Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 34 (1917)
- Issue
- 44 (16.11.1917)
- Date
- 1917-11-16
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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&öe M. . ' Lir.' Bloch's . Herr , Oberkantor Sirota wirb - dementsprechend - am Freitag den I3,. d/ M, /um ^/^5 llHr . abends und am Samstag .den 24. L. M. um 9 Uhr vormittags im Saale ..Bayrischer Hof". 2. Bezirk, Taborstrafe 37, Eingang Augartensträße. mit seinem Lhor unter Leitung des bekannten Komponisten und Chordireötors Löw einen Gottesdienst abhalten. . Karten sind zu haben: An der Kassa des ,,Bayrischen Hof", von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 4 Ahr nachmittags. Im' Lokale des Vereines, 2. Bezirk, Obere Augartenstratze ü!r. 40, und an den Kassen folgender Kaffeehäuser: National, Taborstraße 18, Central, Taborstratze 3, International, Taborstrafe 13, Weiß, Taborstratze 25, Müller, Lilienbrünngasse 2, Hetz, 1. Bezirk, Rotenturmstratze. Residenz, Morzinplatz 7, Metropol, Morzinplatz 1,. Kommerzial, Rudolfsplatz 7, Reisenleitner, Franz Jcfess-Kai 59, Wegerer, Schottenring 13, Adler, Schottenring 14. Carl-Theater, Praterstraße, Rappaport, Obere Donaustraße, ferner im Hotel Barschak, Große Schifsgasse 3, und Neroyork, Kleine Sperlgassc. Das Erträgnis fällt obgenanntem Vereine zu. , Die Vereinsleitung. Sifak. Herrn Sam. Straffer, Sektionschef und gewesener Präsident der hiesigen isr. Knltusgemeinde, ist von Sr. Majestät das! Ritterkreuz mit der .Kriegsdekoration ^verliehen worden. Wir freuen niA diesem ausgezeichneten Manne und treuen Juden zu dieser verdienstvollen Auszeichnung gratulieren zu - können. 'KmLm. Dieser Tage ist hier, der berühmte Rabbi Abraham Markus Klingberg, genannt der Zaleschitzer Rabbi, im hohen Greisenalter gestorben. Der Heimg^mrgene hat weit und breit eine hohe Verehrung genossen. Bon den fernsten Gegenden kamen seine Anhänger und Verehrer, bei ihnv-sich Rat zu holen. Er war ein Mann des Friedens und großer Klugheit, der' viel Wohltätigkeit geübt hat. Vor vielen .Jahren wirkte er in Zaleschitz in Polen, von wo aus er nachseiner Ausweisung nach Krakau, seiner Geüurtsstadt, übersiedelte. .Sein. Leichenbegängnis fand unter Teilnahme Taufender Menschen statt. Man sah den Eemeürdepräfes' Dr. SamP^lü Dilles, den Rabbiner Dr. Jofua H a l b e r sta m und' zahlreiche andere Rabbinen. Im Hause des Verstorbenen widmete ihm sein Sohn, ebenfalls Rabbiner, eine ergreifende Trauerrede. Vor der alLÄr Shnagoge 'sprach! der Rabbinerstellvertreter Rabbi P. Dembitzer Worte der Trauer, die. auf alle Anwesenden .einen rührenden Eindruck gemacht haben. ' - M. Sternberg. An die geehrte Redaktion der Österreichischen Wochenschrift .Wien. Wegen Behinderung der Postoerbindung bitte .ich Sie in meinem und im Namen meiner Kollegen unseren 'Dank öffentlich abzustatten an die ttracl (N«rnci de >u Nla,>- nfnrl. Wir iwjaren etwa 320 jüdische Soldaten an Jomkippur Gäste der jüdischen Gemeinde in Klagenfurt. Wir wurden am Vorabend und Festabend großartig ausgespeist, auch ein eigenes Bethaus wurde uns zur Verfügung gestellt. Mit Welcher Liebe Und. Freundlichkeit man uns entgegenkam, können wir nicht genug lobend schildern. Das Hetz hat es uns erfreut, von der Front weg ins freundliche Lebensdasein, wieder Mensch und Jude sein zu können. Besonderen Dank dem geehrten Herrn Vorstand Mar S t ö tz l, der gewiß unübertrefflich ist in seinem Wirken und seiner Menschenliebe. Ferner dem (Herrn Josef M ü Iler, der tatkräftig mithals, das Werk der Nächstenliebe zu fördern, und allen jenen Herren, die uns. behilflich waren. Besonderen herzlichen Dank dem edlen Fräulein Elsa Stütz l, die die ganze Mühe und Sorge mit der Ausspeisung, und dem Arrangement trug, ebenso der-Familie NeuMann, die sich auch dem guten Werke-- anschlotz.Wir fühlten sich so wie in der. Heimat bei den Mte'tn und im eigenen Hause. Vergessen war Sorge und Kummer. Was das heißt-' können nur diejenigen ermessen, die im Kriege alle Härten und Plagen mitmachten und wieder. Unter - guten-Menschen gewesen sind. ' Karl L,, Fähnrich, 'Josef K., Feldwebels . und