Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 46 (30.11.1917)
- Date
- 1917-11-30
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit* 763 Ar. BLoch's Wochenschrift Är. 46' hich Auch Mr die Zukunft will Frau Müller ihre Kraft und ihre reiche Erfahrung in den Dienst der sozialen Fürsorge stellen. : . Die bildliche und tertliche (Ausschmückung des Vorraumes gibt nicht nur eine llebersicht über die Schöpfungen der Frau Anitta Müller^ sondern auch über die Pläne für die Zukunft. Sie will sich hauptsächlichder Kinderfürsorge 'widmen, -und' mahnt in ergreifenbey..Bildern^,Welche Fräulein Fritzi ,LöM geschafft hat, und in eindringlichen Worten an die vielfachen Formen des Kinderelends:- Sie" ruft Äie Besucher der Ausstellung zu einer umfassen« den^ tiefgreifenden- ^Hilfeleistung aus und zum' Beitritt ihrer Hilfs- ^emeinschäft. „ Hebräisch-akad. Vereinigung ,,Hat'chijah", Wien. - . .Sonntag-, den. 2. Dezember 1917 findet' >?tn Vortrag des Chawer Dr. Ari Mayer über „Ophi haadam uktaw javor" (Versuch einer hebräischen Graphologie) im Saale, 2. Bezirk, Praterstratze 9, <um halb 8 Uhr abends statt. Hebräisch sprechende Gäste willkommen. In der vorigen Nummer wurde' irrtümlicherweise der Näme des S'o gan rischen Dr. Samuel Schweig Ausgelassen^ Se. kaiserliche und königliche Avvstvlische Majestät die von der Hozsönyer orthodoxen isräelÄischen Kültus'gemeinde am M'artinstage Überreichten ^Gänse dankend ent--, gegenzunehmen' geruhte, und mit' Befriedigung ^geschen, daß diese Gemeinde' an /diesen/ ihre NraditioneM KönigAtreue und Qr~ic-ß"******** t unter der Allgcm. IM. Arbeiterverein (Poale Zion), Wien, 2. Bez.. Stesaniestratze 2, Tür 34. . Samstag den 1. Dezember findet im Bereinslokale ein Vortrag^-des Herrn Dr. Glanz (über ,,Das jüdische Schulwesen in Oesterreich" statte Anfang 8 Ahr abends. Krakau. Der?.feit - mehr als einem Jahre hierorts tätiggewesene Festungsrabbiner Dr.: Sicher ist vor einigen Tagen zu einer Feldformation ab gegangen. Aus diesem Anlasse erscheint es als. ein Herzensbedürfnis, dem verehrten Seelsorger für seine in jeder Hinsicht ausgezeichnete und aufopferungsvolle Wirksamkeit den innigsten .Dank auszusprechen. Rühmend mutz vor allem seiner erfolgreichen Bemühungen um die Durchführung der rituellen Bespeisung der zumeist aus orkhodoren Kreisen stammenden Soldaten gedacht werden, ebenso der erhebenden Militärgottesdienste. Dr. Sicher hat auch für einen Heldenhain der aus Krakau stammenden, im Kriege gefallenen jüdischen Soldaten durch Sammlungen 5000 Kronen aufgebracht. . u Austritte aus dem Judentum vom 18, bis 24. November 1917:. . Deutsch Friedrich, Schauspieler, geb. 28. Mai 1889, Wien, 9. Bezirk, Hahngasse 11. Eckardt Kaufmann, geb. 30. April 1881, Prag, 1. Bezieh Werdertorgasse 17. "! Gurtenberg WilheLA, Großgrundbesitzer, geb. '3. Februar 1884, , Drohobycz (Galzien), 1. Bezirk, Reichsratsstratze. 17. Gerbü Hermann, Beamter der k. k. Staatsbahnen, geb. 27. August 1864, ktzernowitz, 3. Bezirk, Obere Weihgärberstratze 16. Dr- Moritz Günzig, Zahnarzt, geb. 31. Mai 1868, Krakau, 1. Bezirk, Kärntnerstratze 5, Tibar Robert, Bankbeamter, geb. 21. Dezember, 1891,. ,TMesy.ar, (Ungarn), 9. Bezirk, Altmüttergasse 5. . . . . / OlmNtz. Am 1. November konnte Seine Lhrwürden Herr Rabbiner Dr. Oppenheim auf eine 25jährige segensreiche Amtstätigkeit im Dienste-der israelitischen Kultusgemeinde Olmütz zurückblicken. -Als erster Rabbiner dieser durch das Gesetz vom Jahre 189).f neu gegründeten Gemeinde war er dazu berufen, oft nicht untdr'-geringen Schwierigkeiten, die wichtigsten Einricktungen der; Gemeinde, unter anderem' das schöne Gotteshaus, den geregelten Gottesdienst: zu schaffen; und Manche derselben verdanken seiner Anregung und tätigen Mitarbeit ihre Entstehung, Förderung und Blüte. DeHalb gestaltete sich auch sein ..Jubiläumstag, trotzdem man mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit und seinen eigenen Wünsch von einer Feier größeren Stils Abstand genommen hatte, zu - einer, feine Verdienste anerkennenden ehrenden, Kundgebung seitens der Gemeinde und ihrer Mitglieder. Der Vizepräsident Dr:'Hochwald in Vertretung