Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 50 (28.12.1917)
- Date
- 1917-12-28
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 50 Dr. Bloch's Wochenschrift Seit« ,817 feit gegen die Zulassung der Getauften zu den Kottgreßfwählen. Der Jude,, der aus , dem - Judentum ' austritt, sei eben kein Jude mehr und habe daher auch keinen Anspruch auf irgendwelche nationalen Rechte des Judeutumes. „Wir wurden von der jüdischen „Gasse" entsendet und diese hat ihre Ansicht über , die getauften Juden längst in unzweideutiger Weise zum Ausdruck gebracht." Die getauften Juden sind nichts anderes, als Karrierenjäger und -das jüdische Volk würde dem Organifations^- komitee nur Verachtung entgegenbringen, wenn es' sich für die Gewährung des Wahlrechtes an getaufte Juden aüsfpräche. Tiumaabgeordneter Friedmann über die Aufgaben der Konstituante. Dumaabgeordneter Friedman n, welcher im Wahlbezirk Wiitebs'k als erster Kandidat für die Konstituante nominiert worden war, hielt dort, wie man dem Warschauer „Moment" berichtet, eine Programmrede, in der er u. a. ausführte: Vor allem anderen müsse d em Kriege ein Ende bereitet werden. Wenn es nur irgendwie möglich ist, einen ehrenvollen Frieden zu schließen, so müsse bie£; sofort geschehen. Was die Agrarfrage betrifft, seien die Juden, bis auf einen kleinen Teil, infolge der judenfeindlichen zaristischen Gesetze, nur in geringem Maße von ihr unmittelbar berührt. Die Hauptaufgabe der jüdischen Abgeordneten der Konstituante werde darin bestehen, an der gerechten Lösung der Nationalen Fragen mit allen Kräften mitzü arbeiten. Mehr als hundert verschiedene Volksstämme wohnen in Rußland, von denen viele jetzt Mit territorialen Autonomieforderungen her-- vortreten, von deren Erfüllung das Los der jüdischen Bevölkerung im russischen Reiche abhängt. Aus diesem Grunde müsse das Hauptaugenmerk darauf gerichtet sein, daß die Grundgesetze der russischen Konstituante den Juden eine nationale und kulturelle Autonomie sichern. Herr .Moritz ZWoA-/ Wien,. 19. Bezirk - . - .? „ 200^-7 Firma Em. Marchfeld & Sohn, Wien, 2. Bezirk „ 200.— Firma M. Fischt & Söhne, Wien, 9. Bezirk „ 500.— Herr Joachim Rittermann, Wien, 8. Bezirk „ 1.000.— G. S. ., 500.— Herr Jakob Huber, Wien-Schwechat ,,. 200 — Herr Hermann Eltbogen, Wien, 20. Bezirk „ 500 — Herr Heinrich Holz, Wien, 2. Bezirk .. 100.— Herr Philipp Aigner, Wien,'1. Bezirk 100— Herr Louis Waller, Wien, 2. Bezirk,- / Erhöhung auf „ 1.000 — Frau Olga Hirsch, Wien, 9. Bezirk ,, 120 — Firma Brüder Breuer, Wien, 1. Bezirk „ 300 — Herr O. I. Pipasberg, Wien, 2. Bezirk „ 1.000 — Herr Leon Rittermann, Wien, 8. Bezirk, jErhöhung auf „ 400.— Herr Ignatz Kisch, Wim, 2. Bezirk „ 100 — Herr Gustav Koch, Wien, 2. Bezirk „ 100 — Herr Samson Wagenberg, Wien, 2. Bezirk „ 100.— Herr David Pollaczek, Wien, 1. Bezirk „ 500.— Firnra Gebrüder Anspach> Wien, 1. Bezirk „ 100.— Fa. M. Tauber & Bruder, Wien, 1. Bez. „ 300.—- Herr M. König. Wien, 19. Bezirk „ 300.— Herr Leopold Haas, Wien, 13. Bezirk „ 200— Ueberweisung durch Frau Direktor Haber, Wien, 2. Bezirk .. 330.— Herr k. k. Kommerzialrat Alexander Simon, Wien, 15. Bezirk „ 100.— Herr Dr. Jacques Adolf, Wien, 1. Bezirk „ 100.— Herr Ch. Altmann, Wien, 2. Bezirk „ 300.— Herr Emil König, Wien, 2. Bezirk „ 500.— D. St. „ 500.— Herr Leopold Teltscher, Nikolsburg „ 200— Herr k. k. Kommerzialrat Alexander Zirner, Wien, 1. Bezirk „ 1.000.— K. 27.250 — r‘.' Tie Vertreter des jüdischen - Volkes müssen die uationaljüdischen Interessen über die Klasseninteressen stellen, weil der nationale Geist nicht von äußeren, nebensächliches! Begleitumständen abhängig ist. .-Um die jüdischen Interessen zu verteidigen, darf man durch keine Parteidisziplin' gebunden sein, sondern nur entsprechend dein Willen des jüdischen Volkes in Rußland. Juden im italienischen Ministerium. In dem neuen italienischen Ministerium sind die Juden Morpurgo zum Unterftaatssekretär für Handel und Industrie und Reggio für das Transportwesen ernannt worden. ab bereits ausgewiesen: Herr Louis Waller K. 500.— Herr Leon Rittermann „ 200.— „ 700.— K. 26.55k— bisher ausgewiesen „ 663.200.— Gesamtsumme K. 689.750.— und noch viele andere Beträge, die wegen Platzmangel erst in der nächsten Numnter ausgewiesen werden können. Bei Herrn Rabbiner Dr. Grunwald gingen für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels ein: Von Firma Hermann Denes 200 5t, M. I. Mellinger u. Sohn (durch Herrn I. Blum) 1000, Heinrich Bäck 200, Isidor Stengel 20 (und 100 5t für andere Wohltätige Zweckes Rudolf Fried! (durch Herrn Leopold Weinwurm) 500, Isidor Löwenbein 300. Rosalia und Gustcko Pollak 300, Frau Direktor Rosalia Fischer 200 5t. Der Wiederaufbau des Keopotdstadter Tempels. Dem Komitee für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: XII. Spendenliste. Herr Leopold Pollak Edler von Parnegg, Wien, 1. Bezirk , . K. 15.000.— Firma Wolf Blumberg Söhne, Wien, .“1. Bezirk - „ 1.000 — Firma Markus Kanders L Söhne, Wien, 2. Bezirk ' - „ 400 — Klassische Klimmen über die Notwendigkeit eines jüdischen Lehrerseminars, dessen Ausgestaltung und Lehrplan. In Erinnerung gebracht von Prof. Dr. M. Rosenfeld. .II. Zunz, der als zweiter Redner über die „tiefere Bedeutung des Daseins" dieser.Anstalt spricht, führt u. -a. folgendes aus: . . Daß wir eine israelitische Gesamtheit sind, >es sein wollen-und sein müssen, daß jeder von uns in solcher Gesinnung auftvachse und wachse, dazu bedarf es, als Träger dieser ErkenntnN geistiger Anstalten, zur .Erhaltung des heiligen Feuerst welches die vereinzelten Kohlen in eine Glut, daslharte Metall