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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-11-30 · 46 (30.11.1917) · page 12

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
46 (30.11.1917)
Date
1917-11-30
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Sett* 760 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr, 46 ÄMtzm an: unfercn ver- -ewWK-KBZer Uanz Josef I. , Als im Vorjahre unser unvergeßlicher Kaiser igs 'Jenseits ahherufen wurde, hielt der. Vorstand des Vereines ' „Einheit", 2.. Bezirk.? Mahgqssc x2, eine Trauersitzung uh, .in welcher ZuM dauernden Zcjcheüder Dankbarkeit gegenüber dem geliebten Kaiser der Beschluß gesagt wurde, eine „Kaiser Franz Jo sef- Aüs'speisestiftu ng" zu errichten, 'aus /deren Erträgnis all« jährlich am Todestage des Kaisers zumindest 50 arme Männer, in ersterpieihe invalide Soldaten, bewirtet werden sollten. ' ' Ts kämen so am Mittwoch, den 21. d. M. aus der „Pflegestätte für Kriegsblinde", aus den Blmdeninstituten „Wittelbachstraße" und „Hohe Warte", sowie aus dein „Allgemeinen Krankenhause" 50 invalide Soldaten zum Mittagstjsch in den Verein' „Einheit". Sie wurden vom' Vorstände empfangen, gastlich bewirtet und mit Aufmerksamteiten bedacht. Linen herzbewegenden Anblick boten die Kriegsblinden, junges rüstige Männer. Die teilnahmsvollen Worte, die herzliche Fürsorge, die mün ihnen bewies, brachten rührend freudigen Ausdruck in chr sonst so. tief ernstes Gesicht. ‘ Der Führer der Blinden, und ein Blinder selbst, statteten im Namen der bewirteten Soldaten heimlichsten Dank ab. Welch gewaltige Pufggbe gartet der menschlichen. Gesellschaft. um die Leiden der zahllosen Unglücklichen, die dieser Krieg geschaffen, zu lindern! Gebe GoKt, daß unsere traurige Zeit baI8 zü Ende sei, und daß Sinn und Hech aller sich den Leiden der Unglücklichen widmen können! Tier mm Chef des MMrischen Prestldepartements. Aus( Budapest wird unS berichtet: Ministerpräsident Dr.Wexander Wekerle hat den bekannten BuhWW»r MchWtenr.mrd' Advokaten Dir. HeinrichiGo n d a aN Chef seines Preßdepartements berufen. Dr. Gon d a iftdÄ selbstbewußter Jude, der aus, frommer jüdischer Familie stammt; er ist der Schwiegersohn des angeseheuchr" PHMnthropen Heinrich v. Straffer. Die Bor- Goudas tzr dieser exponierten, verantwortlichen StellulW im Preßdepartement lvaren gleichfalls Juden, und.zwar -Edmund.-'K-le.LNi.nnd. vor^ ihm der ' gegenwärtige Chefredakteur des' - „Pester Lloyd". IM Vesz-il ' Direktor Felix Knranda. - Nach kurzem schwerer Leiden ist der Vexwaltnngsrat mrd ehemalige Direktor des Wiener Bankvereines FelixKuranda in einem Wiener Sanatorium gestor- . Wr. Felix Kur-an da war ein Sohn des! verstorbenen Präsidenten der Wiener israel. Kultusgenreinde und WichstalsabgWtdneten Jg::az Kur and a; seine Brüder sW> der Mßeyxdnete Hofrat Eami-ll Kur an da und der Advokat, KUtusvorstcher, Vizepräsident der „IsraeliijschM Mlianz" Dr. Artur Kur and a. Felix K nrg nh. a gehKrM durch 4Ö Jahre dem Wiener Bankverein im» tomex die ganze Beamtenlansbahn bis zuM Direktor durchinaß. Den größeren Teil dieser Zeit war er im Bankgeschäfte tätig, leitete die Devisenabteilung, und seiner JnDative waren die großen Goldimporte zuznschpejHen, wÄchp deL Bankverein gleichwie andere große Banken zur AuffMung des' Goldschatzes der Oesterreichisch-ungarischerr Bank vollzogen hatte. Als Direktor lestehe er das weitverzweigte Geschäft mit dem Balkan. vW MDdde die Filiale' üt Konsiantinopel, die Bulga- Mch e Mmk in. SoM und die Rumänische Kommerzialhkm im Bü^vest. Anch bei der Bosnischen LandesbaNk Wte K urand.a durch viele Jahre eine maßgebende HtMnvg inne. Knr?anHa vertrat, den Bankverein in dM Bs«vlMMge»-z«Moejcher? ööii ihm /kontrollierter Ge- Wfchaften und hatte hstbei sowie namentlich im Balkan- MchMe Gelegenheit, seine .gMßehervor-. pMnde länftnännisihe.TWWgke.it zu bekundem . Vor. zwei Jahres trat