des erkrankten Präsidenten mit dem gesämten ' Dorstand erschienen in der Wohnung des' Jubilars, um Ähn gum Gedenktage seiner 25jährigen Tätigkeit 'inOlmütz zu beglückwünschen.' In einer Herzlichen Ansprache, feierte .Dr. Hoch-« Wald dle/Verdienste des! Rabbiners um , die, Gemeinde und die Schuljugend, und überreichte ihm ein Ehrengeschenk der: Gemeinde. Hierauf fanden.sich die anderen Deputationen ein: Unter Führung der Damen Sofie Zweig, und Sofie Kaufmann der israel. Frauen-! verein und der jüdische Ferienkolonieverein, die er mitbegründen» half der israel. Freitischverem,. dessen langjähriges Vorstandsmitglied er ist, die Chewra-Kadischa, der er als . ausübendes, besonders segensreich wirkendes Mitglied angehört, und Abordnungen der Schuljugend, für.deren Wohl er mit garyem Herzen, seinem reichen Wißen.-und seiner. ausgezeichnetest pädagogischen Begabung hingebungsvoll - arbeitete. Gie alle überreichten chm mit innigen Worten des. Dankes und der Beglückwünschung Ehrengaben. Dr. Oppenheim dankte tief bewegt für die.dargebrachten Huldigungen. Die' Gemcindemitglieder und ihre - Fämilien,denen er in Freud und Leid nicht nur ein gewissenhafter Seelsorger, „sondern ein treuer. Freund ist, erfieuteü"den Jubilar durch ehrende' Aufmerksamkeiten, durch mündliche und schristkche Gratulationen. Die Rabbinerverbände Mähst rens, Schlesiens und Böhmens, viele Kollegen und Freunde -von nah und - fern und auch einige katholische Geistliche beglückwünschten den Jubilar telegraphisch. . PveMuyg. Die Merhöchste Kabinettskanzlei verständitztesIie'' HiesM. .Mthodoxe isr. KültM'glemeinde: InitMs tmitrßi EMvÄtLen Oberrabbiner Wibä Schve i ber gerichräen Zuschrift vom 17. November l. I., , Reichende lg. (Diienstjubiläum.) Am 2. Dezendber d. I. begeht Herr Semy St ein dl er in den.Dien.- sten der israelitischen KultuMemeinde und BxexdigüüE' brüderschaft. „Chewra-Kadischa" in Reichenberg sein. fünsundzwanzigjähriges! D-ienstjubiläum. Herr S t,e indle r,' dessen drei Söhne zur/Kriegsdienstlerstung eingerückt sind,, erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. ' /';, Pohrlitz. Oberkantor L. Roth wurde mit'nachstehender Zu-: schrist ausgezeichnet: ' - ' - / ' K. k. Bezirkshauptmannschaft Z. 29.117/91. ' Nikolsburg, -12. November 1917. An Herrn Emanuel 9loth-, Oberkantor in Pohrlitz, lieber Ersuchen des Oberftkämmereramtes wird Euer; Wohl-.. -geboren für die Vorlage und: Widmung Der aus Anlaß, Bes Allerhöchsten; Geburtssestes; verfaßten und vertonten ,;Jübel-Hymste" der Dank- Seinerk:l?uc j-k.'"ApoftolischeU ^Majestävr'ÄÜsKsströchMl^ und eröffnet, daß das Werk der .Allergnädigsten Annahme gewürdigt wurde, . . Der k.. t Statthaltereirat: ~ ~ H Kretschmer. A«s dem des hohen Kabdi MW.. Neue Golem-Sagen, gesammelt und bearbeitet von Chaim Bloch, Delatyn. 11. Dct Girafensohn' (Schluß). ' AW Jeschurnn von 'feinem Schwiegervater Reb Michael Berger die Trauerknnde vom Tode seines. Vaters erhielt. Wersiedelte er mA.-serüem - geliÄten,. Weibe nach ' Prag und übernahm die vielen väterlichen Landgüter^ in Besitzl. Nachdem er die wichtigsten Vörkehrnngen, Be-'' trefsß/ neuer Einführungen >im Hanse getroffen hatte veranstaltete er rauf 'seinem GiUtsschlosse ein großes Mahl, zu welchem seine Schwiegereltern-' und -eine große Anzahl chrer Freunde geladen würden. /Freilich erhielt auch Rabbi Löw eine Einladung und würde mit" einer Pracht- Karosse abgehvlt. An seiner/Begleitung' befand sich der Golem. Während des Mahles hielt 'Jeschnrun eine tief- ,sinnige Redemnd gab seiner' Freude Ausdruck, daß Wr die göttliche Fügung/nich,t nur ein holdes Weib, 'sondern auch eine hohe' iittlichr Lehre gab.' . .; Das Geheimniswer" Rahek aus dem Kloster/ NNsührt h>atte, wurdet Hier gelüftet, -indem' 'Rabbi /Loiv ' 'folgendes /sv-rach: „Da /meinen bösen Gegner? Tadd>äus mit Hilfe des' Himmels: das' verdiente Schicksal^ endlich ereilt hat,*) fürchte: ichmich nicht,- zu erzählen, wie die Rettung RaheW bewerkstelligt wurde." -Und er erzählte - alles,'.wie es tatsächlich geschehen: war. Me Anwesenden feierteN'den Golem/aG einen Künstler. -: - *) Siehe folgendes Kapitel 12: „Die Blutintrigue".;