- hälten und ihr Leben lang jeden Sabbat alle 150 Psalmen lesen sollten. ■' Weratvr. . : gjentfißjüiali, ' Eine Zeitschrift der jüdischen «Jugend. Diese Zeitschrift unterscheidet sich von anderen jüdischen durch ihren Leserkreis. Sie wendet sich an die jüdischen- Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren etwa, soweit sie sich selbst, ihr Judentum! und die Menschheit ernst nehmen. - Sie unterscheidet sich von anderen Zeitschriften für die Jugend dadurch, daß sie Achtung vor dieser Jugend -Hat,, sie nicht belehren und unterhalten, sondern-zu klarem und reinem Ausdruck bringen will. Weit entfernt von der Absicht, die Jugend zu bevormunden, will diese Zeitschrift im Gegenteil der jüdischen Jugend , gerade das bieten, was eine bevormundende -Erziehung ihr oorzuenthalten pflegt. Wahrhaft führende Männer werden, sich in unmittelbaren Zusammenhang mit der Jugend setzend, grundsätzlich und berichtend den' Zustand des «jüdischen 'Kulturwesens, seiner lebendigen Vergangenheit, seiner gewollten Zukunft,, darstellen. Derganze Umkreis des Lebens..der Religion,, Philosophie, Wissenschaft. Kunst und Politik des jüdischen -Volkes werden so nach Und nach in die Eefühlssphäre ider Jugend gerückt werden. Eine Umschau wird über Menschen. Bücher und Bewegungen bei anderen Völkern berichten. Die vornehmlichste Pflicht einer solchen Zeitschrift,. H aber, neben dem anderen ausführlich zu erörtern, was die dringendste Frage jeder ernsten Jugend ist: ihre Ausgaben im Judentum untern der Menschheit; und daraus folgend: die konkrete Gestaltung ihres Lebens: die ForM-en und Ziele der Jugendbewegung. Zn dieser Frage werden hauptsächlichst junge Menschen, als die hier vor allem- Kompetenten, das Wort ergreifen. Kurze regelmäßiges Berichte aus allen belangvollen JugendgruppenwTden ein Bild, vom gegenwärtigen Stand der Jugendbewegung.nmd/Anknüpftings-Ä punkte für eine fruchtbare Aussprache geben. Die Zeitschrift erscheint als Monatsschrift im« Umfange von zweieinhalb Bogen unter Redaktion, von Dr. iSiegftied Bern-» feld km R. Löwit Verlag. Berlin und Wien. Die erste Nummer'' erscheint im April 1918. Abonnementspreise: 12 K.. 10 M. jährlich^ 3 K., M.;2.50 vierteljährlich. Einzelhefte werden zunächst nicht ausgegeben. . Anmeldungen erbittet umgehend R. Löwit Verlag, Men,-. 1. Bezirk. Fleischmarkt 1. : Oesterreichs Namenrecht, insbesondere die Namensänderung. Most' Dr. Hermann Grüner, Wien, Manz, 1917. Dieses Büchlein will die derzeit geltenden Bestimmungen qus' dem Gebiete des Namensrechtes allgemein verständlich oorträgen.' Die Kenntnis der einschlägigen Vorschriften ist für viele Schichten: von großer Bedeutung. So vor allen werden die Matrikenführ^r', und Rabbiner zunächst ihre Aufmerksamkeit dieser rlelneü.?KesWs--' sammlung zuwenden mü,sen. Bemerkt wird, daß das Kommentar, sehr populär gehalten und allgemein zugänglich ist.; I. M. Franz Rosenzn eig. .,Zeir ists . . ." Gedanken über 'das' jüdische Bildungsprob tem des Augenblicks. An Hermann -Cohen. ' Verlag der ..Reuen Jüdischen Monatshefte", Berlin-München. 1919. „Moriah", Monatsschrift der jüdischen Jugend. Redaktion: Dr. Wilhelm. Berkelhammer. Verlag: Wien, 20. Bezirk, Klosterneuburgerstraße 64/29. 13. . Jahrgang. Heft 3 (Dezember 1H1M soeben erschienen. Es enthält unter anderem folgende Beiträge S W. V.: Ausblicke. — Dr. Mar Rosenfeld: Der S^itz von nationalen Minoritäten. — D. Zimmermann: ßphysilche Kraft als Vorbedingung der geistigen -Wiedergeburt. — B erwil: In der Chanukkanacht. (Gedicht.) — Klieser Rieger: Jehuda Leib Gordon. — Dr. Josef Xe nnenb aunr: Die freien Berufe im galizischen Judentum. — Karl Rosentzeld: Eolus. (Gedicht.) — A. Tartakower: .Ueber die .Siedlungsgenossenschaft in Palästina. — Rundschau, Bibliographie üsim -- Als Beilage „Haschomer". Bezugspreis jährlich 81 K-.: 6 M.. halbjährlich K. 4.20, 3 (M-, vierteljährlich Kp::.L2yx: M. 1.50. Einzelnes Exemplar 60 Heller, 60 Pfennig. -. Archiv für jüdische Fam.lienforschung, Kunstgeschichte und Mu» seumswesen. 2. Jahrgang. Nr. 1—3. Inhalt: -Dr. Bernhard Wach stein, Wien: Die jüdischen Bewohner Preßburgs imJahre 1736. — Paul Josef Diamant. Wien: Elchanan, Paulus und seine Beziehungen zu Kaiser Rudolf II. (Mit 3 Abbildungen.?),! ,-7- Dr. Arthur Zacharias Schwarz, Wien: Zur Biographie <St(a Levitas. (Mit 1 Abbildung.) — Professor Dr. M. Brann, Breslau: Die Abstammung Ferdinand Lassalles. —Dr. A. Frörmann, Frankfurt a. M.: Bibliographie der <Stammbäume. jM bischer Familien. — Dr. I. Zoller, -Trieft: Ueber italienischjüdische Familiennamen. — Dr? M. Wertner, Parkany: Die. Familie Coronello auf Naros. — Dr. M. L e w i n. Nikolsburg': Die österreichischen Ahnen des englischen Ministers Samüel. 2- Paul Josef Diamant. Wien: Die Abkunft -der Marquise der Galliffet und -anderer prooenzalischer Adelsfamikien. — Verschiedenes : Jüdische Fürstengeschlechter im Kaukasus. — Der Zionismus und die Mischehe. — Sven Hedin über seine Abstammung:' — Der Rassentypus des Abgeordneten Dr. Arthur Mahker^ jMuseumswesen. — Redaktion: Wien, 3. Bezirk, Estegassem?:. Verlag: R. Löwit. Wien, 1. Bezirk, Wollzeile 6. . .. Für Chiffre: Glücksstern" — „Merrs Habafts". erliegen- Briefe bei der Administration. v .,; i L. B. Nachträglich wurde gemeldet: Vor der Rei^tagsersatzwahl in Bautzen hatte der Antisemit Wetzlich seine Kandidatur, zurückgezogen. Danach hat der Antisemitismus als besonder polk--» tische Partei im Königreich Sachsen entgütttz abgedankki Mähk rend bei den Wahlen von 1907 noch in 5, fächsiWn WrMreiseN Kandidaten der Deutschen Resornipartei aufgestellt wqren mndvon diesen 2 im ersten Wahlgange, 1 in der Stichwahl MwäE wurden, -kandidierten 1912 nur noch 3 -Reformer, undvon diesen gelang es lediglich dem reformerischen Kandidaten ist Bautzen;'iw