Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 46 (30.11.1917)
- Date
- 1917-11-30
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 46 Dr. Bloch's Regierungsrat Frankfurter, die Großindustriellen Emil Karpeles, Wilhelm v. Knsfner, kais. Rai Dnfchnitz, kais. Rat Rosenthäl.M kais. Räte Karl und Julius Schütz, Da- : vid Fanto, Adolf Hofbauer, Wilhelm Pavpenheinr. Bankier .Artur 'Klein, Direktor Eugen Singer Hemberg). Dir. Jerome von Stern, Baurat Neumann und Frau, Ajrnold v. Goldberger, die Hosrä i n n von Frydmann und WinLernitz mit dem Gesamtvorstand des Mädchenunterstützungsvereines und chem Gesamtlehrkörper mit Regierungsrat Kricke und Direktor Kuner, Regine Ulmann, HerMine Kadisch und Frau Dr. Kahn („Weibliche Fürsorge"), Frau Marie Rosenthal (Rechtsschutz). Frau Rabbiner Dir. Grunwald (Leopoldstädter Verein), Frau Charlotte von Göldberger.und Clotilde Benedikt („Frauenhort"), die Frauen Dr. Feuchtwang, May und Berta Tonreich (Kriegernrüt!erkassa), Frau Dr. Weiß (Brigittenau), Frau Nina Nob't (,-Zukunft"), Frl. Emma Lettner (Kinderhort), Präsident Karl Lemberger und Amtsleiter Freistadtl von der Chewra, Frau Professor Gärtner, Frl. Dozent Richter und der gesamte Beamtenkörper des Wiener Bankvereines. Ismeiitlscher Frauenvorein W den 2. und, 3. Bezirk. Am ersten Jahrestage der Gründung des „Israelitischen Frauenwohltätigkeitsvereines für den ß. und 3. Bezirk", am 21. (November 1917, fand im Sitzungssaals der israelitischen Kultusger, meinde eine Sitzung des Vereinsvorstandes statt, zu der auch das Ehrenmitglied des Vereines, Frau Direktor Regina Ulmann, erschienen mar. Die Präsidentin, Frau Margarete Grunwald, widmete nach Eröffnung der Sitzung Worte der Pietät dem Andenken weiland Kaiser.Franz Josefs I. Frau Oberlehrer Mandl erstattete den Tätigkeitsbericht, laut welchem der Verein seit seinem. Bestehen 36 Sitzungen abgehalten und in 260 Fällen interveniert habe. Einmalige Aushilfen von ID bis 50 K. mit einem Gesamtbeträge'von 3275 K: wurden bewilligt. . 11 Parteien erhalten Monats- oder Quartalsgaben. Die Vorstandsdamen 'haben persönlich die Pflegschaft über einzelne Arme übernommen und für diese Naturalien und ändere Notwendigkeiten beschafft. .Es wurden einzelnen Parteien Möbel, Wäsche, Kleider, Schuhe erwirkt; die Unterbringung von Kindern ■ in behördliche Obsorge, die Versorgung alter oder siecher Frauen veranlaßt, Beiträge für Kuren, Bandagen. Lehrkurse für Kinder und Ausstattungen für Bräute bewilligt. Der Verein hat seine Vertretung bei der „Zentralstelle, für das jüdische Armenwesen", bei der „Weiblichen Fürsorge" und bei dem „Wöchnerinnenverband". Seine Vorstandsdamen haben sich an dem SchuhsaMmeltag und an den im Vorjahre stattgefundenen Opfertagen rührig beteiligt. Einer Anregung der VizeprLsidentin des Vereines, Frau Anitta Müller, folgend, bemühen sich die Präsidentinnen Frau Dr. Grunwald und Frau Hofrat KuraUde bei den Jugendgerichten der Bezirke 2 und 3, unk bei dort -vortkommenden Verhandlungen gegen jüdische jugendliche Angeklagte zu intervenieren, sie Möglichst vor einer Striafe zu schützen, die für ihrspäteres Leben von dauerndem Schaden werden könnte, und nehmen sich dieser Kinder auch weiterhin an. Speziell in Dieser Aktion, die späterhin für ganz Wien seitens der „Weiblichen Fürsorge"' erweitert werden dürfte, wird sich der Frauenoerein be? sonders betätigen. Frau Kassierin Natalie Beran erstattete sonach einen Kassabericht für die Zeit voM 1. November 1916 bis 1. No- - vember 1917 und erwähnt, . daß 125 Spendenbeiträge mit zusammen K- 5412.33, 23 Gründerbeiträge mit zusammen 1240 Kp 238 Mitgliederbeiträge mit zusammen 1806 K-, Bethausspenden 1640 K.. Erlös eines Kinoabends, der über Anregung der Frau Oberlehrer Mandl 'stattfand, 1310 K. ein neuer Stifterbeitrag 300 K.. ferner für Zinsen K. 88D0 einliefen. K. Wien. Der Minister für Kultus und Unterricht hat - den Religionsprofessor am k. k. Staatsgynrnasiüm im 19. Bezii? Dr.