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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-01-25 · 4 (25.1.1918) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
4 (25.1.1918)
Date
1918-01-25
Page
– (sequence 14)
Language
German
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HIM'WTH *|> »I T.«ftgg SeßBÄ Dir.: Msch s Wochenschrift Nr. 4 MM» ^ete/HÄö: 29. "Mai 1691, Steyr (Oberösterreich), 9. Be- -HiWlMsengajse 28: - -v Weis rMryWe, geb. MekrWltf, Kaufmannswitwe, geb. >1. No- ^v^Ler. >1660^. Wien, 8. Bezirk. Skodagasse >15. . ' mi Anz:- Am> 6. -Febrnor l. F. .hält im- KanftnännischMl. BBOMshsuseJgexx D-r. Elias Tä s ch aus' Wien..einen 'UENlg: -z^BvernrWe-lt^Lii.eg und -tz.aZ> jüdischje ^nchEGn'BLAnn:?!iK8AhW-:Mends^ ..... Pohrlih! Durch'Herrn Oberlehrer Bader wurde'uns der Betrag von:M 4ß.-± jüt Erricytrug eines Waisenhauses in Saffed als Sainmelrrgebnis<ll.) der Schülerinuen Edith Schnabl, Helene und Erna Turner übermittelt. '_ 1 -©iföf. Am 12.' d. ' M. veranstaltete «der hiesige israelitische Frauenverein ein. großcrngelegtes Konzert .mit Theatervorstellung zugunsten her. Witwen und Waisen des 27. Sisseker Hausregiments. Seit dem Besuchen des .Vereines ist es zum erstenmal, daß dieser in dieser Weise in die Oefsentlichkeit «trat. Ls war eine lokale, interkonfessionelle Sensation, dieses .Fest. Sisals,, die «Hochburg d^^bD<mWeü''Änüsemyismus/ .hat diesmal den Burgfrieden glänzend. gehalten. . Konzert und Theatervorstellung waren 'eine,,künst- '.Ftüul«n- Marianne En g e l (Wiener Schule) sq^g Entzückend. ' Hand in! Hand mit dem. Erfolg der künstlerischen Erbietung ging der Erfolg des Erträgnisses. 4800 'Kronen MMn^öHenaMchk ^wohltätigen Zwecke zugsfuhrt werden. . Der ' Heiseft'''PräDenthl Fr-ap, Justettor Maria S t r ä s s e r ist^ Hat ".'einen schönen uüd nachahmenswerten «Beweis, seines humaGn.u'nd patriotischen Strebens bekundet: Wir gratulierend, ihm - .^T''..... ........ ■'' . /;;y.'~v..; v- A«s Aem Lrde» -e^s hohe« Kabbi Löw. Sh ^N>me Golem-Sagen^ '^gesammelt und bearbeitet von Chaim Bloch, Delätyn. 'JauUl - ^MeMntlW'hatt-en viele "marannische -HaMEn aus aus! Italien sich in.Drag angesichett HröMr äme Heimstätte gefunden. Viele in' ihren himmelschreienden ' - Drangsalen zersprengte 'Familienmitglieder hatten sich nach und nach hier wiedergefunden. , ^Bevor noch Rcchbi Low nach Ppag kam, ereignete ^^KL''MkÄ/dser-'.FDnlren.,- baß ein Bruder seine HMMP7 GchwesM ^Mehelicht hattet -Erst nach Jahren - Paar chatte inzwischen mehrere Küchen geschenkt --dies-^ZiMigje' durchs eine erbliche, in .e^yrMÄhchie Warze an erstem .cherhMten io kam die nahe Blutsverwandtschaft zum . Borschjein. " > " sA^sHMisMw uM.sein RabbinaDkolleAuMEchieltUr WsMsM' WM' ch«:.'Hü!'', zur..KermttrM'MÄKe,,'/eine' BüÄWM M MÄ-: Wachs-Mn^seltzm.Tage'wurde.die rechtmäßige Mheidung des Paares durchigeführr. -!1^'WeWgleich Rähbi Löst verkünden 'lte^/'daß dem H^MM^Hi^-^WMf-IöetzMnessen '.'stz^ .und '. haß seine HerrÄ eine HuAungbMr Geschickes war, das der Mestsch BMM-seWrsi^'.vermSMÄiÄ' auf der Familie eine der vornehmsten,' mir der viele der aMesehenften altansässigen Prager Familien verwandt waren — ein Makel haften. Ihr Ghrennawß wurde -aMeMein in den Schimvifstamen „Nadler" uMgewandelh' da das!.Wort „Warze" in^der dawaligen..VolZssprache mit. „Nadler" bezeichnet wurde; r._ .. - r:.: •;< ^s^HssHhhnpfchDk'verbreitete sichern ganz Prag. -W.. archeren beleidigen chchllte, er . itgtätjke. auf die ^Reinheit der-Kinderfeeleu-siehr ungünstig.. wirken mußte: ' •. . vb:,.- .. Nach vorheriger schriftlicher Fühlunglrah^me, mrit - den größten-rabbinischen AutoritäteM) hatte.-NabbüzKäW gemeinsam üMit ldMe RabbinaMollegium bei!;Schjofar--(Posaunorltz)klang nnds«;stamMnden.schwarzewb KeMNi'üLinen furchtbaren VanNslnch - Gegen jeb^n ausgesprochen,' der sich des' Wortes' „Nadler" als! Slchimpftvort bediente. Der- Blyrnfluch hatte^ feineiMrknnlg .unb! may/HAete jichdieses Schimpfwort ferner, zu gebrauchen.' - - ' ' Denüoch ftyDen- :sich--.M!.:Prag! ..'einige..LeuLe.