Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 35 (1918)
- Issue
- 1 (4.1.1918)
- Date
- 1918-01-04
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Seite 10 Dr. Bloch's Wochenschrift Ar. -1 treffenbeit hörten veranlaM oder seMk die Mmeldüstgens in LLfiienförm eiüseiÄet. ' , - 7 ^Anch Anregungen aller Art können schon jetzt ein-" gesendet werden und damstdeM Gründungskomitee.oder der Mieren Leitung des' Verbandes sofort hei Beginn. ihrer DatWeit zustatten kommen. . Ter' Gefertigte gibt der Erwartung Ausdruck, daß keLn Jude, der im. Weltkriege Militäpdiestst leistete oder durch den Krieg zn materiellem S?cha d e n. k-a m, pe r s än-nt e n w i rb„der gevlanteu OMtnisation steizutxetem bezw, Hie Absicht - dieses Beitrittes in oben erbetener Weise. bekanntzugeben,' ' '' Dr. jur. Karl Meisels, Wien, I.,. Ebendorferstraße 3. ZMische Kriegsiwaisenfürsorge m Wlizien. Weinte man nach Ende bS Krieges daranschreiten wird, all das Zu verzeichnen, was im'Laufe dieser schweren Zeit für ^bte unmittelbar ober mittelbar heimgesuchten Ostfer dieser Wellkatastrophe getan lvürde, dann wird die Fürsorgetätigkeit für die jüdischen Kriegswaisen Gas llziens? einen der hervörragendsten Plätze in diesem GeschnibMe. einnehmen. . - ' ' Was auf diesem Gebiete seit dem ersten - Tage der Befreiung ^Galiziens; Vor allem der Landeshauptstadt, dank 'der ausovferungsVollen- Arbeit weniger- Menschen geleistet wurde, -verdient mehr als Anerkennung, stellt es' sich ja als eine weitüber^deu' Augenblick vorbauende phÄanthropische und kulturelle Arheit dar. . Wenn man eines bedanerir '.muß, so ist' .es der Umstand, daß für dieses'große Werk' Viel zu wenig Re-», kkrme gemacht wird, ich mdme Reklame.'im edlmt Smne des. .Wortes, nicht jene auf Wahrnehmung' persönlicher Interessen hinauslauferche. ' ' r:f So muß es denn auch' freuen. Mid7'gereicht dein Judentum.,zur Ehre, wenn, diese -Tätigkeit'.von maßsgkchender, nichtjüdischer' Seite gehörig gewürdigt -wird. Letzthin fand sich hiezu' Gelegenheit. Gelegentlich der-. Upr kurzem stattgefnndeiten Chänukkafeier .für rekouoa-' leszente Soldaten, und Kriegsgefangene wurde dem als Gast erschienenen Stadtkömmandanten Von. Lemberg, Generalmajor von Nowotny, über Ziele und Umfang der jüdischen 'Kriegswaisenfürsorge berichtet, wobei derselbe den Wunsch äußerte, die in' 'Lemberg befindlichen. Anstalten kennen zu lernen.' Ter.Besuch fand auch mt einem der nächsten Tage füllt und wGmete der Herr Stadtkommandant, dem her üstermWlich tAige 'GeneralsekrMr des Zenträlwatsen- Ämitees^Herr Rnbeitzahl, die ganze Zeit über als Wcerone diente, den. Institutionen rege. Aüftnerksämkell Begleitet Von letzterem, wie auch von seinem Personaladjutauten, - besuchte General Now o tuh zunächst das in dev jüdischen Mädchenschule nntergebrachte, 50 Kinder beherbergende - Kriegswaiseichans; wo ihn die Waiseivmutter,. Frau Rabbiner C a r o, begrüßte; ferner das' mit den Werkstätten. Verbundene Mädcheninternat, wo Frau Dr. K lchf t e.n die Honneurs machte,. und zum Schlüsse. das größte, Vorliäufig für IM Kinder eingerichtete Maisellhasts,. wo sich.'zur. Begrüßung'! der Obmami des Kuratoriums; Direktor O r a ü s ch Rabbiner Dr. G n t t m a tut und Fmu Tr. Reichen stein emgefunden Hallen, Der Stadtkommandant besichtde in den gesämten ' Anstalten, alle Einzekhellest. wohnte - eiiter Produktion, der' Zöglmge! bei mtd äußerte .sich! Wer das' Gesehene , in überschwÄM lichen Lobesworten. Züm Schlüsse begab er sichi in das Bureau der " Waisenzentrale, wo .n. a. die . itoch!. vor-' handenen Reste der. bereits an die Provinzkomitees verststdeten..WMereqnipierüng in'. Mgürschem'7geüöLimen wurden. ftJnHestwrt wurden. 806 in WaisenhänfeM Antergebrachte Und 2500 in Privätpflege befindliche Kriegs- Waisen mit Wäsche, Kleidern, Mäntelchen, .Schuhen und Strümpfenversorgt, ein' Riesenwerk,, für . das wir. .dem WienerVereist: züm Schütze. KxEM^f^lnder -WaliMHs.