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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-12-21 · 49 (21.12.1917) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
49 (21.12.1917)
Date
1917-12-21
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite TW^Bloch's^Wvchenschrift i Nr. 49 « mS’ ’o Z « n"E iad 1>- <-« O s o *1 « « •fö .s ’S fM <D €Ö rUfsangchörigen behaMt^ ist, yach .,ejnem^ Lebenvoll von aufreibender .Arbeit und" Sorge in Vedrängnisgeraten und stehen ni^t; fcttöt Dvr dem Wirtschaftlichen- Zusammenbruch. Es ''ist?'nun die- 'sMicht der üufrechtstehenden Kaufmannschaft, in solchen Fällen-unverschuldet in Not geratenen Berufsgenossen eine Hilfe zu- Netän, -damit sie nicht jeden Halt verlieren und ihnen ihr Lebensabend sorglos gestaltet werde. Ganz besonders gilt dies für/diejenigen, die ' der Krieg der Stütze des Alters beraubt Hat. - Bisher ist leider gerade auf diesem Gebiete in keiner Weise Vorsorge"' getroffen worden, und so erscheint es mir als unabweisbarePflicht, das Versäumte nachzuholen und durch die Schaffung eines' Alteisversvrgungsheimes für unverschuldet in Notlage geratene Kaufleute ein Werk ins Leben zu rufen, das der ,Wiener' KomMrannschäft' zur Ehre gereichen soll. Es ist wohl zweifellos^ daß jeder Wiener Kaufmann sich der Pflicht gegen verarmte' BerufSgenossen bewußt sein und nach Maßgabe seiner Mittel zum Aufbau dieses Zukunftswerkes beitragen wird: Unter einem erlaubt ich mir, ' anzuzeigen, daß'ich dem verehrlilch-en GreMiuw! der- Wiener Kaufmannschaft zur Einleitung der gedachten Aktion den- Betrag von 100.000 Kronen in siebenter SVeprozentiger österreichischer Kriegsanleihe durch das Kriegssurforgeamt zur Verfügung' stelle." - -_ - . Mtion de-s AngarifchM Rabömewerbanves wegen ticv DeurrunA. "Im Sinne eines! jüngst, gefaßten Beschlusses des -Mstgarischen Landesrabbinerverbandes hat der -Präsident desselben, Oberrabbiner Dir. Eduard Neu mann, Nagy- Laürzsa, ein iRnndschreiben an die Vorstände sämtlicher Mllüstzemeinden Ungarns gerichtet, in welchem er auf die durch die horrende Teuerung aller Lebensmittel, und GebMAchsSgegenstande geschaffene prekäre Lage der Rabbiner hiüweist unD an die Gemeinden das Ersuchen richtet, so vaschals möglich jene Beschlüsse Zu fassen und Maß-- nahmen zu ergreifen, durchs welche die wirtschaftliche Lage der Rabbiner und Kultusangestellten überhaupt veWessert werden soll. In seinem AppÄl weist Oberrabbiner Dr. Reumann darauf hin, daß die Stellung d^.- Rabbiners ihm besondere'Lasten auferlege, die sich inlch'iesev schweren Kriegs^eit noch stärker fühlbarMachen: Erpsei'' WerZeugt/? daß s Gemeinden ^Mre" Mich tear MM Rabbinern und Angestellten gegeüüber sicherlich in einer Fornr erfüllen werden, wodurch den Genannten nicht nur eine einmalige, momentane Aushilfe geboten, sondern ihre Lagje in einer sowohl der Rabbinen als auch der.Gemeinden würdigen Weise verbessert wird. '-Ds?:M»rWW-.Per-. ÄiiAriWn'MÄen findet nicht statt: Aus Budapest wird-berichtet: Der schöne Plan, der von Hofrar Franz S z ek e l Y ausgegangen ist, ist in lM-er^ Stunde 'zunichte geworden. Das 50 jährige Jüüi- WlM'i der Emanzipation der . Juden in Ungarn wird schäbkoneich'äft" leer Md' inhaltslos', wie alle ähnlichen JMWen und Veranstaltungen, verlaufen. Festgottes!- dienste mit Predigten, Meiernin den jüdischen Schulen, einige Festsitzungen mit Hrüldigungstelegrammen und — Die gLplante Landesversammlüng, von welcher, sich nicht nur der Anreger, sondern alle Juden mit RückgAÄ-Andaufrechtem Sinn etwas' Großes, Imposantes', fwE? AnWen des Judentums Stärkendes und Förderndes erchofft haben, uyherbleM-und wird aufgeschoben.,— vielleAht bis zum nächsten Aübelfahr. -" Bekanntlich hatte Hofrat S zekely eine Art KontzWiim Auge oder zumindest: einen Vorkongreß» in welchemmichLMur Kpologetikgetrieben- und Treuschwüre geleistet werden, sondern auch- Forderungen erhüben-werdekMnd "jene MMren^zur Rechenschaft gezogen werden, die. trptz- -Wbedingungshosen .und unWertrossenen PakÄMnms Her. ungarischen .Inden rim Felde. und im HinterNnde es' zuließen > und / mich! zulassen, daß de^MÄisMitisMNs in'Ungarft jetzitfün einem Maße', in di^Halme schieße, w ie.in. keinem ander eti Lande../ }_. -mMüsxi Wlan einersolchen Landesversammlüng -- hat . ÄO'B«l^weLLfteu.'Kireisett/'.AsrNaflg gefunden und feine .. D^chfühxpng schien.gesichert. Es ist jammerschade, daß er nun nicht > zustande kommt. Die Gründe, die' hiefM angegeben;- weiden,.