Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 2 (11.1.1918)
- Date
- 1918-01-11
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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M-/2 Dr. Bloch'S Wochenschrift SM» 5» MLbK^-dÄr' HöhMnten: .UeWtteu'- Baron Lorant von Mö LpöA das nachfolgende. Telegramm: , - ^JndemMe Ungarisch-israelitische Literaturgesellschaft ört* 'lhre^5heMWisVortraEabenb^ die - 50. Icchreswende Emanzipation ' der .ungarischen Juden feiert, hul- H^t.Ae: rn l üMerwMüich^r Dankbarkeit dem glorreichen Mdenken Josef- EötvW, der einer der führendem Geister der MeichberechLigung unserer Konfession gewesen, sie Kch Fortschritt^''aWeeisert und ihr Richtung gegeben .' hat.? Mir beArew UUs. hiiebbn Ew. Exzellenz, dem Vertreter der, ungarischen Wissenschaft von europäischem Ruf, in' dÄN ' wir -den würdigen Erben des? Mistes und der Grundsätze seines großen Vaters begrüßen, hochachtungsvoll, in Kenntnis zu setzen." - Baron Lorant V. Eö tv ös beantwortete diese Ehrung seines Vaters mit folgendem, an den Präsidenten der M- 'seffschafi, Leopold' V a d a s z. Staatssekretär a. D., gerichteten Schreibend > ,,Ew. Hochwohlgeboren! '. Die unter Ihrer weisen Führung fortschreitende Ungarisch-israelitische Literaturgesellschaft bewies mir eine - -große Gnüde, .als sie anWlich der Emanzipationsfeier Mr Ungarischen^^ Judenschaft meines Vaters in Dankbar-??)«nr.'gedenkend, auch mich. hidoon in Kenntnis setzte. Dem Gersten- Kater ehrendem Sohne kann keine größere Freude chdrden, nls wenn er sieht, daß dieser auch in seinem Andeitken' noch geliebte Vater die Anerkennung des Er- JftrtgEseines gegeisterten Wirkens und Beweise unverjährbaren Dankes inr Kreise jener gefunden hat, für deMMoht-erMiL'Merz- und -Seele gekämpft HÄt in jenen Hexgaügenen ' Zeiten^ als dafür noch gekämpft werden ' >Mnd isb .es:!da nicht eine herrliche, Freude erregende -^rs^iNunMs.düß-die vor-fünfzig Jahrenin Ungarn ^^RTMDMWHaft sM WirkE^it^--MMri^'--!Mvvrden MNMEchIseW^ndn,.^ rMser ^gestaltete' nicht 'nur in ^-M^erikWn>:':-soadern>auch.r in ihrer -Literatur und 'ihrer .. V ÄrH die Ungdrisch-israelitische Literaturgesellschast ist unerschütterlich in. dieser Richtung tätig: Vivat! Crescat llästina durchMewährungpr tit t M'E'a H b tx an ß und Nie de rlas s u ng i n d e n Gre nz e n der Ln f nahmspahigkeir des Landes, örtlicher Selbstverwüb- -tung entsprechend den Landesgesetzen und. freier Entwicke lung ihrerkulturellen Eigenart zu fördern. Die PMstinafMU. Ter holländische Bankier Kann, der Vorsitzende des jüdischen Nationallomitees für die Weltorganisation, äußerte sich einem Journalisten gegenüber Wer die Erklär rungen des türkischen Großwesirs bezüglich des Zionismus. - Kann sagte, der Großwesir habe zwar die Loyalität der türkischen.Zionisten während des Krieges gewürdigt, aber bezüglich der englischen Sympathieerklärungen könne er nicht einverstanden sein, denn die Erklärung sei keineswegs, wie der Großwefir.gesagt habe, Aufschneiderei, denn England habe bereits dama.s, als die Türkei von Zionismus, noch nichts wissen' wollte, Uganda und Elarich für die jüdische Kolonisation zur Verfügung gestellt. Palästina sei gegenwärtig kein passendes Ans.edlungsland infolge der jahrhundertelangen Verheerungen. Es sei aber zu hoffen, daß das Land in eine derartige Verfassung gebracht werden wird daß? es bald ein. Kulturland sein werde. Sobald, eine vinkerrechtliche Grundlage vorhanden sei, werde alles getan - werden, damit durch! Einwanderung , von Kapital und Arbeitskräften ein leistungsfähiger jichischer Staat, entstehen könne. Die Unterredung bezieht sich auf ein Gespräch» das der Großwesir mit einem Berichterstatter der ..VoMchen Zeitung" geführt hatte, und das wir in der letzten Nummer bereits publiziert haben. . . . Mallen für ein Misthes. ..MkWntz. - Wie die Jüdische? Mrtttzwmdenz.'