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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-10-26 · 41 (26.10.1917) · page 2

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
41 (26.10.1917)
Date
1917-10-26
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seit, 676 ' Lir. Woch's nten zu lassen siijber die Lage der Deutschen /in OÄsker''- reich nnter der. FührWA/EtiftiMffcher? ParteMuvtlinge. Darum wird „die- Jndensr>age" auf die Tagesordnung gestellt als die wichtigste Frage , selbst inmitten der Schrecknisse des: -erneut aufstammenden Weltkrieges. Tenn „wir! können den Krieg nicht voll verstehen ohne Erfassung der Jndenfrage," heißt es' in einem Artikel der „ReichsWst" vom 9. M.„ und gleichzeitig wird nntgeteilt: ' „Innerhalb der Wiener christlichsozialen Partei ist angeregt worden, der Zudensrage neue Aufmerksamkeit zu schenken. Das soll nicht heißen, bloße Platte ami- . semitische Schlagworte und Derbheiten rn Hebung bringen, es! soll heißen: Aufforderung zum Studium der wichtigsten Frage der Gegenwart und Zukunft; es soll heißen: Nachdenken der christlichen VolMreise Mer die Entwicklung der Mischen Wirtschafts'-- -und Iultürmacht zu einer Höhe, daß die wirtschaftliche und kulturelle Existenz der Christenwelt aufs' schwerste bedroht, vielfach schon untergraben ist; es soll heißen: Erkennen d^ jüdischen Einflusses in der Weltdiplomatie, in der . Kriegs-Politik der Entente und in der Zeitungs-, Parlaments!-, Finanzpolitik der Heimat; es soll heißen: Erfassen der ungeheuren Vermögensv^schiebmtgen der Kri^sjzeit zugunsten der Juden auf Kosten , des christlichen Volkes'." " Zu diesem Behuse werden die Werke von Werner S o mb a r t, wie? „Bourgeois", „Die Juden und das .Wirtschaftsleben",*) „Der moderne Kapitalismus", geplündert, ohüe zu beachten, daß sein gesamtes Tatsachenmaterial von-Brentano vollständig über den Haufen geworfen wurde. An der Hand SoMbart'scher Darstellung zeigt ein Sonntagsiartikel voM 14. d. M. das Schreckbild: ,;Die wUrtschaftlich e Versklavung der EHlri'steNch^eit"5: "i .?; r; „Da ist England. Von seinen 63 größten Banken sind 33 ganz jüdisch oder mit jüdischem Einschlag. Die Londoner City ist Mütelpnnkt dps englischen Schlfsahrtswesens, Welthandels der englischen Industrie, Sie ist so Mrjud.et, daß der frühere deutsche Kolonialdireftor Peters gelegentlich schrieb; der angelsächsische Typus fei im Bereich der City im Aussterben. Die Londoner Eity gjlt als Mittelpunkt des Weltjudentums -überhaupt. Als 1915 der russische Finanzminister Hkärk in London eine russische Anleihe untexbringen wollte, erklärte Lord Rothschild als Vertreter des englischen Kapitals, sie nur gegen Besserstellung der Juden in Rußland gewähren zu können. Als es sich im -September 1915 für England' darum handelte, in Amerika eine Milliardenanleihe in Tablars zu erhalten, Knaben sich zu diesem Zweck als Vertreter der englischen Finanz- und Staatswelt der jüdische Lord- Oberrichter Reading, (ftüher Rusus Jsaac) und der Jude Ernest Kassel nach NewyoÄ." So befindet sichdas englische Christentum in jüdischer Sklaverei. Nicht besser ergeht es! Amerika: - „ck)le Mehrzahl seiner großen Bankleute sind Juden;' 90 Prozent seiner Industrie gehört 'Geldleuten Rewyorks und Chicagos, ebenfalls vorwiegend Juden. Die - Vorfahren der Morgan, Rockefeller, - .Harrimann, Vanderbildt. AMour usw, sind holländische' Kalvnrer und Juden. Alles m allem' sagt Sombärt, die Juden beherrschten in Amerika ^eine Reihe ganz wichtiger Handelszweige: Getreide, Tabak, Baumwolle, namentlich im Westen, wo heute noch derüberwiegende Teil des 'Bankwesens, aber äüch der industnMn llnternHmnngen m ider^Hand'..der^ Juden sei. Dabei sei die Macht der Jrkd'eu -über Amdrika immer noch im .Ansteigen; so wie der Amerikanismus jin den Elementen seines Ausbaues zu einem.fchr großen Teile eigentlich nichts anderes sei als .geronnener Judengeist." Für die Gewalt der Juden .in' der no rdamerikan ischen. Presse wird auchdie Tatsache, .herivorgehvben: „Herausgcber des großen» Newyorker - Sozialistenorgans „Vor^; *). „v - - . zuchtlos ist sein ganzes Buch, von dem. zuchtlosen Geist m der Wissenschaft -aber gilt dasselbe, wie von der Schöne heit des zuchtlosen