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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-10-19 · 40 (19.10.1917) · page 10

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
40 (19.10.1917)
Date
1917-10-19
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 662 Dr. Bloch's Wochenschrift Nr; 40 perlangt M'Mr mä)i nMErrsches und strammes Benehmen.!Er ist, obwohl ein Lundsturnrmann, Soldat vorn Scheitel Ibis Zur Sohle. , Wir Wien, geschätzte Redaktion, diese Zeilen zu veröffentlichen^ deren einen anderen Dank können wir unserem Komnchndanten Leutnant Szabo, R.-U. Storno Vits' sowie dien btavcn drei Borbetern nicht bieten, als der Oeffentlichkeit zu zeigen, daß. es noch Juden gibt, die mit ganZenr Herzen für dre jüdische Sache und. ihren Glauben eintreten. Nochmals bestens dankend -für Ihre Güte, verbleiben wir Ihre - dankbaren Juden . i der . Baukomp., Feldpost . Aus einem Aetdpoftörief an Köerraööwer Aeich in Aaden. . Focsani. Obwohl in einem fremden Lande zur KriegsZeit in Rumänien, haben wir jüdischen Soldaten die hohen Feiertage festliche begehen können und durch die Bemühungen unserer jüdischen Glaubensgeuosserr dieseWen in rührender Herzlichkeit verlebt. Wir waren 400 jüdische Soldaten, und zwar 300 deutsche und 100 österreichisch-ungarische, und wurden mit ritueller Kost reichlich versehen. Herr .Rabbinejr Doktor- Nacht hat sich bei der Versorgung große Verdienste erworben. ' - Die jüdische Gemeinde Focsani hat am Erew Jomkippur 150 Soldaten zur Verköstigung unter den Mitgliedern. verteilt, ebenso am Ausgang des Versöhnurlgslages, so daß! sich; die jüdischen Soldaten ganz heimisch und gemütlich befunden haben; sie hatten'das Gefühl te fanriliären Zusammenlebens. Mr herrlichsten -jedoch war es mit dem Gottes,- - dienst ilM'tM'HeiWem WAÜ Lestelltt Der k. u. L'Felh- und Armeerabbiner D-r. Grade netz hatte die glückliche Wahl getroffen, den Herrn' Johann H ofbauer aus Wien nrit den gottesdienstlichen Funktionen zu betrauen, die derselbe als Vorbieter glänzend ausführte, so daß sich alle Anwesenden herzlich erbauten. . Der Herr Armeerabbineir wollte dann Herrn H o fba u e r durch! das Arrneekommando als Funktionär für JonMpvur ,nach, Braila haben, jedoch kam das Ansuchen bereits verspätet an und Herr Ho fbaüer versah nun sein heiliges Amt auch; am Versöhnüngstage in Focsani. Seine Leistungen haben auch an diesem Tage sich glänMnd bewährt. , Mit inniger DiänWarkeit werden wir der schönen Tage gedenken, die uns in dieser schweren Zeit des Krieges im Feindesland durch; das brüderliche Entgegenko'nMren unserer Mischen Glaubensgenossen in Rumänien bereitet worden sind — lo alMon Jsroel! Mne pietätvolle Stiftung WWelm Vazsonyis für hie Pester isrgel. Exmemde schule. Minister Dr. WMhelm Vazso ny i hat unter Beischluß eines' Schecks über 10.000 Kronen das folgende Schreiben an.Dr. Moritz Stiller, Präsidentstellvertreter der isr. Kultusgenreinde, gerichtet: „Sehr verehrter Freund! Ms wir gestern am Vorabend des Versö'hnmrgsfestes nebeneinander vor der Bundeslade mit den Pergamentrollen der Heiligen.Schrift standen,- währenddie Orgeltönc erbrausten und der Gesang, des Chores ercklang, flogen Meine Gedanken zurück in die Vergangenheit. In die Vergangenheit; als ichnoch Zögling der