-. S. Zimm'eks in die 8. Rangsklasse befördert.. - Wochenschrift Ein jüdisches! Konzert. Dienstag den 4: Dezember W-17 veranftaMt Vdr Verein zur unentgeltlichen AnsfpeisNNg armer Flüchtlinge aus Galizien und der Bukowina ein WohltätM keirskonzert, bei dem der berühmte Sänger DberMntvr Person Sirota und seine Tochter Fräulein . HeleNe S i r o t.a Mitwirken werden. ~ - r-; y 'Karren sind zu haben im Theaterkartenbureart Spitze r, 1. Bezirk, Morzinplatz 5> an den Kässen folgender Kaffeehäuser:! Cafe Weich!, Cafe National, Cafe International, (Cafe C e n t r a l in der Taborstraße, Cafe Herz, Franz Josefs-Kai, Cafe Wo ge rer, 1. Bezirk, Schvttenring. in der Tabaktrafik im Lloydhof und bei Herrn März, 1. Bezirk, Augustengaffe 2. Das Erträgnis fällt obgenanntem Vereine zu. Wien. Herr August Fisch el, Inhaber der Firma Herzfeld & Fisch el in Wien, hat anläßlich seines.70. Geburtstages nebst anderen Wohltätigkeitsäkten dem Wohlfahrtsfonds für die Arbeiter feiner Seidenzeugfabrik einen Betrag von 50.000 K. österreichische KriecMnkeihe gewidmet. ' . , - Josefine Mendt-Wohlfahrtshaus, . 20. Bezirk, Denisgasse 33. In dem letzten Samstagkonzerte brachte die auSg^eichnete Csfangsmeisterin Fräulein Alice Goldberg eine reiche Schar ihrer vortrefflich geschulten Schülerinnen ins künstlerische Treffen, das mit einem vollen Sieg ausklang. . Schöne Stimmen, gut durchgebildet, brachten eine große Reche Arien' und LiedLr tzuM Vortrag, die allgemeines Entzücken und besonders reichen Beifall auslösten, in erster Linie die -bereits an der Wiener lVvlkopep wirkenden Damen Fräulein Györy und Fräulein 'HärdeK. Samstag den 1. Dezember konzertieren Fräulein Eamrkla Ziffer (Geige), Fräulein Margit S chwa.rz (Klavier), Fräulein Loch Halber stamm (Rezitation). Sonntag den 2. Dezember spricht im-- ersten. - Elternabend - Direktor--- Gwme 'p •* über düs TheMa Schule und Haus. Mittwoch den 5. Dezember findet ein, literarischer Abend statt (H. Lissan): Erklärung von Goethes „Faust". Donnerstag den 6. Dezember: Kurs über Musiktheorie als Vorstufe zum Chorgesana. Dienstag und Donnerstag (7 Uhr) finden die Stenographiekurse chren Fortgang. Wien. Die Hilfsaktion -zur Schuhoersor gu-Ag für die Armen Wiens hat im letzten.Monat zirka 2068 Ptzär neuer Schuhe an Bedürftige, und tzwar - Männer^ Frauen «tv Kinder, unentgeltlich verteilt. Um den in unbeschränkter Zähl einlaufenden Gesuchen rascher nachkoMnchn zu können, findet m der W e ihna chtswo ch e täglich eine Austeilungstatt, Gütige Spenden find zu richten an das Burdau der „Schuhvdrforgung", 9. Bezirk, Türkenstraße 17. Tiie Kunst der N-aHel ist die Ausstellung von Handarbeiten der Arbeitsschule - der Wau Änitta Müller für Frauen und Mädchen, aus - Galizien und Bst Bukowina. Diese Arbeitsschule wurde zur Zeit derersten Flüchtlingsperiode im Dezember 1914 errichtet, da sich die Notwendigkeit^ ergab,, jenen Flüchtlingsfrauen, welche dem Mittelstands ängehörten und jeder lohnbringenden Arbeit unkundig, wären, eiiwn Erwerb zu geben. Sie stellte so die vollkommenste-, vielleicht einzig mögliche Form der Mittelständfürsorge dar, die sich vmi bloßer Wohltätigkeit ftermachen muß. Die Zahl der Schülerinnen beträgt bis zuM heutigen Tage 3200: Die meisten von ihnen waren der Handarbeit vollkommen unkundig undwurden durchdie zielbewußte und künstlerische Führung der Leiterinnen Früu MärtW Cerf und. Fräulein Stella Münz' zu vollendeten Arbeiterinnen herangebilvet. Von den hervorragenden Leistungen der Schülerinnen gaben bereits zwei, große Ausstellungen Zeugnis. Maler Julius Klinger gelang es, auch in dieser Ausstellung die Arbeiten durch geschmackvolle Anordnung zu bester Geltung zu bringen^ Die große soziale Bedeutung besteht aber nicht nur in Äev Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten für die -Flüchtlingein- 8tzr Fremde, sondern besonders darin,, daß den Franst» dätzstvtze Bewußtsein gegeben wurde> sich durch ihrer Hände Arbeit jetzt in der Zukunft zu echakten. Tatsächlich sind auch beleih mW-, rere Schülerinnen, welche nach ihrer Heimat zurückkehren könnten, an die Gründung von Ateliers und Arbeitsschulen geschritten, die ihnen günstige ^istei^etzingungru gewähre». Die Arbeitsschule ist eine der zahlreichen Wohkfahrtsinstitzltiönen, die Frau Änitta Müller für die Flüchtlinge geschaffen