(Rabbi Löw sagte, sie trügen die Seelender Korcschj--Notte/4. Buch Moses 17, 1,. in.sichi), die das Verbot nicht achteten- und. sichi nach wie vor bei gegenseitigen Beleidigungen , des Wortes..Nadler" bedierrten: AN 'Rabbi' Löw -dies' erfuhr, schickte er-den Mener Abraham Chaim. zu dem Anfüh!rer dieser Leute, einem -Lastträger, um: ihm eine. Vorladung zum Rabbinat .zu Derbringen. Doch der. Mann erwiderte dreist:-„Ich werde kommen, wenn ich Zeit Habe." Als Rabbi Löw dies hörte, wurde er darüber sehr ungehalten.. Er ließ Josef Galem. zu sichi kommen, undbefahl ihm, den Lastträger in die Rabbinatsftube zu bringen. Djer Golem, begab sich gleich in die Wohnung des Lastträgers^ packte, ihn beim Genick und trug ihn wie ein geschlachtetes! Schäflein durch die Stadtzu-Rabbi Löw. Dieser^ 'hatte Einige starke Leute bereitgestellt, -die.,dein Widerspenstigen rechts mäßige „SchMge" (Malkes*.*) iaufzählten. Ms die Strafe vollzogen war, mußte der Mann barfüßig vor -Rab.öi Löw erscheinen, ihn > um Verzeihung - bitten und das -Ver-. sprechen ablegen, von'nun ab« das Wort „Nadler" nicht mehr zu gebrauchen. , , , Der! Lastträger sch^wor den Leuten, - die - ihm die ^Schläge" versetzt hatten, >Rache.. -Hauptsächlich -richtete slJCk sein Grimm gegen den Bolem und, er beschloßt mir lbzurechnen. : jch-s! der Mann nach Häufe' kams Nriet mit.'seinen Freunden, um den GoleM zu überfallen und zu ernwrdem Dazu bot^sich! -ihnen einegünstige, Gelegenheit.- - ' Es wiarEjepslogenheit des, Rabbi Löw> daß man ihW n ach SaW,atansgang!von einem nahen, .sehr tiefen Brunnen frisches Wasser. brachte..: Als nun am folgendest-' Subbatausgang..7— es war die, Chanukka-, eine kalte, frostige Nacht der .Golem . wie gewöhnlich beim Brunnen erschien, nnr Wasser hsitaufzuziehen, und die Schöpf? kanne mit der langen .Holzstange h'inunterliest übM sielen ihn die Leute rücklrnM faßten ihn .und warfen ihn, bevor er sich.ihrer Umklammerung erwehren konnte, kopfüber in den Brunnen. Wäre der Golem ein gewöhnlich,er Mensch gewesen, so hätte er ausi der ^HteÄe den ..Tiod gesunden. Dieser .Familie tief beleidigt wurde, attdererseits drWWÄöe^ SWrtchfNWnr, W.-m. die Kinderlehrstnbe, was *) Anmerkung des Bearbeiters: In den vom Rabbi Löw verfaßten Merke.;>Ne.siwo,i.0.1.a fflt, (zum erstenmal - gedruckt in - Powy-Dwohr'? 1809), Seite 60—64, wird -dieser Fall aüs4 führlich juridisch besprochen und auch die Entscheidungen der rabbinischen Autoritäten veröffentlicht'.^ Fermr sindst ^dieser- EeschWe - Erwähnung in. den .Glossen Rabbf,, Salomo Lurjes i» .s.c ü e 8 c h i o.m o« sverfaßt 'int. 16. Jahrhundert) zu Tälmüd. 'Babli, Trältat Baba Käinu, Abschnitt 8/'H >b4^ (als Antwort" an Räbbk Lö'wa-'ohne dessen NaMen anzuführen), Mit -folgenden Worten-: „ . 7. .- Wegen der-Familie, von . der? das Gerücht verbreitet ist, -daß ein Bruder unwissentlich seine Schwester geehelicht hatte, was durch ^die Warze'.vom! Mutterlesbe erkannt würde . . ., ptetij Kapazitäten haben sich mit'! dieser^ sehr großen Familie verschwägert . . . und wer diese FaMlie mit'Namen' „Narbe" („Nadler") benennen wird, der.verdient die Strafe, als hätte er sie „Mamser" (Bastard) genannt,- und zwar Schläge" und, .Abbitteleistung." Schließlich ist aus. dem! Werke »o e r a b o r eU«,. Glossen güm Traktat - Berächoth! vom 'Rabbiner^ R. Btächje ^ÄeWch' Wm erstentNü!'gedrucktt'in Halle, 1714) zu ersetzen,, Vaß.rdirseT FäniiW noch-. --rM-L. Laufe ^vdes 17. Jahrhunderts /eine der: angesehensten war,, und ein Mann, der .sie beschimpfte,-vom Rabbinat empfind- lich bestraft wurde. . E, ''E! '. /!.. ';V; **)' Malkes 39 „Schläge", Nach' TälmÄd; bepo. SchülHanaruH für Beleidigungen oder Verbreitung von^unzulässigsüS-Gerüchten.

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