- sind ..zuschwach, M wenighemleiM?. reich, um wahr zu fein. Wie in derletzten:Nummer dieses . Blattes' berichtet wurde, hat Minister Dr.Vazsonyi in einer Sitzung des Vorbereitungskomitees erklärt, daß die eine Forderung, die Durchführung des Zesetzartikels XX: 1848, -als gesichert angesehen werden, könne. Hiemit falle also einer der wichtigsten Programmpunkte der Landesversammlüng fort und — das scheint das wichtigste Moment Zu sein — politische Momente -verbieten es, jetzt mit all .den Forderungen cherv'orzutreten. ... - . Es ist ja nicht ausgemacht, daßdie von -Hoftat / S zekeIy so hübsch konzipierte und mannhaft entworfene Aktion mit Rücksicht auf die Verschiedenartigkeit der Miüvirkenden auch wirklich den Erfolg gehabthätte,, der ihr.- zu wünschen gewesen. wäre, aber sicher ist, daß der .- ' Rückzug moralisch niederdrückend wirken muß auf die- . jenigen, die bisher indifferent waren und durch den Weckruf Szekelys aufgerüttelt wurden und zu positiver^ selbstbewußter' Arbeit sich bereit gezeigt-haben. T^ese ün- , ausbleibliche-Depression ist das unleugbare Defizit dieser verunglückten Aktion. Diejenigen, die das Fiasko verschuldeten, Hab er; eine schwere Verantwortung auf sich geladen. ' - Lundenburg. Die Tätigkeit des Lundenburger Flüchtlingsfürsorge-Komitees ist an dieser Stelle schon öfters rühmend hetvorgehoben worden. Ein sehr eifriges Mitglied, Herr Jakoh . Weißkopf, ist wohl durch seine Einberufung zum - H'eeresdistnH - aus dem Komitee geschieden, doch wird der Obmann, BürgermeWr der israelitischen Kültusgemeinde Herr Moritz Holländer, in seinHi, stetend Wirken zugunsten der Flüchtlinge von den Komiteemitgliedern. insbesondere von dem semrrzeitigen Komiteeobmann Herrn Rabbiner Dr. Schwenger, von der Frau Dr. Regine Bauer, .FraN' Jda^ Frank, und dem . Kassier des Komitees, Herrn Moritz DiW' : gut, kräftigst unterstützt. Frau Jda Frank, die im Jahre 16H, zugunsten der Flüchtlinge eine eigene Schule für weibliche' Hanpf arbeiten ins Leben gerufei und', derselben fortanals 'Leiterist' undLWerin Wvrstehi'—-'-MeWol^sie^MH-Mrch'- aMere vielfach in. Anspruch genommen ist — hat Hunderten von Ab- - i solventinnen eine derartige Fertigtest beigebrächt, daß sie von diesen Handarbeiten ihren Lebensunterhalt fristen und an Frau Frank gewiß dankerfüllt sich stets erinnern werden- Nur wer mit eigenen Augen gesehen hat, wie treuherzig die kleinen Handarbeitschülerinnen der Frau Frank auf offener Straße nachrennenf sich-um sie scharen, ihr vie Hände, andere wieder — in ihrem Ueberschwang — ihr den Saum .des Kleides küssen, und' mit welcher mütterlicher. Liebediese Kinder von ihr gestreichelt und . liebkost werden', kann sich erst von dem Wirken. dieser' Frau eine richtige Vorstellung bilden. Frau Dr.-Bauer wiederum hat durch das 'Jnslebenrufen eines Kindergartens, für Flüchtlinge um das . Wohl, der Kleinen sich verdient 'gemacht. Durchden daselbst genossenen Unterricht in' zahlreichen,, das Kinderherz erfreuenden Spielen und Gesängen wird den kleinen Schülerinnen das Bild dieser edlen Damen gewiß bis ins Greisenalter als leuchtendes Vorbild vorschweben. Der. Nähmaschinenhändler Herr Moritz- Vi'elgut macht _ seinen Namen wahr, indem er neben den Agenden, als Komiteekassier den Flüchtlingen in jeder Beziehung viel Gutes leistet/ IM Jahre 1914, beim Anlangen des ersten, sowie bei sämtlichen ' nachgefolgten Flüchtlingstranspörten hat er oft unter den schwierigsten Verhältnissen für sofortige Unterkunft gesorgt, vielen Flüchtlingen nicht nur monatelang unentgeltlich Unterkunft in seinen Häusern gewährt, sondern auch die erforderlichen MWel, . Koch- . und Eßgeschirre, zeitweise sogar auch Nahrungsmittel zur Ver-' fügung gestellt. Als Komiteemitglied hat Herr? Vielgut sehr oft feine eigenen Bureauarbeiten ^vernachlässigt und - für ' Flüchtlinge ' Hunderte von Gesuchen an verschiedene Behörden — stets ' mit Erfolg — geschlichen und hiedurch denselben . Schreibnnd Reiseauslagen erspart/ Die Flüchtlinge welche sukzessive Lun-- , denbnrg > verlassen —- fühlen sich daher vetpflichtet. für die ihNW erwiesenen Wohltaten deM gesamten Fü^sorgekomitee auf diesein, Wegäden innigsten Dank aüchudrücken. ' ' ' , ’ Lundenburg. den 16. Dezember 1917. ' V Hochachtungsvoll Julius. Au erba ch/ -nrr v" Professor Vr. MxÄiider HM.,,. .- -.Ms Pm§ kommt die TPauernäHricht- .vou..'dklnr! Hinscheiden des ' Professors D,r. Alexander .Kisch,.. Mil - Professor Kisch ist eine der bekanntesten Persönlichkeitender -israelitischen Seelsorger: Böhmens sdahingegangM.

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