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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-01-18 · 3 (18.1.1918) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
3 (18.1.1918)
Date
1918-01-18
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 46 ... Dr. Bloch's Marcovici Margueüte, geb." 16. dtovember "1690, Baccul (RunEnien), 1. Bezirk, Hotel Metropole- - Popper Hilda, ged. 1. September 1891, Wien, 14. Bezirk, Prinz Ziarlgasse 17, - ' j"...' Rotz Hermine, geb. 28. Mai 1889, Oedenburg (Ungarn), 1. Be- . zirk, Postgasse 1. Schleicher Jola, geb. 21. August 1897, Smolno bei Brody, 2. Bezirk, Praterstrahe 7. . ^Schlesinger Marie, Modistin, geb. 19. Februar -6,891, Wien, 1. Bezirk, Drähtgasse 3. - . . Eine ncue Edelstcinfirma. Der Gründer und Seniorches.der seit ^dem Jahre 1872 bestehenden Edelsteinftrma Brüder Herzl, Herr Salomon He^l, bringt seinen zahlreichen 'Geschäftsfreunden zur /Kenntnis, datz er nunmehr selbständig den Edelsteinhandel unter der Firma Salomon Herzl, 1. Bezirk, Franz JoseMai 17, . betreiben wird. Herr. Herzl etabliert sich ,auf-seine alten Tage alsowiederum aufs neue und es sind ihm/ von Persönlichkeiten aus . der Wiener Gesellschaft auch bereits -mehrfach Glückwünsche zugegangen, die besagen, daß Herrn Herzl infolge seiner großen Fachkenntnis uUd allgemeinen Beliebtheit der Erfolg 'zur Seite sein wird. Bei diesem! Anlatz sei -erwähnt, datz sich Herr Herzl fortgesetzt auch an Kriegsfürsorgeaktionen mit eigenen cheträchtlichen Geldauswendungen, Liebesgaben und unermüdlicher Werbearbeit betätigt hat und ihm hiefür Dank- und Anerkennungsschreiben von Erzherzog Franz Salvator, den Erzherzoginnen Marie Valerie und Blanka, vom" Prinzen Leopold von Bayern, von mehreren Ministern, dann vom Bürgermeister Dr. Wriskrrchner. dem deutschen Botschafter v.- Tschirschky, fernervon -zahlreichen Amtsstellen. Behörden und privaten Vereinigungen zugekommen find. Diese Dokumente geben Herrn Herzl das Zeugnis treuerfülltev Bürger- und Menschenpflicht, und es werden-ihm sicher auch noch weitere Zeichen der Anerkennung zuteil werden. Wochenschrift ' Nr. 3 : ’ Mäkau. - Htr 12l d/M.' siWnw 81 .^Lebensjahre Herr Jakob B o b e r .aus' dem Leben geschieden. Der Vev-- blichene' hat sich als" Größkaufmann in Krakau in Fachkreisen eines! wohlverdienten Anschens erfreut, und .war. als Vertrauensmann der Krakauer Bürgerschaft Mitglied des' Vorstandes. der israelitischen Kultusgemeinde//Mitglied der Handelskammer, und verschiedener Fach- und WohlLäti-gkmtsvereine. Ms langjähriger.Zensor der Oesterreichisch-üngarischen Bank'hat es der Verblichene verstanden, die Interessen der' Bank mit denen 'der Gesellschaft in /Einklang zu erhalten; seine, offene Hand für Hilfsbedürftige, seine Freundlichkeit gegen die von . ihm Abhängigen brachten ihm die warme Sympathie .weiterer - Kreise, die Liede und Anhänglichkeit seiner Beamten/und Angestellten ein. Mit Jakob- Bober steigt der Nestor der Krakauer Kaufmannschaft ins Grab. Ule werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Innsbruck. (Kaiserlicher 'Dank.) Der Vorsteher der israelitischen Kultusgemeinde W. D a nn hau s e r und der Rabbiner für Tirol und Vorarlberg.Dr. Hink.