- und der als' Leiterin der Belleidnngsaktion hervorragend: tätigen' Frau Lisette Ge l bcf,' nicht genug Dank wissest kynllen. Es ( erübrigt' nür eineüftHppell an die. große' jüdische Oeffenllichkeist durchreichliche,! Spenden und "'Bet-: tritt zum! Vereine dessen ' Bemühungen: zu .fördern, denn-, zweimal soviel Kinder mußten ' leider' Mangels ber. .eiH forderlichen Mittel. nüberncksichtigt bleiben.. '.'.'777'' ojT "<OV ..' Vagujhrih. Im August des vorigelt Jahres wurden tst7 unserem. Städtchen' 550 galizische Flüchtlingevislozieri. Trotzdem die Ankunft der apmeü Menschen schon lastge vorher bekannt war, gab. sich' die pölitischeBe- Hörde recht wenig Mühe, - für UbÜationen Sorge n zui tragen.: Erst vieler Arbeit seitens! her Frau Amalie L ö -' w inger bedurfte es', ehe. die Leute halbwegs menschlich: untergebracht, würben... Die. jüdische .Bevölkerung; mit-. hem Franenverein an, der Spitze, tat alles'' mögliche, nm-7 die7 Not der Vertriebenen zu lindern: Geld und' Naturalien,, Kleider und Schuhe,' Wohnnngseinrichtung. rvnrden. änft. gebracht und.durch Frau Löwi.nger zur ntöglichst ge-, rechten Verteilung gebracht. Die christliche Bevölkerung hielt sich der Aktion vollständig ferir, ja verhöhnte tinS. verspottete die ungebetenen.Gäste.. Fast.gleichzeitig kamen auch -etwa! 50 siebenbürgische -Flnchtlinge7:allerdtngs Ehri-s stell, an -und diese würden — im Gegensätze zu den Gälizianerti '—7 von der. ge samten Bevölkernng. unters' sticht, obwohl dieselben -1 es waren zumeistsEisellbcchner '- - nicht sehr bedürftig wären. Diese Episode, sei nur in?arantlle56 'bemerkt, zumal 7die7 'SiebenbürgerPcff Wtttismäßig kurze Zeit Mer'.Neben. '-Hingegen.find'.'die,' Galizianer' noch heute da-und. die gesamte. Fürsorgelliegt in-dAi -bewährten:Häiiden der Frair L ö w iü gex. rMese Dame Versieht: ihr schweres und nndankbares Amt -nuentwegt; keine Arbeit und Mühe wird "g'escheüt,' vor kemen Wetternnbilden wird znrückgeschreckt, .-imnier.und immer ist sie an ihrem Platze, die Wünsche und Beschloerde'nänhörend, die 'übernommenen Pl'tchw'n.MtsMend.-.^Dst' jüdische Gemeinde stellte durch- SamnÄnng -aufgebrachte Beträge in der Höhe Von 4000 K., Herr-Hofrat.Fraitz- S z e k e l y in Budapest 2500 K. zur. Verfügung,, und. durch Herrn- Laitdesregiernngsrat ..Johamt T a b'e nll'^ Wien würden, seitensder ' Bek'teidnitgszentraks.-Masche^. Kleider und Schuhe' letztere chid'er ungenügend -- 'zur Berteitung gebrächt. Frau. L ö w i n g e r besorgte die M sämte. Aufteilung, bedachLe . die Leute.. zu. - geeigneter. Zeit mit Geldspenden, -inspizierte.- die- Wöhnungen, .. besuchte die Kranken, vertrat, sie bei den^Behörden und war immer bemüht,., gerechten Wünschen, tatkrästigst zw entsprechen.'. Herr Regternngsrät Tab e a n" war ' wiederholt, zur?JW sptzierung hier und sprach, ber genannteit--T>amL steM seine volle Anerkennung aus. Nun, nach einemvierLÄ: Jahren, verlassen ttnsere Schntzbefohlenen unsere Gegend.: Mn -ihreleider7zerstörten.Heimstätten, ausznsuchen-b'aüch bei dieser Gelegenheit: geht der. Zlbtransvort -nicht -.glatll Wahrend jene FlüchtlinK, die:- der Klasse---B .angeh örem in -kleinen. Pärtiew abreisten,' müßten. Mne^der Klüsst_. C (.Bezirk Brody) - noch Hier-: Wibew' ^ünd .- sollen.;- nun-, näch Be'cskerek transferiert werden.' Wiederholt ävurdell TeN miite.: für die - Wretse. besttmm!tz ''so' der, 12.';OkLoberl(-dch, .2K--D'ktober^ der 13. ^oiöent:ßer -^iutb;^u^e|fc;t)et'i174-'Ttzäzember. Immer 7 wären die - Wmlen .mit- Säck::.nnh- Mck zur- Reise bereift -ünbllmMer Wü eiir: unVorhergeseHelleL diesmal.kayftM'Mter.SküWdteftelegraphische Absage der ZenärchträiMollleitäng, HW die -Lente.mußten ähr,-armselig^e^; i-gctB^ : uni>: ^lUt: -.ikiUSeftallWacken- und WnldH MMs"';ÄEstÄ.E.-NÄsn,-ftVhrke däß "ch'neii' Auch "rÄhtzeitig die ' Mittel Am '' Lebest ge-