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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-12-21 · 49 (21.12.1917) · page 14

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
49 (21.12.1917)
Date
1917-12-21
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Sette «10 Dr. Bloch's Wochenschrift - Nr. 49 Li^Mtzäns,Zur. wpMlf Se, Wrwürden Rabbiner Dr; T ag Li ch t eine die Bedeutung des Chanuttafestrs erklärende, erhebende Ansprachean die Kinder hielt. . Die nun folgenden Vorführungen der Zöglinge, eine Reihe mehrstimmiger, vortrefflich gesungener Chöre, Borträg ernster und. heiterer Dichtungen, und namentlich, das zum Schluß durchqeführte Schauturnen brachten den vollen Beweis, daß die Kinder körperlich und geistig die ersprießlichste Förderung erfahren. .Eine Festlause in dem schön dekorierten Speisesaale, von der umsichtigen Leiterin der Wirtschaft Frau Höchst imm mit Geschick durchgesührt, brachte die Kinder in die fröhlichste Stimmung, an der auch die Gäste von Herzen teilnahmen und nach * Besichtigung der auf drei Stockwerte verteilten Schlafräume- Bade- und Waschgelegenheiten, Lernsäle und Wirtschastsräume mit voller Befriedigung von dem in der Heim-, statte Gesehenen und Erlebten schieden. Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß um die Führung der Heimstätte außer dem Kura-, iorium auch Herr Amtsleiter Karl Kraus und Herr Oberoffizial A n g a r außerordentlich eifrig bemüht sind. Es wäre noch den Wunsch auszusprechen, daß die Zahl der Stistsplätze für Kriegswaisen in der Heimstätte, vermehrt würde; der Betrag von 1000. Kronen pro Jahr genügt, um einen ganzen, und 500 Kronen um einen halben Stiftplatz zu fundieren. WMNulkaseierm der Jüdischen Bühne. . Die von Herrn Scharer veranstalteten .„Abende" in der .Müdifchen Bühne" gehören immer zu den künstlerischen Ereignissen der jüdischen Theaterwelt. All diese, „Abende" überragte aber die letzte Ehanukkafeier,- die am 12. d. M. in der „Jüdischen Bühne" stattfand. Die- Feier bot uns nicht nur das ganze künstlerische Ensemble dieser; Bühne, im Bestreben etwas Hervorragendes zu leisten, sondern sie vereinigte auch ein Publikums das der Weihe und dem Ernst! dieses - Abends sich voll anpaßte. - Die Feier wurde eröffnet, durch das Anzünden der Ehanukka-! lichter seitens des Herrn Deutsch, was dem Abend die richtige heilige. Stimmung verlieh. Daran schloß sich die formvollendete. Festrede , des Herrn A. K . Lagstein. Dann sahen wir denEnakter unseres unsterblichen Schalomi Meichem ^Menschen" so glänzend aufgesührt, daß wir nur bedauern mußten, diese .Künstler nicht auf einer großen, eleganten Bühne zu scheu. Herr. Reißmann, Frau Urich, Frl. GWcksmann, Herr Deutsch, Frau Wemtraub!, Frau Siegler, Herr Weitstem, Herr Weingold.und Frau- Weinberg, alle leisten das denkbar Beste, das ein solcher Einakter bieten kann. ' - Nachher hatten - wir - Gelegenheit, - Frau Weintraub singen zu hören und wir konstatieren zu unserer Freude, daß diese hervorragende Künstlerin auch eine glänzende Interpretin des jüdisches Volksliedes ist. -,;Jome, Jome" dürste bald in allen jüdischen Häusern. - gesungenwerden, und dabei wird man immer an die charmante Vorttagskunst dieser kleinen Frau -Meintraub-- Graf denken müssen. '. : „Im Winter" von Schälom Asch war dem Ernst dieses Abends besonders angepatzt. Winterstimmung, Winteratmosphäre und Winterluft wchten sowohl in der Ausstattung wie auch in der Dar-, stellung. And wieder waren es Frau llrich, Frau Siegler, Frau Weintraub, Frau Weinberg und Herr Weingold, die zum künstlerischen Geprägte dieses Einakters sehr viel und in hohem Matze beigetragen haben, * * Den Schluß der Fejer bildete der ausgezeichnete Liedervortrag des bewährten Herrn Deutsch, der auch die Regie des ganzen Abends in Händen hatte, . _ . ' ■ , In gehobener Stimmung verließen die Anwesenden die „Jüdische Bühne", vom Wunsche -beseelt, .Zeugen solcher Abende öfter zu sein.- . ' ' . s. b. ArveWgxupipe der^WLMkn Studentenschrst Oesterreichs. Wohltätigkeitsvvrstellung zugunsten du Hilfsaktion für die Eoa- : Klierten aus Palästina. Samstag den 22, Dezember 1917 finden im ' Zentralkinch 2. Bezirk, Taborstraße 8, vier, Vorstellungen, statt, in denen der bekannte PalästinasiIm; (Wanderungen durch die historischen Stätten und jüdischen Kolonien), sowie das jüdische Drama „Judith Sjmvn" nach der berühmtest Ballade von Josef Kitz, vorgeführt werden. r- . r n Beginn der Vorstellungen um, 3, .?/^5 .Wr, nachmittags und . */g7 und Ahr . abends.: ... Preise du Plätze K. 1.20, 1.30, .2.50, 3.— 3.50 und 4.