-.erhielten km Wege der Statthalterei ein Dankschreiben des. Kaisers^, in welchem der'Kultusgemeinde für die anläßlich der Errettung des Kaisers aus Lebensgefahr Zum Ausdrucke gebrachte Loyali.tätskundgebung der Dank ausgesprochen wird. ' ' // /-. Prag. Am 29. Dezember 1917 ist Rabbiner Professor Sal. Knöpfelmacher im hohen Wer von 84 Jahren sanft verschieden. Mit ihm ist der'Senior der Prager israelitischen Religionslehrer dahingegangen. Geboren im Jahre 1834, legte er nach Absolvierung der Rabbinatsfchulen in Leipnik und Preßburg die Gymnasialstudien und das philologische Triennium in Prag zurück. Nachdem er an Priv.atanstalten unterrichtet hätte, war er Rabbiner in Laün und wurde später wieder nach Prag berufen, wo er am Kleinseitner, Graben- und Wtstädter deutschen Gymnasium sowie an der zweiten dent- Zeirlanz Vertreters. Professor Knöpfelmacher war eine der ehrlvürdigsten Äscheinungen der Prager jüdischen Seelsorge. Gleich ausgezeichnet durch. tiefes Wissen wie durch Lauteren Charakter und Würde seines Wesens hat er als vorbildlicher Lehrer bei vielen Generationen von Schülern ein bauerndes, Ehrendes Andenken hinterlassen. Die pohe Achtung, die er auch überden Kreis seiner näheren Bekannten hinaus genoU. gab sich auch darin kund, daßihü der Verband der israelitischen Religionslehrer an den MiÜelschulen zu seinem Ehrenpräsidenten, der Verein „Afrke Jehuda" zu seinem 'Ehrenobmann ünd der israelitische Fortbildungsverein zuseinem Obmann wählte. Professor Knöpfelmacher, der bis ins höchste Greifenalter dem Lehrberufe oblag, erfreute sich noch in der letzten Zeit vollkommen -geistiger und körperlicher Frische. Montag den 31. Dezember 1917 fand unter imposanter Beteiligung und Anwesenheit sämtlicher Rabbiner.' Prags und der Vororte das Leichenbegängnis vom -israelitischen Badhofe aus statt. Im Badhofe sprach ergreifende Worte, der Trauer der Prediger'der Tempelgemeinde Professor Dr. Kn. Schwär tz, am Friedhöfe, sprachen die Rabbiner Professor Tr.!J. K irschj, Professor D!r. A-iDeutsch, Professor Dr. Hugo Lieben und der Sohn des! Per-. - blichenen, Rabbiner Friedr. Knö7vse.l mach er. Unter den/vielen Trauergästen sah' uwit ü. a. den Präsidenten der Prager Israel. KulLusgemeinde, Oberfinanzrat Tr. Koserak, Hofrar Dr. Unger, vieleMvokaten, Aerzte. ehemalige Ähüler^, Professoren der Mittelschulen mit Landesschulinspektor Regierungsrat Dr. Strach, usw. KiÄpest. 'Ueber Anregung des hiesigen .Rabbiners, Honvedseelsorgers! Herrn Dr. Z. Bande, .wurde unter, der Leitung des eben von hier abdizi-erten Vorstandsmitgliedes Herrn Armin Holzmann ein Prachtbau erworben zur Bergung und Zentralisierung a.ler jüdischen Knltusinstitutionen, vornehmlich' aber zur. Unterbringung der ersteif.jüdisch-konfessionellen Volksschule. Dank der -großen Opferfrendigkeit sämtlicher.MitgliLder; dieser? neuen und. aufstrebenden Gemeinde, ist - dieses -länger- - sehnte Ziel endlich realisiert worden. . : Wer weitz? Sara Hasenfratz, Flüchtling in Bachmaning bei Lambach (Oberösterreich), sucht Hugo Weiner. aus Jsapas bei Witznitz und seine zwei Kinder Rosa und Jsat. Aus dem Keden des hohen Koddr Kam. Neue Golem-Sagen, gesammelt und bearbeitet von Chaim Bloch, Delatyn. / . . 17.- Entlarvt. -- / (Fortsetzung.). Rabbi Löw richtete eine Bittschrift an die Regierung um die Bewilligung, die Gräber des Ortsfriedhoses in dem Nachbardorfe? durch, zwei seiner Vertrauten besichtigen lassen zu dürfen. Der Polizeihauptmann gabohneweiters seine Bewilligung hiezu und stellte zwei seiner Leute zur Verfügung, um bei - der Aufklärung des! Falles mitzuhelfen. .Daraufhin, berief Rabbi Löw den Golem. und, noch einen verläßlichen Mann zu sich und belehrte sie, was sie zu tun hätten. Diese, reisten in Begleitung der zwei Polizeibeamten in daß! .Dorf und als sie dort eintrafen, ließen sie die Totengräber der Dorfgemeinde kommen und begaben sich mit ihnen auf den Friedhof. Es geschah, wie Rabbi Löw 'vorausgesehen hatte.- Ms der Golem die Gräber der letzten vier Monate. besichjtigte,. stellte er sich plötzlich auf eine Gruft und/zeigte durch Gestikulationen an, daß diese leer sei.

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