Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 49 (21.12.1917)
- Date
- 1917-12-21
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Är. 49 Dr. Bwch's Wochenschrift tzevdSvS . Wanukka-LiWM«rveü Mr M ' -^Bei Fraü Dr. GÄnwäld sind eingegangen 10 K. vonTisser L Eo.. Wien, 10 K. von Herrn Alfred Heller, Altlengbach. Berein „Ü1acli8ike hadäth“, 2. Bez., Obere Äugartenstraße 40. Zugunsten der unentgeltlichen Ausspeisungsaktion der notleidenden Flüchtlinge sind dem obigey Vereine nachstehende Spenden zugeflossen: : . - ■ . ■ Karl Rosenmann, Ilnterach am Attersee (als Gründer) 200 K.. Israelitische Allianz 100. Hirsch Luftig 20. Melon 5, Kerner, 1/-2 Frau Ernestine März 4, zusammen 329 K. Spenden für den Verein werden entgegengenommen von 'unserem Kassier Jsak Weidmann. Wien, 2. Bezirk, Taborstr. 50 und von unserem Obmann Herrn Jacob März, Wien, 1. Bezirk, Augustengasse 2, in bar oder durch Posterlagschein 106.316. berechtigter Wunsch. In «der liberalen Aera würde bei der Einsegnung des Neumondes der Satz „Mi scheosoh nissim" in den Wiener Gemeind eiempeln eliminiert. Könnte dieser pietätvolle Wunsch, nicht wieder rezitiert werden? Er ist gerade in der Jetzitzeit am Platze, denken foir nur an die in Feindesländern Internierten und Gefangenen, deren baldigste Keimkehr, und Vereinigung mit ihrer Familie wir schnlichst wünschen. Und um „Nissim", um göttliche. Wunder wie zur Zeit z. B. des ersten Chanukkafestes. haben wir auch heute alle Ursache, zu Gott zu beten. Professor Dir. Max Neuburger. ’ Ter Kaiser hat den mit dem Titel und Charakter eines ordentlichen Universitätsprofessors bekleideten außerordentlichen Professor Dr. med. et phil. Max Neu- M r g er zum ordentlichen Professor der Geschichte der MMzi-w lanchev, Universität in': Wieni ernannt. Ter Ge- - lchrke- - schriebzahlreiche' ' Arbeiten - 'Met ■ die Geschichte der Medizin und der Nervenheilkunde; auch die „Neue Freie Presse" hat sehr interessante Beiträge nus seiner Feder gebracht. Seine „Vorgeschichte der antitoxischen Therapie", das „Handbuch per Geschichte der Medizin", die Monographie!über Feuchtersleben, die Ausgabe von Türcks neurologischen Schriften, seine umfassende Kenntnis der ,antiken medizinischen Literatur und fast aller moderner Kulturspvachen, seine Beiträge'zur Geschichte der spanischen und schwedischen Medizin haben die Wissenschaft nach> mannigfaltigen Richtungen hin gefördert. Derzeit arbeitet der . Gelehrte an seiner'großen „Geschichte der Medizin", an einer „Geschichte der Nervenheilkunde" . und an den „Dokumenten zur Geschichte der Wiener Aerzte von van Swieten bis 1898". . . Verein zur Wwehr dÄsl Antisemllistnus', Samstag'den 22. Dezember 1917, abends 8 Uhr, findet im Saale des Appolloneum, 1. Bezirk, Postgasse 18, eine Vortrag des Herrn Dr. Bernhard Münz . über Jeremias.statt.' Gäste willkommen. ^__ Die Vereinsleitung. » Wien, Vergangenen Sonntag fand im- Zeremoniensäale des Leopöldstädter .isr. Tempels die Kriegstrauung ' des Berliner Malers Herrn Julius Kling er mit Fräulein Emmy Ko hu, Tochter des k. u. k. Hofklavierhändlers und Bethansvorstehers Rudolf Ko h n, statt. ss VeMi^hM deZ Ministerialrats1ttels>. , ' . - Ans Budapest wird.'uns gefchrichen: Es gehört wohl zu; den Seltenheiten, daß der Titel eines Ministerialratest jemandem verliehen werde, der nicht in Diensten eines Stäatsministeriums -steht-.- Diese besondere Aus- MHnunK:-tvurdes'dW.'Wrekpr der^ Ungarischem MuM und.SeeschiffahrWs-'Aj.-lG. Moriz^ D-om o ny r-zuteik. DÄ Titel ei7.es Ministerialrates wurde dem Direktor Domo n y i von Seiner Majestät in Anerkennung jener Verdienste verliehen, die er sich um die zielbewußte, Ps licht? treue und patriotische Leitung des Unternehmens Während des Weltkrieges' erworben hat. Toynbechalle (Iofefme Mendl-Wohlfahrtshauch; .. , 20. Bezirk, Demsgasse . 33. ' Der Konzertabend. am 15. . Dezember war der Kammermusik gewidmet. Pros. Frühling.