KurandMr in, den RuMstand und wurde in den Verwaltungs-rat des Bankvereines gewählt. Vor Wenigen Tagen hm Kuranda noch an einer Sitzung in Berlin teitgenomMen. Nach, seiner Rückkehr erkrankte er und'mußte sich einer Operation unterziehen, an bereit Folgen ergestorben ist. Der Verstorbene hinterläßt eine Witwe, einen Sohn und eine Tochter. Sein jüngerer Sohn war im vorigen. Jahre iM Kriege gefallen/ Das Begräbnis! smrd unter ganz ungewöhnlicher Beteiligung am 2.7. NoveMber auf dem ^Döblinger Friedhof statt, sDieallgemeMe Teilnahme wendete sich den nächsten Ungehörige!: zu, der Witwe Helene, geborene.!: Karpelesi, dem feinsinnigen Schutzgeist des mit -der weliberühmten Bildergalerie von Ignaz Knranda geschmückten Hauses im Cottageviertel, der Tochter, der hochbegabten jungen Philosoph:!: Dr. Hedwig K n rund a sowie dem vom Kriegsschauplatz an das Totenbett geeilten Sohne Dr. Ignaz Knranda und den beiden .so iimig an den Verstorbenen-hängenden Brüdern, Hofrat Camill u!:d. Kultnsporstand' Dr. Artur K u r a n d a. Oberkantor Morgenstern verrichtete unter großer Assistenz die Trauergesänge, rvorauf Rabbiner Dr. F e u ch twang die ergreifende Trauerrede hielt, in der er.das schö!:e Familienleben des! Verstorbenen, den Heldentod deszweiten Sohnes und das einzige Verhältnis zum. berühmten Vater und! den Bruder:: hiervorhob, sowie' den Wohltätigkeitssinn der Gattin pries/ die als Vize- Präsidentin des Mädchenunterstütznngsvereiires und Vor-' sitzercke der „Weiblichen Fürsorge" gleich hervorragend wirkt. Hierauf feierte der seit vierzig Jahren.Mit -Kura nda tätige Präsident Bernhard v. Popper die Genialität Knrandas!. als Wnanzmam:, die Mit strengster Rechtlichkeit gepaart war, Herr Biehl nahm naniens des Beamtenkörpers des Wiener Bankvereines von?K nra nd a Abschied, der ein fürsorglicher und wohlwolle::- der Berater der Beamtenschaft war. Eine zahllose Trauergemeinde .folgt/ de:: trostlösen Angehörigen zur Grüst^. bei' ber die "Diener öeö' Bank/i::L llrennendön ^Fackeln'. Spalier ibldeten. Untdr den Anwesenden waren ::. ,a: noch zu bemerken die Herren: Geheimer Rat Freiherr v. Hanenschield, vormaliger Präsident der Bosnischen Landesbank R, v. Horowch, Stadtkommandant GM. R. v. Mossig, die Her-renhausm:tgl:eder Philipp R. v. GoMpech n:ft) H. v. Noot, der Präsident der AdvökatenkamMer DrgFül.. Pfeiffer, Prokurist des Bankhauses S. M. v. Rothschild N. Kantor, Generäldirektor Hofrat Frankfurter, Generaldirektor'Dr. Hall, Hofrat Dr. Löwner, Direktor des' 'RothschW-Spitales Dr... Fleischmam:, Präsident JStögermayer, die Direktoren Hugo- Marc:ls'. Sigmund Jchenhaüser, Alfred Heinsheimer und Doktor Wilhelm Ritter v. Adler, Direktorstellvertreter Kaßner, Präsident, der MrgLobank Professor Dr. Landesberger, die Bankdirekioren Dr. HamMerschlag (Kreditanstalt), Mnxime v. KväsNh, F. Stransky und Kux (Niederösterreichische Eskönrptegesellschiaft), Schönwald - (Devosite!:- bank), Herzfeld u::d Weiner (Bodenkreditanstalt), Ernst Schmarz uM Alfred Strauß. („Mercur"), Hermann diofenblatt /Deutsche Petroleum-Mtiengesellschaft), Weiner (-Ungarische HandeMrktiengesellsch>ast), / Präsident Philipp Weiß (Ungarische Kommdrzialbank), der Direktor der Eisenbahnverkehrsanstalt Heinsheüner, Bankdirektor Ste- - ger (Konstjantinopel), . Direktor Brecher,/Direktor, Kraus. (Länderbank), Verwäftui:>gsrat der Unionbänk Dr. 'Gotthold Sreger, Direktor Weishnt. (Unionbänk), Direktor Kornfeld (Verkehrsbank), Verwalrungsrat . Dr. Jakob Nirnstein, die Bankiers Julius Schwarz und Siegmund Nopper, SchrisLsteller Siegfried Loewy, die Hof- und GMichtsadvokaten Dr. Gustav Bloch. Dr.. Katzau und Dr. Ignaz Nemnann, der Erste Sekretär der Handels?- unp Gewerbekammör Dir. v. Thayenth'al, der Präsident des Wtzyr'istM: der Wiener Käuftnanns ch äst Kornel Spitzer, kaiserlicher Rar Juliusp Stein,. Hofrat Kobler,

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