-iw^Bvm?' vMM. ha t der italienische Botsch after in . Washington in - einem offenen Bc.e.e an eine -jüdische Zeitung in Remark erklärt, daß die italienische Regierung, im Einvernehmen mit Balsour für die Errichtung einer nationalen statte für das jüdische Volk - in Palästina eintritt. f ^Floreat! - - - V;* 7 . Ich/ bitte. den Herrn Präsidenten, namens seiner JMMsMftMrHiL7Mr..hexeitete^ Freude meinen aufrich-- tigDn Dmrbentgegennehmen zu. wollen. '. ', ’Hochachtungsvoll '; Baron Lorant v. Eö tv ö s m. p. Budapest, den 29. Dezember 1917." : i. TM deutW AstlswÄptigr Amt über die zionistischen Bestrebungen in PrlMna. I Der-, stellvertretende Sta.atss-ekr.ehar. des Auswärtigen - Achtes Freiherr - von dem Büssche hat--Professor Dr. JHaMu pg und Dr. Handtke vom zionistischen Wionskömitee sowie Professor Dr. Oppenheim e r, Doktor Fried e m a n n und Professor Dr. S o b e r n h e i m vom Komitee für den Osten empfangen und. ihnen folgendes exWrt:. Wir.würdigen die jaus die Ep t Wicklung ihrer Kultur und Eigenart gerichteten.Wünsche der jüdischen Minderheiten in den Ländern, in denen sie Nn stark entwickeltes Eigenleben haben, bringen ihnen volles Be r stä ndnis entgegen und.sind zu woht- 7 K o ll e n d e r:llm r e r st ü tz u n g ihrer diesbezüglichen Be- ^TMuMen bereit. Hinsichtlich der -vom Judentum-- ins- ^Gchmiddre von den Aionisten, -verfolgten -Bestrebungen 'sch sHaAstina begrüßen wir daher die Erklärungen, die " HrHweftr T a l a at- Pas ch a kürzlich abgegeben hat, - di^VWsicht' der kaiferlich osmanischen -.'Re-' --' gemäß''ihrerden Juden stets bewiesenen sreund- MltüNg die^ aufblühende jüdische Siedlung in Pa- Vis'count Reading (Sir Ruftrs Z'aacch Botschafter EngLandÄ in Washington. Lord Read i ng wurde zum -englischen High-Cpm-» missioner in den Vereinigten Staaten ernannt. Er wird die Geschäfte der Botschaft -und der englischen KrieHsb kommission übernehmen. ' . -> Sir Ruf ns Jsaa cs war ursprünglich Anwalt, später Wgeordneter, dann Sollicitor General» hierauf im Kabinett Asqüith mit dem Amte des Attorney General betraut. Sir Rufus wurde dann zum Lord-Dber-- richter ernannt, währerid des Krieges jedoch wiederchrlt mit Verhandlungen in Washington betraut, da er emer der besten Finanztechniker von London ist, auch eine Zeitlang Broker an der Londoner Börse war und sich erst später dem juristischen Studium zugewendet hatte. Jetzt ist seine Ernennung zum Botschafter in Washingp ton erfolgt. .. ' V . Juden als Vertreter in diplomatischen Dienste« waren bis jetzt, bloß bei der nordamerikanischen Republik möglich welche wiederholt nach Konstantinopel Jude« als Botschafter entsendete, und man 7 scheint mit dieser Uebung keine..schlechten Wahrungen gemaM.$t'ifcote«, weil stets nach Ablösung des emen ' ein Wde für' diesen Posten bestimmt wurde. ..? E F Ein Versuch einen jüdischen Amerikaner nach Wien als' Botschafter zu entsenden, scheiterte, an Wiener Widerständen. Von europäischen Staaten ist England jetzt die erste Großmacht, die einen Juden als ihren Botschafter ernennt.