Weibes," (Salomonis XI, 22), sagt Brentano von diesein Buche Sombarts. Wochenschrift 41 wärts" ist A. Cah,an." Das Schrecklichste daran ahnt der ^Leitartikler der ,,'Reichsp'ost" gar nicht, nämlichdaß dieses große Tagblatt noch dazu in -7 hebräischen Lettern gedruckt wird. „Amerika in allen seinen Teilen, ist Judenland.". „Ts ist als ob. die neue Welt für die Juden allein, durch ihre Beihilfe entdeckt worden sei, als ob die Kolümbusse nur die Geschäftsführer Israels gewesen seien." „Die -Vereinigten Staaten, ja vielleicht kein Land mehr als die Vereinigten Staaten, sind mit jüdischem Wesen bis oben hinaus angeMll," Juden sind die Begründer und frühzeitigen starken Monopolisten des -Welthandels. ,Die Juden haben den Handel mit Luruswaren (Gold-, Silber- Edelstein-, Perlen-, Seidenhandel usw.) lange Zeit hindurch so gut wie monopolisiert; aber auch den mit Massenprodukten: 'Getreide, Wolle, Flachs, Spiritus. TeXtilwaren, Zucker, Tabak." „Wieso aber kommen die Juden zu den besonderen Tendenzen und Methoden des neueren Wirtschaftslebens? Vermöge stärkster Auswirkung , ihrer besonderen Weltanschauung. Vermöge der irdischmateriell gewandten Messiasidee. Vermöge des Glaubens an die Berufung zur Herrschaft Mer die Völker. Vermöge der Unterscheidung zwischen' Glaubensgenossen, die brüderlich behandelt werden sollen, und zwischen Fremden, ebenen gegenüber „freiere" Moral, „ein Schmuh" erlaubt ist. Vermöge der.'Ws>nderen, Hoch-, Wertung von irdisch Hab. Md ..Gut, deren reiche Gewinnung.,'äls religiöser Akt, als - himmlische, Auszeichnung erscheint.". , ' Das alles mir!d mit Berufung aus die- Autorität S 0 m b a r t s verkündet. Sombarts Zeichnungen haben bereits wiederholt die gründlichsten und erschöpfendsten Widerlegungen erfahren, die der - antisemitifche Leitartikler wohlweislich verschweigt. Allein S 0 m b a r t selberhat seitdem über Juden und jüdisches Volk eint-ganz -anderes Urteil sich gebildet. In seiner wenige Monate nach Kriegsbeginn erschienenen Schrift „Händler -und Helden" schreibt er: . . „Nun begreifen wir a.nch, warum uns die anderen Völker. Mit ihrem Haß verfolgen: 'sie verstehen uns! nicht, aber sie empfinden unsere ungeheure geistige Ueberlegenheit. So wurden die Juden im Altertum gehaßt. — Und sie gingen hocherhobenen Hauptes mit einem verächtlichen Lächeln ans 'deU' Lippen durch" dps'Völker^- gewimmel ihrer Zeit, aus -das sie von ihrer stolzen Höhe geringschätzig hinabsahen. Sie wüßten, warum. Sie schlossen sich, auch ab gegen alles' fremde Wesestt. aus Befor-gnis, düs Heilige, das sie mitsich trugen, könne durch (Ung^äu^igen!bej'ut)e^t• werden. So sollen.auch die Deutschen in unserer Zeit durch die Welt gehen, stolz, erhobenen Hauptes, in dem sicheren Gefühl, das Gottesvolk zu sein." Nach der „Reichsp'ost" /droht den österreichischen Christen d.as schreckliche Los der.Engländer Md Amerikaner. .Wirtschaftliche Verarmung, -' VersMi'ung. der. ^Christenheit — das ist die Sachlage," So - stehen denn die . Völker Oesterreichs wiederum einmal am Scheidewege Und sie haben -die' Wahl, entweder jener „wirtschaftlichen Verarmung Und Versklavung" zu 'verfallen, in. welcher,.die ^Er^Mrder 'Und'"-.'Amerikaner, (nebich) -schmachten,- oder sich jenes G-lück undjenen Wohlstand Und'-jene Freiheit zu sichern, welche das. verflossene Zarentum den Russen und Pas antisemitische Bojarentum dem rumänischen VoM beschert haben. In der Tat sehen wir hier die tieseveU ' GrMde der '^iu ganz ä^stssrre.ich, losgelasftnen antisemitischen - Preßhetze, die in der! Provinz noch ungleich roher, brutaler ' wtWt als fn Wien. Dias Zärtzntnm war der Hort aller Reaktion - in Europa: Nun istdie lBastard-Dynastie der Wnijano w Maden mit dem.Fluche der' Völker^von deM göttlich^en Strafgericht ereilt worden» Darum soll Oesterreich' an die leergebliebene - Stelle' treten und die FW^nngi der 'ReaNon MerUehMen.' Einer Jüdenpolitik, die nicht bloß an glorreiche spanische Traditionen, sondern an eine Vergangenheit im höchsten ' Altertum; - bis auf Pharao Und! Antioch u's Epiphän es usw/- usw. anknüpsen kann, öfter-' reichischen- Völker vor deM Unheil', der amerikanischen und englischen „BerarmUüg" - zu bewahren.

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