—. Kätten sind im. Vorverkauf zu haben an der Tageskasse des Zenttalkinos, im Zionistischen - Zenttalbureau, 2. Bezirk, Zirkusggsse 33, in der Buchhandlung % Löwit, 1. Bezirk, Notenturmstraße 22, und im Cafe Marrenbrücke, 1. Bezirk, Ecke Notenturm-, sttahe-Franz Josefskai, nur ab 7 Uhr abends. Die etwa verbleibenden. Karten jM> : an der Abendkassa deÄ Zentrallinos erhältlich, : 7 Zionisten m Lemberg treffen-- sich Mittwoch abends um halb 9 Ahr und Sonntag zwischen r/z3 undJ/zb IHr »nachmittags im Cafe Warszawa. Auswärtige Gästt^ herzlich willkommen. . HebMsch-akad. Vereinigmrg ^Hat'chijah",-Wien. Sonntag den .23, Dezember. 1917 findet ein Bortrag,/hesl Herrn Rabbiner Dr. Kaminka über „Hi'thpafchtuth Hajhuöim! b.yolam bizman bajith scheut" im Saale 2. Bezirk, Praterstraße 9i um halb 8 Ahr abends statt. Hebräisch sprechende Gäste willkommen. ." , ' t: -- / Allgem. SÜD. Arbeiterverein (Poale Zion). Samstag den 22. d. M. um 6 Uhr abends findet im Ver-, cinslokale ein Diskussionsabend über „Die Konferenz in Krakau" statt. — .Dienstag den 25. d. M. um 4 Ahr nachmittags feierliche Begrüßung der Konferenz. — Mittwoch den 26. d. - M., 6 Uhr abends, veranstaltet der Verein im Cafe Rembrandt, 2. Bezirk, Augartensttaße 11, einen gemütlichen Abend. SynagoWlnmsik-Konzert. ' Samstag den 29. d. M., abends um 7 Uhr, findet im Großen Musikvereinssaale zugunsten der TuberkulosenMrsorgedes' Roten Kreuzes eine Aufführung syn- ' agogalmusikalischer Meisterwerke von Franz, Schubert und Sal. Sulzer statt. Tie musikalische Leitung hat Professor Josef Sulzer, k. u. k. Hofmusiker, übernommen, der .auchi seine Bearbeitung' des Kvl-Nidre für Violoncell und Orchester vvrtmgen und den gleichfalls von ihm anläßlich der Krönung Sr. Majestät des^ Kaisers Karl komponierten Psalm 21 (für Solo, Chor, Harfe und Orgel)-.zur Aufführung bringen wird. Bei diesem interessanten Konzerte werden Mitwirken: Martha Trebitsch vom Deutschen Volkstheater, Hoforganist Dit4, Albert Hügel mann von der Hamburger Oper, die verstärkten. Chöre der Wiener Hauprsynagogen und das T o nkn n st l e r o rche ste r. Die Karten sind zum- Preise von K. 10.50, 8.M, 6.50, 4.50 und 2.o0 im Konzertbureau des Raten Kreuzes, 1. Bezirk, Landskrongasse 4, bei Gutmann, 1. Bezirk, Hofoperugebiäude, und -Mt der Kassa der Gesellschaft der Musikfreunde, 1. Bezirk, Canovagasse 5, erhältlich. -Z y V' 1 ~"=-??' Wien. Der Unterrichtsminrster hat dem israelitischen Religio nslehrer am Staatsrealgymnasium! in Nachod, Rabbiner Dr. GustaVS i ch e r, den Titel „Professor" verliehen. Dr, Sicher ist derzeit als israelitischer Armeeseelsorger bei der k. ü. ' k.' 'Qjuartiermeistera!b!tje;HlNg' Nr. 9 des Armee-Oberkommandos Süd eingeteilt. Israelitische Kultusgemeinde Wien. Aus der Dr.Emil Fleischlschen Stiftung ist ein Platz ä 300 Kronen für. die Studienjahre 1917/18 und 1918/19 an einen, die österreichische oder die ungarische Staatsbürgerschaft besitzenden ordentlichen Hörer der philosophischen Fakultät der k. k. Universität Wien zu verleihen. Vorzugsberechtigt sind : Unter sonst gleichen Voraussetzungen Verwandte' oder Verschwägerte des Stifters, seiner Gattin Sophie, geb. Fleischl, bezw. seiner Tochter Eugenie . Baronin Kary von Bebenburg. Als Nachweis der Würdigkeit sind an Stelle der Kolloquienzeugnisse eigens zu diejem Zwecke von den Universttätsprofessorea ausgestellte Zeugnisse vorzulegen. Die Gesuche^ sind bis längstens' 31. Dez>ember 1917 unmittelbar bei der k. k. ,n.-ö. StatthalteTei in Wi^n einzubringen. Verspätet eingebrachte oder anderwärts überreichte Gesuche bleiben unberücksichtigt. ' Näheres im» Amtsblatte der k. k. „Wiener Zeitung" Nr. 263 vom 17. November 1917, Seite 305. ' Wien, 16. Dezember 1917/ Lonife KujMr. . Mit Allerhöchster Entschließung vom 6. Dezember 1917 ..hat Seine Majestät Kaiser Karl I. der Frau Louise Kuffler das Krieg^reuz für Zivilverdienste 3. Klasse verliehen. Durch diese Auszeichnung fand eine jahrelange,, selbstlose und aufopfernde Tätigkeit auf humanitärem^ Gebiete den wohlverdienten Lohn. Frau Kuffler, . welche erst' unlängst .ihren 70. Geburtstag feierte, opfert sticht nur Thre ganze Zeit ustd Mühe bem.-Vereine zur Ausspejsung -hungernder Schulkinder, 20.-, Bezirk, Treusttaße, dessen Präsidentin sie ist, sie greift selbst /oft tief in den Säckel, stist Not u nd. Elend armer Kinder zn - Imdern. Seit' Kriegsausbrüch werden in der.Treustraße auch 2000—3000 ^Erwachsene i täglich gespeist Die ganze Organisation dfeser.Kriegsküche, das tadellose

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