Schule in der Siputca war und als kleiner Schulknabe oben im Chor mitsang. - S . In Meiner Erinnerung tauchten die Bilder meiner gutherzigen Lehrer und die meiner Mitschüler auf, welche mit mir Kinder kleinbürgerlicher, in bescheidenen Verhältnissen'lebender Familien, oder noch ärmere waren, .. deren die Glaubensgemeinde schon in jener Feit, als es - noch' nicht gMrcmchlichi, von . Jahr zu Jahr fürsorglich bedacht war. Mein Herz ward voll von Tränen und Dankgefühl, und ich betete still-inbrünstig und in Demut zu Gott. .Ich empftnnde es! als ein Seelenbedürsnis, diese. Angenlblicke nr'eines inneren . Erlebens für ntich festZulegen, und eine unbestimmte Kraft treibt mich unwiderstehlich, daß ich, wenn auch in bescheidenem Maße, Zeugnis. davon ,MMi daß ich mit nie versiegender Pietät - jener;<Sd)'uTfe' gedenke^;'-ans! der ich meinen Lebensweg antrat. - . . - . .. Erlaube inir daher, daß, ich' heute durch Deine Vermittlung 'zehntausend Kronen fhr die Zwecke der ElonEntarschule widme.. Die Hälfte soll zur 'Verfügung des Lehrkörpers der Anstalt 'stehen, und soll für einen, solchen Zweck der Lehrerschaft zugeführt -werden, den sie für - gut befindet. - Die - Zinsen der ' zweiten Hälfte aber sollen Zur Unterstützung armer Schülerder Anstalt verwendet .werden. r Ich darf wohl bitten, daß diese bescheidene Stiftung, die ich noch unter günstigeren Schicksalsderhältnissen in der" Zukunft viergrößern Möchte, den Namen meines lieben Vaters; der selbst'auch' Lehrer war; führen möge. ' Ich bitte strich, diese -meine freundschaftliche -.Betrauung freundlich st entgegenzunehmen. . Mit aufrichtiger Wertschätzung Dein alter, aufrichjtiger Getreuer; Wilhelm V a z so n Y i." Die Liste der Kriegslieferantcn. Dje ungarischen Antisemiten haben unter den -gleiß- / nerischen Waffen, mit bettelt sie ihren Verleumdungsfeldzng gegen die Juden führen, mit Vorliebe diejenige gebraucht, daß die sich bereichernden Kriegslieferänren ausschließlich Inden seien. Ein allgemeiner Schrei nach Veröffentlichung der Kriegslieferantenliste erscholl, in der sicheren Annahme, daß diese Liste ihre Angriffe rechtfertigen wjürde. Nun denn, die Liste ist erschienen itttb wirkt auf diejenigen, die sie provoziert haben, itt geradezu niederschmetternder Weise. Neben wenigen jüdischen Fir- -Men finden wir die folgenden: ' Für Beträge Mer 100. Millionen Kronen lieferten der Armee: Hafner Radivoj,'Viehlieferant, Karlovac; Schmibt L Co., Kelenfölder Lederkriegsausrüstungsanstalt, Budapest; Kisjenöer erzherzogliche Herrschastsgutspachtung A.-G.; Genossenschaft. ungarischer Gutspächter. - Mir 50—100 Millionen Kronen lieferten: Ganz & Co., Danubius, Maschinenfabrik,' Waggon.- - und Schiffslfährik ,-Aj.W.; . - Waffen- und Maschinenfabrik A.-G.; Hirtenberger Patronenfabrik A.-IGl., Magya.r-Ovar. Fstr 20—25 Millionen Kronen lieferten: Genosfenschaft der. Sekler Landwirte, Marosvasarhely.; Liptak & Cp., Munitionsfabrik;- .; ' Genossenschaft ungarischer Landwirte; Schlick-Nicholson A.-G.; Oesterr.-ungar. StaaMähugeseUschast; Fiumaner Torpedofäbiik. - . Mr 10—20 Millionen Kronen lieferten: Genossenschaft der Szegediner Schuh-, Stiesel^ - und' . - PapMfchenindnstrie; GanZffche MektrizftäWN-G.;. , .. .;--v -, '.

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