(Klavier), Prof. Auber (Cello) und Dr. Zaborsky (Violi.ie) vereinigten sich zu einem herrlichen Trio, das eine Mrzart- und Beethoven-Arie in geradezu klassischer Vollendung zu Gchör brachte. Es war ein Genuß seltener Art, der dankbare, hellste Begeisterung erweckte. Fräulein Ada B. e r n.d o r f e r faug mit klangvollem und vortrefflich gebildetem Mezzosopran eine Auswahl.Schtzbertscher Lieder mit glänzender Wirkung unter lebhaftem Beifall. — Samstag den 22. Dezember siahet ein Korhzertabend statt, veranstaltet vom Opernsänger Herrn Schwarzmann. — Sonntag den 23. Dezember: Vortrag des' Herrn Rabbiners De. I. Taglicht Äer „Salomon Maimon". Ein zweites C ba n u kk -i fest f.'cc 3!'» F:üchtlin,vN.i::der zumeist aus der im Wohlfahrtshause untergebrachten Baron Hirsch- Stiftungs- und hebräischen Schule, fandunter Aufsicht des Lehrkörpers ' und des Schulleiters Herrn Märgulies am 16. d. M statt. Nachdem die Kinder eine reichliche Jause eingenommen Hutten, begrüßte Obmannstellvertreter Karl Freund die zahlreich erschienenen Festgäste, unter anderen die Vertreter des Vereines L?ua iönti). (oeueraljetretär kalstrl. viiv Dr '7tsm»>r. J.fpeltgr Herrn Engländer ustv.. und sprach ihneir den Dank fürdas tste« bewiesene Wohlwollen aus. Dis Festrede'hielt Herr Rabbiner'ZW» ein Hortzögliug zündete die Ehanukkaksrzen an. Die unter der Leitung! der - HorNehreritt' Frau Zwirtt ünd' Früü Verwalter Kstm aufgeführten Festspiele der Hortkinder. erfreuten sich allgemeinen Beifalls. - Herr Schulleiter Margulies stattete 4m Namen der Ktzrder den Dank ab. Zum Schluffe richtete kaiserl. Rat Ascher Worte des Dankes und der Anerkennung für dfe unermüdliche Tätigkett des Herrn Karl Freund im Dienste der . Humanität aus. insbesondere dadurch, daß es ihm gelungen ist» die Flüchtlingsjchule^km >Mandlschen. Wohlfahrtshause ' unterzubrrngen. Redner ist überzeugt, daß die Kinder., lange, nachdem sie in ihre Heimat zurückgekehrt sein werden, in ihren Erinnerungen die Behandlung, die sie hier erfahren, und die Liebe, die man ihnen erwiesen, bewahren werden, und daß sie stets eingedenk fein werden der segensreichen Tätigkeit des Herrn unv der Frau Kark Freund. Chanukkafeier in der HjeimWtte für jüdische Knaben, 14. Bezirk, Herklotzg. 23 (Kriegsw aisenheim)- f Das Kuratorium der Heimstätte, . dem die Damen Frau Regine Bettel heim und Frau Anitta Mülles ferner die» Kultusvorsteher Herren Em. Grünwald» Ernst Hirsch, Me« .dizinalrat Dr. Sam.uely, Vertreter Ed. Schwarz und äks pädagogischer .Beirat Herr Direktor Krenberger angehören, veranstaltete am 12. Dezember eine Chanukkafeier, die einen glänzenden und geradezu erhebenden Verlaus nahm. In der Eröffnungsrede begrüßte der Obmann des Kuratoriums Dr.- S amuely zunächst die erschienenen Festgäste, den Vertreter der -Kuktusgemeinde Vorsteher S. B r o d» Se. Ehrwürden den Rabbiner Dr. Taglicht, Frau Hechk'und Frau Gruber als Präsidentin, bezw. Vizepräsidentin des Vereines ..Zukunft,", Frau Risch, Vorstandsdame des Kaiserin Elisabeths-Vereines, die Frauen Dr. SäeiU und W.ei ß (Kriegsfreitrsch). FraÜlB erkiuer (Kaiser Franz Josefs-Kinderhort), Frau Clottlde Benedikt, Herrn; M. Karpeles (Verein zur Rettung galizischer Kinder) und' eine Reihe von Gönnern der Heimstätte, machte hierauf, die Mütejlung, daß die HeimsMte nach der vor IV» Jahren durchgesüWsn Erweiterung nunmehr 45 Warfenkinder. darunter' fastildre Hälfte Kriegswaisen, verpflege und erziehe, und daß ttotz der rm Kriege außerordentlich gesteigerten Trhaltungskoft^n . dank der^ Opferwilligkeit ' zahlreicher- .Wohltäter der geordnete BetrHh gesichert sei. Die Kinder wetten gut genährt-, vortrefsW gepflegt. haben ausgezeichnete Schulausweise und ihr sittlsth-religiöser Sinn - fei auf das beste zur Entfaltung gebraM, Ein Waisenknabe zündete. nun nach Bortrag der 'cttn^Uers/HeMl0sprüche die Chanukkalichter; der Knabenchor sang das Ehanukka-