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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-11-30 · 46 (30.11.1917) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
46 (30.11.1917)
Date
1917-11-30
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 7br Dr. Bloch's Wochenschrift Nr. 46 d) a « N « d) a cd sß * I>- « L-, <D £ d) O «■»i ■ d) > « « P-4 SU o a a a v«»“* 3Ä Z/1 cd Doktor eineiit Sendet alless was Ihr , rge nd senden VSM'rLei,-KnP"fcnOet b'a.M ehe.es zu spät! .-.TsnäKnde unserer Brüder, dieybishe^ treue WachtUehakten auf der uns allen heiliKMMpter et de,- ssie müs s e n" ret tu n g M o s perdeMen^.Me n üiwist sielKm.Sstiche laffen!' ^Diese gegenwärtig auf den Gipfel getriebene Not mr- WäüMrMrWerM Palästina war der Gegenstand 'eüW Vortrages, den Herr Rabbiner sM. Gro ß aus Jerusalem Wpx . Einladung unserer Knltusgemeinde am vergaygenen Montagabelch im' Sitzungssaale, Seitenstettengasse Nr. 4, hielt. Herr Präsident Stern begrüßte die Versammlung mit Hinweis auf,die Notwendigkeit, im -gegebenen.Zeit--. Punkt den Brüdern in Palästina, die unter dem Weltkriege gm härtesten zu leiden haben, augenblicklich Hilfe zu^Wien. Dieser an sich durch, seine Wärme eindrucksvolle .Appell erhielt das entsprechende Relief durch die Darstellung, die der Vortragende aus eigener Anschauung Non den Verhältnissen seiner palästinensischen.Heimat bot. .An die mit lebhaftem Interesse aufgenommemen Schilderungen schloß sich eine Erörterung,' an der sich äu^iLr dem Vorsitzenden die Herren Rabbiner Dr.. G r u nchEd und Kultusrat Dr. Schreiber beteiligten. Dr. Grunwald. lieferte Erklärungen zu manchen Punkten' der 'Rede des Vortragenden, vor allem eine Uebersicht Ab^r das, was bisher .im Lause des Krieges von OtzHrreuh-, 'speziell Wien, aus für Palästina geschehen W, lwobei: die Tätigkeit der^>,Hilfskommission -1915 für PaRstinck'l in kurzen' Zügen geschildert wurde. Nach, einer Auskunft des Vortragenden auf eine Anfrage des Herrn Tr. Schreiber schliß der Vorsitzende.die Versanum- Mng-Mir der eindringlichen. Bitte,, es möchten alle jene StMen in Wien, die bisher für Palästina tätiges Interesse bekundeten, sich zu einer Rettungsaktion zusammeirschließM, die sofort Beträge hinüberschicken soll, üm"Dor^MM'MbeiWmittel' anzükäüfen/ die freilich-; auch dort infolge der Ungunst des' Geldverkehres teurer gewordenyaberld och vorhanden sind. Der Eifer, mit dem Herr Stern, die Sache unserer Notleidenden im HeilNW:-.2Mde verfocht, sichert chm die Dankbarkeit aller Palästinafreunde. AjutzAf...Hx. p!e.MHlVrten. iw.'-PaLMnal' Tausende paMstinensicher Juden, darunter zahlreiche Oesterreicher und Ungarn, bisher von Mangel und Seuchen. heimgesuchi, haben nun', auch. chr Obdach verloren. Unsägliche Not herrscht unter diesen Unglücklichen, die. d>MAlüchtliügsÄeirpund verheerenden Krankheiten preisgegÄemsindy - Kopf ünb Herz gebieten es^s.die Hand -zur Gabe Zu öffnen. . „ 'jil-.i/'/ Tie HAMomchässchn 1915 für Palästina, ... Wien, IV., Frankenberggasse 14. '' Zahlstelle für Oesterreich: Bankhaus S. M. von Rothschild, Wien, 1. Bez., Renngasse 3; für Deutschland >Teutz'che. Bank,- Berlin, Postscheck-Konto Nr^lOOO (echpPas Gonü) ,,HÜsskomnrission 1d15": für, die Eva- Urierten Ln Palästina). - ' ' ' - Mn Montag - den 19. November;• sollte H^chWgech Wrhäuse,eine ArichenKr.ersäMfllüng' Ui;, fo* MliMchen Partei stattfinden,, in welcher -die -ZEg-sordneten -G l öckl/H i l l ebr and ufw. sprechen sollten. Diese VersamnMptz,'ntzßte Moch-'in.'einem Saale'der. IachjpgrstadtsUflMtn verlegt^iverüen/^ Ws dies Städtgemeindc! KaMoäd dichGenWmignng zur Abhaltung -der MerfänmvlungyimKurhause versagte. .In der hiesigen sozialdemokratLschenZeitung „Volksivllle" erschienen, scharfe Angriffe gegen mehrere Mitglieder desk" Karlsbader Stadtrates,. die' wiederum eine Widerlegung der beiden hiesigen äntisemitischen .Deutschen Volksvereine zur Folge hätten und in dieser Widerlegung verstiegen fich diese beiden Vereine zu einem Angriff gegen das Judentum. Tie. hiesige Kultusigenteinde uNd die