Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 2 (11.1.1918)
- Date
- 1918-01-11
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seikr. Dr. Bloch's Wochenschrift 9lt, 2 ,.Aus der..Geschichteallerdings wissen wir/daß Juden wL^rhM guch. HM -christlichen 'Staaten mit -dWMütv--' sche^7MiWnens betraut" wurden^ - Karl der Große vertverMU)ÄMn' 7AnLM^ zü^ einer diplomatischen Mission än -uiLMW..KUest/Mtml . Arraschid)Änd' die ehemalige- RepnblckBeMiig tie|j ihre diplomäit scheu Geschiästein Aonstantinopel dnrch^Dx,/Israel Cpnngliano besorgM..^Die Republik Venedig ivar damals merkwürdig vvrürteMff:ei7 Papst Päul' Vim Jahre 1605 däs HnHOM/Mep-^VeNehiA verhängte, verbot der/Senat denMeW.Mch Äk^> bezügliche Breve zu verkünden. „Ich werE 'ftch: wäsi mir^der heilige Geist eingeben-wird," erMÄe hieranfBer Vikar des Bischofs von Padua. „Ich kanh^Mnech' Wen," anünortete der Gouverneur, „der heilM -Oeitz hüt der Regierung! schon eingegeben, alle diejQngen äüfhängen zu lassen, die den Gehorsanr verweitzerMrWdeW - - :; Achrch^DÄreHur -Republik und' durch Tapferkeit netM/M, Jüyen aus, so insbesondere bei der BolagM^M chyn Kvpfu im Jahre 1716. Der venezianische GeiMtzlrffrmüs' Graf S chrt-leNb u r g, berichtete dar- ''Ri^rerui^':- //Die' allergetreüeste JudengenchMWoN Oörsu hät srchi mit bewunderns!werter AahänglichW/gnd -Standhaftigkeit während der ganzenBelage-. rmMbeno-mnen Und die größtmöglichen Dienste geleistet. AWVÄr 'Außenwerken besärwensich bewaffnete Juden eindndrmhmen an den'gefährlichsten Stellen am Kampfe teil/.Bereit; Gut und Blut zu opfern." PölMschssBemtung zwischen Polen und Inden. MD. Warschau wird gemeldet.; In der Wohnung des '/Konsuls- und, Ratmannes' Boleslaw E i g e r fand dieser Tageeine politische Besprechung statt,, an welcher angesehene Mitglieder der polnischen Gesellschaft und der "Wisch-assimMLorischen-Kreise leilnahmen. '.Diese auf JniAative^der neuen. ^Bereinigung für gesellschaftliche Arbeit/ Hwischen. /Juden-und Polen" zustande gekommene KorffEnz lsollte -die Aufgabe haben, die. polnischen. Po- , litiker'.mit . a8en Einzelheiten. der , Judenfrage in Polen bekanntIUmachen. Unter den Anwesenden befanden sich die Minister;B. u k o w i ec ki, SLaniszewski und P auikowski, der Staatssekretär Rostworowski und andere' Staatsmänner.- Eingeleitet wurde, die Beratung durch ein Referat des/Referenten für jüdische AngelegenheUM ' im - politischen Departement Josef W a s s e r z u g W^7Ue/ÄeHMebch^>.Mischen ..Parteien.' In der Disknf^n^wurde von' jüdischer Seite darauf hingewiesen,' daß . hie Behauptung der polnischen Regierung, daß sie berM sei, die .jüdische -Frage in objektiver,. wohlwolleNkder^Deise zu behandeln, raschestens durch entsprechende Haftungen erhärtet .werden, müßte., Der Zusicherung. Öe£' .MLnLsterpräsiöenLen' gegenüber der Abordnung der jüdischem Journalisten mü,se bald, die Tat folgen. Wenn auch-zugegeben weiten soll, daß jetzt' die Zeit fürgesetzigeberische Aktionen nicht geeignet sei, so müßten doch all die-Kechtsbegrenzungen gegen die Juden, die als Erbschaft' des) finsteren.zaristischen Regimes noch immer bestehen, unpHiAglich abgefchafst werden. - So müßte der Vertreibung der 'Juden aus den Dörfern Einhalt geboten, dasWhetto im „Goszczini-Dwor" abgefchafst, das Ver- Bt^rMüs.',.des „Lafenki-Parks" in polnifch-jüdischHMeLnng. äufgchoben, die doppelte Spitalsteuer der JrHA.-uW/.ändexe AusNahmsgesetze aufgehoben werden. anwesenden Politiker zeigten ein besonderes Jn- LeMjersÄ-rMeZtaA der Au s w an d er ungd er In d eitaus Polens.wobei einige Polen, ganz offen erklärten, dMBie'^WDe- .Auswanderung aus Polen sehr erwürtfcht se^Eud: stellten, an die anwesenden-Vertreter der jüd>ischE MirnstianLen' die ausdrückliche Frage, ob sie' auf ditz^WMiÄnng Mr jüdischen Auswanderung einwirken fömtiert. ' ‘ ' ' A'-"- ' - - /- -'/ Die anwesenden Assimilanten antworteten, daß . eine öffentliche MMon/zur/>EflMickstM^UinLx.MWßeW -Wanderung. sowohl. grationsfähigen, produktiven. EMnente"Mr dsslWKMst.