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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-11-30 · 46 (30.11.1917) · page 9

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
46 (30.11.1917)
Date
1917-11-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 46 Dr. Bloch's Wochenschrift Sette 75/ Lohn des Temesvarer Bäckermeisters 'S ze n e s und Neffe des Kaufmannes^ M. S pi tz e r. Wien. Der junge Ofsizier, der für fein'-befonl^rs ^-tapferes'- Berhalten^ öfter ausgezeichnet wurde.- war nach langem Frontdienst ver- . wunder worden und schrieb einen sehr interessanten Brief vom 11. fc- Mi. an seine Eltern, in welchem' er den Besuch SK Majestät beim Szegeder und Temesvarer HlausregimenL schilderte. Der Brief lautet auszugsweise folgendermaßen: Gestern war ein großer Tag in unserer Regimentsgeschichle. Der König hat uns besucht. Als Deputation erschienen vor Sr. Majestät die am meisten dekorierten Offiziere und Mannschaften; selbstredend war auch ich Unter denen. Der Empfang war herzlich, und. freundlich. Majestät reichte mir die Hcrnd und fragte mich, tao ich diese schönen Dekorationen erhielt. .Ich erzählte, bei Welchen Gelegenheiten ich selbe bekam. Darauf sagte ^Majestät: „'Ich danke Ihnen, / daß Sie sich, so tapfer benommen/haben." Majestät belobte im allgemeinen das ganze Regiment, und reichte den Offizieren, die in dör ersten Reihe standen, die Hand. Dies War ein unvergeßlicher Tag; dabei sind wir sehr naß geworden. Jn jden nächsten Tagen mutz meine Auszeichnung kommen, zu welcher ich in der elften Jsonzofchlacht eingegeben Wurde; ich hörte eben, gum> Militärischen Verdienstkreuz 3, Klasse. Are Ketten in der Schlacht am Monte San Kavrieke. In dem 4. Honvodl-Jnsanterieregiment, das sich am Monte San Gabriele wieder unvergänglichen Ruhm erivorben, wurden folgende Glaubensbrüder ausgezeichnet: Samu Benedek, Telephonist, Korporal, silberne Tapferkeitsmedaille 1. und. 2. Klaffe (besitzt bereits die bronzene Tapserkeitsüredaille);■ Lächlo Klein, Telephonist, Zugsführer, silberne Tapferleitsmedailte 1. und 2. Klasse (besitzt bereits die bronzene T>apferkeits?meda.ille); ' ' Marron Fodor,- Telephonist, Korporal, silberne Tapserkeitsmedaille- - 2.-^-Klaffe--(besitzt^-bereits -- die bronzene Dapferkeitsmedaille); Samuel B a n d l e r, Korporal, bronzene Tapferkeitsnredaille; .Marton K o h n, Gefreiter; bronzene Tapferkei-tsmodaille; fs Hermann G o ld n e r, 'Honpbd'.s bronzene Tapferkeitsinedaille; Mor. Csillag, Zugsführer, eiserrres Verdienstkreuz (besitzt bereits die bronzene Tapserkeitsmedaille); Gyula S t i e f e l, Gefreiter, bronzene Tapferkeitsmedaille; . - Herinann Silber stein,. Gefreiter,, bronzene Tapserkeitsmedaille; Karoly Cfato, Gefreiter, bronzene Tapferkeits- Medaille; -E Artur W e i ß, Korporal, filberrre Tapserkeitsmed a ille sämtliche Genannten besitzen auch, das Karl Truppen- Kreuz; außerdem: Andor Nuß bäum, Feldwebel, das silberne Verdienstkreuz mit der Krone. Albert P l e ß n e r, jgeboren 1897 in Biala, Jäger, ist 1915 eingerückt. starb an Blutvergiftung infolge Ober- Isidor Schiff, geboren 1894 in Eger. rückte 1914 zum JnfanterierelFMl'ent Nr. 60 ein, Kinyladenschuß; Josef Weis ne r, geboren 1890 in Bosnice (Böhmen), eingerückt 1915 zu'M Infanterieregiment Nr. 52, Todesursache: OberschenMschuß; - Julius Reich, geboren 1871 