selbständige^ ilnd verantwortliche Jüdenschlast Karlsbads haMn absolut nichts mit dieser Versammlung1 zu tun, nehmen nicht den -geringsten Einfluß äuf die sozialistische Partei ünb stehen mit derselben in keiner wie immer gearteten Verbindung'. Diese unqualifizierbaren und durchnichts gerechtsertigten Mrgriffe der beiden Karlsb ad erVolksv ^v- 'eine veranlaßten daher die.hiesige Kultusgemeinde, eine eigene Sitzung einzuberufen, und eswurde auf G;rund derselben nachsvlgende ^Erklärung in Karlsbader Blättern veröffentlicht:- - y ' ' An die Bevölkerung von' Karlsbad und Umgebung! Die „Deutschen.Volksvereine" für Karlsbad Stadt und Karlsbad Landgemeinöenbezirk haben, im „Karlsbader Badeblätt" vom 19. November - und in Flugschriften, die. an alle Hausbesitzer versendet wurden, einen Aufruf an die deutsche Bevölkerung von> Karlsbad und Umgebung gerichtet und in diesem Aufrufe gegen die deutschen Sozialdemokraten Oesterreichs Stellung genommen.' In diesem Aufrufe heißt es: ' . . , . , „D i e f o z i a l d e M o k r a t i f.ch e Partei e r w ä hn t a u,ch 1 mit Absicht nicht, daß die infamen Kriegsn>ncherer zumeist ihrer Partei aNLeh-ören, und sich zu der Nation bekennen, der ihre derzeitigen Führer in Wi e n, A d.l'er/ ,Au ste r l itz',.!ufw„ angehören." Die israelitische Kultusgemeinde teiltdie Anschauung aller anständigen, und sittlichen Menschen, daß die Kriegswucherer und Kriegsausb^üter allgemeine Verachtung und strenge Bestrafung verdienen. . - . Lauten Protest muß sie jedoch. erheben, « wenn die Deutschen Polksvereine 'sich erdreisten, die Juden in ihrer Gesamtheit als, Kriegswucherer und. Kriegsausbenter hinzustellen. Unter den verabscheuungswürdigen Kriegswucherern befinden, sich Angehörige aller Konfessionen und Nationen, aller Berufs¬ und Erwerbsstände, Prodüzenten wie Händler. Es. ist daher ein nicht scharf genug zu verdammendes^ -licht laut.!Lemlg d^hrgndhiarkendes.>..PorgHMyWenn-L/diel'DeutfchM Voltsvereine ihren Streit mit den Sozialdemokraten zum Anlaß nehmen, UM die Karlsbader Bevölkerung gegen die Juden aufzuhetzen, obzwar im Strafregister des Karlsbader Bezirksgerichtes Juden aus Karlsbad und Umgebung als Wucherer und llebertreter der Kriegsverordnungen fast. gar nicht verzeichnet sind. .Die ..Karlsbader Juden können, ebenso piie; bte Judenschaft ganz Oesterreichs, im> VeihÄtnis "zur Zähl der. übrigen Bevölke-. rung auf ihre Teilnahme als Kämpfer an der Front,, puf die Zahl der erhaltenen Auszeichnungen, auf die .Zahl der Gefallenen und auf ihre ^Tätigkeit für lKriegsfürforgezwecke mit'gerechtem Stolze' Hinweisen: --- ' ’ , In einem Zeitpunkte, in dem alle Staatsbürger einträchtig! auf . allen Gebieten zur Verteidigung des Vaterlandes sich verbinden sollten, ist eine konfessionelle .Hetze ein Verbrechen: , - Darum verwahren wir. uns nochmals auf das energischeste gegen dieses'verhetzende Treiben der Deutschen V.okksvereine. Wir erwarten aber.auch, daß die staatlichen und kommunalen Behörden gegen diese Verhetzung im Interesse,.des Vaterlandes tcnd unserer Stadt entschiedenst Stellung nehmen, und werden es nicht dulden, daß wir, die Gut und Blut gleich anderen,deM Staate opfern, durch widerwärtige' Verallgemeinerung verleumdet werden. , . Für die israelitische Kultusgemeinde in Karlsbad: Der Vorsteher: _ Adolf Rosenfeld. ZmMwill >Mr Balsoursi Zusage. Ter Londoner MNarbefler. bes,,Handeksbläd" hatte eine Unterredung!,mit- Israel Z angw ill, dem^bekannten 'R0mansDriftsteller - .rcküi-' , Vorsitzenden der Jewish TerriwriaE>rigianisation, Wer- Balfours Brief an Lord Rothschild. Zantzwill gab eine^Uebersichk.^iißer die Entwicklung! des"'Zionismus bis Müs. Basler 'Kongreß 1903, .wo sich! bon den, die Besiedlung-,.Palästinas erstÄbenden Zionistendiejenigen abtrennten, v die an Herzls Auffassuüg festhielien, das für den Aufbau -einer geschlossenen 'Mischen Stäatslgemeinschast ebensogut ein anderes geeiMetes Landgebiet - gewählt - werden dürfet Zang.will schilderte für die abgetrennte Gruppe ünter

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