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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-01-11 · 2 (11.1.1918) · page 5

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
2 (11.1.1918)
Date
1918-01-11
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2 - Dr. Btüch's ^'ffeitV^Tttereffeiibe%• .SSöIfe^-'idier.-Maßi :gum -Opfer gehrWr'^Die-^. Staats^ Md - Kriegsinteressen wurden jeither durch eine paritätische'Bchandlung Lei der Durch,- - - Möder betressenden SchriststückZ durch verläßliche Sprach- " nüd . Schriftkundige ' gewahrt. y Ob jemand, den Beschwerden der jüdischen Bevölke- ^rung Leun, Anegsüherwachungsam' e bis zur Einberufung . des -HarlanrenLes Stimme und Ausdruck verliehen .hat, . e-'.'M michL- .he^nnt' -geworden. .Tatsuche ist, daß von allen rMyanntM, Von der..Bevölkerung der Monarchie verwenbeten-''Schriften., einzig, und. äl'ein nur dir hebräische noch Meheimschristen. gezählt wird..' Daran nicht ^.Zenug, wird in der Hvaxis.selbst' diejenige Erleichterung^ - die -Mit . einein zweiten ^Erlässe des' Kriegsüberwachungs^ . --'aurtes -,'Men'-.GeheimfiWisteÜ.. zugestanden wurde, ' den he- ..'.chräischen. . Schriftstücken ' entzogen.. Nach« diesem Erlasse - "dürfen rranllich?solche Briese weder an den Absender rertourniert, .noch länger als ächt, längstens vierzehn' Tage . ,von der Äbsendnng an.den'Adressaten zurückgehalten und rschonr. unter ".gar keinen Amständen willkürlich vernichtet .(.-..-.werden.-- welch letzteres gerade' das' häufigste zu sein . V*; l^eiy't, .Heräll ^'d.ort," wy die Militärzensur ihres Anrtes waltet.' Dabei' ist es nicht einmal klar, ob selbst das .. Krieg'süberwachungsamt die Zensurierung auch, durchges eignete Personen. —. über Anordnung der kompetenten / militärischen KoMManden in den Kriegs- und Okku-- ..chationsgebieten — bedingungslos.verboten wissen wollte. ' ' - Jetzt-ist es endlich höchste -Zeit, diese drückende Fessel der jüdischen . Bevölkerung, welche sie sehr schmerzlich empfindet, so doch angesichts der.Friedensverhandlungen;■ / einmal abzunehmen. , .... - -r ' ' Hach 'Zusammentritt dD Parlamentes hat in dieser Abgeordnete,S t.r a u cher eine Jnter- " (pMäklon eingebracht,' ohne von wem zweiten Erlasse offen- .' dar.Kenntnis^ zu besitzen."Darnach entspricht der gegenss wärtige 'Zustand/nicht , einmal den Bestimmungen der Erlässe. Soweit öffentlichbekannt ist, hat der Minister , fürv Landesverteidigung auf.diese Interpellation bis.'heute keine .Antwort erteilt. - ' Die. Sache ist um. so wichtiger, als' es zu'befürchten .- - steht, daß . die polnischen Behörden im österreichischen . .. Okkupationsgebiete des Generalgouvernements Lublin .nicht nbeELust haben dürsten, diese „Institution" auch - fernerhin zir erhalten und bereits schon jetzt „auszu- - bauen".., Werden doch bereits jetzt in hebräischen Schrift- - charakteren in Oesterreich (!) gedruckte Zeitungen (anscheinend auch- Bücher) von der Einfuhr nach Russischk- - ../tzolen ausgeschlossen. - .'Da jetzt jegliche- Beweggründe wegen Geheimhaltung / üßevljmipt nicht- -Mehr so schwer ins Gewicht fallen und ‘ '. Leiden anderen' Schriftarten, selbst der arabischen (für ' die paarmal hunderttauEnd Mohammedaner) längst die -- B/fövdevumgsevschwerung nicht mehr zu Recht " besteht undauch! bei der Hebräischen Schrift aufgehoben " wurde, "soist - esdochan wer Zeit,' auch den Bedürfnissen der .jüdischen Bköölkerung Rechnung zu tragen' ( mnv insbesondere jede -willkürliche Vernichtung, Retour- /^'nierung -'oder-' Zurückhaltung vvn Mitteilungen länger als acht bis vierzehn Tage — - solange der betreffende / Erlaß - Nicht aufgehobenwird — strenge zu verbieten. L - Es geht' doch nicht ach eine'- Bevölkerung von fast einer - Mi