in Jospavö (Mcuchrornyaer Komitat), verheiratet; Jakob S chmerler, geboren 1891 in Terebesfeherpatak, diente beim Infanterieregiment Nr. 85; Israel S t e i n, Infanterieregiment Nr. 34; David P ard es-Zw erkling, geboren 1883 in Bialy-Kamenec (Galiziens verheiratet, eingerückt 1916, Infanterieregiment Nr. 80; ' Ignaz Friedmann, geboren 1887 irr Nyirnregyes, Infanterieregiment Nr. 5; Isidor N a gelherz,. geboren 1897 irr Zloczow» eingerückt 1917 zum Jnfmrterieregiment Nr. 8.0; Hermann Fried ttt a n n, geboren 1873. in Perehaz, eingerückr 1915, Infanterieregiment Nr.. 65, verheiratet; Elek Gouda, Husar im Husarenregiment Nr. 15, in Budapest wohnhaft, geboren 1894; Isidor Guttmann,sgeboren 1894 in Gegeuy. (Komitat Szabolcs), eingerückt 1917 zum Infanterieregiment Nr. 34. . , Jüdische Ketten tut Kaschauer KriedHos. Nach einem Bericht des „Egyenlöseg" liegerr im Kaschauer Friedhofu. a. die folgenden auswärtigen jüdischen Kriegshelden begraben: ' Julius- Fisch ho f, Artillerist, geboren in Budapest 1888; ' Hermann Nemes, geboren in Nagh-Rebra 1884. diente im Infanterieregiment Nr. 32, verheiratet, Schenkelschuß; ( Georg E u >g el st e i n, Zugssührer, Feldjägerbatai-tlon Nr. 27, geboren 1888 in Kolomea, verheiratet, wohnte in. Berlin, Todesursache:: Foljgen eines' Schusses insKinn; war Besitzer von sechs Auszeichnungen; . I in FlamMen! /Kein Land der Erde hatte jenes MM von Leib zu ertragen, bas^dem armen Palästina bisher im Laufe der Jahrhunderte und ganz besonders im Weltkriege auferlegt wurde. Hunger und Krankheit, Not und Elend jeder erdenklichen Art und kaum faßbaren 'Grades, haben die Kopfzahl unserer Brüder im Lande der Väter nahezu um zwei Drittel vermindert. Mit Einsetzung aller Kräfte bemühte sich deshalb die Wiener ,,Hisskommission" soweit als möglich, Hilfe zu leisten. Nach Maßgabe der Bedürftigkeit wurden die Armen aus unsere Kosten unter behördlicher Aufsicht mit Mehl beteilt, in erster Reihe; naturgemäß jene, die infolge des Krieges ohne, jegliche Unterstützung aus der Heimat blieben.Ferner wurde für die am härtesten Betroffenen, die Waisen-- l inder, die ohne Nahrung und Kleidung auf die Gaffe gestoßen waren, . nach Auslangen der Mittel Fürsorge zu schaffen gesucht. Endlich durften auch jene. Palästinenser, die der Kriegsausbruch an der Rückkehr ins Heilige Land verhinderte, nicht bei uns der Gesahr des Hungers ausgeliesert werden. Die jüngste Katastrophe aber, die jetzt Palästina in den Vordergrund der Aufmerksamkeit aller Welt gerückt hat, übertrifft alles bisher von Menschen Erlebte. Alles» was dort «noch lebt, ist ausgescheucht-, und das Entsetzlsche-, was' sich an Ort und Stelle -abspielt, spiegelt wieder der entsetzenerregende Anblick der todmüden Flüchtlinge, die jetzt aus Palästina scharenweise Woche für Woche bei uns eintresfen und hilseftehend an unsere Türen pochen. Palästina ist ein einziges großes Schlachtfeld geworden. Sofortige Hilfe ist deshalb das dringende Gebot der -Stunde. Mir wenden uns deshalb an Me Wohltäter, vor allem an.die verehrtichen jüdischen Gemeinden, ehrwürdigen Rabbinate, Tempelvorstände. Religionslehrer, Br- Mute nnd Vereine, sowie Me edlen menschensreuM- Lichen Herzen in den uns verbündeten nnd der nentrM» Staaten mit dem .Hilferuf: sr a c a 7 9 © a G M L. S? 5

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