- Jm/Zusammenhang mit dieser FrägL würdvsäüch'.dies Frage anfgeworfön,, wie ses -DMMiLLig^M--.W(sA-K -. last i n a fr a g-e - stehe undob der.Man" K.r.HlÄüisten' Aussicht auf '.Ersolgi -habe, - und wenn .jä, welche - Beden-' Lung/^PMMnu.'4U.MnwanderuygZWdMiM>/We.,Aut5/ wort - der . Indenlautete, - daß s'ü^r.'.Li^s'MssichtM..hO ' zionistischen Planch/ dermalen Bestimmtes/Les.agt werden könne und daß auch bezüglich der/.UnWhms^ fähigkeit Palästinas die- Meinungen, /gekeills ffe i em /Rach -mancher: Msicht/köW-M^HoH^wnige..WUWechWH.Mderenr Urteil mehr >M ze'hn--MiWnmM^MEchMMl' Ferner brachten die Polen die FragL-/U>die7DWl kussion, woher es komme, daß die breite Oeffentlichkeü' Hinsichtlich . der Beziehungen der Polenzu ' den Juden eine sö schlechte Meinung- - hat. - Hierauf , wurde erwidert,. - daß schuld daran die -verbi.fenen antisemitischen• Erfchei-: nungen Ln Polen während der- - letztem Jahre nnd/HarH: besonders - die ' vielen - Berleumdüngen seien, ivelch e r -die -, polnische antisemitische Presse am Anfängedes Krieges gegen die Juden verbreitet'-hat, wobei besonders Mtont wurde, daß selbst, wenn zugegeben werden muß, daß manche antisemitische Erscheinung-bloß' als Eiuzelerschei- - nung angesehen werden kann, für welche nicht-die gesamte, polnische Gesellschaft verantwortliche gemacht tverden könne, so sei doche der anlijüdische B-vykot-t eichealM . gemeine E-rsch-einung 'gewesen.- ' - "7 .' Zum Schluffe wurde auch die jüdische Forderung^ dm Rechte einer n.aLionalen Mind'er-heit.berührt, wobei die Polen erklärten, daß -eine, solche'-Gorde^^ rung nb erflüssig' sei, da "impolnischen. Staate -vi<^Judeujedenfalls gerecht behandelt, werden würden und bloße Garantienauf dem Papier wenig/Nutzen brächten,-/wie! sich dies bereits in Rumänien k erwiesen 7haheli - -/Diese Frage wurde bald abgetanda die eigentlichen'Vertreter dieser Forderung' der Beratung nicht zugezogen ivurden und die Forderung in den Assimilänten keine Verteidiger fand. -? i Die Zensur der mit hebräischen Schristchjarakteren 7. geschriebenen SchriftMicke. .Bekanntlich, sind gleich zu Beginn des Krieges aus Gründen der Geheimhaltung über. Anordnung...des - gewesenen und, ach> so viel beWmpffen Kriegsüberwachungsamtessämtliche Schriftarten,j— mit.einziger. .Ausnahme der lateinischen und/(gotischen) deutschen nebst den Geheimschriften . und der' Stenographie' im Postverkchre verboten worden. Solche Briefe durftem natürlich nicht befördert werden. Zu diesen „verbotenen"' Schriften 7ge/ ' hörteaußer der Kprilitzer, der Glagolitzerundder arabischen Schrist auch die hebräische. Gleichgültig,-.ob. in jüdischer (jiddischer) oder, in hebräischer. Sp r.a ch egeschrieben, das in hebräischer Schrift Geschriebene durfte/ nun einmal den. Adressaten/ nicht erreichen.. .Hingegen/' unterlag das -mit lateinischen. Schristcharakteren: wenn auch in jüdischer oder hebräffcher Sprache. — Geschrie-. bene natürlich, dieser Beschvänkung nicht//.) /. - /-. 7/. Es dauerte nicht lange» so begann/ der Abbau" dieses KriegsüberwachunFsamtserkchstsr. Die:- Mohamme-- daner, die Serben und die Ruchenen^ die-. GriechLsch-- Orientalischen und - -die 'Griechischp-Katholischen^wan.dte.n sich dagegen - und^ suchten die. Außerkraftfetzung:/. dieser für die breiten Schichten - der/, betreffenden VolWämMe.- und Konfessionen mnerträglich, lästigenFessel:zn Mang en.^ Bald/ W-Nrde auch, fürdie - geltend ./gemachten.berechtig-/.