l l i o ch Seelen am unbeschränkten, einwandfreien Ge- -dänkenachstaüsch zu hindern.: In Galizien gehört der- .' zeit 'Nämlichi fast wer ganze östliche Teil sowie die Bu- 'chkpwina als' engeres' Kriegsgebiet zum Territorium der - -Militärzensur, welches -außerdem selbstredend,' auch noch; wns Webiet Wes' Gemralgoubernements Lnblm umfaßt. Wochenschrift Sette 21 Tiie Leiden Der rnmänijchen'Jüden: // Im Odessaer „Unser. Leben" exschieü' twc MHem eine Unterredung, die der Redakteur,- des genanntenTagblattes, Herr S. H 0chberg, mit.dem rumänlschenMinisterpräsidenten Take Jvnescu? überdie schreMiche Lage, der Juden in Rumänien , geführt hatte. - . . . - Take Jonescu gab zunächst d'e Bersicherung/daß er kein Judenfeind (?) sei, im Gegenteils er sowohW-wie der König selbst seien Jüdenfreunde (?). Er leugnet durch>aus nicht, d aß die Lage der rumänischen Juden-eiche traurige ist, meint jedoch daß. eine:. BerbHerunW.) der Lage der Juden gegenwärtig .unmöglich -sei.-- - „Die Judenfrage"-.— sagte- T-aK.-FöcnvKL'H-: — .-/kann in Rumänien nur. dann gelöst werdem- - wenn c§ im Lande zu einer Revolution kommen sollte^-, da aber Rumänien vonder Revolution, noch iveit erü^rnr ist, nmßte, um eine Lösung der Judensrage'Mm^rjetzL herbeiführen zu können, die BersassungMärtzlich^RNge'- ändert werden. Nach der heutigen Verfassung.-könnten die Juden in Rumänien nur dann die'bürgerlichen-Rechte erhalten, wenn dreiviertel der Abgeordneten mente dafür stimmen. Eine solche. Dreiviertelinajocktät könnte jetzt unmögliche zustande gebracht werden. -"Es müßtell also gewissermaßen solche Deputierte. erstsgewählt werden." - Herr Hochberg, der. die furchtbare Lage -derz rumärrischen .Juden , auf seiner Reise durch, das Land -aus eigener Wahrnehmung an Ort und-Stelle kennen gelernt hat und die ..selbst , für rumänische--.Begriffe'-unglaublichen Fälle unbarnrherziger Bersylgu-ng 7und -Bedrückung schildert, fügt hinzu:- . . 7.. . /- „Die einzige, wenn auch nur momentane- RMung für wie rumänischen Juden war das russische.-MDtär. Bevor die russischen Soldaten nach - Rumänien kchnen, wurden den Inden von den- Antisemiten stets Schrecken eingejagt, indem, man ihnen zrnief: . „Wartet .-nnr.E bis erst die Russen kommen!" Die Rumänen hatten,^ gehofft, daß die Russen mit ihnerr das> 'Pog-romgefchiäst in Kompagnie machen würden.- Nun kam .es: aber'gerade umgekehrt: Die russischen Soldaten — ich unterstreiche die r u s s i s ch e n, von den jüdischen. gar.? nicht zu reden — sind den rumänischen Inden in ihrer schweren Not nach Möglichkeit behilflich undbeschützen sie-- so daß jetzt, die entgegengesetzte Drvhsung hörbar wird: „Wartet nur, sollen die Russen nur einmal , fort, von hier sein, dann werden wir mir euch abrechnen." ,,. Das zitierte Blatt gibt im Anschlüsse, an. 'Msen Bericht der Hoffnung Ausdruck, daß was russische-Molk und seine Vertreter, die für die Rechte wer 'unterdrückten Völker kämpfen, bei den "Friedensverhandlungen auch Bürgschaften dafür verlangen und erreichen werden, daß die rumänischen Juden endlich einmal in den Besitz ihrer schon so oft verbürgten und stets verweigerten Rechte gelangen. Es sei kein Zweifel, daß «auch pie Mittelmächte eiri solches Bestreben, mit allem Nächhrucke unterstützen würden. . Der Wiederaufkau des Keopoldstädter Tempels. Dem Komitee sind in der abgelausenen Woche-nachstehende Spenden zugekommen: - L. XIII. Spendenliste: ' Herr Ernst Hirsch, Wien I. ' K? 2MH-— Herr kais. Rar Arnold Rosenthal, Wien I. 2.MH — Herr Adolf Oblarh, Wien II. . ' 1 l^OOr- Herr Bethausvorstand AnL. Beck. Wien IlL „ ' f;ÖOO.— Herr Schulim Schreier, Wien IV, . . Firma Alois Lemberger, Wien \r :" '~t' 2.000.—

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