im Namen der übrigen Soldaten und Chargen; auch hie. deutschen Soldatendanken bestens. ’ ,v Lemberg. Erhebend und eindrucksvoll gestaltete sich die am ' 28. Oktober stattgefundene Jnaugurativnsfeier der jüd. akadem. ' DeÄmdung „Herzlia"; galt sie gleichzeitig auch den.Manen des' berühmten jüdischen Historikers Heinrich Grätz, dergerade vbr 100 Jahren das Licht der Welt, erblickt hat. Der große, festlich er- Wochenschrift M 44 leuchtete Saal' war dis auf das letzte Plätzchem^besetzt und vereinigte ein ' sehr distinguiertes Herren- und Damenpublikum; -darunter ' auch ' eine größere Anzahl von Offizieren der 'verbündeten Armeen. Auch Eemeinderäöbiner Dr. Guttmann hätte sich eingefunden. Im Mittelpunkte des Abends stand der hochinteressante, wissenschaftlich aufgebaute und doch populär gehaltene Festvortrag des Universitätsprofessors Dr. Schorr, der es. so recht verstand, die Lichtgestalt des Gefeierten dem Publikum in kräftigen Zügen vor Augen zu führen. Auch der Rest des Programmes, so insbesondere die entzückenden Eesangsvorträge des Operntenors Herrn Ignaz Mann, die.tiefempfundenen, vom Jargondichter S. Jmber gut zum Ausdrücke gebrachten Eigendichtungen, der Violinvorträg des vielversprechenden Schülers E. Landowski, die polnische Deklamation des Fräuleins Spinner und die von Fräulein Weitzmann mit Pr^ision vorgetragene Liszt-Rhapsodie fanden allgemeinen Beifall/ Zum Schlüsse sang die Jugend die Hatikwah. Der Erinnerung an Prof. Heinrich Erätz und Salomon Rappaport sel. A^ galt auch die letzte, sehr (gehaltvolle!Freitagäbendpredigt/des Rabbiners Dr. Guttmann im hiesigen Tempel. Aus dem Krben des hohen |{aMn Kow. Neue Golem-Sagen, gesammelt und bearbeitet von Chaim Bloch, Delatyn. Indessen arbeiteten die Estern Rahels rastlos, um die . Tochter den Händen Taddäus' zu entreißen. Sie begaben sich zu ihrem Verwandten, dem berühmten Gaon . Rabbi Jakob Günzbürg/ Rabbiner in Friedburg, den sie unter bitteren Tränen, baten, an die Rettung ihriS . Kindes mitznarbeiten. - '! Dieser nahmseine unglücklichen Verwandten teilnahnrsvoll auf, appellierte aber an deren Einsicht, Ls nicht gls eine Gleichgültigkeit, als eine Passivität seinerseits aufznfassen, wenn er ihnen — so schmerzlich ihn der Fall berühre — eröffnen müßte, nichts in dieser Sache..MteWehmtzn-'-.zn-.Annen.- --; Nach einigem Nachdenken sprach! er' zu ihnen: „In Prag ist ja Rabbi Löw, mein Jugendfreund, er vermag euch; mehr zu Helsen als ich."? Er richtete auch ein Schreiben an Rabbi Löw, .in dem er auf seine Machtlosigkeit hinwies und ihn dringend . ersuchte, seinen. Verwandten in ihrer Not beizustehen; er betonte, daß/ abgesehen vom allgemeinen Verdienst, eine irrgewordene Seele auf dien richtigen Weg . zu führen, ' dies ihn als nahen Verwandten Rebb Michaels, sehr;angehe. Den Brief überigab er pen Eltern Rahels und sagte, so würden sie die Tochter am schnellsten zu- . rückbekommen. Es war bereits zur vorgerückten Nachtstunde, als Michael Berber und - seine G,attin. in Prag ankamen. Ersterer begab sich gleich zu Rabbi Löw, und nachdem er diesen ehrfurchtsvoll begrüßte, welchen Gruß, dieser sanft und freundlich erwiderte, übergab er ihm den Brief des-Friedburger Rabbiners. Bevor er noch den,Brief geöffnet hatte, -ahnte Rabbi Löw den Jichalt; desselben. Hörte er ja von dem-Unglück/-- das Michael Berger zugestoßen war. Reb'b Michael erzählte ihm mit herzzerreißenden. Worten von allen' seinem zur Rettung,. seiner Tochter nirternoinmekren Versuchen, die vergeblich gebMben tvarell, .: . und fügte hinzu, daß.pr nmmrehr nur /noch^aüf Rabbi Löw seine Hoffnung sehe. ' Mabbi Löw bedachte alle Schwierigkeiten der ihm, nun zugefallenen Ausgabe. Es war ihm außerordentlich unangenehm, mit, Taddäus einen neuen Streit/zu beginnen. Schließlich gewann das?GeMl/ semesJ Herzens,, das süv Gerechtigkeit so warm schlug, die Oberhand. --Er versprach, sich/, .für die Rettung RaheV. einzusetzejh: I 'verlangte abep,/.damit-,?seine Schritte - nicht dnrchjkrenzt^- /würden, strengD Geheimhaltung. . F? -Rabbi Löw frngte/Berger noch/um verschiedene Ein^ zelyeiten; besonderK interessierte ihn, -zu erfahren, ob-er '